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Produkttest: Equinatura SOS Kühlgel

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und heute widmen wir uns erneut einem Produkttest. Getestet wird das SOS Kühlgel, von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 300 ml Flasche
  • Arnika und Rosmarin für die Beweglichkeit
  • Aloe Vera und Hammamelis zur Hautpflege
  • Belebende Wirkung für Muskeln, Sehnen und Gelenke

Preis je nach Anbieter zwischen 5,95 € und 8,50 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es bei verschiedenen online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck
Wie bereits beim Equinatura Bremsen Stop, stechen auch hier die Farben hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Obwohl ich auch hier Pink und Glitzer vermisse, passt es zur Produktserie und hat auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.
Ich bin ehrlich, vom Design her hätte ich im Regal nicht sofort danach gegriffen, allerdings wäre mir sicher der Preis aufgefallen, denn viele Kühlgele sind fast doppelt so teuer, sofern sie nicht aus der 1€-Shop-Grabbelkiste stammen.

Handhabung

Die Flasche erinnert von der Form an eine herkömmliche Shampoo-/Spülungsflasche. Genauso ist auch der Klappverschluss gehalten.
Das ist eigentlich sogar sehr praktisch, denn Drehverschlüsse muss man immer wegstecken und aufbewahren während der Anwendung. Hier kann man aufklappen, auftragen, zuklappen – für mich als Bewegungskasper einfach fantastisch.

Der Geruch des Kühlgels ist wie gewohnt, sehr intensiv nach Campher, aber nicht unangenehm. Die Konsistenz ist glibberig, aber nicht klebend. Das ist zum einen von Vorteil für die eigenen Hände, aber auch die Haare am Pferdebein verkleben nicht. Zudem sorgt die etwas schleimige Konsistenz dafür das die Haut besser erreicht wird.

Wirkung

Die Pferde fanden das Kühlgel sehr angenehm und fühlten sich nicht gestört. Da ich diese aber über die Kühlwirkung schlecht befragen konnte, startete ich einen Selbstversuch: Die Kühlwirkung ist sofort gegeben, aber nicht unangenehm frostig, wie bei manchen Kühlmitteln. Sie ist eher unterschwellig vorhanden, aber immer spürbar. Blaue Flecken gingen nicht nur schneller weg, sie schmerzten deutlich weniger. Mein seit Wochen lädierter und schmerzender Finger freute sich jedes mal über das Kühlgel, eine Linderung war auch da sofort spürbar.

 

Fazit

Ein wirklich gutes Kühlgel zu einem ausgezeichneten Preis. Es wird auf jeden Fall weiterhin in meinem Putzkoffer zu finden sein. Natürlich kann man es nicht mit Produkten wie ›Tensolvet‹ vergleichen, welche noch mit Heparin arbeiten, aber es ist ja auch ein Pflegemittel und kein Arzneimittel.
Verbesserungsvorschläge kann ich keine bieten, ich bin selber erstaunt. 😉

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.


Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Equinatura Bremsen Stop

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Heute widmen wir uns erneut einem Produkttest und getestet wird das Bremsen Stop Spray der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 500 ml Sprühflasche
  • Repellent mit natürlichen ätherischen Ölen
  • Schützt vor Stechmücken, Fliegen, Zecken und Bremsen
  • Beinhaltet Propan-2-ol (vorsicht reizend/entzündlich)

Preis je nach Anbieter um die 13,00 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es bei verschiedenen online Händlern, wie z.B. Loesdau, Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva-Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Zuerst fällt das Design auf, die Farbwahl sticht mit hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Auch wenn sie designmäßig sicher nicht so ankommt wie Pink und Glitzer, so hat diese Serie auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.
Ich bin ehrlich, vom Design her hätte ich im Regal nicht sofort danach gegriffen, allerdings wäre mir sicher der Preis aufgefallen, denn viele Bremsensprays sind fast doppelt so teuer.
Die Sprühflasche selber ist mit einem kleinen Verschluss gesichert. Nachdem dieser entfernt wurde, ist die Sprühflasche einsatzbereit. Der Verschlusskopf ist zwar aus Plastik aber sehr stabil. Ich habe schon oft mit anderen Sprühflaschen gearbeitet, welche eine Lagerung im Auto/Putzkoffer nur selten schadlos überlebten.

Handhabung

Die Sprühflasche ist leichtgängig und sehr geräuscharm. Der Sprühnebel fein und gezielt was das auftragen deutlich erleichtert. Der Geruch erinnert an Zitrone und Orange, aber auch einen Hauch an Insektenspray. Der Duft ist aber keinesfalls unangenehm aber sehr langlebig. Sollte man sein Pferd vor einem Termin oder der Arbeit einsprühen, ist Wechselkleidung ratsam. Zumindest wenn einen das Zitronen-/Orangen-/Insektenspray-Aroma nicht weiter verfolgen soll.

Wirkung

Alle Pferde wurden abwechselnd bis auf ein armes Testopfer immer wieder eingesprüht, um den Unterschied festhalten zu können. Bei den besprühten Pferden war an allen eingenebelten Stellen keine einzige Bremse.
Am Kopf, den ich ausgelassen habe (wegen dem Sprühnebel), saß dann doch mal die eine oder andere Bremse.
Das jeweilige Pferd ohne Spray, wurde von den Bremsen weiterhin wie gewohnt als Blutopfer genutzt.

Die Wirkungsdauer war ohne Schwitzen etwa zwei Tage.
Ein tägliches bzw. alle zwei Tage Sprühen wäre also zu Bremsenhochzeiten zu empfehlen.

Die Wirkung des Sprays hat auch bei starkem Schwitzen nur wenig nachgelassen. Das Spray eignet sich also auch zur Arbeit mit dem Pferd. Einzig das man es erneut auftragen muss, wenn man sein Pferd nach der Arbeit nass abwäscht.

Bei mir selber hat es die Bremsen ebenso ferngehalten, aber auch nur an allen besprühten Stellen. Da ich nicht dauerhaft Bremsenspray für mich nutzen möchte, wähle ich da wohl lieber meine bewährte Duschgelvariante. Für die Pferde ist dieses Spray aber eine wirklich gute Wahl.

Fazit

Ein wirklich gutes Spray zu einem ausgezeichneten Preis. Es wird auf jeden Fall weiterhin in meinem Putzkoffer zu finden sein.

Einzig würde ich mir noch einen Roller (ähnlich wie die Deoroller) für den Kopfbereich wünschen, und eine kleine Sprayflaschen-Edition für Kinderhände, Turnier, kleine Putzkisten oder Hosentaschen.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest Peticare – petHorse Health 2000

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns einem weiteren Produkttest, und zwar Produkten rund um die Kriebelmücke, wie auch deren Auswirkung dem Ekzem.Die Firma Peticare war so nett – und so mutig –  Produkte für diesen Test zur Verfügung zu stellen. Nachdem letzte Woche über den petAnimal Protect 2001 (Kriebelmückenstopp) berichtet wurde, widmen wir uns heute dem zweiten Testprodukt: petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Peticare – petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Produktbeschreibung:

• stoppt den Juckreiz sofort

• bei allen Ekzemformen (Dermatitis)

• schützt vor mikrobiellem Befall

• schützt vor bakteriellem Befall

• garantiert frei von Cortison

• garantiert frei von Antibiotika


Preis 28,80 €
für 100ml

Praxistest

Diese Lotion kommt ebenso wie ›petAnimal Protect 2001‹ in einer kleinen Auftrageflasche daher, welche an herkömmliche Haarfärbeflaschen erinnert. Die handliche Größe ist wie bei dem Spray gegeben, es passt in jede Hosentasche und ist leicht mitzunehmen. Einzig der beigefügte Tropfenverschluss ist gewöhnungsbedürftig. Denn auch wenn das Auftragen selber damit leicht vonstatten geht, der Verschluss ist einfach nur nervig. Einmal abgedreht ist er nur wenige Millimeter hoch. Während man den Verschluss bei den Haarfärbemitteln nach dem Öffnen wegwirft, muss man diesen für die Ekzemerlotion natürlich aufbewahren.

Da man aber beide Hände für das tropfenweise Auftragen und Einmassieren braucht – das hatte schon was von ›auftragen – polieren‹ aus Karate Kid – steckte ich den Verschluss anfangs zwischen meinen Zähnen, später dann -wir wissen, ich wäre so tollpatschig diesen zu verschlucken – in der Hosentasche.

Die Lotion selber war leicht aufzubringen, und für mich, und einige andere, fast geruchlos. Nur meine Oompa Loompa hat den Geruch wahrgenommen und als unangenehm, leicht teerig empfunden. Ich selber kann dies nicht bestätigen, möchte es aber erwähnen.

Nach dem Auftragen und Einmassieren hat man leicht ölige Finger. Feuchttücher oder Wasser und Seife lösen dieses ›Problem‹ aber schnell.

Innerhalb kürzester Zeit ließ sich folgendes feststellen:

  • Schon nach dem ersten Tag war bei Frau Pferd der Drang nach Dauerkratzen verschwunden.
  • Die Wunden schlossen sich zügig und die ersten Haare kommen auch wieder.
  • Die Lotion war auch auf offenen Wunden nicht unangenehm.
  • An Schweif und Mähne konnte man in 2 Wochen dem Haarwachstum derart zusehen, dass ich fast versucht war, es an meinen eigenen Haaren zu versuchen.
    (Aber ich habe eh schon sehr lange Haare )

 

Bilder vor der Behandlung

und

Zwei Wochen nach der Behandlung sah es dann so aus. Gerade beim Schweif ist deutlich zu erkennen, wie die Haare wieder wachsen:

und

Wie gesagt dazwischen liegen zwei Wochen einmal tägliches Auftragen.

Zu erwähnen sei, das die kleine Flasche nach zwei Wochen leer war. Gerne hätte ich länger getestet, um eine Langzeitwirkung zu beschreiben.

Fazit

Ein sehr gutes Produkt, leicht in der Handhabung und gezielt einzusetzen. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten und somit ist es in der Ekzemerpflege eine echte Hilfe.

Einzig, das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte einen Hauch besser sein, bzw. eine größere Lotionmenge etwas günstiger angeboten werden. Denn auch wenn Pferdehaltung teuer ist und man an der Pflege nicht geizen sollte, es gibt ähnliche Produkte die ebenso gut wirken aber günstiger sind.

Ebenso würde ich mir eine andere Auftragsspitze wünschen, mit einer Verschlusssicherung. Wir kennen solche Verschußkappen z.B. bei Feuerzeugbenzin und vielen anderen Produkten, bei denen die Verschlusskappe auch gelöst über ein kleines Plastikband mit der Flasche verbunden bleibt.
Wegen dieser beiden Punkte, die eher meiner persönlichen Wunschliste entsprechen, als die Funktionalität des Produktes negativ zu beeinflussen, kann ich keinen Punktabzug machen.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten und eine deutliche Kaufempfehlung. 🙂

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Peticare – petAnimal Protect 2001

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns einem weiteren Produkttest, und zwar Produkten rund um die Kriebelmücke, wie auch deren Auswirkung auf das Ekzem.

Die Firma ›Peticare‹ war so nett – und so mutig – Produkte für diesen Test zur Verfügung zu stellen. Getestet wurden:

  • petAnimal Protect 2001 (Kriebelmückenstopp)
  • petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Diese und viele andere interessanten Produkte findet ihr im Peticare-Shop.

Beide Produkte wurden nach einer ausführlichen Beratung und genauer Befragung zu Pferden, wie auch Insekten, seitens Peticare für mich ausgesucht. Die Beratung war freundlich und sehr kompetent. Sollte Hilfe bei der Auswahl benötigt werden, kann ich nur dazu raten den Kontakt zu Peticare zu suchen.

Heute widmen wir uns dem Kriebelmückenstop – petAnimal Protect 2001.
Genaueres zum ›petHorse Health 2000‹ gibt es im nächsten Sonntagsbeitrag. 🙂


Peticare – petAnimal Protect 2001

Dieses Spray ist ein spezieller Kriebelmückenstopp. Entgegen der meisten Produkte die über verschiedene Duftstoffe das Pferd unattraktiv werden lassen, arbeitet dieses Spray auf Alarmpheromonbasis. Das heißt, mithilfe von Alarmpheromonen glauben diese kleinen Biester das anstatt eines Blutsnacks, ein Feind auf sie wartet. Und da beißt man ja besser nicht zu und verkrümelt sich besser.

Dieses Produkt hilft laut Produktbeschreibung:

•  gegen alle Kriebelmücken (1550 Arten)
•  gegen alle Gnitzen (5000 Arten)
•  bis zu 24 Std. Langzeitschutz
•  verhindert das Sommerekzem
•  Spot on (ca. 5 Sprühpunkte)
•  Retard-/ Depotpräparat
•  zuverlässiger Schutz vor Kriebelmücken
•  zuverlässiger Schutz vor Gnitzen
•  sofortige Wirkung / keine Wartezeit

Dazu braucht es nur wenige Sprühpunkte um das Pferd zu markieren, es muss also nicht das ganze Pferd eingenebelt werden.

Der Preis liegt bei 29,80 € für 100 ml, welche etwa 3 Monate ausreichen sollen.


Praxistest

Damit der Test fair verläuft, wurde auf die Bremsenfalle, alle anderen Fliegen- / Mückenfallen, alle Sprays, wie auch auf die Möhrchenöhrchencreme verzichtet.
Getestet wurde an allen Pferden gleichzeitig, sowie abwechselnd an einzelnen, um die Wirkung zu testen.

Handhabung

Die kleine Sprühflasche ist erst einmal unheimlich handlich. Erst denkt man bei der Größe an eine Produktprobe, aber wenn man statt Einnebeln mit Sprühpunkten arbeitet, macht die kleine Flasche absolut Sinn.
Die Flasche passt in jede Hosentasche, Handtasche und in jeden noch so kleinen Putzkoffer. Selbst im Seitenfach der Autotüre hat sie Platz, was ebenso Sinn macht. Schließlich sind viele Weiden nicht gleich am Stall, und da ist die Größe sehr zweckmäßig, wenn diese im Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß mitgeführt werden soll.

Der Verschluss ist eine handelsübliche Plastikkappe, die ich schnell verwünscht habe. Ich neige einfach dazu, diese kleinen Scheißerchen zu verlegen. In der Hosentasche verbiegen sie, einmal abgelegt, sind sie farblos, kaum wieder zu finden. Dennoch hält die Sprühflasche auch ohne Verschlusskappe dicht.

Der Sprühkopf selber ist nicht nur leichtgängig, sondern auch sehr leise. Die Pferde fühlten sich absolut nicht gestört vom Sprühgeräusch / Gefühl. Das ist durchaus wichtig, da ja auch am Kopf ein Sprühpunkt sitzt.

Wirkung

Der Geruch war für mich kaum merkbar und somit unauffällig.
Die Wirkungsweise gegen die Kriebelmücken war aber sofort erkennbar:

  • Pferde, die eingesprüht wurden, hatten deutlich mehr Ruhe als jene ohne Spray.
    • An normalen Tagen, wurde ich von Mücken umkreist, die Pferde in Ruhe gelassen.
    • An Tagen mit Gewitterstimmung, waren die kleinen Biester aber deutlich angriffslustiger und gingen trotz Spray an die Pferde. Hier half es dann, mit mehr als 7 Spotpunkten zu arbeiten.

Fazit

Ein gutes Produkt, das in jede Tasche passt. Wer speziell gegen Kriebelmücken vorgehen will ist mit diesem Produkt auf der sicheren Seite.
Wunder vollbringen kann es allerdings nicht, und es wird sich immer mal die eine oder andere Suizidmücke finden, die trotz Alarmpheromonen an das Pferd will.
In Verbindung mit der Ekzemerpflege war eine deutliche Verbesserung und Erleichterung bei meinem Testkandidaten zu sehen.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Produkttest: Akku Gras- & Strauchschere

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Nach zwei Wochen Blogpause geht es nun gleich mit einem Produkttest weiter, und zwar mit einer Akku Gras- und Strauchschere.
Alle Offenstall- oder Weidebesitzer kennen es, immer wieder muss man Zäune und Litzen von Unkraut und Gras befreien, oder aber Brennnesseln und Disteln abmähen. Und sicher ergeht es euch da ähnlich wie mir, eine echte scharfe Sense, oder gar ein Benzin Freischneider würde das eigene Verletzungsrisiko drastisch erhöhen.
Da ihr meine Blogbeiträge kennt, wisst ihr, dass ich zu unbeabsichtigten Verletzungen neige, und weiteren Blutopfern wollen wir ja aus dem Wege gehen.
Meine Lösung ist daher eine Akku Gras- und Strauchschere. Ich habe im Laufe der Jahre viele verschiedene Modelle getestet, und sie ehrlich gesagt auch mehr als zweckentfremdet, und meinen Testsieger stelle ich euch heute vor:

 

Akku Gras- & Strauchschere 10,8 Volt von Westfalia

Technische Daten

10,8 Volt/ 1,3 Ah Li-Ionen
Netzteil: 400 mAh/ 230 Volt
Ladezeit: 3 – 5 Stunden
Grasmesser: Schnittbreite 160 mm
Strauchschere: Schnittlänge 200 mm, Messerabstand 8 mm
Gewicht: 1900 g
Teleskopverlängerung: ca. 90 cm
Inklusive Radsatz, Strauch-, Hecken- und Grasmesser

Diese gibt es momentan zu einem Preis von 59,99 €, und eine kleine Gartenschere gleich gratis dazu. (Stand 04.06.2017)

Gebrauch
Man muss sich darüber klar sein, das diese Grasschere niemals für Pferdehalter entworfen wurde. Eigentlich sollte sie wohl eher das Unkraut im gepflegten englischen Garten schneiden, oder auch einige Zier- Sträucher stutzen.

Nun, bei mir hat sie ein Jahr lang Zäune freigeschnitten. Zäune mit Litzen, Zäune mit Wilddraht, und ebenso Holzzäune.

  • Dabei waren immer wieder auch Brombeeren, mit dünnen wie dicken Stielen. Alles was die Schnittbreite fassen konnte hat sie auch an Brombeeren vernichtet, egal ob frische oder getrocknete Äste.
  • Sträucher hat sie ebenso zuverlässig gestutzt, solange es in ihrer Schnittbreite lag. Zu dicke Äste kappte ich mit der gratis Gartenschere und stutzte den Rest wieder mit der Akkuschere.
  • Hatten sich die Messer doch einmal verfangen, konnte man sie mit einem kurzen Ruckeln wieder lösen.
  • Immer wieder haben sich – durch meine eigene Dummheit – die Messer bei mir im Draht verfangen, weil ich den Wildzaun hinter dem Unkraut nicht sah.
    Dicken Wildzaun schneidet sie natürlich nicht, aber trotz dessen, dass mir das wirklich sehr oft passiert ist, wurden die Messer NICHT stumpf! Wie oft sie das schon problemlos ausgehalten hat grenzt für mich an ein Wunder.
  • Feines Gras schneidet sie auch mit dem Heckenscherenaufsatz zuverlässig, obwohl es dafür einen extra Aufsatz gibt. Ich habe den Aufsatz also nie wechseln müssen, was natürlich meinem Faulschlumpf-Gen sehr entgegen kommt.
  • Der Akku hält etwa eine Stunde und ist von der Form her sehr klein. Ich fand das unheimlich praktisch da man ihn einfach in die Tasche, oder Hosentasche stecken kann um ihn mit nach Hause zu nehmen. Die Ladezeit war ebenso ziemlich schnell, ich schätze, nicht mal eine Stunde.
  • Die Schere lässt sich in vielen Winkeln verstellen und anpassen, so dass man überall jede Stelle des Zaunes problemlos erreicht. Gerade das kopfüber Arbeiten bei Ästen oder Brombeeren erleichtert dies ungemein, besonders wenn man so klein ist wie ich.

 

Negativ erwähnen muss ich

  • Der Übergang vom Stil zum Handgerät hat zwei Plastikklammern als Halterung. Diese sind für den normalen Gebrauch sicher absolut ausreichend, für den Gebrauch als ›Pferdesense‹ aber nicht. Ich habe einfach beide Teile mit Sekundenkleber verbunden. So konnte ich zwar die Grasschere nicht mehr einzeln als Handgerät nutzen, aber dazu war sie – für mich – ja auch nicht gedacht.
  • Die Abdeckplatte der Messer gibt nach einigen Monaten nach. Auch hier wurde nur mit Plastikhaltern gearbeitet.
    Was soll ich sagen, das gute alte Isolierband richtet es. Nicht schön, aber haltbar. Herum gewickelt und die Platte hält 1 a.

Fairerweise muss man auch hier sagen, das Gerät wurde wirklich mehr als an alle Schmerzgrenzen getrieben. Ebenso bot Westfalia gleich an das Gerät zurück zu senden, als die ersten Klammern ihren Dienst aufgaben.
Die Fehlerquelle liegt hier aber einzig am nicht üblichen Gebrauch, nicht am Gerät selber.

 

Zusatzoptionen

Ersatzstrauchmesser zu Akku Gras- und Strauchschere
19,99 €
Bis jetzt war trotz enormer Mehrbelastung kein Ersatzmesser nötig.

Ersatzakku zur Akku Gras- und Strauchschere 10,8 Volt Li-Ion
29,99 €
Eine schöne Option, wenn man länger am Stück arbeiten möchte. Allerdings hält auch nach einem Jahr der beiliegende Akku ohne zu schwächeln, oder Verbrauchszeit einzubüßen.

Sägenvorsatz für Gras- und Strauchschere
24,99 €
Eine spannende Option, die ich bei Gelegenheit noch austesten möchte.
Denn das man die Möglichkeit hat das Akkugerät in eine Astschere umwandeln zu können, ist schon eine sehr interessante Zusatzoption. Oft kürze ich Pfosten oder Latten oder kleine Balken bei Umbauarbeiten, da wäre die Alternative zur Handsäge eine schöne Idee.
Sollte ich es testen, gebe ich selbstverständlich Bescheid. 😉

Fazit

Ein wirklich gutes und günstiges Gerät, das für den Pferdegebrauch so nicht gedacht war. Und obwohl es nicht nur zweckentfremdet, sondern bis an die Belastungsgrenze getrieben wurde, hält dieses Gerät, was es verspricht.

Das die Messer und die Stielhalterung dem Sensengebrauch nicht stand gehalten habe kann ich nicht negativ bewerten, das wäre unfair. Denn dazu ist dieses Gerät einfach nicht entworfen worden. Wer aber mit ein paar Klebestellen leben kann, der wird hier eine gute Hilfe für die Weidepflege finden.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten

Flauschige Grüsse
Celeste

 

Produkttest Kokosöl

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns wieder einem kleinen Produkttest, und zwar dem allseits gehypten Kokosöl.
Schaut man durch das Internet oder unterhält sich mit Freunden, dann gibt es seit etwas über einem Jahr ein neues Wundermittel. Und was vorher die Chia-Samen in der Ernährung waren, ist nun das Kokosöl im Bereich Haut- und Körperpflege.

Doch was soll dieses Wundermittel denn können?

In der Küche findet es Verwendung zum:

  • Braten
  • Frittieren
  • Backen
  • Kochen

Da es als natives Öl natürlich sehr gesund ist, wegen der ungesättigten Fettsäuren.

Bei den Menschen findet es Verwendung als Creme …

  • gegen Herpes.
  • gegen Cellulite.
  • gegen Neurodermitis.
  • gegen Alzheimer.
  • zum Schutz vor Keimen, Pilze und Bakterien.
  • als reine Pflegecreme.
  • als Sonnenschutzcreme.
  • zur Regulation den Säure-Basen-Haushalt der Haut.
  • gegen Falten.
  • als Haarkur.
    usw.

Nicht unbedingt muss die Wirksamkeit gegeben sein, aber es wird zumindest damit geworben.

Bei Tieren findet es Verwendung …

  • als Zeckenschutz.
  • gegen Fliegen, Mücken und Bremsen.
  • gegen Ekzem.
  • gegen Schweifschubbern.
  • als Mähnen und Schweifpflege.
  • als Wurmkur.
  • als Kur für die Darmflora.

Auch hier gilt, das nur damit geworben wird, und die Wirksamkeit nicht unbedingt gegeben sein muss.

Das hört sich eigentlich wirklich gut an, ebenso die vielen positiven Erfahrungsberichte im Internet. Gleichzeitig gab es aber auch oft Rückmeldungen von Allergien und einer Verstärkung der Sonnenbrandempfindlichkeit.
Da meine liebste Oompa Loompa mir bei ihrem letzten Besuch ein hochwertiges Kokosöl mitbrachte, unternahm ich den Selbsttest.

Testkandidaten EINS waren meine Pferde
Voller Freude und Enthusiasmus, mit den Gedanken an Kokoseis und Pina Colada, samt Kokosöl bewaffnet, stürmte ich die Weide. Meine Pferde kennen nun wirklich eine Vielzahl an Pflegeprodukten. Von Mähnenspray über Fliegenspray, der Möhrchenöhrchencreme oder Bio-Hautöl, nie ist ein Halfter nötig. Auf der Weide warten sie bis jeder versorgt ist, und eine Abneigung konnte ich auch bei strengen Gerüchen nie feststellen.
Anders bei dem Kokosöl. Ein Duft, den ich selber sehr mag, verursachte bei meinen Pferden einen Gesichtsausdruck, der wohl bedeuten sollte, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Die Herdenchefin drehte sich gleich um und zeigte mir den imaginären Fuckhuf als ich ihr das Kokosöl zeigte. Ich dachte ernsthaft das ich ihr etwas unanständiges gezeigt haben muss, so reagiert sie sonst nicht. Herr Pony, der ebenso für jeden Mist zu haben ist, tat dies ebenso. Dennoch entkamen auch beide nicht, dem Genuss eingecremt zu werden. Ich weiß, ich bin eine böse Pferdemutti.
Frau Ente stand mit angewidertem Gesicht vor mir und ließ ebenso die ›Behandlung‹ des Eincremens über sich ergehen. Ihre Gesichtskirmes spiegelte sehr deutlich wieder, was sie von dem Geruch der ›Creme‹ hielt. Ich kam mir langsam vor wie ein Pferdeschinder, der seine Pferdekinder in den Keller schickt zum Teppiche knüpfen.
Frau Panzer, die sich ja für nichts zu Schade ist und alles abschleckt, wollte nach einer Nase des Kokosduftes fast flüchten.
Also ein Freund von Pina Colada würde die wohl auch nie werden.
Selbst sie wollte nicht stillhalten, während ich sie einrieb, was bei diesem ›Nimm mich aufs Ärmchen‹-Pferd wirklich ungewöhnlich ist. Aber egal, da musste sie durch!
Ich war mir fast sicher, dass meine Bande nach diesem Erlebnis Bittbriefe an die PETA schrieb, frei dem Motto: Welche Qualen sie über sich ergehen lassen mussten.

Nach einigen Tagen kann ich als Testergebnis die Bilanz ziehen, dass die Anzahl der Zecken sich nicht verringert hat. Gerade Frau Panzer, das Zeckentaxi, kutschierte diese fröhlich weiter durch die Gegend. Und ich pflücke diese 2 x täglich von ihr runter, bzw. kontrolliere alle Pferde 2 x täglich auf Zecken.

Auch Fliegen wie Mücken fanden – im Gegensatz zu den Pferden – den Kokosduft echt gut. Eine abwehrende Wirkung war nicht einmal ansatzweise zu erkennen.

Testkandidat ZWEI war mein Mann, der eine aufgescheuerte  Stelle hatte.
Auch da sollte dieses Produkt ja Wunder wirken.
Doch schon kurz nach dem Auftragen war ihm unwohl, es brannte und wir mussten es abwaschen.

Testkandidat DREI war ich
Ich gestehe, ich liebe den Duft von Kokos, auch den Geschmack in Desserts und ähnlichen. Für mich war das Kokosöl als Pflegeprodukt ja eine wahre Freude.
Ich versuchte es an meinen Haaren. Da war das Ergebnis, dass sie zwar weich waren aber eben sehr fettig, trotz gutem Ausspülen. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man – auch zart dosiert – Fett auf die Haare gibt. Dauerhaft würde ich das an den Haaren nicht anwenden wollen.
Dann gab es da noch mein Gesicht, ich neige da ab und an zu Stresspickelchen am Kinn an denen ich auch rumfummele, wenn ich nervös bin. Ich benutzte das Öl nach dem Waschen, denn man soll der Haut ja Feuchtigkeit zu führen, vor der Kokosöl Nutzung. Nach einigen Tagen wurde die Haut immer trockener also cremte ich öfters. Immer wieder ist mir aufgefallen, das meine Haut leicht brennt und rot wird nach der Nutzung, aber ich führte das auf tausend andere Dinge zurück. Bis ich an einem Tag gleich mehrfach cremte da die Haut immer trockener wurde, und ich eine massive allergische Reaktion bekam. Heisse geschwollene Haut mit Pusteln, die sich nur mit sofortigen Absetzen des Kokosöls, wie auch einer Menge Cortison in den Griff bekommen ließen. Ich Depp hätte das Öl gleich nach dem ersten Brennen, absetzen sollen. Nur dachte ich, dass es mit dem Eincremen besser wird, wie es so oft beworben wurde.
Okay, da lasse ich also die Finger von, aus Erfahrung wird man klug.

