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Futterterroristen und andere Spinner

Hallo meine Flauschepuffel, da bin ich wieder.
Nachdem meine Oompa Loompa zuletzt das Wort hatte, werde ich euch wieder mit meinen flauschigen Texten beglücken. Diese sammelt dann derweil weitere schöne Sachen für die 4 Überraschungspäckchen des aktuellen Gewinnspieles. Ich drücke euch allen fest die Daumen, denn ich habe euch alle sehr lieb, und bin froh das ich nicht selber auslosen muss.
Wer noch nicht mitgemacht hat, kann hier klicken.

Das heutige Thema ist den Futterterroristen gewidmet. Denn jeder Pferdehalter kennt diesen Moment:
Das Wetter ist sonnig, ein zarter Wind weht den blumigen Geruch der angrenzenden Gärten zu einem hinüber, und unweigerlich muss man an die Biene Marvin denken, welche die Blümchen beglücken möchte. Die Mücken und Bremsen sind einmal nicht anwesend, und bewaffnet mit einem Halfter und den schönsten Träumen des erwarteten Ausritts betritt man die Weide.
Und da stehen sie:
Die Familie mit Kind, welche mit vollen Händen das Gras ausrupfen und über den Zaun reichen.
Oder der alte Opa samt Stock, der damit wild wedelt und lautstark »Hansiiiiiiiiiiiiiii«, zu der erschrocken aufschauenden Stute ruft, nur um dann weiche zermatschte Brotstücke zur selbigen zu werfen.
Noch besser sind die Familienväter, die ihre Kinder über den Zaun hinweg heben, damit sie besser an die Pferde kommen.
Und während man noch überlegt ob die ihre Kinder einfach nur entsorgen wollen, oder im Elektrozaun brutzeln, rufen die einem schon zu:
»Nun holen sie das Pony schon näher, mein Kind will das streicheln.«

Das ist der Moment, wo man einatmet, ausatmet, an einen Sitzkreis mit Matetee denkt. An Blümchenkränze, die man tragen will, während man seinen Namen tanzt. Und dann doch schreiend explodiert!
Der Moment, wo man dem alten Opa das weiche Brot am liebsten an den Kopf werfen würde. Den Familien das Gras ins Rektum schieben möchte. Und im Anschluss höflich nachfragen, ob sie was dagegen haben, wenn ich einen Dobermann bei ihnen über den Zaun hebe und ihnen zurufen, dass sie ihre Kinder bitte näher ranholen sollen, er möchte sie gerne abschlecken …

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Besucher.
Ok, nichts was brauchbar ist oder wenigstens nicht illegal! Denn leider ist die Umsetzung eines Wassergrabens, mit Schlangen und Krokodilen rund um die Pferdeweiden, nicht umsetzbar.

Also helfen nur 2 Sachen:

  • Reden und aufklären
  • Sicherheitsmassnamen

Reden und aufklären ist eine heikle Sache.
Viele Menschen, vor allem ältere, haben einfach noch eine ganz andere Einstellung zu den Pferden. Diese glauben wirklich das Brot, Äpfel, Möhren und Zuckerstücke keinen Schaden anrichten können. Denn Krankheiten wie Cushing oder eine Kolik sind ihnen fremd. Oft sind sie maßlos verwundert à la: »Das war doch schon immer so«.

Hier muss man differenzieren und geschickt erklären:

  • Bei jungen Menschen kann man ruhig zu Koliken und Cushing oder EMS aufklären. Verbinden kann man diese Erklärungen mit dem Vergleich, das ein Mensch mit Diabetes auch nicht alles essen darf, sondern gezielt auf seine Ernährung achten muss. Und das der Mensch das Einteilen dann für das Pferd übernimmt, damit dieses nicht krank wird.
    Bei jungen oder aufgeschlossenen Menschen funktioniert das meist recht gut. Bleiben sie trotz aller Erklärungsversuche uneinsichtig oder werden bratzig, hilft der Verweis auf die Tierarztrechnung welche dann die Futterterroristen bezahlen dürfen!
  • Ältere Menschen haben oftmals noch die Arbeitspferde von früher vor Augen. Da war der Hansi, der den Pflug gezogen hat, der durfte eben auch Brot fressen, und Hafer, viel Hafer. Alten Menschen, die auf diesem Trip sind, begegne ich meist mit einer anderen Erklärung. Diesen sage ich, dass es ganz andere Rassen waren, die auf Arbeit und Leistung gezüchtet wurden. Das diese Pferde aber nun reine Hobbypferde sind, die nicht mehr arbeiten müssen, und deswegen auch nicht soviel essen wie ein Bauarbeiter.
  • Graspflückenden Müttern samt Kindern erzähle ich gerne, dass sie gerade ihre Hände im örtlichen Hundeklo haben. Und das meine Pferde weder versifftes Gras fressen sollen, noch die mit gepflückten Giftpflanzen.

