Testbericht: Loesdau – »Heunetz Corner«

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.

In der letzten Woche habe ich mich ausgiebig dem Basteln von Heunetzen gewidmet. Aber ebenso habe ich auch gekaufte Netze. Diesmal möchte ich von meinen Erfahrungen mit meinen Loesdau Netzen berichten.
Ich nutze ja schon einige Jahre Heunetze, denn das Fressen aus engmaschigen Netzen sorgt für eine längere Fressdauer. Dazu schlunzen die Pferde nicht mit dem Heu herum, denn wir alle kennen es doch: Liegt es auf dem Boden dann äppelt oder pushert das Pferd wenigstens einmal hinein.
Um solchen Klogeschichten vorzubeugen, nutze ich die Netze in Heuraufen oder an meinem Heunetzständer. Denn ich gestehe, ich bin ein Faulschlumpf, und so bereite ich pro Nase 2 große Netze vor. Eines in der Heuraufe, das sie morgens nutzen dürfen, und eines am Heunetzständer, dessen Zugang erst abends geöffnet wird. Einmal beide Stationen vorbereitet saue ich mich nur einmal ein, und muss abends nur noch die Zugänge zur extra Station öffnen. Bedingt durch verschiedene Futterstationen brauche ich also auch doppelt so viele Netze.
So kamen vor einigen Monaten auch die Loesdau Netze dazu.

Eckdaten: 

Zum Heunetz

  • Preis 13,95 €
  • Farbe: weiß
  • Maschenweite 3 cm
  • Größe 0,90 x1,20 m
  • 2 Verschlusskordeln
  • 2 Aufhängeösen aus Stoff
  • Fassungsvermögen Heu gepresst ca. 22 kg / Heu lose ca. 10 kg

Nutzung:
Das Befüllen des Netzes geht recht einfach, da man das Netz oben über die gesamte Länge öffnen kann. Ob man also loses Heu von Rundballen, oder ganze Scheiben von kleinen Quaderballen einfüllt, ist egal. Es geht leicht von der Hand.
Der Verschluss ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Über die gesamte Länge gibt es nur 2x die Möglichkeit via angebrachte Kordel, das Netz oben zu verschließen. Dazu löst sich die Kordel recht schnell, sei es mit Schleife verschlossen, ebenso wenn man sie verknotet.
Durch die 2 Verschlussstellen ist es einem geschickten Pferd also durchaus möglich seinen Rüssel – wahlweise auch einen Huf – in einem Akrobatikakt in das Netz zu schleusen. Mir persönlich war das zu gefährlich, daher habe ich eine extra Kordel als Verschluss über die gesamte Länge gezogen.
Das ist zwar etwas mehr Aufwand, aber es ist mir immer noch mir lieber als ein zerstörtes Netz oder ein grinsender Haflinger.
Ich habe die Netze in den Heuraufen mit Karabinern an 4 Ecken befestigt, oder aber am Heunetzstand, ebenfalls mit Karabinern eingehängt.

Die Pferde selber kamen mit den kleineren Maschen sehr gut zurecht.
Es wurde gezupft, gerupft, gebissen und mit den Hufen gescharrt. Die Netze halten bis jetzt ohne Probleme sogar dem Panzerlein wie dem gewitzten Shetty stand.

Die Farbe der Netze ist allerdings etwas ungewöhnlich und das Weiß wird schnell schmutzig. Entweder man wäscht die Netze öfters, oder lebt mit einer farblichen Veränderung. Da ich aber keinen Werbespot für »Der weiße Riese« drehen möchte, kann ich mit der Verfärbung leben.

Fazit:
Ein großes Netz für einen kleinen Preis.
Gerade für Einsteiger ist es ein günstiges Netz in einer sehr kleinen Maschenweite.
Dazu passt eine Menge Heu hinein und es lässt sich leicht befüllen.
Einzig die mangelnde Farbwahl wie der Verschluss sorgen für Punktabzug.
Somit vergebe ich eine klare Kaufempfehlung und 5 von 6 Flauschepunkten!

Flauschepunkte

Flauschige Grüße
Celeste

HeunetzHeunetz

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3 Gedanken zu „Testbericht: Loesdau – »Heunetz Corner«

  1. Flauschige Grüße an dich und deine Pferde und danke für den Testbericht. Ich benutze auch ein engmaschiges Heunetz, weil meine Madame sehr (wirklich!) sehr verfressen ist. das hält sie schlank ohne auf Futter für den empfindlichen Magen verzichten zu müssen. Sie sind eine geniale Erfindung, diese Heunetze 🙂 Liebe Grüße, Petra P.S.: Ich lese gerade ein Buch zum „Pferdekauf“

     
  2. Hey,
    sieh toll aus, bei mir würde das Teil keine Woche überleben.
    Meine Ponys schubbern sich ständig an allem, vor allem im Fellwechsel.
    Da würde das Teil wie ein Kartenhaus zusammen fallen.
    Aber für Pferde die sich nicht schubbern – tolle Idee

     
  3. Hallole,
    da hast du aber Glück, dass du so „zärtliche“ Fresser hast. 😉 Hatte diese Heunetze auch, bei mir hat eines nur ein paar Wochen überlebt, dann hatte unsere eine Hafistute schon ein schönes, großes Durchfressloch reingebissen. Das andere lebt bis jetzt zum Glück noch, ich lass aber auch oben ein Stück auf, damit sie ihre Wut nicht ganz daran auslässt. Habe mittlerweile schon drei verschiedene Marken ausprobiert. Tolle Beiträge von dir übrigens! Witzig geschrieben.

     

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