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Produkttest: Holzpellets als Einstreu

Hallo meine Flauschehasen, nachdem ihr eine Weile nichts mehr von mir gehört habt,  widmen wir uns diesmal einem neuen Produkttest: Einem Einstreu für die Boxen bzw. den Offenstall.

Viele von uns nutzen bislang die gängigen Bodenbeläge, zum Beispiel das sehr beliebte Stroh, Sägespäne, aber auch verschiedene Arten von Pellets oder Platten, Matten und Teppiche. Die Auswahl der Liegeflächen wird immer umfangreicher, richten sie sich nach den verschiedenen Bedürfnissen der Pferde, wie auch deren Halter. Manche wollen weniger Einstreu verbrauchen, andere kleinere Mistmengen. Wieder andere wollen den Arbeitsaufwand so geringer wie möglich halten oder aber das Pferd braucht mit einem gesundheitlichen Problem einen alternativen Bodenbelag. Die Auswahl ist also verständlicherweise groß.

Diesen Winter habe ich mich auf – für mich – Neuland gewagt. Was ich euch natürlich keineswegs vorenthalten möchte. Daher werde ich heute von meinem Test mit den Holzpellets berichten:

Dieses Jahr stand ich, wie bereits letzten Herbst, vor einem großen Dilemma: Der Heudealer meines Vertrauens bot kein Stroh an. Da ich aber nur von ihm Bio Heu und Bio Stroh kaufen möchte, habe ich letztes Jahr schon in Ermangelung an Stroh mit Heu eingestreut. Ja, die Pferde hat es gefreut, dennoch war die Saugleistung wie erwartet nicht zufriedenstellend, dazu war die Mistmenge natürlich enorm.
Als sich herauskristallisierte, dass auch in diesem Jahr kein Stroh zur Verfügung stehen würde, habe ich mich in verschiedenen Gruppen und Foren belesen. In diesem Zusammenhang bin auf verschiedene Pelleteinstreu gestoßen.

Da die Auswahl groß war und jeder sein Einstreu in höchsten Tönen lobte, war mir das keine wirkliche Hilfe.

Also überlegte ich, was mir persönlich wichtig ist, zum Beispiel:

  • Dass ich das Streu in kürzester Zeit bekommen kann.
  • Keine zu langen Fahrtwege zur Beschaffung. (Schnee, schlechtes Wetter, Zeitmanagement)
  • Dass ich die Säcke selber transportieren kann. (Big Bags fallen da raus)
  • Dass ich nicht große Mengen lagern muss, (Grossabnahme) sondern jederzeit Kleinstmengen nachkaufen kann.

Da mein nächster Reitsporthandel als einfache Strecke wenigstens eine Stunde entfernt ist, der Baumarkt aber in 10 Minuten zu erreichen, wagte ich den Versuch mit stinknormalen Heizpellets. Diese wurden in verschiedenen Gruppen, immer wieder wärmstens empfohlen. Also schnappte ich mir mein kleines Auto und probierte es einfach.

In den Baumärkten werden die Säcke mit etwa 15 kg angeboten. Man sollte darauf achten, dass es Weichholz ist (z.B. Kiefer) und keine Bindemittel verwendet werden.
Diese Säcke sind recht gut zu stapeln und auch als Frau locker zu transportieren.

In meinen Corsa passen 15 Säcke in den Kofferraum. Klappe ich die Rückbank um, würden sicher 30 – 40 hineinpassen. Mit etwas guten Willen lassen sich also auch große Mengen Pellets auf einmal  in einem kleinen Auto transportieren. Man sollte nur vorher einen Blick auf den Fahrzeugschein werfen, wie hoch das zulässige Gesamtgewicht ist, damit man das Fahrzeug nicht versehentlich überlädt.

 

Ein kleiner Tipp am Rande: Es empfiehlt sich immer etwas Packband im Auto zu lagern, falls doch mal ein Sack aufreißt. Bislang ist es mir nicht passiert, obwohl ich so schusselig bin. Aber das Packband hat mir auch bei aufgerissenem Katzenstreu schon gute Dienste geleistet. 😉

Das Gute an den kleinen Säcken ist, das man sie leicht am Stall, in einer Sattelkammer oder auch daheim in einem Keller lagern kann. Das ist gerade dann ideal, wenn man z.B. Einstaller ist, aber keine Möglichkeit hat große Mengen am Stall zu lagern. Zumindest, ohne dass sich die Langfinger daran bedienen.

Als Ersteinstreu empfehlen sich etwa 1-2 Säcke pro Quadratmeter Liegefläche. Auch wenn im Internet oft zu weniger geraten wird, nein, es reicht aus Erfahrung nicht. Es gibt nicht zu viele Pellets, aber wenn man zu wenig als Ersteinstreu nimmt, versaut die Box/Stall zu schnell.
Hat man also eine normale Box von etwa 9m², sind wenigstens 9 Säcke Pflicht – 15 wären für den Anfang jedoch besser.

Versuchsfläche waren bei mir 54 m² Offenstall mit Naturboden. Ich habe keine Matten untergelegt, sondern bewusst getestet, wie sich die Pellets auf normalen Boden verhalten.

Vor der ersten Nutzung ist es sinnvoll die Pellets zu wässern. Auch wenn es sich seltsam anhört ein saugendes Einstreu nass zu machen, es hat durchaus seinen Sinn. So werden die Pellets nicht so schnell mit Futter verwechselt und gefressen. Einmal gewässert plustern sie sich zudem auf, und werden ein trockenes, federndes, weiches Einstreu.

Um das zu erreichen kann man die Pellets in die Boxen/Stall werfen und mit der Giesskanne sprenkeln, oder aber man wählt die ›Sackmethode‹.
Bei mir ist es zweiteres. Ich lege die Säcke in den Stall, verteile sie und schneide sie auf. Dann giesse ich pro Sack etwa 10 Liter Wasser auf die Pellets und lasse diese darin aufquellen. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde – in der ich meine normale Stallarbeit erledige – und sieht dann so aus:

Die Säcke sind allerdings im gewässerten Zustand sehr schwer. Man sollte sie daher vorher schon entsprechend positionieren, so dass man sie einfach an Ort und Stelle auskippen und die geplusterten Pellets mit einem Laubrechen verteilen kann.
Das geht leicht von der Hand und macht sogar noch Spaß, wenn ich ehrlich bin. Dazu hat man die ganze Zeit einen angenehmen Geruch von Holz in der Nase.

Die Pferde waren trotz meiner Bedenken von dem Einstreu unglaublich angetan. Schliesslich kannten sie nur Stroh und Heu, und bislang bevorzugten sie immer ein kuscheliges Bettchen. Und wenn sich dieses zudem noch fressen ließ – umso besser! Doch sie zeigten mir das meine Bedenken umsonst waren. Es wurde nicht gefressen, sondern beschnüffelt, rein gelegt und gewälzt. Alle Pferde haben schon in der ersten Nacht komplett im Stall gelegen.

In der Praxis zeigte sich ebenso, das die Handhabung der Pellets ein Traum ist. Mit der Bollengabel lassen sich alle Haufen spielend leicht aufsammeln. Auch zertretene Haufen und untergegrabene Äpfel lassen sich leicht entfernen.
Wenn es mal nasse Stellen gibt, kann man diese raus nehmen, dies tritt bei ausreichend Pellets aber ganz selten auf. So streut man einmal die Woche 1-2 Säcke auf ca 10m²/Boxengröße nach und baut so eine Mistmatratze auf, die eigentlich keine ist. Es ist einzig das Einstreu welches den Urin aufsammelt. Nur das man diesen weder riecht, noch Nässe bemerkt. Das obere Streu ist immer trocken, fluffig, federnd, und außerdem weich und riecht angenehm nach Holz. Einzig die Farbe wird dunkler da durch die Äpfel oder schmutzige Weidehufe das Einstreu versaut wird. Das ist aber nur eine farbliche Veränderung die sich nicht auf die Saugfähigkeit auswirkt.
Auch meine Sorge wegen Dauerregen und einer hohen Luftfeuchtigkeit wurde nicht bestätigt, die Pellets haben gnadenlos standgehalten.

Falls man etwas Negatives suchen möchte, kann ich hier noch etwas anmerken:

Die Pellets werden, wie erwähnt, ein weiches, fluffiges Einstreu. Dieses wird mit nassen Hufen – bedingt durch Winterweide und Regen – gerne nach draußen auf den Paddock getragen. Man muss sich also darüber im Klaren sein, das dieses eben auch mal gerne an den Hufen ›pappen‹ bleibt. Was nicht nur unstylisch aussieht, sondern auch den Paddock verschmutzt. Mich selber stört das nicht, da der Paddock wie auch die Hufe sauber gehalten werden. Hat der liebe Gott doch Dinge wie Bürsten und Besen erfunden.
Ich erwähne es nur, weil ich schon gelesen habe, dass sich darüber bitterlich beschwert und die Pellets somit verteufelt wurden.

Ebenso möchte ich den Preis erwähnen. Denn auch wenn die Baumarktpellets etwa 3,90 – 3,99 € pro Sack kosten und somit sehr günstig sind, ist die Ersteinstreumenge und der Verbrauch gegenüber normalem Stroh schon kostenmäßig beachtlich. Bei einem Pferd natürlich nicht so sehr wie bei mehreren, aber es summiert sich.

Fazit:

Wer also eine günstige Alternative zu Stroh sucht ist mit den Holzpellets nicht so gut beraten. Aber wer seine Arbeit leichter gestalten will, ein neues Einstreu sucht oder ein Pferd hat das auf Stroh allergisch reagiert, der kann mit den Holzpellets sehr glücklich werden.

Für mich daher 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Equinatura Kräutersirup

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns wieder einem Produkttest.
Getestet wird der Kräutersirup von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 500 ml Flasche
  • Alpenkräuter, Kamille, Ringelblume, Schafgarbe, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Anis, Brombeerblätter, Hollunder, Fenchel, Lindenblüten, Isländisches Moos, Salbei, Thymian, Schwarzwurzel und Minzöl

Preis etwa 9,95 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Vielleicht gefällt die Farbwahl mit hellgrün, orange und braun nicht jedem, und nein, mir hätte pink sicher auch eher zugesagt. Allerdings sind die Farben derart leuchtend das man sie in jeder düsteren Sattelkammer oder im Putzkoffer gleich findet. Selbst wenn sie an der Weide ins Gras fallen würden, müsste man keinen Spürhund zur Suche abstellen. 😉

Der Preis ist auffallend günstig für einen Hustensirup. Wobei ich dazu sagen muss, das mich ein günstiger Hustensirup erst einmal eher abgeschreckt hätte. Irgendwie verbindet man eben immer noch einen höheren Preis mit gesundheitlichen Ergänzungsmitteln.

Handhabung

Die Flasche erinnert an eine große Shampooflasche. Ich weiß nicht, ob mir das wirklich so gefällt. Sicher es ändert nichts am Inhalt, aber Mittel welche der Gesunderhaltung dienen, verbinde ich einfach nicht mit Plastikflaschen, welche mich an Haarpflegeprodukte, oder Putzmittel erinnern. Und bei einem Kräutersirup denke ich einfach an Hustensaft in Glasflaschen, einem Sicherheitsverschluss und einen Pappkarton mit Dosierungsanleitung. Natürlich wäre eine Glasflasche im Stall eher kontraproduktiv, das ist mir bewusst, dennoch kann ich die Assoziation einfach nicht verhindern.
Der Verschluss ist ein Drehverschluss, welcher die Flasche sichert, aber bei der Nutzung wieder aufbewahrt werden muss. In der Praxis bedeutet das meist das man diesen zwischen die eigenen Zähne oder in die Hosen-/Jackentasche steckt. Ich selber neige eher dazu solche Deckelchen zu verlieren.

Der Sirup ist hellbraun/grau und milchig. Entgegen meiner Erwartung war er nicht zähflüssig und klebrig. Vom äußeren Eindruck einmal abgesehen, hat für mich ein klebriger Sirup immer noch den Vorteil, dass man ihn konzentriert ans Futter heften kann. Das ist dann sinnvoll, wenn Pferde ungerne Hustensirup fressen, bzw. wenn man Zusatzfutter oder Medikamente untermischen will.
Aber auch diese verhältnismäßig dünnflüssige Variante hat ihre Vorteile: Diesen Kräutersirup kann kann man mit dem Pulver/Medikament vermischen und in einer Einwegspritze, natürlich ohne Nadel, verabreichen. Dies ist auch von Vorteil, wenn Pulver/Medikamente nicht mit Zusatzfutter kombiniert werden sollten. Da macht die flüssigere Form mit dem intensiven Geschmack Sinn.

Wirkung

Ich habe den Sirup an alle Pferde verteilt, und einfach über das Futter gegeben. Er wurde sofort und anstandslos mitgefressen. Nicht mal Frau Pferd, die gerne mal bei solchen Dingen mäkelt hat auch nur ansatzweise gezuckt. Auch die neuen Jungs waren vom Geschmack sehr angetan. Geschmacklich also ein Volltreffer!

Selber habe ich den Sirup auch versucht, ich würde den Geschmack als minzig bezeichnen. Man hat ein wenig das Gefühl, das man reines Minzöl lutscht, aber auch die Kräuter sind herauszuschmecken. Er ist jedoch keineswegs süß.
Über die Jahre hinweg, hab ich schon Pferdehustensaft probiert, der mir persönlich besser geschmeckt hat, aber der Geschmack der Pferde ist hier ja entscheidend. Aus dem Selbstversuch kann ich sagen das mein Hals und meine Nase danach frei waren, was nicht jeder Hustensaft oder jedes Minzöl auf Anhieb schafft.

Fazit

Als vollwertiges Arzneimittel würde ich den Kräutersirup nicht sehen, aber dazu ist er auch nicht gedacht. Er ist eine Unterstützung für die Bronchien, und kann vorbeugend in den Wintermonaten gegeben werden. Einzig die Verpackung wie auch die nicht sirupartige Konsistenz hat mich zu Punktabzug veranlasst.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Equinatura Haar Tonikum

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und auch heute widmen wir uns wieder einem Produkttest. Getestet wird das Haar Tonikum von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 250 ml Flasche
  • Gegen Juckreiz, Schuppen und Scheuern
  • Fördert das Haarwachstum
  • Beinhaltet Propan-2-ol (vorsicht reizend/entzündlich)

Preis etwa 5,95 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Auch hier, wie auch bei den anderen Equinatura-Produkten, ist das Produkt hellgrün, orange und braun. Was die Farbkombination an Auffälligkeit fehlt, macht der Preis jedoch spielend wieder wett, denn viele Haaröle oder anti Scheuer Mittel sind wesentlich teurer.

Handhabung

Die Flasche ist mit einer Auftragungsspitze versehen und hat einen wirklich kleinen Drehverschluss. Für die Nutzung muss dieser abgedreht und aufbewahrt werden, was nur mit einer Hosen/Jackentasche möglich ist. Und selbst da verschwindet dieses kleine Biest nur zu gerne. Ihr könnt euch vorstellen wie oft mir dieses kleine Miststück entkommen ist so schusselig wie ich bin.
Der Geruch ist beißend und intensiv, den Alkohol kann man deutlich heraus riechen. Es erinnert an das Haarwasser, welches die alten Damen in den 70ern gerne nutzten.
Ich bin ehrlich, Wellnessgedanken bekommt man bei diesem Duft nicht, und die Pferde waren nicht wirklich begeistert.

Wirkung

Das Auftragen ging mit der Flasche leicht von der Hand, eigentlich schon fast zu gut. Ich weiß nicht, ob es gewünscht ist, das solche Mengen trotz Dosierspitze auf dem Pferd landen, denn eine genaue Mengenangabe gab es auf der Verpackung dazu leider nicht. So war danach also nicht nur das Pferd sondern auch ich mit dem Zeug besprenkelt, oder nennen wir es besser gebadet.
Im Test habe ich überall das Tonikum bei meiner sich scheuernden Frau Pferd aufgetragen, welche dieses auch klaglos über sich ergehen ließ. Anscheinend war trotz Scheuerstellen das Tonikum nicht unangenehm. Der Geruch dagegen war, wie oben erwähnt, etwas beängstigend. Ich gestehe, ich hätte auch niemanden mit einer Zigarette in die Nähe meines Pferdes gelassen, aus Furcht vor Selbstentzündung.

Direkt nach dem Auftragen und auch Stunden später waren kein Anzeichen von Juckreiz zu sehen. Abends hatte die Wirkung allerdings nachgelassen, und der Juckreiz war wieder gegeben. Da keine genaue Dosieranleitung gegeben war, wollte ich Frau Pferd nicht mehr als einmal täglich mit dem Tonikum behandeln.

Fazit

Ein gutes Produkt, das vorbeugend eine pflegende Wirkung hat. Auch bei leichtem Juckreiz kann es sicher eine gute Hilfe sein. Bei echtem Ekzem hilft es aber nicht auf Dauer.
Vom Verbrauch her war das Tonikum schnell leer, gerade wenn es täglich – bedingt durch die Dosierspitze auch großzügig – auf Mähne und Schweif verteilt wird. Auch wenn der Preis wirklich günstig ist, bei einem Ekzemer lohnt es sich umgerechnet zu anderen Produkten nicht. Als normale Pflege hat das Produkt allerdings sicher einen guten und günstigen Stellenwert.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Equinature Striegel

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und auch heute widmen wir uns wieder einem Produkttest.
Getestet wird das Striegel Spray von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 1000 ml Sprühflasche
  • Wirkstoffe aus der Zitrone
  • Leichte Kämmbarkeit für Mähne und Schweif

Preis etwa 12,95 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck
Zuerst fällt natürlich das Design auf, denn die Farbwahl sticht mit hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Irgendwie habe ich länger überlegt an wen mich die Farbkombination erinnert, bis ich auf die ›Flix Reisebusse‹ kam. Ich bin ehrlich, vom Design her hätte ich im Regal nicht sofort danach gegriffen sondern mich wieder an den Reisebus erinnert. Allerdings wäre mir sicher der Preis aufgefallen, denn viele Mähnensprays sind fast doppelt so teuer bei der angebotenen Inhaltsmenge.

Nimmt man die Sprühflasche in die Hand, ist diese sehr handlich und stabil. Der Sprühkopf ist mit einer Sicherung versehen, welchen man bei der ersten Benutzung entfernt. Der Verschlusskopf ist zwar aus Plastik, aber sehr belastbar. Ich habe schon oft mit anderen Sprühflaschen gearbeitet, welche eine Lagerung im Auto/Putzkoffer – im Gegensatz zu dieser – nur selten schadlos überlebten.

Handhabung

Die Sprühflasche ist leichtgängig und sehr geräuscharm. Der Sprühnebel ist fein und gezielt, was das auftragen deutlich erleichtert. Der Geruch ist leicht blumig und schlecht zu definieren, aber wirklich sehr angenehm.

Wirkung

Im Test wurden die Mähnen und Schweife aller Pferde behandelt. Die Wirkung war sofort erkennbar. Bei allen war Mähne und Schweif leicht kämmbar, und selbst die immer wieder verdrehten Locken bei Frau Panzer ließen sich problemlos kämmen.

Die Zuckerwattenmähne von Thor ließ sich nicht nur leicht entwirren, ohne die zarten Haare zu schädigen, auch Tage später war die Mähne immer noch leicht kämmbar.

Fazit

Ein wirklich gutes Spray zu einem ausgezeichneten Preis! Es wird auf jeden Fall weiterhin in meinem Putzkoffer zu finden sein.
Einzig würde ich mir noch eine kleine Sprayflaschen-Edition für Kinderhände, Turnier, kleine Putzkisten oder Hosentaschen wünschen. Denn auch wenn die 1000 ml Flasche super günstig ist, für Kinderhände stelle ich sie mir gewichtsmäßig sehr schwer vor.
Aber das ist nur ein Wunsch der keinerlei Punktabzug bedeutet.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Equinatura Bremsen Stop

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Heute widmen wir uns erneut einem Produkttest und getestet wird das Bremsen Stop Spray der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 500 ml Sprühflasche
  • Repellent mit natürlichen ätherischen Ölen
  • Schützt vor Stechmücken, Fliegen, Zecken und Bremsen
  • Beinhaltet Propan-2-ol (vorsicht reizend/entzündlich)

Preis je nach Anbieter um die 13,00 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es bei verschiedenen online Händlern, wie z.B. Loesdau, Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva-Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Zuerst fällt das Design auf, die Farbwahl sticht mit hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Auch wenn sie designmäßig sicher nicht so ankommt wie Pink und Glitzer, so hat diese Serie auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.
Ich bin ehrlich, vom Design her hätte ich im Regal nicht sofort danach gegriffen, allerdings wäre mir sicher der Preis aufgefallen, denn viele Bremsensprays sind fast doppelt so teuer.
Die Sprühflasche selber ist mit einem kleinen Verschluss gesichert. Nachdem dieser entfernt wurde, ist die Sprühflasche einsatzbereit. Der Verschlusskopf ist zwar aus Plastik aber sehr stabil. Ich habe schon oft mit anderen Sprühflaschen gearbeitet, welche eine Lagerung im Auto/Putzkoffer nur selten schadlos überlebten.

Handhabung

Die Sprühflasche ist leichtgängig und sehr geräuscharm. Der Sprühnebel fein und gezielt was das auftragen deutlich erleichtert. Der Geruch erinnert an Zitrone und Orange, aber auch einen Hauch an Insektenspray. Der Duft ist aber keinesfalls unangenehm aber sehr langlebig. Sollte man sein Pferd vor einem Termin oder der Arbeit einsprühen, ist Wechselkleidung ratsam. Zumindest wenn einen das Zitronen-/Orangen-/Insektenspray-Aroma nicht weiter verfolgen soll.

