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Produkttest: Crenova Wildkamera

Hallo meine lieben Flauschehasen, heute möchte ich euch wie versprochen von meinen Erfahrungen mit der Wildkamera berichten. Bewusst wurde ein relativ günstiges Anfängermodell gewählt und ausgiebig getestet.

Vollständige Produktbezeichnung

Crenova 12MP 1080P HD Wildkamera 120° Breite Vision Infrarote 20m Nachtsicht 2.4″ LCD Jagd Kamera Jagdzeug Überwachungskamera Nachtsichtkamera

Packungsinhalt

  • 1 x Wildkamera
  • 1 x Bedienungsanleitung
  • 1 x Wandhalterung
  • 1 x Gurt zur Befestigung an Bäumen
  • 1 x USB-Kabel
  • 1 x AV-Kabel

Erhältlich ist sie zum Beispiel über Amazon zu einem Preis von 83,99 €. (Stand 25.02.2018)

Nicht dabei ist die nötige Speicherkarte, diese muss man extra erwerben, ebenso die nötigen Batterien / Akkus.

Technische Daten

  • Auslösegeschwindigkeit: 0,6-0,8 Sekunden
  • Reichweite Blitz: 20m
  • Videoclip: 1280 x 720 bei 30 Bildern pro Sekunde, 640 x 480 bei 30 Bildern pro Sekunde
  • Dateiformate: JPG/AVI
  • Speicher: Externer Speicher (TF-Karte bis zu 32GB) / Interner Speicher (8Mx16 SDRAM)
  • Videolänge: 10 Sekunden pro Abschnitt
  • Leistungsfähigkeit tagsüber: 1m bis unendlich; nachts: 3m bis 20m
  • Audioaufnahme: Ja
  • Automatische Abschaltfunktion: Ja, innerhalb von 2 Minuten, wenn das Tastenfeld nicht berührt wird
  • TV-Ausgang: Ja
  • PC-Schnittstelle: Mini USB2.0
  • Leistungsversorgung: 4 x AA; Erweiterbar auf 8 x AA; externe 6V Leistungsversorgung, mindestens 2A

Handhabung

Zuerst ist mir aufgefallen, wie klein und leicht die Kamera ist. Das Gehäuse ist jedoch sehr stabil und macht auch mit seinem Tarnlook einiges her.
Zumindest würde ich sie an Bäumen im Wald ohne ein Hinweisschild nie wieder finden. Die Tarnung ist also absolut gegeben.
Mit 2 Verschlussclips ist sie schnell zu öffnen oder zu schließen.
Mit einem Gurt oder der Wandhalterung lässt sie sich überall leicht befestigen und in Position setzen.

Die extra besorgten Batterien lassen sich leicht einlegen und wechseln.
Das Wechseln der Minikarte stellt mich jedoch jedes Mal vor eine Herausforderung. Hält man die Kamera in der Hand, geht es noch recht leichter vonstatten. Ist sie hingegen, an einem Baum oder an einer Wand befestigt, gestaltet sich der Wechsel schon schwieriger. Das liegt daran, dass die kleine Minikarte in den Slot nicht nur eingeführt, sondern eingerastet werden muss. Ohne etwas längere Fingernägel schon schwer genug, aber wenn die Kamera wie bei mir am Stall befestigt ist, dann wird es umso schwerer. Die Karte wird unten eingeführt und man muss sie mit dem Fingernagel einrasten lassen ohne das sie raus rutscht und runter fällt. Will man sie wieder entfernen muss man sie wieder durch Eindrücken mit dem Fingernagel entriegeln. Mehrfach ist mir bei dieser Aktion schon die Karte runter gefallen bzw. quasi entgegen geschossen, einmal sogar unauffindbar, quer über den ganzen Paddock.
Mit etwas Übung wird es aber leichter und die Karte geht immer seltener auf Wanderschaft.

Die Einstellungen sind trotz Anleitung auf Englisch leicht zu bedienen. Uhrzeit und Datum, aber auch Bild-/Videoeinstellungen, sowie auch die Auslösezeit lassen sich leicht über Schieberegler auswählen.

Praxis

Ist die Kamera einmal eingestellt und positioniert macht sie – bis auf den Kartenwechsel – wirklich Freude. Natürlich könnte man die Bilder mit den beigefügten Kabeln auch auf ein Tablet / Laptop oder Ähnliches übertragen. Aber wer will schon diese Geräte immer mitschleppen oder gar bei Regen oder Schnee übertragen?
Ich persönlich bevorzuge daher Wechselkarten. Das heißt, ich habe immer eine leere Karte dabei, wechsele diese alle paar Tage gegen die Karte mit den aktuellen Bildern aus und werte sie Daheim aus.
So ist immer eine Karte in der Kamera, und ich kann die Bilder sichten, wie ich gerade Zeit und Lust habe.

Von der Qualität der Bilder war ich ziemlich angenehm überrascht. Die Aufnahmen sind erstaunlich scharf, der Bewegungsauslöser nimmt selbst Vögel im Flug auf, und auch die Nachtaufnahmen sind, selbst bei Nebel, wirklich unerwartet gut.
Der Batterieverbrauch ist sparsam, bei einem 5 Minuten Timer und etwa 1000 Bildern im Monat reichen 8 Mignon Batterien der günstigsten Sorte.
Akku Batterien sind natürlich auch möglich und der Umwelt zuliebe zu benutzen.

 

Fazit

Eine gute Kamera für kleines Geld.
Natürlich kann sie nicht bei Modellen mithalten, welche gleich Live Bilder übertragen oder an Handy / PC senden. Aber das war hier ja auch nicht gewünscht.
Es ist eine Kamera die in Bildern festhält, was alles am Stall passiert, wenn man selber nicht da ist.

So habe ich dank der Kamera schon eine Dame aufgenommen, die trotz Verbotsschilder, fütterte. Dadurch konnte sie anhand der Bilder ausfindig machen und das klärende Gespräch suchen, um es zukünftig zu unterbinden. Ebenso weiß ich, welche Wildtiere bei mir nachts unterwegs sind und wann meine Jäger da sind. Ebenso weiß ich nun aber auch, wer am Stall einfach nur Rast macht.
Aufgrund der Abgeschiedenheit bin ich allerdings auf die wärmeren Temperaturen gespannt und wann die ersten liebestollen Pärchen sich verirren. Trotzdem hoffe ich, dass sie die ›Achtung Kamera‹-Schilder nicht übersehen und ich nicht spontan beim Sichten der Bilder erblinde.
Aber zurück zu den Vorteilen, der über den Tag verteilten Bilder: Man bekommt einen guten Überblick über den ganz eigenen Tagesablauf der Pferde. Wann sind sie wach, was treiben sie so und welchen Unsinn habe ich bisher verpasst und nur noch die Resultate begutachten können. Selbst nach all den Jahren, gewährt es mir neue und spannende Einblicke, denn es ist erstaunlich, wie viele Informationen diese Bilder liefern. Da macht das Auslesen der Karte jedes Mal aufs neue Spaß.

Ich kann die Kamera wirklich nur empfehlen und vergebe daher 5 von 6 Flauschepunkten

Ein Punkt Abzug wegen dem Kartenwechsel ,der etwas umständlich ist, ansonsten ist die Kamera wirklich toll.

Flauschige Grüße
Celeste

Für euch noch einige weitere Aufnahmen: