Von Fertiggerichten und Futtergurus

Hallo meine Flauschehäschen, da bin ich wieder.
Zu Anfang möchte ich mich erst einmal entschuldigen, dass ihr auf den letzten Sonntagsbeitrag verzichten musstet. Leider war ich gesundheitlich nicht so auf der Höhe und die Druckfreigabe für »Pony statt Plüschtier« war dazu noch ziemlich zeitintensiv. Jetzt ist aber alles auf den Weg gebracht und mein Musterexemplar ist bereits auf dem Weg zu mir. Alle Blogger/innen unter euch, sollten meine Seite in den nächsten Tagen ganz besonders intensiv im Auge behalten. Warum werdet ihr bald herausfinden. 😉

 

Pony statt Plüschtier

 

Nun aber mein heutiger Sonntagsbeitrag für euch:
Na ist der Frühling bei euch auch schon eingezogen? Fusseln eure Pferde schon mächtig oder zieren sie sich noch?
Da ich nun mit einem neuen Laptop ausgestattet bin, dank meiner liebsten Oompa Loompa passend in glitzer Pink, können wir uns wieder mit einem neuen Thema befassen.

Also nehmen wir uns heute das Thema Pferdefütterung zur Brust:
Früher war Pferdefütterung unkompliziert. Man stellte sein Pferd in einen Stall und die alten Stallmeister, Stallbesitzer oder Bauern wachten mit Argusaugen über die Pferdefütterung. Meist wusste man damals nicht einmal ganz genau was im Pferd landete, aber es funktionierte. Die Pferde waren in aller Regel gesund, das Fell glänzte und kein Stallmeister hätte sich die Blöße gegeben, dass ein Pferd zu dünn geworden wäre.
Hat man sich früher als Pflegemädel mit der Fütterung beschäftigt, dann waren die Mittel eigentlich recht einfach:
Gutes Heu, Gras ,Hafer und bei Bedarf ein Mineralfutter. Zum Päppeln, wenn es denn sein musste, auch mal gerne etwas Mais. Dazu Futterrüben oder Futtermöhren und ab und an Rote Beete.
Das war dann auch schon der große Zauber. Und ja, auch Leckerlis waren ab und an erlaubt …

In der heutigen Zeit ist es jedoch so, dass viele Pferdehalter selber das Futter ihres Lieblings bestimmen wollen. Das liegt oft daran, dass in vielen Ställen Selbstversorgung angeboten wird. Aber eben auch daran, dass man selber seinem Pferd gerne etwas Gutes tun möchte.
Und bewegt man sich durch die Reihen im Futterhandel, dann ist das wie Halfter oder Schabracken Shopping.
Verlockende Namen, Müslisorten mit Kräutern, Gemüse, Zusatzmineralien – die Auswahl ist riesig und dann duften sie auch oft noch so wundervoll.
Dazu kommt noch die Vielfalt an Probepäckchen, die man auf Pferdemessen oder im Futterhandel zu gesteckt bekommt. Bunte Farben und verlockende Werbesprüche, die einem eindringlich versichern, das nur genau dieses Zusatzfutter die Bedürfnisse des eigenen Pferdes erfüllt.

Und im Fall, dass man nur durch die Regalreihen schleicht und nach einem Sack und popeligen Hafer greifen will, erschlägt einen förmlich das schlechte Gewissen.

Kann man mit Heu und Hafer denn wirklich alle Bedürfnisse erfüllen?

Die Müslisorten und Zusatzmittel fressen sich förmlich in die Gedanken. Denn es gibt ja Futtersorten extra auf spezielle Rassen abgestimmt. Das muss doch seinen Zweck haben!?
Oder die Kräutermüslisorten, das muss! einfach gesund sein für das Hustenpferd, oder?
Zweifel machen sich breit, man ist verunsichert. Und während man noch überlegt, landen zwei Tüten Leckerlis wie von alleine im Einkaufswagen und komplettieren das schlechte Gewissen.
Hat man doch gelesen, was für ein Müll in Leckerlis enthalte ist, und das man seine Pferde damit eh nur verzieht.

Nun bringen wir einmal etwas Licht ins Dunkel:
Erst einmal ist die beste Fütterung -für mich- immer noch Gras und Heu.
Als Zusatz reicht im Normalfall Hafer völlig aus, dazu ein Mineralfutter.
Müslisorten braucht man eigentlich nicht. Denn meist sind hier wesentlich mehr Zusätzen enthalten als Getreidesorten.
Aber ich möchte keine Müslis verurteilen. Ich habe selber schon darauf zurückgegriffen, wenn der Futterhändler eine zu schlechte Qualität an reinem Hafer angeboten hat.
Man muss sich aber bewusst sein, was man seinem Pferd da gibt.

Es ist mit dem Verzehr von Fertiggerichten vergleichbar, oder ob man sich die Mühe macht selber, mit frischen Zutaten, zu kochen.
Mal ist es nett und zeitsparend auf Fertigmahlzeiten zurückzugreifen, aber auf Dauer, ist das frisch zubereitete einfach gesünder.

Was Möhren und Leckerlis angeht, ist es ähnlich: Die Masse macht es.
Man sollte genau darauf achten, was man seinen Pferden gibt und auch in welcher Menge.
Mal ein paar Leckerlis sind ok. Händeweise, jeden Tag, muss nun wirklich nicht sein.
Bei den Möhren sieht das nicht anders aus, die müssen auch nicht jeden Tag eimerweise verfüttert werden.

Und bitte haltet Abstand von solch seltsamen Versuchen wie Schokolade, Kekse, Fleisch usw.!
Und wenn es noch X mal gut geht, eine einzige Kolik kann ein Pferdeleben beenden.

In diesem Sinne: Ich kann euch nur nahe legen etwas weniger den Futter-Shopping-Verlockungen zu erliegen, und dafür ein wenig mehr zu den Ursprüngen zurück zu kehren.

Auch wenn Hafer und Heu nicht so putzig verpackt sind und keine tollen Werbesprüche tragen, es sind immer noch die wertvollsten Futtermittel.

Ich wünsche euch einen flauschigen Abend, mit einem lustigen und passenden Video:

Alles Liebe
Celeste

 

 

 

 

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