Tag-Archiv | Regen

Lieber Wettergott, du kannst mich mal ganz gepflegt puscheln

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, ihr habt die Gewitter wie auch die Regenfluten schadlos überstanden? Auch wenn unser Dorf am Montag mächtig überschwemmt wurde, und auch die Stadt sehr unter den Regenmassen gelitten hat, habe ich hier in der Region doch mächtig Glück gehabt. Nicht zuletzt ist dieser Umstand auch den fleißigen Mitarbeitern der Feuerwehr, wie auch ihren Helfern, zu verdanken. Auf diesem Wege also ein virtuelles »Danke« für euren unermüdlichen Einsatz und eure Hilfe!

Einige Städte haben nicht so viel Glück gehabt, ebenso einige Ställe. Schaut man durch die Gruppen, sieht man überflutete Weiden und Paddocks. Manche Offenstallpferde mussten der Sicherheit wegen kurzfristig in andere Ställe umquartiert werden. Andere leben mit den Wassermassen und arbeiten täglich dagegen an. Gut bewaffnet mit Besen und Schaufeln, Gummistiefeln und Regenjacken. Alles mit dem Fazit, das es langsam genug Regen ist!

Früher zu Pensionszeiten habe ich das alles deutlich leichter genommen.

  • Ein Gewitter zog auf?
    Der Stallbetreiber sorgte dafür, dass die Pferde von der Weide in den Stall kamen.
  • Ein Sturm zerlegte den Zaun oder das Stalldach?
    Der Stallbetreiber würde alles wieder richten. Wie von Zauberhand kaufte sich das Material alleine ein, und auch die Reparaturarbeiten waren meist schon erledigt, wenn man sein Pferd besuchte.

Sicher bot man hier und da Hilfe an, aber die Kosten wie auch die Verantwortung lagen alleine bei dem Stallbesitzer. Und ich gestehe, da ich bei 7 Pferden damals jeden Monat eine beachtliche Summe zahlte, genoss ich das Rundum-sorglos-Paket in vollen Zügen. Weder Sturm noch Gewitter bereitete mir mehr Sorgen als ein Schulterzucken, mit dem Wissen, das der Stallbesitzer alles schon richten wird.

Doch irgendwann wechselt man in die Selbstversorgung und erfreut sich an seinem eigenen Stall. Aber mit dem Stall kommt nicht nur die Freude alles alleine entscheiden zu dürfen, sondern auch die Kosten und die Verantwortung, alles alleine entscheiden zu müssen. Und so stehen wir bei jedem Gewitter und jedem Starkregenschauer am Fenster und beten das es langsam ein Ende haben möge.

Zu tief sitzt die Angst, dass es immer schlimmer wird, …

  • Dass der Regen Stall und Weiden überflutet.
  • Dass ein Blitz bei den Pferden einschlägt.
  • Dass ein Sturm Stall und Zäune zerlegt.
  • Dass die Weiden trotz Wetterwechseln gut nachwachsen.
  • Dass sich die Unwetter oder die Hitzeperioden auf die Heuernte auswirken.
  • Dass die Unwetter die Pferde verschrecken und in Panik und Angst versetzen, im schlimmsten Fall zur Flucht von Paddocks und Weiden veranlassen.

Und geprägt durch Unwetter und Überflutungen brennt sich diese Angst schleichend ein. Jedes Unwetter wird kritisch betrachtet. Jedes Gewitter mit Argusaugen beobachtet.

Schon türmen sich dann die Fragen in den Gruppen:

  •  Pferde bei Gewitter rein oder raus?
  • Strom auf den Zäunen an oder aus bei Gewitter?
  • Weide mit oder ohne Bäume bei Sturm?
  • Weide oder Paddock bei Starkregen?
  • Decke bei Regen trotz Temperaturen von 15 Grad plus?

Und plötzlich merkt man, dass man mit seinen Sorgen nicht alleine ist, sondern dass es vielen weiteren Selbstversorgern ähnlich ergeht. Man stellt fest, dass man kein Angsthase oder eine Pferde-Helikopter-Mutti ist, sondern dass man sich einfach seiner Verantwortung seinen Tieren gegenüber bewusst ist.

Fakt ist, das Wetter hat sich verändert.
Mit unseren sorglosen Sommern voll Sonnenschein, und ab und an ein wenig Regen wie von 35 Jahren, hat das nichts mehr zu tun. Die Meteorologen haben sehr klare Worte für die Klimaveränderung gefunden, und auch wir Pferdebesitzer müssen uns dieser Veränderung anpassen. So versuchen wir unsere Lieben zu schützen, soweit dies möglich ist.