Wirkung

Alle Pferde wurden abwechselnd bis auf ein armes Testopfer immer wieder eingesprüht, um den Unterschied festhalten zu können. Bei den besprühten Pferden war an allen eingenebelten Stellen keine einzige Bremse.
Am Kopf, den ich ausgelassen habe (wegen dem Sprühnebel), saß dann doch mal die eine oder andere Bremse.
Das jeweilige Pferd ohne Spray, wurde von den Bremsen weiterhin wie gewohnt als Blutopfer genutzt.

Die Wirkungsdauer war ohne Schwitzen etwa zwei Tage.
Ein tägliches bzw. alle zwei Tage Sprühen wäre also zu Bremsenhochzeiten zu empfehlen.

Die Wirkung des Sprays hat auch bei starkem Schwitzen nur wenig nachgelassen. Das Spray eignet sich also auch zur Arbeit mit dem Pferd. Einzig das man es erneut auftragen muss, wenn man sein Pferd nach der Arbeit nass abwäscht.

Bei mir selber hat es die Bremsen ebenso ferngehalten, aber auch nur an allen besprühten Stellen. Da ich nicht dauerhaft Bremsenspray für mich nutzen möchte, wähle ich da wohl lieber meine bewährte Duschgelvariante. Für die Pferde ist dieses Spray aber eine wirklich gute Wahl.

Fazit

Ein wirklich gutes Spray zu einem ausgezeichneten Preis. Es wird auf jeden Fall weiterhin in meinem Putzkoffer zu finden sein.

Einzig würde ich mir noch einen Roller (ähnlich wie die Deoroller) für den Kopfbereich wünschen, und eine kleine Sprayflaschen-Edition für Kinderhände, Turnier, kleine Putzkisten oder Hosentaschen.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Peticare – petAnimal Protect 2001

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns einem weiteren Produkttest, und zwar Produkten rund um die Kriebelmücke, wie auch deren Auswirkung auf das Ekzem.

Die Firma ›Peticare‹ war so nett – und so mutig – Produkte für diesen Test zur Verfügung zu stellen. Getestet wurden:

  • petAnimal Protect 2001 (Kriebelmückenstopp)
  • petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Diese und viele andere interessanten Produkte findet ihr im Peticare-Shop.

Beide Produkte wurden nach einer ausführlichen Beratung und genauer Befragung zu Pferden, wie auch Insekten, seitens Peticare für mich ausgesucht. Die Beratung war freundlich und sehr kompetent. Sollte Hilfe bei der Auswahl benötigt werden, kann ich nur dazu raten den Kontakt zu Peticare zu suchen.

Heute widmen wir uns dem Kriebelmückenstop – petAnimal Protect 2001.
Genaueres zum ›petHorse Health 2000‹ gibt es im nächsten Sonntagsbeitrag. 🙂


Peticare – petAnimal Protect 2001

Dieses Spray ist ein spezieller Kriebelmückenstopp. Entgegen der meisten Produkte die über verschiedene Duftstoffe das Pferd unattraktiv werden lassen, arbeitet dieses Spray auf Alarmpheromonbasis. Das heißt, mithilfe von Alarmpheromonen glauben diese kleinen Biester das anstatt eines Blutsnacks, ein Feind auf sie wartet. Und da beißt man ja besser nicht zu und verkrümelt sich besser.

Dieses Produkt hilft laut Produktbeschreibung:

•  gegen alle Kriebelmücken (1550 Arten)
•  gegen alle Gnitzen (5000 Arten)
•  bis zu 24 Std. Langzeitschutz
•  verhindert das Sommerekzem
•  Spot on (ca. 5 Sprühpunkte)
•  Retard-/ Depotpräparat
•  zuverlässiger Schutz vor Kriebelmücken
•  zuverlässiger Schutz vor Gnitzen
•  sofortige Wirkung / keine Wartezeit

Dazu braucht es nur wenige Sprühpunkte um das Pferd zu markieren, es muss also nicht das ganze Pferd eingenebelt werden.

Der Preis liegt bei 29,80 € für 100 ml, welche etwa 3 Monate ausreichen sollen.


Praxistest

Damit der Test fair verläuft, wurde auf die Bremsenfalle, alle anderen Fliegen- / Mückenfallen, alle Sprays, wie auch auf die Möhrchenöhrchencreme verzichtet.
Getestet wurde an allen Pferden gleichzeitig, sowie abwechselnd an einzelnen, um die Wirkung zu testen.

Handhabung

Die kleine Sprühflasche ist erst einmal unheimlich handlich. Erst denkt man bei der Größe an eine Produktprobe, aber wenn man statt Einnebeln mit Sprühpunkten arbeitet, macht die kleine Flasche absolut Sinn.
Die Flasche passt in jede Hosentasche, Handtasche und in jeden noch so kleinen Putzkoffer. Selbst im Seitenfach der Autotüre hat sie Platz, was ebenso Sinn macht. Schließlich sind viele Weiden nicht gleich am Stall, und da ist die Größe sehr zweckmäßig, wenn diese im Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß mitgeführt werden soll.

Der Verschluss ist eine handelsübliche Plastikkappe, die ich schnell verwünscht habe. Ich neige einfach dazu, diese kleinen Scheißerchen zu verlegen. In der Hosentasche verbiegen sie, einmal abgelegt, sind sie farblos, kaum wieder zu finden. Dennoch hält die Sprühflasche auch ohne Verschlusskappe dicht.

Der Sprühkopf selber ist nicht nur leichtgängig, sondern auch sehr leise. Die Pferde fühlten sich absolut nicht gestört vom Sprühgeräusch / Gefühl. Das ist durchaus wichtig, da ja auch am Kopf ein Sprühpunkt sitzt.

Wirkung

Der Geruch war für mich kaum merkbar und somit unauffällig.
Die Wirkungsweise gegen die Kriebelmücken war aber sofort erkennbar:

  • Pferde, die eingesprüht wurden, hatten deutlich mehr Ruhe als jene ohne Spray.
    • An normalen Tagen, wurde ich von Mücken umkreist, die Pferde in Ruhe gelassen.
    • An Tagen mit Gewitterstimmung, waren die kleinen Biester aber deutlich angriffslustiger und gingen trotz Spray an die Pferde. Hier half es dann, mit mehr als 7 Spotpunkten zu arbeiten.

Fazit

Ein gutes Produkt, das in jede Tasche passt. Wer speziell gegen Kriebelmücken vorgehen will ist mit diesem Produkt auf der sicheren Seite.
Wunder vollbringen kann es allerdings nicht, und es wird sich immer mal die eine oder andere Suizidmücke finden, die trotz Alarmpheromonen an das Pferd will.
In Verbindung mit der Ekzemerpflege war eine deutliche Verbesserung und Erleichterung bei meinem Testkandidaten zu sehen.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest Kokosöl

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns wieder einem kleinen Produkttest, und zwar dem allseits gehypten Kokosöl.
Schaut man durch das Internet oder unterhält sich mit Freunden, dann gibt es seit etwas über einem Jahr ein neues Wundermittel. Und was vorher die Chia-Samen in der Ernährung waren, ist nun das Kokosöl im Bereich Haut- und Körperpflege.

Doch was soll dieses Wundermittel denn können?

In der Küche findet es Verwendung zum:

  • Braten
  • Frittieren
  • Backen
  • Kochen

Da es als natives Öl natürlich sehr gesund ist, wegen der ungesättigten Fettsäuren.

Bei den Menschen findet es Verwendung als Creme …

  • gegen Herpes.
  • gegen Cellulite.
  • gegen Neurodermitis.
  • gegen Alzheimer.
  • zum Schutz vor Keimen, Pilze und Bakterien.
  • als reine Pflegecreme.
  • als Sonnenschutzcreme.
  • zur Regulation den Säure-Basen-Haushalt der Haut.
  • gegen Falten.
  • als Haarkur.
    usw.

Nicht unbedingt muss die Wirksamkeit gegeben sein, aber es wird zumindest damit geworben.

Bei Tieren findet es Verwendung …

  • als Zeckenschutz.
  • gegen Fliegen, Mücken und Bremsen.
  • gegen Ekzem.
  • gegen Schweifschubbern.
  • als Mähnen und Schweifpflege.
  • als Wurmkur.
  • als Kur für die Darmflora.

Auch hier gilt, das nur damit geworben wird, und die Wirksamkeit nicht unbedingt gegeben sein muss.

Das hört sich eigentlich wirklich gut an, ebenso die vielen positiven Erfahrungsberichte im Internet. Gleichzeitig gab es aber auch oft Rückmeldungen von Allergien und einer Verstärkung der Sonnenbrandempfindlichkeit.
Da meine liebste Oompa Loompa mir bei ihrem letzten Besuch ein hochwertiges Kokosöl mitbrachte, unternahm ich den Selbsttest.

Testkandidaten EINS waren meine Pferde
Voller Freude und Enthusiasmus, mit den Gedanken an Kokoseis und Pina Colada, samt Kokosöl bewaffnet, stürmte ich die Weide. Meine Pferde kennen nun wirklich eine Vielzahl an Pflegeprodukten. Von Mähnenspray über Fliegenspray, der Möhrchenöhrchencreme oder Bio-Hautöl, nie ist ein Halfter nötig. Auf der Weide warten sie bis jeder versorgt ist, und eine Abneigung konnte ich auch bei strengen Gerüchen nie feststellen.
Anders bei dem Kokosöl. Ein Duft, den ich selber sehr mag, verursachte bei meinen Pferden einen Gesichtsausdruck, der wohl bedeuten sollte, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Die Herdenchefin drehte sich gleich um und zeigte mir den imaginären Fuckhuf als ich ihr das Kokosöl zeigte. Ich dachte ernsthaft das ich ihr etwas unanständiges gezeigt haben muss, so reagiert sie sonst nicht. Herr Pony, der ebenso für jeden Mist zu haben ist, tat dies ebenso. Dennoch entkamen auch beide nicht, dem Genuss eingecremt zu werden. Ich weiß, ich bin eine böse Pferdemutti.
Frau Ente stand mit angewidertem Gesicht vor mir und ließ ebenso die ›Behandlung‹ des Eincremens über sich ergehen. Ihre Gesichtskirmes spiegelte sehr deutlich wieder, was sie von dem Geruch der ›Creme‹ hielt. Ich kam mir langsam vor wie ein Pferdeschinder, der seine Pferdekinder in den Keller schickt zum Teppiche knüpfen.
Frau Panzer, die sich ja für nichts zu Schade ist und alles abschleckt, wollte nach einer Nase des Kokosduftes fast flüchten.
Also ein Freund von Pina Colada würde die wohl auch nie werden.
Selbst sie wollte nicht stillhalten, während ich sie einrieb, was bei diesem ›Nimm mich aufs Ärmchen‹-Pferd wirklich ungewöhnlich ist. Aber egal, da musste sie durch!
Ich war mir fast sicher, dass meine Bande nach diesem Erlebnis Bittbriefe an die PETA schrieb, frei dem Motto: Welche Qualen sie über sich ergehen lassen mussten.

Nach einigen Tagen kann ich als Testergebnis die Bilanz ziehen, dass die Anzahl der Zecken sich nicht verringert hat. Gerade Frau Panzer, das Zeckentaxi, kutschierte diese fröhlich weiter durch die Gegend. Und ich pflücke diese 2 x täglich von ihr runter, bzw. kontrolliere alle Pferde 2 x täglich auf Zecken.

Auch Fliegen wie Mücken fanden – im Gegensatz zu den Pferden – den Kokosduft echt gut. Eine abwehrende Wirkung war nicht einmal ansatzweise zu erkennen.

Testkandidat ZWEI war mein Mann, der eine aufgescheuerte  Stelle hatte.
Auch da sollte dieses Produkt ja Wunder wirken.
Doch schon kurz nach dem Auftragen war ihm unwohl, es brannte und wir mussten es abwaschen.

Testkandidat DREI war ich
Ich gestehe, ich liebe den Duft von Kokos, auch den Geschmack in Desserts und ähnlichen. Für mich war das Kokosöl als Pflegeprodukt ja eine wahre Freude.
Ich versuchte es an meinen Haaren. Da war das Ergebnis, dass sie zwar weich waren aber eben sehr fettig, trotz gutem Ausspülen. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man – auch zart dosiert – Fett auf die Haare gibt. Dauerhaft würde ich das an den Haaren nicht anwenden wollen.
Dann gab es da noch mein Gesicht, ich neige da ab und an zu Stresspickelchen am Kinn an denen ich auch rumfummele, wenn ich nervös bin. Ich benutzte das Öl nach dem Waschen, denn man soll der Haut ja Feuchtigkeit zu führen, vor der Kokosöl Nutzung. Nach einigen Tagen wurde die Haut immer trockener also cremte ich öfters. Immer wieder ist mir aufgefallen, das meine Haut leicht brennt und rot wird nach der Nutzung, aber ich führte das auf tausend andere Dinge zurück. Bis ich an einem Tag gleich mehrfach cremte da die Haut immer trockener wurde, und ich eine massive allergische Reaktion bekam. Heisse geschwollene Haut mit Pusteln, die sich nur mit sofortigen Absetzen des Kokosöls, wie auch einer Menge Cortison in den Griff bekommen ließen. Ich Depp hätte das Öl gleich nach dem ersten Brennen, absetzen sollen. Nur dachte ich, dass es mit dem Eincremen besser wird, wie es so oft beworben wurde.
Okay, da lasse ich also die Finger von, aus Erfahrung wird man klug.

Fazit
Kokosöl kann wirken, muss es aber nicht. Ein Wundermittel war es für mich auf jeden Fall nicht, obwohl so stark damit geworben wurde. Man sollte bei sich selber, wie auch bei den Tieren, zuerst testen, ob eine allergische Reaktion erfolgt. Ebenso ist es ratsam bei Schimmeln oder Pferden mit weißen Stellen zu bedenken, das der Fettfilm das Sonnenlicht verstärkt, und somit ein Sonnenbrand schneller möglich ist.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten.

Denn dieses Produkt hat sicher seine Daseinsberechtigung, aber Wunder bewirkt es nicht.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Paddockplatten im Verlegetest

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und wie versprochen widmen wir uns heute einem Verlegegstest für Paddockplatten.

Getestet wurden die »Ridcon Pro Grid 40«-Paddockplatten Einmal mit Aufbau, einmal ohne und einmal mit einer Vlies/Sand-Kombination. Diese Bodenbefestigungen wurden über Herbst/Winter/Frühling getestet und das natürlich auch bei Frost und reichlich Regen. Meine Pferde haben sich freundlicherweise als Testobjekte zur Verfügung gestellt und wurden für die Mitarbeit entsprechend in Möhren entlohnt.

Aber fangen wir einfach einmal an:


Ridcon Pro Grid 40
mit Aufbau

Bei den Paddockplatten war ein Abtragen des Bodens nicht nötig. Hier konnte auf einem begradigten Boden ein Aufbau gestaltet werden mit:

  • Vlies 
  • 15 cm Kies
  • 5 cm feiner Schotter zum Ausgleichen
  • Paddockplatten
  • Sand zum Verfüllen der Paddockplatten.

Eine gute Hilfe bei der Planung war nicht nur die wirklich freundliche und kompetente Beratung des Ridcon-Teams, nein, auf der Ridcon Homepage findet man wirklich gute Tipps wie beispielsweise einen Materialplan für die verschiedenen Aufbauten. So kann man sich wirklich gut orientieren, welches Material und welche Mengen benötigt werden.

Der Aufbau war schon eine enorme Arbeit, da ich alles ohne schwere Geräte verarbeitet habe, dennoch war es allein als Frau durchaus möglich. Die Handhabung der Paddockplatten dagegen war ein Kinderspiel. Sie waren leicht an Gewicht, einfach zu transportieren und auch die Verlegung ging schnell von der Hand.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung vom Paddockbau inklusive vieler Bilder findet ihr hier:

Wie man einen Paddock befestigt

Im Praxistest kann ich einfach nur sagen: Diese Bodenbefestigung ist ein Traum.

Nicht nur dass sie problemlos den beladenen Treckeranhänger ausgehalten haben, auch den stetigen Buddelspielen meines Haflingers halten sie stand. Nichts verschiebt sich, nichts verrutscht, nichts bricht aus. Die Ränder welche ich als bewussten Test nicht befestigt habe halten alle problemlos, obwohl sie täglich belastet werden.

Das Wasser fließt selbst nach Tagen und Wochen voller Dauerregen einfach ab und keine einzige Pfütze ist zu sehen. Das Matsch auf dem befestigten Bereich ein Fremdwort geworden ist muss ich sicher nicht extra erwähnen.

Mein Fazit:
Die Bodenbefestigung Aufbau/Paddockplatten ist deutlich besser geworden, als ich gehofft oder gar erträumt habe. Ich kann den Unterschied zu vorher fast nicht in Worte fassen, aber vielleicht überzeugt euch dieses:
Es ist mein erster Winter, in dem ich durchgehend Turnschuhe statt Gummistiefel am Stall trage.

Natürlich ist diese Befestigungsart mit etwas Aufwand verbunden und sicher nicht ganz so kostengünstig. Dennoch ist sie jeden Cent und jeden Tropfen Arbeitsschweiß wert.

Ich kann sie nur empfehlen und vergebe 6 von 6 Flauschepunkten.


Ridcon pro Grid 40 ohne Unterbau/Aufbau

Da ich von Natur aus neugierig bin, wollte ich auf einer Testfläche die Paddockplatten ohne Bodenaufbau ausprobieren. Als Testfläche wurde der Bereich vor einem Heunetzständer ausgesucht welcher gerne genutzt, und der Boden deswegen natürlich entsprechend belastet wird. Eine Seite wurde mit Vlies/Platten befestigt, die andere Seite nicht. So konnte ich die optimalen Testbedingungen für einen Vergleich nach Dauerregen schaffen. Dazu habe ich den Boden begradigt, Vlies ausgelegt und darauf die Platten verlegt. Diese habe ich dann mit Sand verfüllt, aber ohne extra Tretschicht.

Die Pferde haben den Heunetzständer täglich genutzt. Da der Testbereich kleiner war als der normale Auslauf, wurden die frei stehenden Plattenränder jedesmal einer Härteprobe unterzogen, wenn die Pferde zur Raufe wollten. Zartfühlend waren meine Pferde dabei nicht wirklich, dennoch ist:

  • nichts verrutscht
  • nichts verzogen
  • keine Platte ausgebrochen

und vor allen Dingen ist kein Matsch hochgekommen. Durch die höher liegenden Platten mit einem leichten Gefälle floss das Regenwasser ab und der Bereich blieb nahezu trocken. Allerdings konnte das Wasser ja nicht wie in der oben genannten Befestigungsmethode in einen »Kies-Puffer« abfließen und landete somit auf dem unbefestigten Bereich.

Hier muss man sich darüber klar sein das der umliegende Bereich ohne Platten dann ein grösseres Kontingent an Wasser auffangen muss, was diesen Bereich dann mitunter noch matschiger werden lässt.

Mein Fazit:
Um einen kleinen Bereich extra zu befestigen, kann die Verarbeitung ohne Unterbau/Aufbau eine einfache Lösung sein. Allerdings muss immer bedacht werden das die Wassermassen irgendwohin müssen. Von daher eignet sich diese Methode eher für kleinere Flächen, zum Beispiel vor Raufen oder bei großen Flächen auf Böden, die nicht lehmhaltig, sondern wasserdurchlässig sind.

Auch wenn sie das Wasser nicht so perfekt ableiten wie die Variante oben, so war ich von dem Ergebnis wirklich sehr überrascht. Während die unbefestigte Seite des Heunetzständers  matschig und nass blieb, war die befestigte Seite relativ trocken und mit Turnschuhen begehbar. Auch die Haltbarkeit der Platten ohne extra Tretschicht hat mich mehr als überzeugt.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkte und auch nur deswegen mit einem Punkt Abzug, weil die Verlegevariante mit Kiesaufbau nicht zu toppen ist.


Ridcon pro Grid 40 mit Vlies/Sand

Hier wurde auf einem Testweg die Fläche begradigt, Vlies ausgelegt und etwa 10 cm Sand aufgefüllt. Die Verlegung selber ging einfach und zügig. In der Handhabung zeigten sich allerdings schnell die ersten Schwachstellen. Entgegen der Teststrecken mit den Paddockplatten, welche keine Randbefestigung benötigten, sollte bei der Vlies/Sand-Kombination dringend eine Randbefestigung angebracht werden. Ansonsten trägt sich der lose Sand mit jedem Pferdehuf von dem befestigten Bereich, auf die unbefestigten Weiden weiter. Auch merkt man einen Unterschied zu der Befestigung mit der Vlies/Sand-Kombination, statt der Platten, denn es fehlt eine feste Tretschicht. Nun fließt das Wasser zwar zum Teil in den Sand/Boden ab, aber verändert auch dessen Beschaffenheit. So wird dann der Boden unter dem Vlies matschig und weich. Durch das Vlies kommt der Matsch zwar nicht nach oben, aber es bilden sich kleine Unebenheiten im Boden. Zudem rutscht das Vlies an so manchen Stellen nach oben. An anderen Stellen bilden sich kleine Löcher, wenn der Boden wieder abtrocknet, in denen sich das Wasser dann noch besser sammeln kann.

Mein Fazit:
Auf großen Plätzen kann diese Variante durchaus funktionieren, aber Wunder der Wasserbewältigung sollte man nicht erwarten.
Ein Minuspunkt ist auch das Vlies, welches nach oben wandert. Liegt es nur überlappend statt vernäht können daraus böse Fallgruben für die Pferdebeine entstehen.
Ebenso kann es mit Pferden problematisch werden, welche das Buddelgen in sich tragen. Während die Damen Quarter und Herr Shetty das Vlies in Ruhe ließen, hätte ich bei Frau Mampflinger nicht garantieren können das diese es nicht ausgräbt, auseinanderzupft und sich ein paar Ohrenschützer daraus strickt.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten, mit dem Hinweis diese Methode nicht aus Kostenspargründen, sondern mit Bedacht zu wählen ist.