Fazit
Kokosöl kann wirken, muss es aber nicht. Ein Wundermittel war es für mich auf jeden Fall nicht, obwohl so stark damit geworben wurde. Man sollte bei sich selber, wie auch bei den Tieren, zuerst testen, ob eine allergische Reaktion erfolgt. Ebenso ist es ratsam bei Schimmeln oder Pferden mit weißen Stellen zu bedenken, das der Fettfilm das Sonnenlicht verstärkt, und somit ein Sonnenbrand schneller möglich ist.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten.

Denn dieses Produkt hat sicher seine Daseinsberechtigung, aber Wunder bewirkt es nicht.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Paddockplatten im Verlegetest

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und wie versprochen widmen wir uns heute einem Verlegegstest für Paddockplatten.

Getestet wurden die »Ridcon Pro Grid 40«-Paddockplatten Einmal mit Aufbau, einmal ohne und einmal mit einer Vlies/Sand-Kombination. Diese Bodenbefestigungen wurden über Herbst/Winter/Frühling getestet und das natürlich auch bei Frost und reichlich Regen. Meine Pferde haben sich freundlicherweise als Testobjekte zur Verfügung gestellt und wurden für die Mitarbeit entsprechend in Möhren entlohnt.

Aber fangen wir einfach einmal an:


Ridcon Pro Grid 40
mit Aufbau

Bei den Paddockplatten war ein Abtragen des Bodens nicht nötig. Hier konnte auf einem begradigten Boden ein Aufbau gestaltet werden mit:

  • Vlies 
  • 15 cm Kies
  • 5 cm feiner Schotter zum Ausgleichen
  • Paddockplatten
  • Sand zum Verfüllen der Paddockplatten.

Eine gute Hilfe bei der Planung war nicht nur die wirklich freundliche und kompetente Beratung des Ridcon-Teams, nein, auf der Ridcon Homepage findet man wirklich gute Tipps wie beispielsweise einen Materialplan für die verschiedenen Aufbauten. So kann man sich wirklich gut orientieren, welches Material und welche Mengen benötigt werden.

Der Aufbau war schon eine enorme Arbeit, da ich alles ohne schwere Geräte verarbeitet habe, dennoch war es allein als Frau durchaus möglich. Die Handhabung der Paddockplatten dagegen war ein Kinderspiel. Sie waren leicht an Gewicht, einfach zu transportieren und auch die Verlegung ging schnell von der Hand.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung vom Paddockbau inklusive vieler Bilder findet ihr hier:

Wie man einen Paddock befestigt

Im Praxistest kann ich einfach nur sagen: Diese Bodenbefestigung ist ein Traum.

Nicht nur dass sie problemlos den beladenen Treckeranhänger ausgehalten haben, auch den stetigen Buddelspielen meines Haflingers halten sie stand. Nichts verschiebt sich, nichts verrutscht, nichts bricht aus. Die Ränder welche ich als bewussten Test nicht befestigt habe halten alle problemlos, obwohl sie täglich belastet werden.

Das Wasser fließt selbst nach Tagen und Wochen voller Dauerregen einfach ab und keine einzige Pfütze ist zu sehen. Das Matsch auf dem befestigten Bereich ein Fremdwort geworden ist muss ich sicher nicht extra erwähnen.

Mein Fazit:
Die Bodenbefestigung Aufbau/Paddockplatten ist deutlich besser geworden, als ich gehofft oder gar erträumt habe. Ich kann den Unterschied zu vorher fast nicht in Worte fassen, aber vielleicht überzeugt euch dieses:
Es ist mein erster Winter, in dem ich durchgehend Turnschuhe statt Gummistiefel am Stall trage.

Natürlich ist diese Befestigungsart mit etwas Aufwand verbunden und sicher nicht ganz so kostengünstig. Dennoch ist sie jeden Cent und jeden Tropfen Arbeitsschweiß wert.

Ich kann sie nur empfehlen und vergebe 6 von 6 Flauschepunkten.


Ridcon pro Grid 40 ohne Unterbau/Aufbau

Da ich von Natur aus neugierig bin, wollte ich auf einer Testfläche die Paddockplatten ohne Bodenaufbau ausprobieren. Als Testfläche wurde der Bereich vor einem Heunetzständer ausgesucht welcher gerne genutzt, und der Boden deswegen natürlich entsprechend belastet wird. Eine Seite wurde mit Vlies/Platten befestigt, die andere Seite nicht. So konnte ich die optimalen Testbedingungen für einen Vergleich nach Dauerregen schaffen. Dazu habe ich den Boden begradigt, Vlies ausgelegt und darauf die Platten verlegt. Diese habe ich dann mit Sand verfüllt, aber ohne extra Tretschicht.

Die Pferde haben den Heunetzständer täglich genutzt. Da der Testbereich kleiner war als der normale Auslauf, wurden die frei stehenden Plattenränder jedesmal einer Härteprobe unterzogen, wenn die Pferde zur Raufe wollten. Zartfühlend waren meine Pferde dabei nicht wirklich, dennoch ist:

  • nichts verrutscht
  • nichts verzogen
  • keine Platte ausgebrochen

und vor allen Dingen ist kein Matsch hochgekommen. Durch die höher liegenden Platten mit einem leichten Gefälle floss das Regenwasser ab und der Bereich blieb nahezu trocken. Allerdings konnte das Wasser ja nicht wie in der oben genannten Befestigungsmethode in einen »Kies-Puffer« abfließen und landete somit auf dem unbefestigten Bereich.

Hier muss man sich darüber klar sein das der umliegende Bereich ohne Platten dann ein grösseres Kontingent an Wasser auffangen muss, was diesen Bereich dann mitunter noch matschiger werden lässt.

Mein Fazit:
Um einen kleinen Bereich extra zu befestigen, kann die Verarbeitung ohne Unterbau/Aufbau eine einfache Lösung sein. Allerdings muss immer bedacht werden das die Wassermassen irgendwohin müssen. Von daher eignet sich diese Methode eher für kleinere Flächen, zum Beispiel vor Raufen oder bei großen Flächen auf Böden, die nicht lehmhaltig, sondern wasserdurchlässig sind.

Auch wenn sie das Wasser nicht so perfekt ableiten wie die Variante oben, so war ich von dem Ergebnis wirklich sehr überrascht. Während die unbefestigte Seite des Heunetzständers  matschig und nass blieb, war die befestigte Seite relativ trocken und mit Turnschuhen begehbar. Auch die Haltbarkeit der Platten ohne extra Tretschicht hat mich mehr als überzeugt.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkte und auch nur deswegen mit einem Punkt Abzug, weil die Verlegevariante mit Kiesaufbau nicht zu toppen ist.


Ridcon pro Grid 40 mit Vlies/Sand

Hier wurde auf einem Testweg die Fläche begradigt, Vlies ausgelegt und etwa 10 cm Sand aufgefüllt. Die Verlegung selber ging einfach und zügig. In der Handhabung zeigten sich allerdings schnell die ersten Schwachstellen. Entgegen der Teststrecken mit den Paddockplatten, welche keine Randbefestigung benötigten, sollte bei der Vlies/Sand-Kombination dringend eine Randbefestigung angebracht werden. Ansonsten trägt sich der lose Sand mit jedem Pferdehuf von dem befestigten Bereich, auf die unbefestigten Weiden weiter. Auch merkt man einen Unterschied zu der Befestigung mit der Vlies/Sand-Kombination, statt der Platten, denn es fehlt eine feste Tretschicht. Nun fließt das Wasser zwar zum Teil in den Sand/Boden ab, aber verändert auch dessen Beschaffenheit. So wird dann der Boden unter dem Vlies matschig und weich. Durch das Vlies kommt der Matsch zwar nicht nach oben, aber es bilden sich kleine Unebenheiten im Boden. Zudem rutscht das Vlies an so manchen Stellen nach oben. An anderen Stellen bilden sich kleine Löcher, wenn der Boden wieder abtrocknet, in denen sich das Wasser dann noch besser sammeln kann.

Mein Fazit:
Auf großen Plätzen kann diese Variante durchaus funktionieren, aber Wunder der Wasserbewältigung sollte man nicht erwarten.
Ein Minuspunkt ist auch das Vlies, welches nach oben wandert. Liegt es nur überlappend statt vernäht können daraus böse Fallgruben für die Pferdebeine entstehen.
Ebenso kann es mit Pferden problematisch werden, welche das Buddelgen in sich tragen. Während die Damen Quarter und Herr Shetty das Vlies in Ruhe ließen, hätte ich bei Frau Mampflinger nicht garantieren können das diese es nicht ausgräbt, auseinanderzupft und sich ein paar Ohrenschützer daraus strickt.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten, mit dem Hinweis diese Methode nicht aus Kostenspargründen, sondern mit Bedacht zu wählen ist.

So meine Lieben, ich hoffe, der kleine Testbericht ist euch eine Hilfe für eure geplanten Auslaufprojekte. Weitere Bilder vom ›Making of‹ des Paddocks findet ihr hier in diesem Album.

 

Solltet ihr weitere Fragen haben, scheut euch nicht mich über Facebook zu kontaktieren: https://www.facebook.com/celeste.drake.books/

In diesem Sinne, flauschige Grüße
Celeste

 

Wie man einen Paddock befestigt

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns der Anleitung zur Paddockbefestigung. Denn damit weder wir noch unsere Pferde nach langen Regenfällen weiter durch den Matsch waten, sollten wir unseren Pferden eine befestigte Fläche anbieten können. Leider scheuen viele von uns den Aufwand und die Kosten, aber noch schwieriger ist es meist den Mut zu finden, diese Aufgabe überhaupt anzugehen. Aber fangen wir einfach einmal an. Ich werde euch hier das Befestigungsbeispiel für Ridcon Pro Grid 40 Paddockplatten mit Unterbau zeigen.

Die geeignete Fläche
Erst einmal suchen wir die geeignete Fläche aus. Eingänge oder Bereiche vor den Raufen sollten auf jeden Fall befestigt werden. Da bei den Ridcon Platten kein Erdaushub nötig ist, ersparen wir uns die Buddelarbeiten. Trotzdem muss man das Gras entfernen und die Fläche begradigen um eine besser Verarbeitung zu ermöglichen.

Das schaut dann so aus:

paddockplatten-1


Das Vlies
Anschließend legen wir das Vlies aus. Dieses wurde in meinem Fall auf einer Rolle mit 100 m² geliefert, welche sogar problemlos in einen Corsa passte. Gut, es hatte schon etwas von einem Mafiosi, der einen Teppich mit einer Leiche ins Auto schieben möchte, aber ich sage aus Erfahrung: Es funktioniert!
Die Ränder sollten beim Ausrollen wenigstens 20 cm überlappen und das schaut dann so aus:

paddockplatten-ridcon-vlies-2


Der Kies
Als nächsten Schritt benötigt man Kies und zwar ca. 7 – 25 cm Schotter, Körnung 5/32 mm oder Kies, Körnung 8/16 mm. Die Höhe der Drainageschicht richtet sich nach Untergrund und Nutzung. Wir haben 15 cm gewählt.
Wie viel Kies man für seine Fläche braucht, kann man wunderbar mit diesem Rechner ausrechnen: Kiesrechner
Was der Kies pro Tonne kostet, sollte man bei seinem Kieswerk erfragen. Je nach Region unterscheiden sich die Preise deutlich. Vergesst bitte nicht Lieferkosten mit einzuplanen.  Auch wenn ich wirklich viel in unsere Pferdeautos passt, bei Tonnen von Sand und Kies helfen auch keine Tetrismeisterfähigkeiten. 😉

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Der Kies muss nun verteilt werden. Ob man dies per Schaufel und Schubkarre macht, mit Trecker und Schaufel, oder einem kleinen Bagger, bleibt einem Selbst überlassen.

Mietpreise für Bagger
Ein 3,5 t -Bagger mit Fahrer kostet beispielsweise zwischen 60 – 70 € / Stunde. Für einen 20 t -Bagger 65 – 80 € / Stunde. Meist ist es günstiger bei den hiesigen Bauern um Hilfe zu bitten und Kies sowie Sand via Treckerschaufel zu verteilen. Aber auch da sollte man vorab den Preis klären.
Alternativ Spart sich das Geld und schaufelt von Hand. Denn alles Geld das man spart, kann man wieder in Paddockplatten stecken. 🙂

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Die Rüttelplatte

Ist der Kies verteilt muss dieser via Rüttelplatte verfestigt werden. Solche Platten lassen sich für kleines Geld in größeren Baumärkten ausleihen.
Meist hinterlegt man eine Kaution (bei mir waren es 175 €) und davon wird dann später die Leihgebühr und eine kleine Versicherungsgebühr abgezogen. Kosten für 4 Stunden waren etwa 32 €, ein Tag lag bei etwa 40 € also nicht viel mehr. Benzin konnte gleich mit gekauft werden, was die Sache unheimlich erleichtert.
Zusammengeklappt passte die Rüttelmaschine sogar in den Kofferraum meines Corsa. Allerdings sollte man sie zu zweit tragen, da sie 80 kg wiegt.

 

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Der Splitt
Nach der Rüttelei wird der Splitt, Körnung 2 / 5 mm für 2 cm, als Ausgleichsschicht verteilt. Hier gibt es wieder einen praktischen Rechner dazu: Splittrechner 

Auch hier gilt wie beim Kies, entweder die gute alte Handarbeit, oder aber man verteilt wie oben erwähnt mit Trecker oder Bagger.

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Nun kommen wir zu den Platten

Meine sind Ridcon Pro Grid 40 Paddockplatten
welche sich unheimlich leicht verlegen lassen. An den Seiten befinden sich Befestigungsnasen, die sich leicht ineinander stecken lassen und man somit eine feste Fläche hat.

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Und man kann sie an Stellen mit Pfosten oder Wänden auch ganz leicht passend mit einer Handsäge zurecht sägen.

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Der Sand

Danach müssen die Platten mit grobem, gewaschenem Sand (Rundkorn), Körnung 0,0 – 2,0 mm, für eine Verfüllung mit 4 cm + 2 cm Überdeckung verfüllt werden. Auch hier gleich der praktische Rechner: Sandrechner 

Das schaut dann bei Lieferung erstmal so aus:

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Wenn alles verteilt ist, hat es schon ein Sandstrandflair, bei dem nur noch der Sonnenschirm und das Meeresrauschen fehlen.

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Natürlich will ich euch nicht vorenthalten wie das Endergebnis aussieht. Ich hoffe es gefällt euch ebenso gut wie mir. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Ridcon für ihre Unterstützung.

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Sicherlich war es anstrengend und ich war über jede helfende Hand froh, aber die Arbeit hat sich gelohnt und der Matsch gehört nun hoffentlich der Vergangenheit an. Aber ihr kennt mich: Ich werde berichten! 🙂

Flauschige Grüße
Celeste

 

Weidezaunzubehör im Langzeittest

Hallo meine Flauschehasen,
da bin ich wieder. Ich hoffe, es geht euch und euren Vierbeinern gut? Der langersehnte Sommer ist nun endlich da, und während meine Pferde tagsüber meist im Offenstall schlafen, und nachts das kühle und bremsenfreie Wetter genießen, widme ich mich den Wartungsarbeiten meiner Weidezäune.
Immer wieder fällt mir dabei, auf wie viel Kilometer Litze ich dort schon verbaut habe. Wie viel tausende Isolatoren. (Nein, die Anzahl ist kein Witz) Dazu Torgriffe und anderes Zubehör.
Im Laufe der Jahre hat sich nicht nur die Anzahl der Weiden erhöht, sondern auch das benötigte Zubehör. Und kontrolliere ich die Weiden Stück für Stück, und bessere hier und da etwas aus oder schneide den Zaun frei, dann fällt mir auf, dass einige Sachen schon mehr als 10 Jahre erfolgreich ihren Dienst tun. Und das ist erstaunlich, hört man doch immer wieder die lauten Stimmen im Internet mit dem Standardsatz: »Wer billig kauft, kauft zweimal«

Irgendwie kann ich diesen Satz langsam nicht mehr hören, denn ich bin ehrlich, ich kann ihn so überhaupt nicht bestätigen. Sicher gibt es Zubehör, das zwar günstig ist, aber dessen Haltbarkeit und Praxistauglichkeit zu wünschen übrig lässt. Dennoch ist nicht pauschal alles günstige Pferde- oder Weidezaunzubehör schlecht. Gerade deswegen teste ich so gerne günstige Produkte auf Alltagstauglichkeit und berichte für euch darüber.

Daher hier einmal wieder ein Produkttest der flauschigen Art.

Getestet wurden Produkte der Versandfirma Westfalia:

Torgriff für Elektrozäune

  • Farbe: Gelb
  • Offene Ausführung
  • Vezinkt
  • Offene Zugfeder
  • Preis: 1,49 €

Diesen Torgriff nutze ich nun schon in der zweiten Saison. Die Verarbeitung ist gut und die Zugfedern halten auch dauernden Zug stand, ohne auszuleiern. Mehrfaches runter fallen auf Betonboden haben bislang alle überlebt, einzig ein Huftritt des Alpenpanzers hat aus einem Griff eine Ecke raus gebrochen. Die Farbe ist bislang nicht ausgeblichen und die Form ist wirklich handlich.

Hier vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten, da ich mir noch eine geschlossene Form gewünscht hätte.

Bildschirmfoto 2015-10-18 um 21.43.24
Ringisolatoren im Eimer mit Einschraubhilfe

  • 100 Stück
  • Einschraubhilfe für den Akku Schrauber
  • Farbe: Schwarz
  • Lieferung im wiederverschließbaren Eimer
  • Preis: 14,99 €

Diese Isolatoren sind bei mir teilweise schon über 10 Jahre in Benutzung. Ich denke, das spricht für ihre Haltbarkeit. Sicher haben Einige äußerlich Rost angesetzt, aber das hat sie nicht in ihrer Funktion beeinträchtigt. Selbst vor 10 Jahren verbaute Isolatoren lassen sich leicht abschrauben und wiederverwenden. Das Gewinde ist leichtgängig und lässt sich leicht per Hand einschrauben, allerdings empfehle ich bei einer Menge ab 50 Stück dazu Handschuhe.

Die Schraubhilfe habe ich aus Faulheit nie genutzt, einfach weil es von Hand – für mich – schneller geht. Ich habe in all den Jahren viele Eimer nach gekauft, weil die Weiden erweitert wurden und die Qualität war immer gut.

Hier vergebe ich ganz klar 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschepunkte 6 von 6

Zaunlitze -10mm – 4 x 0,16 Niro mm

  • 250 Meter

Hier habe ich 2 Varianten im Laufe der Jahre getestet.

Über 10 Jahre habe ich nun diese Litze im Test:

Breitband – 250 m – Gelb / Orange  

Bis auf eine Fehllieferung in einem Sommer vor Jahren, welche die Litze fast durchsichtig ausbleichen ließ, haben alle Lieferungen Litzen gebracht, deren Farbe durch die Sonne zwar etwas ausgeblichen ist, aber durchaus eine gute Sichtbarkeit auch nach vielen Jahren liefert.

Die Haltbarkeit wie auch die Stromführung ist auch nach all den Jahren immer noch gegeben.

Früher wurde diese Litze im günstigen Doppelpack zu etwa 12,99 €und 14,99 € angeboten. Leider gibt es sie nun nur noch im Einzelpack zu 11,99 €.

Daher bin ich nun umgestiegen auf diese Variante:

Weidebänder – 200 m

Dort gibt es die 10-mm-Variante in einem sehr deutlichen Orange mit den gleichen Werten.

Ich nutze sie nun im zweiten Sommer und die Farbe ist beständig und fällt auch auf großen Weiden sehr gut auf. Die Stromführung und Haltbarkeit lässt bislang keine Wünsche offen.

Der Preis ist mit 7,99 € für eine 200-m-Rolle zwar nicht so viel günstiger als die oben genannte Litze, aber hier war die Signalfarbe für mich ein Kaufgrund.

Ich kann daher für beide Litzensorten ganz klar 6 von 6 Flauschepunkte vergeben.

Flauschepunkte 6 von 6

Sicher ist euch aufgefallen, dass ich alles Zubehör bei Westfalia bestellt habe. Wer nun glaubt das ich von Westfalia gesponsort werde, dem kann ich versichern: Nein, dem ist nicht so.

Ich nutze diesen Versandhandel aber schon seit vielen Jahren wegen des großen Angebotes – nicht nur im Pferdebereich – und der schnellen Lieferungen. Und die Gratisgeschenke bei jeder Lieferung finde ich ebenso spaßig, wie die 30 Tage Zahlpause bei Bankabbuchung. Denn auch wenn wir immer genug Geld für Notfälle beiseite liegen haben, so ist es doch Murphys Gesetz, das genau dann das Weidezaungerät den Geist aufgibt- oder gestohlen wird, wenn das Auto in Reparatur muss, oder die Waschmaschine röchelnd in den letzten Zügen liegt. Und da darf ich ehrlich sagen, dass es manchmal auch einfach nett ist, wenn man eine ungeplante Anschaffung einen Monat verschieben kann.

Natürlich gibt es Firmen, die sehr hochpreisiges Weidezaunzubehör anbieten und von deren Qualität auch viele Pferdebesitzer überzeugt sind.
Dennoch muss teuer nicht immer gut bedeuten und billig nicht immer schlecht.
Genau deswegen teile ich meine Erfahrungen mit euch, um euch vielleicht eine Kaufentscheidung zu erleichtern, oder eine Anregung zu bieten.

Flauschige Grüße
Celeste

 

 

Produkttest: Heunetze im Langzeittest

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.
Ich hoffe, ihr genießt das Frühlingswetter mit seinen ersten zarten Blüten? Sicher seid ihr schon am Anweiden, und die Pferde fressen genüsslich das erste Gras. Und schon freuen wir uns auf die Zeiten des Sommers, wenn wir zwar von Mücken und Bremsen gefressen werden, aber nicht mehr so viele Heunetze stopfen müssen.
Da ich täglich 9 Heunetze benutze, von 3 verschiedenen Marken, habe ich einen Testbericht zusammengefasst. Vielleicht ist er euch eine kleine Hilfe bei der nächsten Kaufentscheidung. Also legen wir doch einmal los:

Getestet wurde über ca 8 Monate täglich:

  • Heunetz engmaschig von der Firma Krämer
  • Heunetz Corner von der Firma Loesdau
  • Heunetz selbst gemacht aus Anhängernetzen der Firma XS von Aldi Süd

Damit der Test fair ablief, wurden alle Netze ohne Einfüllhilfen von Hand befüllt. Alle Netze wurden abwechselnd an allen Futterstationen mit Karabinern befestigt:

  • In der HeuraufeHeunetz_6
  • Am HeunetzhalterHeunetz_2
  • An Bäumen frei schwingendHeunetz_7
  • Im Stall an den Balken

Zusätzlich gab es ebenso loses Heu im Stall – das nur zur Erwähnung wegen der oft kritisierten Fresshaltung bei Netzen . 😉

Doch nun zu den einzelnen Netzen:

Heunetz engmaschig von der Firma Krämer:

  • Maschenweite: 5 x 5 cm
  • Fassungsvermögen: ca 5 kg
  • Farben: Schwarz, Azur, Braun, Capri Blue, Kirsche, Navy, Pistazie, Purpur und Violett
  • Preis: 9,99 €

Das engmaschige Netz von Krämer ist zu Anfang etwas steif. Hat man via umstülpen den Trick einmal raus, geht das Befüllen sehr leicht und schnell. Die Verschlusskordel ist gewöhnungsbedürftig, kannte man das Vorgängermodell. Die neue Kordel ist zwar deutlich länger und stabiler, aber die Knoten halten nicht so gut.
In den 8 Monaten Gebrauch hat sich bei zwei Netzen jeweils ein kleines Loch ergeben.
Durch die größere Maschenweite bevorzugen die Pferde lieber das Krämer-Netz als die 3 oder 4 cm Variante.

Fazit:
Ein gutes Netz zu einem angenehmen Preis. Die Farbauswahl wertet das Ganze auch noch ein wenig poppig auf.
Einziger Kritikpunkt ist der Preisanstieg im Laufe der letzten Jahre für das gleiche Netz, ebenso die neue nicht ganz so handliche Verschlusskordel.

Hier vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

5 von 6 Flauschepunkten

 

 

 

Heunetz »Corner« von der Firma Loesdau:

  • Maschenweite: ca 3 x 3 cm
  • Füllmenge: Heu gepresst ca. 22 kg / Heu lose ca. 10 kg
  • Farbe: Weiss
  • Preis: 13,95 €

Das Heunetz »Corner« ist sehr weich und bietet eine große Öffnung zum Befüllen, da man die gesamte obere Seite öffnen kann. Schwachpunkt sind hier ganz klar die zwei Baumwollkordeln, die als Verschluss dienen sollen. So öffnen sich diese häufig im Gebrauch wie von Zauberhand allein. Ebenso bieten sie selbst im geschlossenen Zustand genug Platz für eine diebische Pferdenase.
Ich habe das Problem einfach gelöst, indem ich eine zusätzliche Kordel durch die Öffnung gewoben habe. Alternativ kann man auch Mehrweg Kabelbinder als Verschluss benutzen.

Die Pferde haben die 3 x 3 cm-Netze schnell akzeptiert und kamen erstaunlich gut damit zurecht. Auch wenn die 5 x 5 cm-Netze ihre Favoriten waren, so wurde auch aus dem sehr engmaschigen Netz gerne gefressen.

Oben an den Netzen befinden sich 2 verstärkte Ösen zum Aufhängen der Netze. Diese haben sehr gut gehalten.
Die Seitennähte waren leider nicht so gut vernäht, denn wenn ich die Netze dort zusätzlich mit Karabinern fixierte, löste sich die ein oder andere Seitennaht.
Gut ich gebe deswegen keinen Punktabzug, denn die Seitennähte waren dazu nicht gedacht, aber ich würde mir 2 weitere Fixierungspunkte wünschen.
Löcher gab es in der Gebrauchszeit kein Einziges!
Die weiße Farbe ist allerdings nicht ganz so gut gewählt, hier würde ich mir mehr Auswahl wünschen.

Fazit:
Ein gutes Netz zum günstigen Preis.

Auch wenn noch ein wenig Verbesserungsbedarf nach oben ist, vergebe ich auch hier ganz klar 5 von 6 Flauschepunkten.

5 von 6 Flauschepunkten

 

 

 

Heunetz selbst gebastelt aus dem XS-Anhängernetz der Firma Aldi SÜD
Hier die Bilder, samt Bastelanleitung dazu:
https://www.facebook.com/celeste.drake.books/posts/1646972292253905

  • -Maschenweite ca 4 x 4 cm
  • Füllmenge ca 10-12 kg, je nachdem wie groß man die einzelnen Netze macht
  • Farbe: Grün
  • Preis: ca 4 €, wenn man die Kordel noch mit einrechnet.

Wie oben in der Bastelanleitung beschrieben waren die Netze ein Selbstversuch. Viele im Netz sagten die halten nicht, die Pferde fressen Löcher rein, die gehen nach 2 Tagen kaputt usw.
Was soll ich sagen?
Sie halten, und zwar immer noch. Das Befüllen ist wie bei den Netzen von Loesdau über die obere Öffnung geregelt und geht daher schnell von der Hand. Auch die Kordel zum Verschließen habe ich nach kurzer Zeit derart schnell durchgezogen, das ich mich davon nicht gestört fühlte. Die Pferde fressen gerne aus den Netzen, die Maschenweite macht ihnen nicht wirklich etwas aus.
Zu dem 3 x 3 cm-Netz von Loesdau sehe ich von der Fresszeit keinen bemerkenswerten Unterschied.
Mittlerweile hat sich in ein Netz ein kleines Loch geschlichen, allerdings bei dem Preis / Leistungsverhältnis ist das mehr als vertretbar.

Fazit:
Ich glaube nicht das alle Anhängernetze diese Qualität aufweisen, um als Heunetz zu überleben wie das XS-Netz von Aldi SÜD. Aber sollten diese einmal wieder ins Angebot kommen, werde ich meinen Aldi gnadenlos plündern und weitere Heunetze basteln. Denn zu diesem Preis sind sie einfach unschlagbar. Denn da ärgert man sich nicht über ein Loch, oder wenn eines mal gestohlen wird.

Von daher mein absoluter Testsieger – ich hätte es vorab NIE gedacht – mit 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschepunkte 6 von 6