  • Wir sichern den Stall nach besten Möglichkeiten gegen Sturm.
  • Wir checken alle Bäume auf den Weiden nach morschen Ästen die sich im Sturm lösen könnten.
  • Wir achten auf eine stetig gut gespannte Litze bei Stromzäunen.
  • Ebenso lassen wir das Stromgerät auch bei Gewitter an. (Lieber ein zerlegtes Stromgerät als ein zerlegter Zaun da stromlos)
  • Wir lassen die Offenstallpferde auch bei Gewitter draussen, denn wir wissen der Blitz kann nicht nur auf der Weide, sondern auch im Stall einschlagen. Somit überlassen wir den Pferden die Wahl, wo sie bei Unwetter sein möchten, statt sie wegen unserer eigenen Ängste einzusperren.
  • Wir versuchen nicht zur Übermami zu mutieren, sondern geben unseren Pferden die Wahl, welche die Unwetter meist besser gelaunt überstehen als wir selber.

Und wenn doch mal Land unter ist und etwas beschädigt oder zerstört wird, dann bauen wir es eben wieder auf! Wie sind Selbstversorger und oft auch Offenstaller. Wir wissen wie man Zäune zieht. Wir wissen wie man einen Stall baut. Wir wissen wie man notdürftig etwas repariert oder instand setzt.
Was auch immer uns ereilen wird, wir werden damit fertig!

Und sollte es uns einmal dreckig gehen, dann wissen wir, dass wir nicht alleine sind. In vielen Gruppen findet dazu ein wirklich netter Austausch statt.
Sollte es euch dennoch eimmal über den Kopf wachsen und ihr sucht ein offenes Ohr, dann dürft ihr mich auch gerne einmal anschreiben und euch ausheulen.
Denn wir sind Selbstversorger, wir basteln aus dem Inhalt unserer Autos in 5 Minuten eine Heuraufe. Mit dem schlechten Wetter und seinen Folgen werden wir auch noch fertig!

Flauschige Grüße
Celeste

wettergott

 

Da helfen nur Glühweinrauten…

Hallo ihr Lieben,

langsam gefällt mir das Wetter immer weniger. Ich habe zwischenzeitlich den Eindruck meine persönliche Wolke zu besitzen, welche immer dann passend über meinem Kopf erscheint, wenn ich die Pferde versorgen muss.

Gut ich hätte weniger etwas dagegen, wenn diese Wolke statt Regen und Sturm, rosa Zuckerwatte pubsen würde. Oder wenigstens rosa Blitze auf diejenigen schießen würde die mir auf den Keks gehen. Aber nein … Meine Wolke macht das nicht. Sie liefert nur Regen und Sturm. Und auch wenn die Gummireitstiefel nunmehr unabänderbar zum Dresscode gehören, so habe ich doch den Eindruck ein Gummiboot samt Entchen wäre ebenfalls angebracht.
Mittlerweile hat es derart geregnet, dass der Weg zum Stall unter Wasser und Matsch, von den Feldern, steht. Man könnte eigentlich auch ein Seniorentreffen zum Wassertreten abhalten …
Aber was solls, trotz Regen und Matsch haben die Pferde gute Laune. Und ich habe mir  meine Zeit eben mit einem Probebacken vertrieben. Denn Weihnachten naht und ich möchte ja den Zuhörern bei der Adventslesung, im Tierheim Trier-Zewen, auch etwas zum Schnutzeln anbieten.
(Falls ihr kommen möchtet, findet ihr alles Weitere hier: https://www.facebook.com/events/1564513637093810/  ^_° )

Da mein Buch rosa ist, dachte ich sind Glüweinrauten – ohne Alkohol versteht sich – ein tolles Rezept. Wer Lust hat, kann es gerne einmal ausprobieren und mir Rückmeldung geben, ob es geschmeckt hat.

Glühweinrauten:

Zutaten für ca. 50 Stücke:

325 g weiche Butter oder Margarine
250 g Zucker
1 1/2 EL Lebkuchengewürz
2 Päckchen Vanille-Zucker
1 Prise Salz
5 Eier (Größe M)
325 g gemahlene Haselnüsse
200 g Mehl
1 TL Backpulver
6-7 EL Kinderpunsch
375 g Puderzucker Schokostreusel zum Verzieren

Butter/Margarine, Zucker, Lebkuchengewürz, Vanille-Zucker und Salz cremig rühren.
Eier nacheinander dazugeben.
Haselnüsse mit Mehl und Backpulver mischen und unter die vorhandene Masse rühren.
Teig auf ein gefettetes, mit Mehl bestäubtes Blech, mit Rand, geben und glatt streichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 175 °C 20-25 Minuten backen, herausnehmen und auskühlen lassen.

Für die Glasur:
Kinderpunsch mit Puderzucker glatt rühren und den Kuchen damit bestreichen.
Alles trocknen lassen und in Rauten (ca. 4×4 cm) schneiden.
Mit Schokostreuseln verzieren.

Viel Spass beim Backen , aber noch mehr beim Schnurzeln. ^_°

 

Glühweinrauten