So meine Lieben, ich hoffe, der kleine Testbericht ist euch eine Hilfe für eure geplanten Auslaufprojekte. Weitere Bilder vom ›Making of‹ des Paddocks findet ihr hier in diesem Album.

 

Solltet ihr weitere Fragen haben, scheut euch nicht mich über Facebook zu kontaktieren: https://www.facebook.com/celeste.drake.books/

In diesem Sinne, flauschige Grüße
Celeste

 

Weidezaunzubehör im Langzeittest

Hallo meine Flauschehasen,
da bin ich wieder. Ich hoffe, es geht euch und euren Vierbeinern gut? Der langersehnte Sommer ist nun endlich da, und während meine Pferde tagsüber meist im Offenstall schlafen, und nachts das kühle und bremsenfreie Wetter genießen, widme ich mich den Wartungsarbeiten meiner Weidezäune.
Immer wieder fällt mir dabei, auf wie viel Kilometer Litze ich dort schon verbaut habe. Wie viel tausende Isolatoren. (Nein, die Anzahl ist kein Witz) Dazu Torgriffe und anderes Zubehör.
Im Laufe der Jahre hat sich nicht nur die Anzahl der Weiden erhöht, sondern auch das benötigte Zubehör. Und kontrolliere ich die Weiden Stück für Stück, und bessere hier und da etwas aus oder schneide den Zaun frei, dann fällt mir auf, dass einige Sachen schon mehr als 10 Jahre erfolgreich ihren Dienst tun. Und das ist erstaunlich, hört man doch immer wieder die lauten Stimmen im Internet mit dem Standardsatz: »Wer billig kauft, kauft zweimal«

Irgendwie kann ich diesen Satz langsam nicht mehr hören, denn ich bin ehrlich, ich kann ihn so überhaupt nicht bestätigen. Sicher gibt es Zubehör, das zwar günstig ist, aber dessen Haltbarkeit und Praxistauglichkeit zu wünschen übrig lässt. Dennoch ist nicht pauschal alles günstige Pferde- oder Weidezaunzubehör schlecht. Gerade deswegen teste ich so gerne günstige Produkte auf Alltagstauglichkeit und berichte für euch darüber.

Daher hier einmal wieder ein Produkttest der flauschigen Art.

Getestet wurden Produkte der Versandfirma Westfalia:

Torgriff für Elektrozäune

  • Farbe: Gelb
  • Offene Ausführung
  • Vezinkt
  • Offene Zugfeder
  • Preis: 1,49 €

Diesen Torgriff nutze ich nun schon in der zweiten Saison. Die Verarbeitung ist gut und die Zugfedern halten auch dauernden Zug stand, ohne auszuleiern. Mehrfaches runter fallen auf Betonboden haben bislang alle überlebt, einzig ein Huftritt des Alpenpanzers hat aus einem Griff eine Ecke raus gebrochen. Die Farbe ist bislang nicht ausgeblichen und die Form ist wirklich handlich.

Hier vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten, da ich mir noch eine geschlossene Form gewünscht hätte.

Bildschirmfoto 2015-10-18 um 21.43.24
Ringisolatoren im Eimer mit Einschraubhilfe

  • 100 Stück
  • Einschraubhilfe für den Akku Schrauber
  • Farbe: Schwarz
  • Lieferung im wiederverschließbaren Eimer
  • Preis: 14,99 €

Diese Isolatoren sind bei mir teilweise schon über 10 Jahre in Benutzung. Ich denke, das spricht für ihre Haltbarkeit. Sicher haben Einige äußerlich Rost angesetzt, aber das hat sie nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt. Selbst vor 10 Jahren verbaute Isolatoren lassen sich leicht abschrauben und wiederverwenden. Das Gewinde ist leichtgängig und lässt sich leicht per Hand einschrauben, allerdings empfehle ich bei einer Menge ab 50 Stück dazu Handschuhe.

Die Schraubhilfe habe ich aus Faulheit nie genutzt, einfach weil es von Hand – für mich – schneller geht. Ich habe in all den Jahren viele Eimer nach gekauft, weil die Weiden erweitert wurden und die Qualität war immer gut.

Hier vergebe ich ganz klar 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschepunkte 6 von 6

Zaunlitze -10mm – 4 x 0,16 Niro mm

  • 250 Meter

Hier habe ich 2 Varianten im Laufe der Jahre getestet.

Über 10 Jahre habe ich nun diese Litze im Test:

Breitband – 250 m – Gelb / Orange  

Bis auf eine Fehllieferung in einem Sommer vor Jahren, welche die Litze fast durchsichtig ausbleichen ließ, haben alle Lieferungen Litzen gebracht, deren Farbe durch die Sonne zwar etwas ausgeblichen ist, aber durchaus eine gute Sichtbarkeit auch nach vielen Jahren liefert.

Die Haltbarkeit wie auch die Stromführung ist auch nach all den Jahren immer noch gegeben.

Früher wurde diese Litze im günstigen Doppelpack zu etwa 12,99 €und 14,99 € angeboten. Leider gibt es sie nun nur noch im Einzelpack zu 11,99 €.

Daher bin ich nun umgestiegen auf diese Variante:

Weidebänder – 200 m

Dort gibt es die 10-mm-Variante in einem sehr deutlichen Orange mit den gleichen Werten.

Ich nutze sie nun im zweiten Sommer und die Farbe ist beständig und fällt auch auf großen Weiden sehr gut auf. Die Stromführung und Haltbarkeit lässt bislang keine Wünsche offen.

Der Preis ist mit 7,99 € für eine 200-m-Rolle zwar nicht so viel günstiger als die oben genannte Litze, aber hier war die Signalfarbe für mich ein Kaufgrund.

Ich kann daher für beide Litzensorten ganz klar 6 von 6 Flauschepunkte vergeben.

Flauschepunkte 6 von 6

Sicher ist euch aufgefallen, dass ich alles Zubehör bei Westfalia bestellt habe. Wer nun glaubt das ich von Westfalia gesponsort werde, dem kann ich versichern: Nein, dem ist nicht so.

Ich nutze diesen Versandhandel aber schon seit vielen Jahren wegen des großen Angebotes – nicht nur im Pferdebereich – und der schnellen Lieferungen. Und die Gratisgeschenke bei jeder Lieferung finde ich ebenso spaßig, wie die 30 Tage Zahlpause bei Bankabbuchung. Denn auch wenn wir immer genug Geld für Notfälle beiseite liegen haben, so ist es doch Murphys Gesetz, das genau dann das Weidezaungerät den Geist aufgibt- oder gestohlen wird, wenn das Auto in Reparatur muss, oder die Waschmaschine röchelnd in den letzten Zügen liegt. Und da darf ich ehrlich sagen, dass es manchmal auch einfach nett ist, wenn man eine ungeplante Anschaffung einen Monat verschieben kann.

