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Sicher ist sicher!

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, ihr habt mich vermisst?
Nachdem ich letzte Woche meine Oompa Loompa Julia, und ihre reizende mini Loompa, mit meinen Pferden bespaßt und mit Kuchen abgefüttert habe, geht es nun weiter wie gewohnt.

Heute widmen wir uns dem Thema ›Sicherheit am Stall‹ und damit meine ich nicht Kappe und Schutzweste für den Reiter, sondern alles, was unsere Pferde vor Fremdeinflüssen schützt.

Sicher hat der eine oder andere von euch schon diese Schreckensmeldungen gelesen:

  • Pferde, die von der Weide frei gelassen wurden.
  • Pferde, die verletzt wurden.
  • Pferde, an denen sich sexuell vergangen wurde.
  • Pferde, die einfach geritten wurden.

usw.

Einige von euch werden, wie ich, solche Dinge sogar schon erlebt haben.
Und dann ist sie da, die Angst, die leise in einem hochkriecht, auf die Schulter klopft und zuflüstert: ›Naaa wären sie in einer Box nicht sicherer?‹
Insgeheim möchte man da am liebsten nicken und sein Pferd unter eine Glasglocke setzen. Rundherum wünscht man sich einen Wassergraben mit Krokodilen, samt einem Nato-Draht inklusive Selbstschussanlage. Nur leider ist dies weder erlaubt noch sinnvoll.
Aber was kann man denn sonst machen?
Wichtig ist erst einmal, seine eigene Angst im Zaum zu halten. Ist bislang nichts vorgefallen, sollte man nicht bei jedem Zeitungs- oder Internetartikel in Panik ausbrechen. Auch wenn es schwerfällt, Panik und Angst, sind in den seltensten Fällen gute Ratgeber.
Hilfreich ist es allerdings, wenn man Stall und Weiden sicherheitsmäßig ein wenig aufrüstet. Natürlich ist ein stabiler Holz- oder Metallzaun eine gute Option. Leider darf man diese nicht überall aufstellen. Oft muss man sich mit stromführenden Litzen, Seilen und Bändern behelfen, welche manchmal Kinder wie dumme Menschen mitunter einzuladen scheinen. Dennoch kann man auch diese Weiden sicherer machen.

Möglichkeiten dazu sind:

 

Der Strom muss fließen!

Solange Strom auf einem Zaun ist, fasst man diesen weder freiwillig an, noch klettert man gerne hindurch.
Sinnvoll ist es, bei Stromzäunen nicht nur 2 Reihen, sondern gleich mehrere Reihen zu spannen. Denn auch wenn für unsere brave Rosinante nur ein Stromband reichen würde – mehrere Litzen verhindern ein durchklettern unbefugter Personen durch den Zaun. Denn wer einmal gut gegrillt wurde, fasst den Draht kein zweites Mal an.
Damit das Stromgerät aber weder ausgeschaltet, noch geklaut wird, empfehlen sich Geräteboxen aus Metall. Diese verschließen nicht nur das Stromgerät vor unbefugten Zugriff, sondern sind mit einem langen Stab oder einem Schloss an Zaun und Weide zu befestigen, um Diebstahl zu verhindern.

Eine kleine Auswahl findet ihr hier.

Familienschlösser für alle

Eigentlich sollte auf jeder Weide jedes Tor verschlossen sein. In der Praxis sieht es aber meist so aus, dass meist gleich 3 oder 4 Weiden, mit einem Tor haben, die wir dann abschließen müssten. Und nicht nur wir benötigen dann für jedes Tor einen Schlüssel, sondern auch alle Miteinstaller, Pflegemädels, Reitbeteiligungen, oder wer auch immer Zutritt zu den Weiden haben darf und soll.
Natürlich könnte man mit Zahlenkombinationsschlössern arbeiten. Aber wie schnell hat die Freundin des Pflegemädels einen Blick auf die Kombination geworfen, nur um dann später einen Alleingang zu starten? Oder die schusselige Reitbeteiligung welche ständig den Zahlencode vergisst?

Eine gute Lösung sind in so einem Fall ›Familienschlösser‹. Eigentlich sind es Fahradschlösser für vier Familienfahräder, bei denen überall der gleiche Schlüssel passt. Praktisch bei Familien, bei denen die Kinder gerne einmal die Schlüssel verlieren oder mehrere Fahrräder mit einem Schloss festgemacht werden.
Für uns Pferdehalter aber umso sinnvoller, denn so ein Set bietet vier Schlösser, welche alle mit dem gleichen Schlüssel zu öffnen sind. Möchte ich also von einer Weide zur anderen, brauche ich immer nur den einen Schlüssel. Und dankenswerterweise sind gleich acht Schlüssel bei dem Set dabei, die man dann an alle Personen verteilen kann, welche Zutritt haben dürfen. So kann man nicht nur leichter Weiden und Tore sichern, sondern hat nur einen Schlüssel für alle Tore, und das in mehrfacher Ausführung.

 

Isolatorengriffe sichern

Manchmal besitzt man keine Tore aus Holz oder Metall, sondern nutzt die Litze mit Isolatorengriffen. Für uns sind sie recht praktisch in der Handhabung, kann man sie öffnen und schliessen, ohne vom Strom gebrutzelt zu werden.
Kindern oder gruseligen Menschen wollen wir aber den Zutritt zu unseren Weiden nicht so leicht gestalten, diese wollen wir ja von unseren Pferden fernhalten. Damit diese unsere Griffe nicht so einfach öffnen können, sollten wir auch diese mit einem Schloss sichern.

Eine Möglichkeit dazu ist die Isolatorengriffe via Kette und Schloss am Zaun zu befestigen.
Dazu benötigt man Griffe mit einer geschlossenen Öse und Zaunhalter die ebenso eine geschlossene Öse zur Befestigung oder sogar einer eng geschlossenen Öse bieten.
Nun nimmt man eine lange dünne Metallkette, diese fädelt man durch die hintere Öse an jedem Metallgriff, und dann in einem Bogen durch jede Öse am Zaun. Dann verschließt man diese mit einem kleinen Schloss.
So kann niemand die Griffe öffnen da sie durch Kette und Schloss gesichert sind, und wir selber öffnen sie erst wenn wir den Strom (im gesicherten Kasten) abgeschaltet haben. Vielleicht etwas umständlich aber so sichern wir Zugänge vor unbefugten Besuchern, welche ohne Tor auskommen müssen.

 

Wildkameras

Mal im Ernst, wer kennt es nicht: Das Gefühl, dass jemand bei den Pferden war?
Eine verstellte Mistgabel, ein Halfter, das plötzlich fehlt oder Pferde, die ohne offensichtlichen Grund unruhig wirken?
Da wir nicht rund um die Uhr bei den Pferden sein können, ist eine Videoüberwachung eine gute Idee.
Anfangen kann man mit Wildkameras welche auf einem Chip Bilder aufzeichnen.
Das kann man steigern, bis zu Kameras, welche eine Live Übertragung aufs Handy bieten.

Hat man keinen Strom am Stall, muss man trotzdem nicht auf eine Live Überwachung verzichten. Wie so etwas -nicht ganz kostengünstig- funktioniert erklärt der liebe Pferde-Hoschi in seinem Video wunderbar:

Wachende Tiere

In Internetforen und Gruppen wird immer wieder gerne zu Wachhunden, Eseln, Lamas und Gänsen als Schutz geraten. Sicher ist ein wachender Hund eine gute Alarmanlage und Abschreckung, ebenso Gänse, welche einen enormen Krach veranstalten können. Dennoch finde ich diese Tipps ein wenig fragwürdig. Schließlich sollte ein weiteres Tier, egal ob Pferd, Hund oder Gans doch ein Familienmitglied sein und nicht als Alarmanlage angeschafft und gehalten werden. Denn alle Tiere haben doch das Bedürfnis nach einer guten Haltung und liebevollen Versorgung. So braucht ein Wachhund nicht nur eine gute Ausbildung, sondern auch ausreichend Beschäftigung neben seinem ›Pferdejob‹.
Ebenfalls kann man nicht wahllos Gänse kaufen und auf die Weide setzen. Je nach Gebiet kann, das Lied ›Fuchs, du hast die Gans gestohlen‹ sonst ganz schnell zu einem Life-Event werden.
Nein, wenn man sich für eine ›lebende Alarmanlage‹ entscheidet, dann sollte das gut überlegt sein.

 

Spaziergänger, Nachbarn und Hundemenschen

An unseren Weiden kommen oft viele Menschen vorbei. Manche können wir gut leiden, andere ignorieren wir, wieder andere wünschen wir auf den Mond. Dennoch sind es Spaziergänger, Hundemenschen, spielende Kinder oder wachsame Rentner, welche oft mehr über unsere Pferde wissen als wir glauben. Es sind die Menschen die meist genau dann bei unseren Pferden vorbei sehen, wenn wir nicht anwesend sind.

Und genau jene sollten wir für uns gewinnen. Ein freundliches Gespräch, ein nettes Wort, immer einen Gruß und ein Lächeln auf den Lippen, erleichtern den Einstieg zu einem Gespräch.
Fühlen sich die Zaungäste dann in unserer Gesellschaft wohl, achten sie auch häufig gerne mit auf die Pferde. So wird Fremden dann das Füttern verboten, Kinder verscheucht, welche unbefugt zu den Pferden wollen und von seltsamen Autos mit Kennzeichen notiert oder fotografiert. Gerade alte Omas können da sehr wachsam sein, wenn sie sich einmal zu dieser Aufgabe berufen fühlen.
Auch ein guter Kontakt zu den ansässigen Jägern und Weidenachbarn ist Gold wert. Ebenso die Hundemenschen, welche oft zu nachtschlafenden Zeiten oder spätabends unterwegs sind.

Denn alle Personen, die ein Auge auf unsere Pferde haben, sollten uns willkommen sein.

 

Hinweisschilder

Natürlich pflastern wir Stall und Weide mit Hinweisschildern. ›Achtung E-Zaun‹ oder ›Nicht füttern!‹ sind wohl die Standartschilder, die jeder bei sich hängen hat. Wichtig ist aber auch ein ›Achtung Videoüberwachung‹-Schild. Selbst ohne Kamera oder nur mit einer Attrappe schreckt man so schon manche Idioten ab.

 

Sichere Aufbewahrung von Halfter/Futter

Auch wenn wir es uns nicht wünschen, manchmal betreten dennoch unbefugte Personen unsere Stallungen. Oft sind es Kinder, die nichts Böses im Sinn haben, aber dennoch großen Schaden anrichten. So kann eine offene Futtertonne zur eimerweisen Gabe von Hafer verlocken. Ein Halfter oder gar Sattel und Trense zu Reitversuchen einladen.
Wichtig ist es daher diese Sachen niemals offen zu lagern. Eine abschließbare Sattelkammer ist schon mal eine gute Idee. Aber auch abschließbare Futtertonnen und Sattelschränke aus Metall sind überaus hilfreich. Sattelhalter kann man z.B. extra mit einem Diebstahlschutz ausstatten.
Auch an Weiden kann man Gartenmöbelboxen oder Mülleimeboxen zum Abschließen nutzen. Diese werden oft aus Plastik hergestellt und sind somit auch unempfindlich gegenüber den Jahreszeiten. Natürlich würde ich darin weder einen Sattel noch eine teure Deckenkollektion lagern. Aber Halfter, Putzzeug und Pflegemittel können so sicher abgeschlossen an der Weide aufbewahrt werden.

 

Box oder Offenstall / Weide?

Immer wieder liest man von Übergriffen auf Pferde, egal welcher Art. Und oft packt einen dann die Angst: ›Sind sie im Offenstall wirklich sicher? Oder wäre eine Box auf einem überwachten Hof nicht besser?‹
Und schon nagen die Zweifel an einem.
Nun, ich habe mir vor vielen Jahren sehr intensiv darüber Gedanken machen müssen, aufgrund von Übergriffen auf meine Pferde. Die Angst saß tief und meine Offenstall Überzeugung bröckelte kurz. Kurz darauf, nicht weit von mir, gab es auch Übergriffe in einem Reitstall. Dort ging der Täter in die Box und die Pferde waren mit dem Peiniger gefangen und hatten keine Möglichkeit zu entkommen.
Dieses Beispiel zeigte mir, dass zwar die Offenstallhaltung vielleicht mehr Idioten einlädt, aber den Pferden auch die Möglichkeit gibt einem möglichen Peiniger auszuweichen, statt in einer Box gefangen zu sein. Deswegen verzichte ich auch auf Halfter, denn ich möchte meinen Pferden alle Fluchtmöglichkeit lassen.

 

Kontrollgänge und verschiedene Zeiten

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und nicht nur die eigenen kleinen Zwangshandlungen, sondern auch das tägliche Umfeld bestimmt unseren Zeitplan. So diktieren Haushalt und Familie, wie auch Job und Termine unsere Versorgungszeiten. Und oft sind diese sehr gleichbleibend.
Hier empfiehlt es sich, wenn möglich, auch einmal zu unterschiedlichen Zeiten bei den Pferden aufzutauchen. Zwischen Terminen, nach dem Einkaufen oder vor einem Restaurantbesuch. Besucht man seine Pferde außerhalb der gewohnten Zeiten, lernt man oft neue, nette Menschen kennen, schreckt aber ebenso dumme Menschen ab, die sich bis dato unbeobachtet glaubten. Von daher, ein unverhoffter Besuch ab und an kann ganz neue Einblicke bringen.

 

Augen und Ohren auf

Ich bin ja manchmal ein wenig paranoid. So kontrolliere ich x-mal ob alle Schlösser und Tore geschlossen sind. Oder ob die Autotüre zu und der Herd ausgeschaltet ist.
Okay, einige von euch werden nun mit dem Kopf nicken, und so fühle ich mich nicht ganz allein als Psychobob. Aber wenn fremde Menschen an meinem Stall auftauchen, dann suche ich das Gespräch. Oft sind es harmlose Besucher welche sich an den Pferden erfreuen. Manchmal sind es auch Touristen welche sich auf der Suche nach einem Weg zur Mosel verlaufen haben. Kinder sind auch oft dabei welche gerne reiten möchten, was ich aber erklärend verneine. Und dann gibt es da noch die Sorte welche langsam mit dem Auto ranfahren, mich sehen und dann ganz schnell verschwinden. Gut, in den meisten Fällen war dann die amtliche Dorf-Bordsteinschwalbe auf dem Beifahrersitz beschäftigt. Dennoch bin ich bei fremden Autos vorsichtig und scheue auch nicht davor mir das Nummernschild zu notieren. Denn sollte mal ein Pferd verletzt oder gestohlen werden, beißt man sich hinterher in den Poppes, wenn am Vortag ein verdächtiges Auto am Stall herumschlich.

Von daher scheut euch nicht, Fragen zu stellen. Das kann man ja freundlich gestalten. Und wer weiss vielleicht entwickeln sich aus solchen Gesprächen neue ›Wächter‹ für eure Pferde, frei dem Motto:

Ausflugsziel Offenstall

Denn manchmal trifft man auch unverhofft auf wirklich nette und besorgte Menschen.

In diesem Sinne, passt auf eure Lieben auf!
Flauschige Grüße
Celeste

 

Paddockplatten im Verlegetest

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und wie versprochen widmen wir uns heute einem Verlegegstest für Paddockplatten.

Getestet wurden die »Ridcon Pro Grid 40«-Paddockplatten Einmal mit Aufbau, einmal ohne und einmal mit einer Vlies/Sand-Kombination. Diese Bodenbefestigungen wurden über Herbst/Winter/Frühling getestet und das natürlich auch bei Frost und reichlich Regen. Meine Pferde haben sich freundlicherweise als Testobjekte zur Verfügung gestellt und wurden für die Mitarbeit entsprechend in Möhren entlohnt.

Aber fangen wir einfach einmal an:


Ridcon Pro Grid 40
mit Aufbau

Bei den Paddockplatten war ein Abtragen des Bodens nicht nötig. Hier konnte auf einem begradigten Boden ein Aufbau gestaltet werden mit:

  • Vlies 
  • 15 cm Kies
  • 5 cm feiner Schotter zum Ausgleichen
  • Paddockplatten
  • Sand zum Verfüllen der Paddockplatten.

Eine gute Hilfe bei der Planung war nicht nur die wirklich freundliche und kompetente Beratung des Ridcon-Teams, nein, auf der Ridcon Homepage findet man wirklich gute Tipps wie beispielsweise einen Materialplan für die verschiedenen Aufbauten. So kann man sich wirklich gut orientieren, welches Material und welche Mengen benötigt werden.

Der Aufbau war schon eine enorme Arbeit, da ich alles ohne schwere Geräte verarbeitet habe, dennoch war es allein als Frau durchaus möglich. Die Handhabung der Paddockplatten dagegen war ein Kinderspiel. Sie waren leicht an Gewicht, einfach zu transportieren und auch die Verlegung ging schnell von der Hand.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung vom Paddockbau inklusive vieler Bilder findet ihr hier:

Wie man einen Paddock befestigt

Im Praxistest kann ich einfach nur sagen: Diese Bodenbefestigung ist ein Traum.

Nicht nur dass sie problemlos den beladenen Treckeranhänger ausgehalten haben, auch den stetigen Buddelspielen meines Haflingers halten sie stand. Nichts verschiebt sich, nichts verrutscht, nichts bricht aus. Die Ränder welche ich als bewussten Test nicht befestigt habe halten alle problemlos, obwohl sie täglich belastet werden.

Das Wasser fließt selbst nach Tagen und Wochen voller Dauerregen einfach ab und keine einzige Pfütze ist zu sehen. Das Matsch auf dem befestigten Bereich ein Fremdwort geworden ist muss ich sicher nicht extra erwähnen.

Mein Fazit:
Die Bodenbefestigung Aufbau/Paddockplatten ist deutlich besser geworden, als ich gehofft oder gar erträumt habe. Ich kann den Unterschied zu vorher fast nicht in Worte fassen, aber vielleicht überzeugt euch dieses:
Es ist mein erster Winter, in dem ich durchgehend Turnschuhe statt Gummistiefel am Stall trage.

Natürlich ist diese Befestigungsart mit etwas Aufwand verbunden und sicher nicht ganz so kostengünstig. Dennoch ist sie jeden Cent und jeden Tropfen Arbeitsschweiß wert.

Ich kann sie nur empfehlen und vergebe 6 von 6 Flauschepunkten.


Ridcon pro Grid 40 ohne Unterbau/Aufbau

Da ich von Natur aus neugierig bin, wollte ich auf einer Testfläche die Paddockplatten ohne Bodenaufbau ausprobieren. Als Testfläche wurde der Bereich vor einem Heunetzständer ausgesucht welcher gerne genutzt, und der Boden deswegen natürlich entsprechend belastet wird. Eine Seite wurde mit Vlies/Platten befestigt, die andere Seite nicht. So konnte ich die optimalen Testbedingungen für einen Vergleich nach Dauerregen schaffen. Dazu habe ich den Boden begradigt, Vlies ausgelegt und darauf die Platten verlegt. Diese habe ich dann mit Sand verfüllt, aber ohne extra Tretschicht.

Die Pferde haben den Heunetzständer täglich genutzt. Da der Testbereich kleiner war als der normale Auslauf, wurden die frei stehenden Plattenränder jedesmal einer Härteprobe unterzogen, wenn die Pferde zur Raufe wollten. Zartfühlend waren meine Pferde dabei nicht wirklich, dennoch ist:

  • nichts verrutscht
  • nichts verzogen
  • keine Platte ausgebrochen

und vor allen Dingen ist kein Matsch hochgekommen. Durch die höher liegenden Platten mit einem leichten Gefälle floss das Regenwasser ab und der Bereich blieb nahezu trocken. Allerdings konnte das Wasser ja nicht wie in der oben genannten Befestigungsmethode in einen »Kies-Puffer« abfließen und landete somit auf dem unbefestigten Bereich.

Hier muss man sich darüber klar sein das der umliegende Bereich ohne Platten dann ein grösseres Kontingent an Wasser auffangen muss, was diesen Bereich dann mitunter noch matschiger werden lässt.

Mein Fazit:
Um einen kleinen Bereich extra zu befestigen, kann die Verarbeitung ohne Unterbau/Aufbau eine einfache Lösung sein. Allerdings muss immer bedacht werden das die Wassermassen irgendwohin müssen. Von daher eignet sich diese Methode eher für kleinere Flächen, zum Beispiel vor Raufen oder bei großen Flächen auf Böden, die nicht lehmhaltig, sondern wasserdurchlässig sind.

Auch wenn sie das Wasser nicht so perfekt ableiten wie die Variante oben, so war ich von dem Ergebnis wirklich sehr überrascht. Während die unbefestigte Seite des Heunetzständers  matschig und nass blieb, war die befestigte Seite relativ trocken und mit Turnschuhen begehbar. Auch die Haltbarkeit der Platten ohne extra Tretschicht hat mich mehr als überzeugt.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkte und auch nur deswegen mit einem Punkt Abzug, weil die Verlegevariante mit Kiesaufbau nicht zu toppen ist.


Ridcon pro Grid 40 mit Vlies/Sand

Hier wurde auf einem Testweg die Fläche begradigt, Vlies ausgelegt und etwa 10 cm Sand aufgefüllt. Die Verlegung selber ging einfach und zügig. In der Handhabung zeigten sich allerdings schnell die ersten Schwachstellen. Entgegen der Teststrecken mit den Paddockplatten, welche keine Randbefestigung benötigten, sollte bei der Vlies/Sand-Kombination dringend eine Randbefestigung angebracht werden. Ansonsten trägt sich der lose Sand mit jedem Pferdehuf von dem befestigten Bereich, auf die unbefestigten Weiden weiter. Auch merkt man einen Unterschied zu der Befestigung mit der Vlies/Sand-Kombination, statt der Platten, denn es fehlt eine feste Tretschicht. Nun fließt das Wasser zwar zum Teil in den Sand/Boden ab, aber verändert auch dessen Beschaffenheit. So wird dann der Boden unter dem Vlies matschig und weich. Durch das Vlies kommt der Matsch zwar nicht nach oben, aber es bilden sich kleine Unebenheiten im Boden. Zudem rutscht das Vlies an so manchen Stellen nach oben. An anderen Stellen bilden sich kleine Löcher, wenn der Boden wieder abtrocknet, in denen sich das Wasser dann noch besser sammeln kann.

Mein Fazit:
Auf großen Plätzen kann diese Variante durchaus funktionieren, aber Wunder der Wasserbewältigung sollte man nicht erwarten.
Ein Minuspunkt ist auch das Vlies, welches nach oben wandert. Liegt es nur überlappend statt vernäht können daraus böse Fallgruben für die Pferdebeine entstehen.
Ebenso kann es mit Pferden problematisch werden, welche das Buddelgen in sich tragen. Während die Damen Quarter und Herr Shetty das Vlies in Ruhe ließen, hätte ich bei Frau Mampflinger nicht garantieren können das diese es nicht ausgräbt, auseinanderzupft und sich ein paar Ohrenschützer daraus strickt.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten, mit dem Hinweis diese Methode nicht aus Kostenspargründen, sondern mit Bedacht zu wählen ist.

So meine Lieben, ich hoffe, der kleine Testbericht ist euch eine Hilfe für eure geplanten Auslaufprojekte. Weitere Bilder vom ›Making of‹ des Paddocks findet ihr hier in diesem Album.

 

Solltet ihr weitere Fragen haben, scheut euch nicht mich über Facebook zu kontaktieren: https://www.facebook.com/celeste.drake.books/

In diesem Sinne, flauschige Grüße
Celeste

 

Wie man einen Paddock befestigt

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns der Anleitung zur Paddockbefestigung. Denn damit weder wir noch unsere Pferde nach langen Regenfällen weiter durch den Matsch waten, sollten wir unseren Pferden eine befestigte Fläche anbieten können. Leider scheuen viele von uns den Aufwand und die Kosten, aber noch schwieriger ist es meist den Mut zu finden, diese Aufgabe überhaupt anzugehen. Aber fangen wir einfach einmal an. Ich werde euch hier das Befestigungsbeispiel für Ridcon Pro Grid 40 Paddockplatten mit Unterbau zeigen.

Die geeignete Fläche
Erst einmal suchen wir die geeignete Fläche aus. Eingänge oder Bereiche vor den Raufen sollten auf jeden Fall befestigt werden. Da bei den Ridcon Platten kein Erdaushub nötig ist, ersparen wir uns die Buddelarbeiten. Trotzdem muss man das Gras entfernen und die Fläche begradigen um eine besser Verarbeitung zu ermöglichen.

Das schaut dann so aus:

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Das Vlies
Anschließend legen wir das Vlies aus. Dieses wurde in meinem Fall auf einer Rolle mit 100 m² geliefert, welche sogar problemlos in einen Corsa passte. Gut, es hatte schon etwas von einem Mafiosi, der einen Teppich mit einer Leiche ins Auto schieben möchte, aber ich sage aus Erfahrung: Es funktioniert!
Die Ränder sollten beim Ausrollen wenigstens 20 cm überlappen und das schaut dann so aus:

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Der Kies
Als nächsten Schritt benötigt man Kies und zwar ca. 7 – 25 cm Schotter, Körnung 5/32 mm oder Kies, Körnung 8/16 mm. Die Höhe der Drainageschicht richtet sich nach Untergrund und Nutzung. Wir haben 15 cm gewählt.
Wie viel Kies man für seine Fläche braucht, kann man wunderbar mit diesem Rechner ausrechnen: Kiesrechner
Was der Kies pro Tonne kostet, sollte man bei seinem Kieswerk erfragen. Je nach Region unterscheiden sich die Preise deutlich. Vergesst bitte nicht Lieferkosten mit einzuplanen.  Auch wenn ich wirklich viel in unsere Pferdeautos passt, bei Tonnen von Sand und Kies helfen auch keine Tetrismeisterfähigkeiten. 😉

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Der Kies muss nun verteilt werden. Ob man dies per Schaufel und Schubkarre macht, mit Trecker und Schaufel, oder einem kleinen Bagger, bleibt einem Selbst überlassen.

Mietpreise für Bagger
Ein 3,5 t -Bagger mit Fahrer kostet beispielsweise zwischen 60 – 70 € / Stunde. Für einen 20 t -Bagger 65 – 80 € / Stunde. Meist ist es günstiger bei den hiesigen Bauern um Hilfe zu bitten und Kies sowie Sand via Treckerschaufel zu verteilen. Aber auch da sollte man vorab den Preis klären.
Alternativ Spart sich das Geld und schaufelt von Hand. Denn alles Geld das man spart, kann man wieder in Paddockplatten stecken. 🙂

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Die Rüttelplatte

Ist der Kies verteilt muss dieser via Rüttelplatte verfestigt werden. Solche Platten lassen sich für kleines Geld in größeren Baumärkten ausleihen.
Meist hinterlegt man eine Kaution (bei mir waren es 175 €) und davon wird dann später die Leihgebühr und eine kleine Versicherungsgebühr abgezogen. Kosten für 4 Stunden waren etwa 32 €, ein Tag lag bei etwa 40 € also nicht viel mehr. Benzin konnte gleich mit gekauft werden, was die Sache unheimlich erleichtert.
Zusammengeklappt passte die Rüttelmaschine sogar in den Kofferraum meines Corsa. Allerdings sollte man sie zu zweit tragen, da sie 80 kg wiegt.

 

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Der Splitt
Nach der Rüttelei wird der Splitt, Körnung 2 / 5 mm für 2 cm, als Ausgleichsschicht verteilt. Hier gibt es wieder einen praktischen Rechner dazu: Splittrechner 

Auch hier gilt wie beim Kies, entweder die gute alte Handarbeit, oder aber man verteilt wie oben erwähnt mit Trecker oder Bagger.

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Nun kommen wir zu den Platten

Meine sind Ridcon Pro Grid 40 Paddockplatten
welche sich unheimlich leicht verlegen lassen. An den Seiten befinden sich Befestigungsnasen, die sich leicht ineinander stecken lassen und man somit eine feste Fläche hat.

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Und man kann sie an Stellen mit Pfosten oder Wänden auch ganz leicht passend mit einer Handsäge zurecht sägen.

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Der Sand

Danach müssen die Platten mit grobem, gewaschenem Sand (Rundkorn), Körnung 0,0 – 2,0 mm, für eine Verfüllung mit 4 cm + 2 cm Überdeckung verfüllt werden. Auch hier gleich der praktische Rechner: Sandrechner 

Das schaut dann bei Lieferung erstmal so aus:

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Wenn alles verteilt ist, hat es schon ein Sandstrandflair, bei dem nur noch der Sonnenschirm und das Meeresrauschen fehlen.

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Natürlich will ich euch nicht vorenthalten wie das Endergebnis aussieht. Ich hoffe es gefällt euch ebenso gut wie mir. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Ridcon für ihre Unterstützung.

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Sicherlich war es anstrengend und ich war über jede helfende Hand froh, aber die Arbeit hat sich gelohnt und der Matsch gehört nun hoffentlich der Vergangenheit an. Aber ihr kennt mich: Ich werde berichten! 🙂

Flauschige Grüße
Celeste

 

Wie man eine Bremsenfalle baut

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal wollen wir wieder einmal etwas basteln, denn eines sei gewiss, Sommerzeit ist Bremsenzeit. Und kaum etwas ist derart widerlich wie Bremsenbisse, egal ob für Mensch oder Pferd. Natürlich gibt es im Handel schon fertige Bremsenfallen, nur sind diese in der Anschaffung meist nicht sehr günstig. Und da man bei großen Weiden, oft mehrere Fallen braucht, summiert sich das dann schnell.

Also starten wir einen kostengünstigen Bastelversuch.

Ich habe bewusst mit den günstigsten Materialien gearbeitet, aber werde in den Arbeitsschritten auch immer mal wieder eine Faulschlumpf-Alternative anbieten, die zwar etwas teurer ist, aber einige Bastelschritte erleichtert.

Fangen wir einfach mal an …

Wir benötigen:

Bremensfalle_1

  • 2x weißes Fliegennetz (ca. 2,00 €)
  • 1x breites Klebeband wenn möglich weiß/silber (ca. 1,00 €)
  • 1x Kordel in schwarz (ca. 1,00 €)
  • 1x Silikon (ca. 2,00 €)
  • 1x Hula-Hoop-Reifen (2,99 €)
  • 1x leere Plastikflasche
  • 1x leeren Plastikeimer von Joghurt oder Grumbeere Schnitten – auch Reibekuchen genannt 😉
  •  Einen schwarzen Gymnastikball. (4,90 €)

Nachdem ich X Geschäfte abgeklappert habe und von zartrosa bis giftgrün alle Farben angeboten bekam, aber eben kein schwarz, habe ich kurzerhand bei Amazon bestellt. Dort gibt es den Ball schon zu unschlagbaren 4,90 €.
Da man eh meist mehrere Fallen baut, lohnt sich da eine Bestellung ungemein.
Nett ist die mitgelieferte Pumpe.
So nachdem wir nun voller Motivation alle Materialien zusammengestellt haben, geht es endlich los.

Zuerst pumpen wir den Ball auf. Schön ist, wenn man eine grössere Pumpe hat, wenn nicht, geht auch die mit gelieferte Handpumpe. Zumindest wenn man eine halbe Stunde Zeit einplant. Währenddessen ist man damit beschäftigt das Kopfkino zu verdrängen, was die wiederkehrende Handbewegung auslöst.
Ist der Ball einmal aufgeblasen machen wir einen Sitztest, um zu sehen ob er prall genug gefüllt ist und die Luft drin bleibt. Schnell stellen die meisten von uns dabei fest, dass an uns weder eine Ballerina noch eine Kunstturnerin verloren gegangen ist und wir darauf rum krebsen wie eine betrunkene Schildkröte. Somit wissen wir sicher das der Ball nur bei einer Bremsenfalle gut aufgehoben ist.

Wir nehmen also die Kordel und führen sie einmal um den Ball, verknoten sie und wiederholen das wie bei einem Geschenk mehrfach.
2 lange Schnüre behalten wir über, diese brauchen wir später noch.

Das schaut dann so aus:

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Eine Katze gehört übrigens nicht zur Bastelarbeit und ist auch nur bedingt hilfreich!

Falls jemanden diese Kordelarbeit zuviel ist, gibt es hier die Faulschlumpf-Alternative:
Anstatt einer Kordel kann man ganz einfach ein schwarzes grobmaschiges Heunetz wählen.
Heunetz auf, Ball rein, Kordeln zugezogen.
Schwarze Heunetze gibt es hier.

O.k., der Ball ist nun sicher verpackt, nun müssen wir uns an den Auffangbehälter machen, denn die kleinen Scheißerchen sollen ja nicht nur angelockt, sondern auch gefangen werden.
Dazu brauchen wir die Plastikflasche. Diese schneiden wir wie auf dem Bild einmal in der Mitte durch. So bekommen wir einen schönen Trichter der aber noch eine Taille besitzt.

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Dann nehmen wir das Eimerchen und drehen ihn um. Auf dem Boden setzen wir die Plastikflasche an und zeichnen den Umriss einmal auf.
Nach dieser Vorgabe können wir dann den Boden ausschneiden:

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Einmal ausgeschnitten führen wir die Flasche von oben in durch die Öffnung. Die Oberseite der Flasche schaut dann Richtung Deckel, die Taille schaut unten aus dem Eimer raus.

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Etwas Klebeband hilft, um die Flasche besser zu fixieren. Im Inneren des Eimers nutzen wir dann das Silikon und dichten alle Ränder zwischen Eimerboden und Flasche ab. Das ist wichtig, da wir später Wasser mit Spülmittel einfüllen wollen, und es wäre sinnvoll, wenn dann der Behälter auch dicht ist.

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Die Faulschlumpf-Alternative zu dem Behälter:
Hier kann man fertige Bremsen bzw Wespenfallen nutzen.
Erhältlich sind diese hier recht günstig im 2er-Pack.

O.k., weiter geht es, bevor uns die Motivation verlässt.
Nun schnappen wir uns den Hula-Hoop-Reifen und befestigen daran die Fliegennetze.
Ich habe sie einfach grob vernäht. Das war mit Nadel und Faden in 10 Minuten erledigt. Ja, bei mir waren es ein paar Minuten mehr, aber nur weil ich dauernd meine Katze vertreiben musste, welche immer auf dem Fliegennetz liegen wollte.

Den Anfang hatte ich kurz mit Klebeband fixiert und danach einfach immer wieder mit Nadel und Faden um den Reifen/Fliegengitter rum.

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Die Faulschlumpf-Alternative zur Befestigung des Netzes am Reifen sind Kabelbinder.
Diese bekommt man zu einem Spottpreis und sie sind vielseitig einsetzbar.

Fertig schaut das dann so aus, und ja, die Katze liebt das Fotobombing:

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Die Faulschlumpf-Alternative zum Hula-Hoop-Reifen/Fliegennetz wäre ein fertiger Reifrock.
Diese bekommt man auch in Kindergrößen zu einem recht angenehmen Preis. Das erspart die Fummelarbeit. 😉
Nun wird es tricky, denn der Behälter muss an den Ball.
Hier hatten wir ja 2 lange Schnüre übrig gelassen. Diese knoten wir nun links und rechts an dem Henkel fest und fixieren die Schnüre noch mit Klebeband. Das schaut dann so aus, nicht schön, aber soll es auch nicht:

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Schön ist, wenn man hier eine helfende Hand hat, außer einer Katzenpfote.
Der Reifen wird unter den Ball gelegt, das Fliegennetz darüber zusammengefasst und so positioniert, dass der Reifen später auf der Mitte des Balles hängt.
Das Fliegennetz führen wir zusammen und binden ihn an der Flaschentaille mit einem Faden/Kordel fest.

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Das überschüssige Fliegennetz kürzen wir mit der Schere und kleben den Rest mit dem Klebeband am Eimer fest. Damit gewinnen wir zwar keinen Schönheitswettbewerb, aber es schaut dann ordentlich aus.

Und eigentlich sind wir damit auch schon fertig:

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Am Stall hängen wir die Falle dann an einer sonnigen Stelle auf. Damit wir den Bremsen auch wirklich an den Kragen gehen, befüllen wir das Eimerchen mit etwas Wasser und einem Spritzer Spülmittel. Hier war es sinnvoll das wir einen Eimer mit Deckel gewählt haben, denn so lässt sich die Falle leichter entleeren und wieder nachfüllen. Denn bei den oft gezeigten Flaschenvarianten ohne Eimer und Deckel würde ich wohl bei meinem Glück regelmäßig in Bremsenpampe baden, wenn ich diese auseinander friemel.

Für das Nachfüllen ist eine schon vorbereitete Wasserflasche mit Spülmittel sinnvoll. Dann muss man nicht erst auf der Weide mit Spülmittel hantieren und hat schon alles griffbereit.

So meine lieben, ich hoffe, die Anleitung hat euch gefallen.
Flauschige Grüße
Celeste

 

 

Zaunbau Workshop für Powerfrauen Teil IV

Hallo meine Flauschehasen,
da bin ich wieder, und mit mir der letzte Teil des Zaunbau Workshops.

Im ersten Teil haben wir uns mit den Pfosten beschäftigt, im Zweiten mit einem Stromzaun und in Teil drei mit einem Holzzaun. Nun eigentlich müsste die Terroristenbande nun sicher verwahrt stehen, aber es gibt ja immer Optimierungspotential.

Daher hier noch die Tipps und Tricks:

Die Schleuse

Schleusen vor dem Ein-/Ausgang sorgen für ein sicheres Betreten und Verlassen der Weide. Denn auch wenn die eigenen Pferde zuckerbrav sind, so kann doch mal ein ungestümer Weidekumpel mit hinaus drängeln. Und passiert das vor einer Schleuse, ist der Eingang immer noch sicher verschlossen.

Zudem kann man geübte Pferde alleine in die Schleuse stellen und in Ruhe andere Pferde weg schicken, und die Schleuse dann verschließen.

Ein weiterer Zusatzpunkt ist für mich das Wasser auffüllen von der Schleuse aus. Dazu stelle ich die Bottiche so auf, dass ein Ende in die Weide reicht, und die andere Seite in die Schleuse. Denn so habe ich auch in Arbeitskleidung gute Chancen sauber zu bleiben, selbst wenn das Pferd im Wasserbottich daneben etwas planscht.

Die Größe einer Schleuse hängt vom Platzangebot ab. Eigentlich möchte man keinen Weideplatz verschenken, andererseits sollte sich ein Pferd samt Mensch in der Schleuse gut bewegen können. Von daher sollten es wenigstens 3 x 3 Meter sein, besser aber mehr. Die Schleuse selber baut man wie den Zaun auf. Das bedeutet wir benutzen das gleiche Material wie bei dem Wunschzaun und arbeiten entsprechend mit Litze oder Holz/Litze-Kombination. Ebenso muss natürlich an ein zweites Tor gedacht werden.

Hier haltet ihr euch einfach an den passenden Teil 2 oder 3 des Workshops.

Aber vertraut mir, der Bau einer Schleuse lohnt sich. Es ist unglaublich komfortabel und dient ebenso der Sicherheit.

Die Abstandhalter

Abstandhalter sind eine tolle Sache. Sie halten die Pferde auf Abstand zum Zaun, und somit haben auch Stromzaun-Terroristen oftmals eine größere Hemmschwelle den Zaun zu durchqueren.  Denn durch den weiteren Abstand fällt das taxieren der vermeintlichen Lücke schwer. Ebenso halten sie unsere Pferde auf Abstand zum Zaun.

Das bringt dann:

  • Keine Ansteckung durch fremde Pferde, die den Rüssel über den Zaun strecken wollen
  • Keine Fütterung durch Fremde, außer man hat geübte Spinner im Weitwurf
  • Keine Streichel-Terroristen, die sich wundern, wenn die Hand ihrer kleinen Chantalle samt Eis im Pferdemaul landet.

Abstandhalter kann man fertig kaufen. Sie weisen dann meist eine Länge von 25 cm auf.

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Möchte man aber einen größeren Abstand zum Zaun kommt man um den Eigenbau nicht drum herum. Und da der Wassergraben samt Krokodilen und Selbstschussanlage schwer zu genehmigen wird, bauen wir einfach größere Abstandshalter aus Holz.

So kann man zum Beispiel einfach Latten aus dem Baumarkt des Vertrauens nehmen:

http://www.hornbach.de/shop/Latte-17x36x2000-mm-Fichte-Tanne/1001554/artikel.html

Diese gibt es ab 2 Meter Länge und sind auch in einem normalen Corsa einfach zu transportieren.

Mit einer Handsäge kann man diese dann zu 50 cm Länge kürzen. Nun nimmt man eine der gekürzten Lattenstücke und nagelt sie im 90-Grad-Winkel an einen Zaunpfahl.
Ein weiteres Lattenstück kann im 45 Grad Winkel zwischen Zaunpfosten und der schon befestigten Latte genagelt/geschraubt werden, das bringt zusätzliche Stabilität.
Am Ende der Latte schraubt man dann einen gewöhnlichen Ringisolator ein.

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Fertig ist der Abstandhalter. Nun noch Litze durch gezogen und mit dem Stromkreis verbinden (Workshop II beachten) und fertig ist der Zaun vor dem Zaun. 🙂

Warnschilder

Warnschilder sind ein Muss bei einem Elektrozaun, denn man muss auch unkundige Leute vor dem Strom warnen. Gerade alte oder kranke Menschen, aber auch Kinder sollten nicht in einen Stromzaun fassen.

Daher gibt es kostengünstige Warnschilder. Diese kann man fertig kaufen:

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Ebenso wichtig sind »Nicht Füttern«-Aufklärungsschilder. Denn auch wenn die meisten Menschen es nicht Böse meinen, so kann unbedachtes Futter unsere Pferde krank machen. Hier gibt es schöne Schilder, die ausreichend erklären:

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Die weitere Sicherung

Um die Koppeln vor unbefugten Zutritt zu sichern, nutze ich gerne Fahrradschlösser.

Damit ich aber nicht für alle Weiden extra Schlüssel mit mir rum tragen muss, habe ich mich für Familienschlösser entschieden.  Da öffnet ein Schlüssel alle Schlösser, und zudem sind noch genügend Ersatzschlüssel dabei.

Hier einmal als Schloss Variante:

http://amzn.to/1Nk17Uu

Oder als Fahradschloss:

http://www.westfalia.de/

So ist es auch problemlos möglich, das mehrere Personen die Schlösser öffnen können, um die Pferde zu versorgen unabhängig von der Weide.

Als weitere Sicherung empfehlen sich Wildtierkameras.

Sie haben nicht nur eine abschreckende Wirkung da sie eine Überwachung bieten, sondern liefern auch noch viele interessante Bilder:

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Für unsere anderen Tierfreunde

Auch Bienen, Wespen und Hummeln haben unter der Hitze zu leiden und suchen Wasser.

Das führt oft dazu das sie sich an den Wasserbottichen der Pferde vergreifen und dann darin ertrinken. Kleine flache Schalen mit Wasser helfen diesen kleinen Tieren ungemein. Bitte legt in die Schale einen Stein hinein, damit die kleinen Flugzeuge auch wieder hinaus krabbeln können. Als Aufstellmöglichkeit bietet sich hier die Schleuse an.

Ebenso kann man eine Hundebar einführen.

Dazu bringt man ein Hinweisschild an einem Zaunpfosten von außen an. Dieses habe ich bislang noch nicht im Handel gesehen, daher bleibt wohl nur selber drucken und laminieren. Darunter befestigt man dann eine kleine Holzlatte an der man dann einen Plastiknapf, Pet-Wasserflaschen in 0,5 Liter und Hundekotbeutel mit Karabinern aufhängt. So kann dann jeder Hundebesitzer im Notfall auf Napf und Wasser zugreifen (und durch die versiegelten Pet Flaschen sicher sein das nichts beigemischt wurde) und ebenso auf die Hundekotbeutel.

Natürlich kann man jetzt sagen: warum zur Hölle sollte man dafür Geld ausgeben?

Nun, zum einen erhält es die Freundschaft mit den Hundebesitzern. Und das sorgt dann nicht nur für einen kackfreien Randstreifen dank den Kotbeuteln, sondern auch für zufriedene Hunde, die nicht durstig sein müssen. Und wenn die Hundebesitzer merken, das auch der Pferdebesitzer um ein gutes Verhältnis bemüht ist, wird er sicher umso lieber ein wachsames Auge auf die Pferde haben, bei seiner Vielzahl an Spaziergängen. Von daher sind die paar Euro gut investiert, und auch bei Kik und in den 1 €-Läden bekommt man günstige Wassernäpfe und Kotbeutel.

So meine Lieben nun bin ich fertig mit dem Workshop und hoffe doch das es euch gefallen hat. Die nächsten Wochen werden wieder meinen Gedankengängen rund um die Pferde gewidmet.

Flauschige Grüße

Celeste

 

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Zaunbau Workshop für Powerfrauen Teil III

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.
Ist es bei euch auch so gruselig heiß? Eigentlich ist das kein Wetter, bei dem man an Zaunbau und ähnliche schweißtreibende Arbeiten denken möchte. Dennoch können wir ja schon ein wenig planen.

Im ersten Teil haben wir besprochen, wie man auch als zartfühlende Frau einen Zaunpfosten in den Boden bekommt, ohne unsere Männer von dem Sofa locken zu müssen. Auch wenn das sicher die leichtere Lösung wäre, so wollen wir doch nicht ewig darum bitten und betteln, und sie danach noch beweihräuchern für diese Heldentat.
Also selbst ist die Frau!
Im zweiten Teil haben wir uns dann mit einer Einzäunung mit E-Draht / Litze beschäftigt.

Heute in Teil III, gehen wir zur pony- und panzersicheren Ausführung über:

Der Holzzaun

Dieser hat eine Menge Vorteile gegenüber einem reinen Elektrozaun. Er ist besser zu sehen und stabiler. Pferde und Ponys können nicht mal eben durch die Litzen schlüpfen, und er schaut dazu auch sehr ordentlich und hübsch aus.

Gerade wenn man zum Beispiel nicht auf ein Hausstromgerät zurückgreifen kann, lacht so manches Shetty oder Alpenpanzerlein (Haflinger) über einen reinen Stromzaun. Denn oft begreifen sie nur allzu schnell, dass es einmal kurz brutzelt, und schon ist man auf der Weide hinter dem Zaun zum Essen eingeladen. Das kann ein Holzzaun verhindern. Allerdings ist das keine günstige Lösung.
Gut, im Eigenbau kann man natürlich viel Geld sparen, von daher packen wir es an!

Woher bekommen wir die Bretter?
Erst einmal muss man überlegen, welche Bretter sollen an den Zaun. Wenn man Glück hat, wohnt man in der Nähe eines Sägewerkes. Einkäufe dort sind recht kostengünstig.
Hat man diese nicht in Reichweite, wählt man den Baumarkt seines Vertrauens. Das Gute an den Baumärkten ist, dass sie oft ein gleichbleibendes Sortiment über viele Jahre haben. So kann man dann weitere Bretter als Ersatz nachkaufen, oder später den Zaun ggfs. erweitern.

Worauf muss man beim Kauf der Bretter achten?

  • Die Länge sollte zwischen 2,00 m und 3,00 m betragen
  • Die Breite wenigstens 20 cm
  • Die Stärke nicht weniger als 1,5 cm. Je mehr desto besser!

Gehobelt oder ungehobelt?
Ob man gehobelte oder ungehobelte Bretter benutzt liegt im Ermessen des Pferdebesitzers. Haben die Pferde Zaunkontakt (können also z.B. Hals oder Kopf auf den Brettern ablegen) dann sollte man gehobelte Ware wählen. Denn auch Pferde mögen ungerne Splitter in bzw. unter der Haut.
Haben die Pferde keinen Zaunkontakt, weil man den Zaun beispielsweise noch mit Strom absichert, kann man die ungehobelte und somit günstigere Variante wählen. Allerdings sollte man bei der Verarbeitung dann unbedingt Handschuhe tragen.

Die Imprägnierung
Das ist eine Glaubensfrage. Ich selber benutze meist unbehandeltes Holz. Mir ist klar das dieses witterungsbedingt, dann nicht ewig halten wird. Da ich aber eh immer mal wieder etwas austausche und umbaue ist die Haltbarkeit von einigen Jahren für mich in Ordnung. Und sollte mal ein Pferd den Biber raus hängen lassen (Ja, ich meine den kleinen, süßen, flauschigen) dann gibt es auch kein Bauchweh. Allerdings halten z.B. per Kessel oder Tauchdruck imprägnierte Bretter natürlich deutlich länger. Möchte man diese verwenden, ist eine weitere Absicherung mit Strom jedoch Pflicht!

Wie viele Bretter brauchen wir?
Es kommt wieder darauf an wen wir einzäunen wollen.
Haben wir Ponys und Shettys dabei werden wir wenigstens 3 Reihen Bretter benötigen.
Sind große Warmblüter dabei oder auch springfreudige Exemplare und der Zaun soll wenigstens 1,50 m hoch werden, können wir mit 4 Bretterreihen rechnen.
Bei Shettys fängt das erste Brett ab 30 cm Bodenhöhe an, bei Kleinpferden starten wir ab etwa 50 cm Bodenhöhe. Dann setzen wir die Bretter mit etwa 30 cm Abstand übereinander, bis man zu der benötigten Höhe von z. B. 1,20 m – 1,50 m kommt.

Also, Papier und Bleistift, oder den Taschenrechner auf dem Handy zücken und durchrechnen.
Strecke(m)/Pfähle(alle ? m) x Anzahl der Reihen

Ärmel hochkrempeln und los geht’s!
Wichtig ist, dass man sich hier wieder die leidgeprüfte Freundin zur Hilfe holt. Diese darf nicht nur Bretter tragen und Nägel anreichen. Nein, sie kann ebenso an den Pfosten mit Zollstock und Stift die gewünschten Stellen markieren, an denen die Bretter angebracht werden.
Die Bretter sollen nun an den Zaun, und das bitte nebeneinander. Das sieht wirklich schön und sehr ordentlich aus. Aber man muss wirklich pingelig genau darauf achten, wie man die Pfosten setzt. Am besten dazu geeignet sind eckige Pfosten z.B. 8×10 cm oder 10 x 10 cm. Denn entgegen runder Pfosten ist die Auflagefläche für die Bretter deutlich größer. Hat man sich für 3 m Bretter entschieden, und nimmt dazu Pfosten die beispielsweise 10 cm breit sind, muss der Pfosten also nach 2,90 m eingeschlagen werden. So kann man auf jeden Pfosten 5 cm des Brettes befestigen.
Also Zollstock nicht vergessen!

Die Holzbretter werden von der Innenseite des Zaunes an den Pfosten befestigt.
Damit ist gewährleistet, dass die Bretter im Falle eines Pferdeangriffes gegen die Pfosten drücken, statt sich von ihnen zu lösen, wenn sie außen angebracht sind. Zur Befestigung der Bretter kann man Nägel oder Schrauben benutzen. Aus Erfahrung benutze ich nur noch Nägel. Sie sind kostengünstig und halten deutlich besser als Schrauben, wenn der Sturm an den Brettern rüttelt, wie der Wolf an dem Haus der kleinen Schweinchen.
Nägel bekommt man sehr günstig im Baumarkt und eine Länge von 8 cm ist angeraten.
Während also die arme Freundin das Brett an Ort und Stelle hält, nimmt man selber den Hammer zur Hand und stellt sich das Gesicht der liebsten Hassfreundin vor. Hat man zufällig noch einen Helfer vor Ort eignet sich dieser nicht nur zum Nägel anreichen, sondern kann den Zaunpfosten auch von der anderen Seite abstützen.
Alternativ gibt es in den Baumärkten nette kleine Plastiktaschen für Nägel oder Schrauben. Diese kann man an Hose oder Gürteln fest klipsen und hat so die Hände frei.

So arbeitet man sich nun von Pfosten zu Pfosten, bis zu der Stelle, an die das Tor soll.
Bei meinen Toren arbeite ich mit einer Breite von 1,50 m das ist für mich absolut ausreichend.
Haben wir die Stelle erreicht, an der das Tor nun hin soll, sparen wir 1,50 m aus und setzen dann wieder einen Pfosten. Im Anschluss ziehen den Zaun bis zum Ende weiter.
Nun haben wir dann wenn wir fertig sind, eine Öffnung von 1,50 m.

Das Holztor
Wenn der Zaun bewusst aus Holz gewählt wurde, sollte es das Tor dann bitte auch sein.
Haben wir bislang 3 Reihen Bretter pro Pfostenpaar benutzt, werden wir nun 3 Bretter auf eine Länge von 1,45 m sägen. Verwenden wir 4 oder 5 Bretter pro Pfostenpaar, passen wir die Menge natürlich entsprechend an. Hier ist die Handsäge wieder hilfreich, wenn man Blutopfer vermeiden will und so dusselig ist wie ich.
Nun nehmen wir 2 weitere Bretter. Diese werden 20 cm kürzer gesägt, als die Holzpfosten aus dem Boden schauen. Sind unsere Pfosten also 1,20 m hoch, werden die Bretter 1,00 m lang. Bei 1,50 m Pfosten sind es dann 1,30 m usw.
Diese Bretter legen wir nun vertikal auf einen geraden Boden.
Darauf werden nun die restlichen Bretter horizontal befestigt, und zwar im gleichen Abstand, den wir auch beim Zaun benutzt haben.
Am Schluss nimmt man ein Brett von 1,00 m und lässt dieses diagonal auf der Rückseite über die befestigten Bretter verlaufen.
Um die Bretter zu befestigen kann man Nägel von etwa 4 cm Länge nutzen. Oder in diesem Fall auch einmal Schrauben, damit es einfacher geht.

Übrigens Akkuschrauber gibt es auch in Pink:

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Nun liegt das Tor zwar fertig auf dem Boden, muss aber ja auch noch an den Zaun.
Zur Befestigung an den Pfosten kann man Kreuzgehänge benutzen.
Ja ich weiß, bei dem Namen denkt man an viele Dinge, aber nicht an eine Torbefestigung.
Damit ihr wisst wie sowas aussieht, hier wieder ein Produktbeispiel:

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Wenn man sich entschieden hat, zu welcher Seite das Tor später geöffnet werden soll, wird die kurze Seite am Pfosten, und die lange am Tor befestigt.
Man sollte wenigstens 2 Kreuzgehänge nutzen, wenn das Tor schwer besser 3.
Verwenden kann man hierzu wieder Schrauben, allerdings bitte mit Unterlegscheiben. Denn oft sind die vorgegebenen Löcher zu breit für normale Schaubenköpfe.
Um dann später einen Ausbruch der Terroristenpferde zu verhindern sollte man auf der anderen Seite noch einen Türriegel anbringen.
Hier bieten die Baumärkte ein großes Angebot. Von einfachen Einhängehaken, über allen Größen von Riegeln, bis zu Sicherheitsverschlüssen wird einiges geboten.
Interessant sind dabei die großen Schlossriegel, denn diese kann man gut mit einem Vorhängeschloss sichern:

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Man möchte ja schließlich keinen ungebetenen Besuch auf der Weide / dem Auslauf.
Auch dieses befestigt man wieder mit der Hilfe des Akkuschraubers und 2 cm Schrauben.
Nun steht der Zaun, ebenso wie das Tor.

Gehen wir lieber auf Nummer sicher!
Trotz eines stabilen Holzzaunes rate ich dennoch zu einer weiteren Absicherung mit Litze. Denn das schützt den Zaun vor Knabberspaß und Poposcheuern, und erhöht so deutlich seine Haltbarkeit. Hier arbeiten wir dann wieder mit der Litze und den Isolatoren aus Teil 2 des Workshops. Und zwar setzen wir die Litzen genau zwischen die einzelnen Bretter und eine Reihe extra oben auf die Pfosten. Am Tor benutzen wir dann wie im letzten Teil Torgriffe und Torisolatoren.
Somit haben wir dann einen gut gesicherten Holzzaun, und wahrscheinlich eine Freundin, die bei der nächsten Zaunbau-Anfrage einen Termin in Timbuktu hat.

Im nächsten Teil widmen wir uns dann Schleusen, Abstandshaltern und Sicherheitsschildern.

Bis dahin, flauschige Grüße

Celeste

Zaun zaunII

 

Zaunbau Workshop für Powerfrauen Teil II

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.

Widmen wir uns heute dem zweiten Teil des Anfängerworkshops zum Thema Zaunbau!

Im ersten Teil haben wir uns ja mit den Pfosten beschäftigt.

Ähems, ich meine Zaunpfosten, nicht die geistigen Hohlbrote.

Da diese nun endlich stehen, wenden wir uns dem Zaun selbst zu.

Was soll denn da dran?

Naja, Luft und Liebe halten die wenigsten Pferde auf der Weide. Da wir aber alle keine Millionäre sind, und unsere Pferde keine Golddukaten äppeln, verzichten wir auf diese hübschen weißen Plastikzäune aus Amerika. Ok, bei einem Lotto Gewinn würde ich eine Firma beauftragen und nette knackige Männer diese Zäune aufbauen lassen und ihnen natürlich auch ganz genau auf die Finger schauen, dass sie alles richtig machen. 😉
Aber da es mit dem Lotto Gewinn aller Wahrscheinlichkeit nach nichts wird, bleiben wir also bei einer bezahlbaren Lösung. Denn ich bin ehrlich, der Workshop richtet sich ja an Frauen und Mädchen, welche die ersten Erfahrungen im Zaunbau sammeln wollen. Und gerade wenn man etwas austestet und sich selber an einem neuen Hobby versucht, sollte es das Portemonnaie nicht unbedingt sprengen.

  • Die günstige Lösung ist ein Stromzaun
  • Die teuere Lösung Holzzaun
  • Die teuerste Lösung ist die Holz/Strom Kombination

Wie auch bei Teil I bereits überlegt: wen möchtest du einzäunen und einsperren.
Und nein, verbanne bitte das Bild deiner Schwiegermutter aus deinem Kopf. Das ist kein Workshop für drachensichere Zäune!

Ich will es mal so erklären:
Für meine beiden Quarter würde ein Bindfaden reichen, um sie auf der Weide zu halten, da wäre die alleinige Litze kein Problem.
Mein Minishetty ist dagegen einfallsreicher und ignoriert jeden Strom. Da muss also wenigstens Holz als Zaun her.
Mein Alpenpanzer (Haflinger) ist jedoch ein Zaunkünstler, da wähle ich dann die sichere Kombilösung.
Von daher überlege: wen möchtest du einzäunen – und danach richtet sich die Wahl deines Wunschzaunes.

Ich erkläre nach und nach jede einzelne Möglichkeit, sollte deine nicht dabei sein, einfach nächste Woche wieder vorbeischauen!

Heute widmen uns dem Stromzaun:

Ein reiner Stromzaun lässt sich wirklich schnell und sehr einfach aufbauen, wenn die Pfosten schon stehen. Wichtig ist, dass man sich durch das vielfältige Angebot an Litzen und Seilen wühlt. Ich selber benutze ausschließlich Litze und kein Seil. Und diese Litze wähle ich auch nicht breiter als 10 mm.
Natürlich sind z.B. 40mm breitere Litzen und Seile deutlich haltbarer als eine 10 mm breite Litze.  Aber genau das möchte ich nicht. Ich möchte das in einem Extremfall, wenn ein Pferd in den Zaun rennt, lieber die Litze reiß, als in den Pferdekörper einzuschneiden.
Auf der Equitana hatte Dr. Ende immer sehr schöne Beinpräparate, an denen noch die Überreste von Litze und Seil hingen. Denn was nicht reißt, schneidet durch Muskeln,  Fleisch und Sehnen.
Von daher wähle ich die 10-mm-Litzen Variante, die im Notfall deutlich schneller reißt als die breiten Litzen oder gar Seile.

Hier ein Produktbeispiel:

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Wie viel Litze brauchen wir?

Man sollte wenigstens 4, besser aber 5 Reihen Litze ziehen. Und mehr geht immer! 😉

Also rechnen wir die einzuzäunende Fläche zum Beispiel mal 5 und dazu noch eine Rolle extra. Diese zusätzliche Rolle benötigen wir für Verbindungsstellen, Tore oder einfach, falls man sich verrechnet hat. Nichts ist nerviger, als wenn die Weide fast fertig ist, man bei dem vorletzten Pfosten steht und die Rolle mit der Litze leer ist.
Zusätzlich denke bitte an genug Verbindungsstücke damit die Rollen miteinander verbunden werden können.
Und nein, das wird bitte nicht geknotet! 🙂

Hier ein Produktbeispiel:

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Die Ringisolatoren

Gut, wir haben uns also für Litze entschieden, aber diese muss ja nun auch an den Zaun. Dazu nutzen wir Ringisolatoren, denn im Laufe der Jahre haben sich diese als haltbar und einfach zu verwenden erwiesen.
Diese gibt es in Großpackungen, bei denen meist auch noch eine Einschraubhilfe vorhanden ist.

Hier ein Produktbeispiel:

http://amzn.to/1N2rTyt

Das ist eine praktische Sache, denn diesen Aufsatz kann man auf einen Akkuschrauber setzen und dieser übernimmt dann die Arbeit des Einschraubens.
Alternativ kann man sie auch von Hand einschrauben, dazu sollten allerdings Handschuhe getragen werden. Denn bedingt durch die Menge, die man einschraubt, kann das sonst leicht zu Blasen an den Händen führen.
Schraubt man die Isolatoren von Hand ein, sollte man einen Schraubenzieher nutzen, um sich die Arbeit zu erleichtern. So schraubt man die Isolatoren von Hand ein, bis sie locker sitzen, schiebt dann den Schraubenzieher durch die Ringöffnung und zieht dann den Isolator fest. Bedingt durch die Hebelwirkung erleichtert das einem die Arbeit enorm.

Bei den angenommenen 5 Reihen Litze, brauchen wir auch bis zu 5 Isolatoren pro Pfahl. Von Boden aus sollte man dann im 20 – 30 cm Abstand jeweils einen Isolator einschrauben. Je nachdem welche Pferde eingezäunt werden – bei Minis bitte die 20-cm-Variante wählen – und wie hoch der Zaun werden soll.

Die persönliche Sklavin / beste Freundin

Gut, wenn dann alle Isolatoren im Zaun sitzen, nehmt euch eine gute Freundin dazu.
Allerdings sollte diese leidensfähig sein und nicht unter 3 Tafeln Schokolade entlohnt werden.
Diese stattet ihr mit einer großen Einkaufstüte aus. Denn die Arme darf den Packesel spielen und in dieser Tüte alle benötigten Litzerollen tragen. Dazu bitte gleich eine Schere und die Zaunverbinder mit einpacken. Eine Flasche Wasser schadet je nach Wetter auch nicht.
Und dann darf die arme Freundin immer eine Litzerolle nehmen, und langsam abrollen, während du von Pfahl zu Pfahl wanderst und die Litze anbringst.
Dazu wickelst du die Litze immer mehrfach um die Isolatoren und achtest darauf, dass die Litze gut gespannt ist.
Deine Freundin wandert mit dir, wird brav die Litze abrollen, sowie dich mit Klatsch und Tratsch beschäftigen. Denn mit einer guten Unterhaltung ist die Arbeit nur halb so öde.
Ist das Ende einer Rolle erreicht nimmst du ein Verbindungsstück und schließt damit die nächste Rolle an. Und so wandert ihr von Pfosten zu Pfosten, von Reihe zu Reihe, bis der Zaun fertig ist.

Vergewissere dich bitte das keine Litze ins Leere läuft. Damit der Strom fließt muss es ein geschlossener Kreislauf sein.

Das Tor:

Ist der Litzezaun fertig solltest du über das Tor nachdenken, denn so schön die Weide auch ist, die Pferde wollen schließlich rein.
Da wir einen Zaun mit Litze gebaut haben, wäre es unsinnig ein Holztor einzusetzen.
Damit wir die Litze problemlos öffnen und schließen können, nutzen wir Isolatorgriffe:

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und Torgriff Isolatoren:

http://amzn.to/1MFZG3t

Diese speziellen Isolatoren haben Einhängeösen, in welche man auf einer Seite die Litze befestigen kann, und auf der anderen Seite dann einen Torgriff.
Da wir die Stelle für das Tor auserkoren haben, nehmen wir eine Schere und schneiden innen links neben dem Isolator die Litze durch.
Dann wird der linke Isolator gegen einen Torgriffisolator getauscht und die außen links angrenzende Litze mittels Verbinder befestigt. Nun hängen wir den Torgriff in den Isolator ein und befestigen die lose Litze von rechts an dem Torgriff.
Auch hier benutzen wir einen Verbinder, um eine optimale Stromleitung und Spannung zu erhalten.  Das machen wir nun für jede Reihe einmal, und oh Wunder wir haben nun einen Eingang!

Hast du dich bis hier her durch gekämpft dann stehen deine Pfosten aus dem ersten Teil, und der Litzezaun aus dem Zweiten. Im dritten Teil erzähle ich dir dann, wie man den Holzzaun am besten setzt, und im vierten Teil etwas zu Tipps und Tricks wie Schleusen und Abstandhaltern.

Flauschige Grüße
Celeste

TeilII

 

Zaunbau Workshop für Powerfrauen Teil 1

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.

Heute widmen wir uns dem Thema: Zäune selber bauen.

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich werde euch eine Anleitung an die Hand geben, mit der ihr selber Zäune bauen könnt. Nein, ihr müsst jetzt nicht verzweifelt auf eure gestylten Fingernägel schauen und wild den Kopf schütteln.
Ich weiß ihr könnt das!
Auch wenn ihr nur 50 kg Mäuschen seid, es gibt Tipps und Tricks, mit denen jeder einen Zaun bauen kann. Ich werde euch erklären wie das geht und auf was ihr achten müsst.
Ihr werdet schnell feststellen, dass ihr euren Lieblingsbaumarkt bald mit völlig anderen Augen seht. Und damit meine ich jetzt nicht die Shades of Grey Phantasien. 😉

Warum sollte Frau eigentlich selber einen Zaun ziehen können?

Eine gute und berechtigte Frage. Wenn man in Eigenregie / Selbstversorgung steht, kommt man oft nicht drum herum neue Zäune zu ziehen, Weiden abzugrenzen oder einfach instand zu halten.
Oftmals hat man eigentlich ein Familienmitglied und / oder Partner, welche diese Aufgaben übernehmen wollten. Zumindest wurde es vorher meist so versprochen. Aber nur allzu häufig endet das in wochenlangen Erinnerungen, bis dann der Herr der Schöpfung den Hammer auspackt. Nach getaner Arbeit wird dann ein Kniefall oder andere Huldigungen erwartet.
Oder aber man steht in Pension und hat einen nicht ganz so motivierten Stallbesitzer, der so manche Instandhaltungsarbeiten schleifen lässt.
Ebenso kann die helfende Person oder der Pensionsbetreiber genau dann krank, oder in Urlaub sein, wenn der eigene Alpenpanzer mit dem Zaun ein fröhliches Mikado Spiel veranstaltet hat.

Also Mädels krempelt die Ärmel, hoch denn Zaunbau macht Spaß!
Ja, das macht er wirklich, wenn man erst einmal sieht zu was man selber fähig ist. Und vor allem lohnt sich der Augenblick, wenn die Herren der Schöpfung sich endlich mal in Bewegung setzen mit einem lässigen Schulterzucken zu sagen: schon erledigt. (Bitte Kamera bereithalten!)

Wir starten heute direkt mit Teil 1: die Zaunpfosten

Suchen wir erst einmal die passenden Pfosten aus:
Um zu wissen welche Pfosten man braucht, muss man überlegen wie und was eingezäunt werden soll.

Beginnen wir zuerst mit der Länge der Pfosten

Welche Pferde sollen eingezäunt werden?

Haben wir es mit Shettys zu tun, reicht es wenn der Zaun am Ende ca. 1,20 m hoch ist. Damit die Shettys drin bleiben, und Zuschauer und Gäste draußen.
Mit steigendem Stockmaß sollte auch die Zaunhöhe angepasst werden.
So sind Zäune die 1,50 m und höher sind keine Seltenheit.

Damit der Zaun aber diese Höhe erreichen kann, muss der Pfahl wenigstens 40 bis 50 cm länger sein. Denn so tief muss er mindestens in den Boden eingeschlagen oder eingegraben werden.
Je tiefer umso besser!

Wenn wir nun wissen wie lang die Pfosten sind, sollten wir auch den Durchmesser ermitteln.

Muss der Zaun nur Litzen tragen, dann können die Pfosten ruhig 6 cm im Durchmesser haben. Sollen sie aber Holzlatten tragen, ist ein Durchmesser von 10-12 cm angebracht.

Nun haben wir noch die Auswahl, ob das Holz imprägniert sein soll oder nicht.

Machen wir uns nichts vor, viele Arten des Holzschutzes sind für Pferde giftig.
Man muss daher abwägen, ob man Bieber im Pferdekostüm auf der Weide stehen hat – und damit meine ich nicht kleine Justins – oder ob man den Zaun so sichert, dass er nicht angefressen wird.
Im Zweifelsfall wählt man Pfosten, bei denen nur die Spitze imprägniert wurde, denn diese wird im Boden versenkt und ist somit unerreichbar.

Wo kauft man diese am besten?

Wenn einem die Glücksfee hold ist, wohnt man in der Nähe eines Sägewerkes. Aber man kann Holzpfosten in jedem Baumarkt erwerben oder auch oft bei den gängigen Raiffeisen Märkten und Futterhändlern.
Ich bevorzuge übrigens die Baumärkte. Auch wenn sie nicht ganz so günstig sind, kann man immer schnell etwas nachkaufen.

Und wie transportiert man diese nun?

Mädels, in eurem Auto, dem einer Freundin, oder dem der Eltern.
Natürlich hat nicht jeder einen Anhänger zur Verfügung, aber ich kann euch versichern ihr werdet euch wundern, was alles in ein kleines Auto hinein passt.
In meinem Corsa habe ich dank umgeklappter Rückbank / Beifahrersitz selbst 3-4 m Balken für den Stall transportiert.
Achtet einfach darauf alles umzuklappen, das Auto mit Decken auszulegen und das Holz festzubinden, damit nichts verrutscht. Kofferraumklappen kann man festbinden, und die roten Fähnchen gibt es im Baumarkt gratis, falls noch etwas raus schaut. Einfach mal danach fragen.
Wenn ihr dann noch vorsichtig fahrt, ist alles flauschig.

Die ersten Male bin ich auch 1000 Tode gestorben, bis ich alles am Stall hatte. Aber mit der Zeit wird man geübter, vertraut mir. 😉

Wie sollte ich den Bereich vorbereiten?

Haben wir den Platz zum Einzäunen ausgesucht sollten wir überlegen, wo die Pfosten hin sollen. Es ist hilfreich, wenn man das Areal das man einzäunen möchte, mit einem Bindfaden markiert.
Hierzu kann man mobile Weidepfosten benutzen, oder einfach an Anfang und Ende jeweils einen dünnen Minipfahl einschlagen und daran  Faden oder Band befestigen.
Dann kann man entlang des Fadens möglichst gerade die Pfosten einschlagen und den Zaun ziehen.
Zäune die nicht so gerade werden – trotz Faden – kann man jederzeit als moderne Kunst deklarieren.
Ich bin übrigens eine hervorragende Künstlerin. 😀

Nun muss man den geeigneten Abstand wählen.
Kommen später Holzbretter an den Zaun, muss man sich beim Abstand an diese Länge halten. Arbeitet man nur mit Litze oder Gummibändern, sollte etwa alle 3 m ein Pfahl stehen.

Doch wie zur Hölle soll man diese riesen Dinger nun in den Boden bekommen?

Nun da gibt es einige Möglichkeiten, aber eines ist besonders wichtig: besorgt euch ein Höckerchen. Denn die Pfosten sind recht groß und ihr braucht für die spätere Arbeit einen sicheren Hocker / Trittleiter, auf der ihr einen festen Stand habt.

Die Pfahlramme:
Diese kann man über das Internet, oder aber im Gartenbedarf käuflich erwerben. Manchmal kann man sie auch gegen eine kleine Leihgebühr bei Gartenfirmen oder Bauern ausleihen.
Diese Pfahlrammen sind für alle Holzpfosten geeignet.

http://amzn.to/1VGahOH

Das Schöne an den Rammen ist, das man nicht nur alleine, sondern auch zu zweit mit der besten Freundin damit Pfähle einschlagen kann. Allerdings benötigt ihr dann 2 Höckerchen.

Die Brechstange:
Wenn der Platz für den Pfosten gefunden ist, kann man sich am einfachsten mit einer Brechstange behelfen. Diese sollte spitz zulaufen, damit man schöne Löcher vorformen kann.
Hier mal ein Produktbeispiel:

http://amzn.to/1VGastd

Natürlich kann man wenn vorhanden auch eine Eisenstange nutzen, die etwa 1,20 – 1,50 m Länge hat. Diese Eisenstange / Brechstange wird nun einige Male in den Boden gerammt. Sobald sie etwas fester sitzt, kann man mit kreisenden Bewegungen das Loch ausweiten. Das wiederholt man einige Male und setzt dann den Pfahl ein. Dieser sitzt schön gerade in dem vorgeformten Loch.
Nun setzt man die Pfahlramme auf den Pfosten, und gibt dem Pfosten mit Schwung eins auf den Deckel. Hat der Pfosten seine Eintrittslänge von 40-50cm erreicht, müsste er sicher im Boden sitzen. Ein kurzer Wackeltest kann dies bestätigen.