Natürlich gibt es Firmen, die sehr hochpreisiges Weidezaunzubehör anbieten und von deren Qualität auch viele Pferdebesitzer überzeugt sind.
Dennoch muss teuer nicht immer gut bedeuten und billig nicht immer schlecht.
Genau deswegen teile ich meine Erfahrungen mit euch, um euch vielleicht eine Kaufentscheidung zu erleichtern, oder eine Anregung zu bieten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

 

Produkttest: Heunetze im Langzeittest

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.
Ich hoffe, ihr genießt das Frühlingswetter mit seinen ersten zarten Blüten? Sicher seid ihr schon am Anweiden, und die Pferde fressen genüsslich das erste Gras. Und schon freuen wir uns auf die Zeiten des Sommers, wenn wir zwar von Mücken und Bremsen gefressen werden, aber nicht mehr so viele Heunetze stopfen müssen.
Da ich täglich 9 Heunetze benutze, von 3 verschiedenen Marken, habe ich einen Testbericht zusammengefasst. Vielleicht ist er euch eine kleine Hilfe bei der nächsten Kaufentscheidung. Also legen wir doch einmal los:

Getestet wurde über ca 8 Monate täglich:

  • Heunetz engmaschig von der Firma Krämer
  • Heunetz Corner von der Firma Loesdau
  • Heunetz selbst gemacht aus Anhängernetzen der Firma XS von Aldi Süd

Damit der Test fair ablief, wurden alle Netze ohne Einfüllhilfen von Hand befüllt. Alle Netze wurden abwechselnd an allen Futterstationen mit Karabinern befestigt:

  • In der HeuraufeHeunetz_6
  • Am HeunetzhalterHeunetz_2
  • An Bäumen frei schwingendHeunetz_7
  • Im Stall an den Balken

Zusätzlich gab es ebenso loses Heu im Stall – das nur zur Erwähnung wegen der oft kritisierten Fresshaltung bei Netzen . 😉

Doch nun zu den einzelnen Netzen:

Heunetz engmaschig von der Firma Krämer:

  • Maschenweite: 5 x 5 cm
  • Fassungsvermögen: ca 5 kg
  • Farben: Schwarz, Azur, Braun, Capri Blue, Kirsche, Navy, Pistazie, Purpur und Violett
  • Preis: 9,99 €

Das engmaschige Netz von Krämer ist zu Anfang etwas steif. Hat man via umstülpen den Trick einmal raus, geht das Befüllen sehr leicht und schnell. Die Verschlusskordel ist gewöhnungsbedürftig, kannte man das Vorgängermodell. Die neue Kordel ist zwar deutlich länger und stabiler, aber die Knoten halten nicht so gut.
In den 8 Monaten Gebrauch hat sich bei zwei Netzen jeweils ein kleines Loch ergeben.
Durch die größere Maschenweite bevorzugen die Pferde lieber das Krämer-Netz als die 3 oder 4 cm Variante.

Fazit:
Ein gutes Netz zu einem angenehmen Preis. Die Farbauswahl wertet das Ganze auch noch ein wenig poppig auf.
Einziger Kritikpunkt ist der Preisanstieg im Laufe der letzten Jahre für das gleiche Netz, ebenso die neue nicht ganz so handliche Verschlusskordel.

Hier vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

5 von 6 Flauschepunkten

 

 

 

Heunetz »Corner« von der Firma Loesdau:

  • Maschenweite: ca 3 x 3 cm
  • Füllmenge: Heu gepresst ca. 22 kg / Heu lose ca. 10 kg
  • Farbe: Weiss
  • Preis: 13,95 €

Das Heunetz »Corner« ist sehr weich und bietet eine große Öffnung zum Befüllen, da man die gesamte obere Seite öffnen kann. Schwachpunkt sind hier ganz klar die zwei Baumwollkordeln, die als Verschluss dienen sollen. So öffnen sich diese häufig im Gebrauch wie von Zauberhand allein. Ebenso bieten sie selbst im geschlossenen Zustand genug Platz für eine diebische Pferdenase.
Ich habe das Problem einfach gelöst, indem ich eine zusätzliche Kordel durch die Öffnung gewoben habe. Alternativ kann man auch Mehrweg Kabelbinder als Verschluss benutzen.

Die Pferde haben die 3 x 3 cm-Netze schnell akzeptiert und kamen erstaunlich gut damit zurecht. Auch wenn die 5 x 5 cm-Netze ihre Favoriten waren, so wurde auch aus dem sehr engmaschigen Netz gerne gefressen.

Oben an den Netzen befinden sich 2 verstärkte Ösen zum Aufhängen der Netze. Diese haben sehr gut gehalten.
Die Seitennähte waren leider nicht so gut vernäht, denn wenn ich die Netze dort zusätzlich mit Karabinern fixierte, löste sich die ein oder andere Seitennaht.
Gut ich gebe deswegen keinen Punktabzug, denn die Seitennähte waren dazu nicht gedacht, aber ich würde mir 2 weitere Fixierungspunkte wünschen.
Löcher gab es in der Gebrauchszeit kein Einziges!
Die weiße Farbe ist allerdings nicht ganz so gut gewählt, hier würde ich mir mehr Auswahl wünschen.

Fazit:
Ein gutes Netz zum günstigen Preis.

Auch wenn noch ein wenig Verbesserungsbedarf nach oben ist, vergebe ich auch hier ganz klar 5 von 6 Flauschepunkten.

5 von 6 Flauschepunkten

 

 

 

Heunetz selbst gebastelt aus dem XS-Anhängernetz der Firma Aldi SÜD
Hier die Bilder, samt Bastelanleitung dazu:
https://www.facebook.com/celeste.drake.books/posts/1646972292253905

  • -Maschenweite ca 4 x 4 cm
  • Füllmenge ca 10-12 kg, je nachdem wie groß man die einzelnen Netze macht
  • Farbe: Grün
  • Preis: ca 4 €, wenn man die Kordel noch mit einrechnet.

Wie oben in der Bastelanleitung beschrieben waren die Netze ein Selbstversuch. Viele im Netz sagten die halten nicht, die Pferde fressen Löcher rein, die gehen nach 2 Tagen kaputt usw.
Was soll ich sagen?
Sie halten, und zwar immer noch. Das Befüllen ist wie bei den Netzen von Loesdau über die obere Öffnung geregelt und geht daher schnell von der Hand. Auch die Kordel zum Verschließen habe ich nach kurzer Zeit derart schnell durchgezogen, das ich mich davon nicht gestört fühlte. Die Pferde fressen gerne aus den Netzen, die Maschenweite macht ihnen nicht wirklich etwas aus.
Zu dem 3 x 3 cm-Netz von Loesdau sehe ich von der Fresszeit keinen bemerkenswerten Unterschied.
Mittlerweile hat sich in ein Netz ein kleines Loch geschlichen, allerdings bei dem Preis / Leistungsverhältnis ist das mehr als vertretbar.

Fazit:
Ich glaube nicht das alle Anhängernetze diese Qualität aufweisen, um als Heunetz zu überleben wie das XS-Netz von Aldi SÜD. Aber sollten diese einmal wieder ins Angebot kommen, werde ich meinen Aldi gnadenlos plündern und weitere Heunetze basteln. Denn zu diesem Preis sind sie einfach unschlagbar. Denn da ärgert man sich nicht über ein Loch, oder wenn eines mal gestohlen wird.

Von daher mein absoluter Testsieger – ich hätte es vorab NIE gedacht – mit 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschepunkte 6 von 6