Der Vorschlaghammer:
Es gibt für den Zaunbau spezielle Hammersorten. Diese sind teilweise aus Gummi und nicht ganz so günstig. Ich bin da unkonventionell und bevorzuge die Vorschlaghammer aus dem Baumarkt.
Diese sind nicht so gross, nicht so schwer und all die Jahre nutze ich sie schon für alle Arten von Pfosten.
Hier ein Produktbeispiel:

http://amzn.to/1eoOw4a

So ein Hammer ist auch für elfengleiche Gestalten kein Problem. Ok, ich bin eher die Pummelfee, aber auch ich war mal rank und schlank und habe damals schon Pfähle eingeschlagen.

Auch hier nutzen wir die oben beschriebene Brechstange auf die gleiche Weise.
Ist das Loch vorgebohrt, dann setzen wir den Pfahl ein, steigen auf das Höckerchen und schlagen den Pfosten ein. Das ist nur halb so schwer, wie ihr es euch vielleicht vorstellt. Mit dem vorbereiteten Loch geht das sehr einfach.
Und es hilft ungemein, wenn man sich dazu einredet das mit Aufbau der Brustmuskulatur dem Busen eine neue Spannkraft gegeben wird. Deswegen heißt mein Anfeuerspruch oft: »für dicke Möpse!«
Alternativ hilft es auch, sich das Gesicht des Erzfeindes vorzustellen. 😉

Auch hier schlägt man den Pfosten bis zur gewünschten Länge ein, und testet mit einem Rütteln ob der Pfosten fest sitzt.

Der Erdlochbohrer:
Diese gibt es in der elektrischen Variante, die sehr kostspielig ist:

http://amzn.to/1eoOMQE

Oder in der Handbetrieb Variante:
(Irgendwie hört sich das gerade unanständig an … )

http://amzn.to/1VGblSP

Mit diesen Erdlochbohrern könnt ihr fertige Löcher bohren, in welche die Zaunpfähle nur noch eingesetzt  und dann mit dem Restboden bedeckt und festgestampft werden.
Aus der Praxiserfahrung rate ich allerdings nur zu solchen Erdlochbohrern, wenn der Untergrund sehr fest, bzw. mit Steinen und Kies durchzogen ist.
Denn die gebohrten Löcher halten die Pfähle nicht so fest, wie ein Loch in das der Pfosten eingeschlagen wurde. Denn die Erde ist durch das gebohrte Loch lockerer.
Ich bin ehrlich, mein persönlicher Favorit ist der Erdlochbohrer bei weitem nicht. Ich benutze die Brechstange zum Vorformen, und dann den Vorschlaghammer.

So und da der Pfosten fest im Boden sitzt, machen wir nun eine Pause bis zum zweiten Teil. Da geht es dann um Litzen, Isolatoren, Holzzäunen und wie man sie befestigt.

Ich hoffe, die kleine Anleitung hat euch gefallen, und wir sehen uns bei Teil 2 wieder.

Flauschige Grüße
Celeste

 

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Wie man eine Heuraufe baut

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.
Heute befassen wir uns mit einem Bastelkurs zum Thema Heuraufen.

Jeder Selbstversorger kennt und liebt es:
Man ist selber für die Heurationen verantwortlich.
Damit man aber nicht 5x täglich das Heu auffüllen muss, wünscht man sich eine Lösung, bei der einmal tägliches Befüllen reicht. Diese Lösung habe ich für mich gefunden: Und zwar habe ich pro Pferd eine eigene Heuraufe mit Heunetz gebastelt. So kann jedes Pferd in Ruhe an seiner Raufe fressen und das 24/7, aber man muss sie nur einmal täglich befüllen.

Was ihr an Handwerkszeug dazu braucht:

  • Einen Akkuschrauber und Ersatzakku
  • Eine Hand oder Stichsäge
    (Ich bevorzuge eine Handsäge, da ich zur Selbstverstümmelung neige)
  •  Einen Zollstock
  • Einen Bleistift, zum Anzeichnen
  • Etwas zu trinken, wenn es heiß ist
    Allerdings keinen Alkohol, außer die Raufe soll dem schiefen Turm von Pisa ähneln
  • Baldrian, falls man verzweifelt
  • Pflaster, falls man so dusselig ist wie ich 🙂

Der Einkaufszettel pro Raufe, erhältlich im Baumarkt des Vertrauens:

  • Einen Holzkomposter 100x100x70 cm (ca 15,95 €)
  • 4 Holzbalken/Kreuzrahmen in der Länge von 2,00 m oder 2,50 m, je nach Größe. Bei Ponys und Pferden bis 1,55 m sind 2,00 m ausreichend, ansonsten wählt man die längere Variante
  • Die Breite sollte etwa 40 x 60 mm sein, besser noch 60 x 80 mm
    Die Preise liegen pro Balken ab 2,50 € bis ca 4,50 €, für unimprägniertes Holz
  • 8 Latten von 2 m Länge und 24 x 48 mm Breite, zu etwa 0,65 € das Stück
  • 4 Metallwinkel 60 x 60 x 45, zu 0,85 € das Stück
  • Polyesterwellbahn, 2, m breit und 2 m lang, etwa 20 €
  • Dazu Schnellbauschrauben in 55 und 35 mm pro Pack, zwischen 5 und 10 €
  • Und Unterlegscheiben passend zu den Schrauben (bitte im Baumarkt testen), etwa 5-10 € die Packung

So nun sollten wir langsam loslegen:

Nachdem wir nun den Baumarkt unseres Vertrauens geplündert haben und an den »Geht nicht gibt´s nicht«- T-Shirts schmachtend vorbei gezogen sind, schaffen wir alles Material auf die Weide/Paddock, wo die Raufe denn hin soll.
Sind keine starken Männer zur Hand, ist eine Schubkarre zumindest hilfreich.

Zuerst setzen wir den Komposter zusammen. Das ist einfache Steckarbeit und sollte niemanden überfordern der schon Mikado gespielt hat.

Das sieht dann so aus:

Holzkompost

Dann nehmen wir die Holzbalken.

Bei großen Pferden wählen wir die 2 Vorderen in 2,50 m und die Hinteren in 2,30 m. Bei Ponys und Kleinpferden nehmen wir die vorderen in 2,00 m und die hinteren in 1,70 m.

Diese sägen wir passend zurecht, ohne dabei Blut zu vergießen.
– Nein, Blutopfer fördern nicht das gute Gelingen! –

Die Längeren positionieren wir nun vorne innen in jeweils eine Ecke und schrauben sie fest.

Die Kürzeren innen nach hinten in die Ecken.

Und wenn diese nun in den Ecken stehen, werden wir JEDES der Bretter an den Balken festschrauben. Denn nur das gewährleistet eine Stabilität, die auch einem Alpenpanzer gerecht wird.
Dank des Akkuschraubers und den 55 mm Schrauben sollte das kein Problem darstellen und dann so ausschaun:

Heuraufe

An alle 4 Balken wird nun ein Winkel geschraubt, und zwar so, dass man später das Dachgerüst darauf ablegen kann.

Und es bleibt spannend, denn wir bauen nun das Dach:

Wir basteln aus den Holzlatten einen Rahmen von 2 x 2 m.

Auf diesem befestigen wir 4 weitere Holzlatten, deren mittlere Latten passend zum Abstand der hochstehenden Balken sind:

Heuraufe

Nun legen wir das Wellblech darauf.
(Ich habe gebrauchtes Wellblech auf meinen Bildern genommen. Neu ist dieses eher durchsichtig.)

Wir befestigen es mit den 35 mm Schrauben und benutze dazu die Unterlegscheiben.

Ist das Wellblech befestigt, kann man das ganze Dach leicht hochheben.
Zu zweit geht es natürlich einfacher, doch auch alleine schafft man das sehr gut.

Man legt das Dachkonstrukt nun auf den Holzbalken ab, und wenn man vorab gut ausgemessen hat, liegen die mittleren Latten genau auf den Winkeln.

Nun kann man das Gerüst an den Winkeln festschrauben und fertig ist die Raufe.

Diese kann man zu zweit sehr leicht selber wegtragen und versetzen.

Möchte man sie aber fixieren, kann man an jede Ecke einen Pfahl einschlagen, und mittels Winkeln befestigen.

Fertig schauen sie so aus:

Heuraufe Fertig
Wenn man möchte kann man nun noch die Heunetze einfügen.
Ich benutze sie gerne, damit die Pferde das Heu nicht verteilen, und eine längere Fressdauer gewährleistet ist.

Hierfür benötigen wir:

  • 2 Latten von 2 m Länge, etwa 0,75 €
  • 1 Heunetz engmaschig, z.B. von Krämer 95 x 95 cm, etwa 9 €
  • 4 Winkel (siehe oben), zu 0,85 €
  • 2 Karabiner, etwa 1,00 €
  • Kordel oder Seil aus dem Baumarkt, etwa 10 m, zu ca. 10 €
  • Und wie immer den Akkuschrauber, den Zollstock, den Bleistift und die Säge
  • Naja, und hoffentlich keine Pflaster

Fangen wir an:

Ihr messt innen die Raufen aus und baut aus den Latten einen Rahmen, der IN die Raufe passt. Dazu sägt ihr die Latten zurecht und verbindet sie mit den Winkeln.

Nun zieht ihr das Heunetz ÜBER den Rahmen. Möglichst mit der gleichen Vorsicht wie bei der Nutzung eines Kondoms.

Das offene Ende schließt ihr, indem ihr die Kordel durchflechtet und verknotet.

Nun habt ihr einen Rahmen, der mit einem Heunetz bespannt ist.

Ihr befestigt nun jeweils eine Kordel unten an den Eckbalken.
An 2 Seiten knotet ihr das Heunetz links und rechts fest – aber in der Höhe, wie es mit Heu befüllt werden soll.
An den anderen beiden Seiten befestigt ihr am Ende das Seil mit einem Karabinerhaken am Netz.
So kann man das Netz an 2 Seiten öffnen und hochheben zum Befüllen.

Durch die Kordeln kann das Pferd das Netz nicht anheben, und es sinkt mit fallendem Heupegel mit nach unten.

Das schaut fertig dann so aus:

Heuraufe mit Netz

Die Raufen werden von den Pferden gerne angenommen.

Heuraufe in Nutzung
In diesem Sinne
Flauschige Grüße und viel Spaß beim Basteln

Eure Celeste