Das Wichtigste ist immer: Hart bleiben!
Das Füttern oder Betreten der Weide bleibt absolut verboten!

Dennoch ist man ja nicht den ganzen Tag am Stall, also muss man seine Pferde entsprechend schützen.
Da die Selbstschussanlage und die Krokodile leider wegfallen, helfen handelsübliche Schilder. Ich habe allerdings festgestellt, dass Schilder aus dem Handel (Metall oder Plastik) deutlich ernster genommen werden als selbst gedruckte und laminierte.

Ein gutes Schild ist zum Beispiel so eines:

Dieses sollte an allen Seiten sichtbar angebracht werden.

Aber vorsicht, in einigen Gebieten werden diese Schilder gerne gestohlen.
Als Alternative zum Befestigen am Zaun nimmt man einfach einen Holzpfahl, schlägt diesen AUF der Weide ein und befestigt daran, in noch gut lesbarer Entfernung, das Schild.
Verbietet der Stallbesitzer das Anbringen solcher Schilder – Ja, auch solche Hohlfritten gibt es – kann man auch das eigene Pferd zweckentfremden. Entweder man lässt sein Halfter mit »füttern verboten« besticken, oder nutzt fertige Aufnäher mit Klett, wie es sie z.B. bei Krämer Pferdesport im Set gibt.
Leider gibt es dazu keinen Link, aber im aktuellen Prospekt (Seite 24) sind sie unter der Artikelnummer 440392 zu finden.

Schützen kann man sich ebenso mit Abstandhaltern.
Diese halten die Pferde vom Zaun fern, und ein streicheln oder anlocken und füttern ist so fast nicht möglich. Es gibt sie fertig als Ringisolatoren zu kaufen, aber sie bieten meist nur einen Abstand von 25cm.
Aus Holzlatten, die man an die Zaunpfähle nagelt, kann man diese nicht nur selber, sondern auch deutlich länger machen. Und mit einem eingeschraubten Isolator am Ende hat man einen perfekten zweiten Zaun auf Abstand.

Alternativ gehen auch einfache Steckpfähle, mit denen man einen Abstandszaun aufstellt. Ein Abstandhalter oder Abstandszaun verhindert also das Füttern über den Zaun hinweg. Nicht aber wenn es hinüber geworfen wird. Und solche Spezialisten wird es ab und an leider auch geben. Was wiederum zeigt, die Dummheit mancher Menschen ist grenzenlos.

Ganz wichtig ist auch, dass die Weiden immer abgeschlossen sind.
Ich habe schon oft Vollpfosten erlebt, die einfach die Weide betreten wollten, sei es zum Pferde streicheln, oder um die Obstbäume zu plündern. Hier kann man mit gängigen Ketten und Schlössern arbeiten. Müssen mehrere Personen die Weiden betreten, kann man einfach ein Zahlenschloss wählen, und allen Stallmitgliedern die Kombination nennen.
Auch gut geeignet sind so genannte »Familien Fahrradschlösser«.
Diese gibt es meist im 4er-Set z.B. bei Westfalia
Alle 4 Schlösser haben den gleichen Schlüssel. Das hat den Vorteil, das man nicht nur 8 Schlüssel besitzt, sondern alle Schlösser den gleichen Schlüssel benutzen. Somit kann man mehrere Weiden sichern, benötigt aber nur einen einzigen Schlüssel für alle Schlösser.

Nach dem ganzen Stoff, zum Ende hin noch eine kleine Geschichte:
Als ich mit dem Offenstall vor über 10 Jahren anfing, entdeckte ich eines Tages einen alten Mann der Brotscheiben zu den Pferden rüber warf. Ich bekam Herzrasen, mir stieg die Röte ins Gesicht und ich wette, ich sah aus wie der Hulk auf Drogen. Dennoch bemühte ich mich freundlich zu bleiben und sprach ihn an.
Er erklärte mir das er JEDEN Tag einen frischen Leib Brot kaufe, ihn extra schneiden lässt für die Pferde, und dann zu Fuss hier her komme. (Ein enormer Fussmarsch)
Ich holte Luft und wollte schimpfen, aber ich konnte es nicht.
Dieser alte Mann meinte es wie viele Menschen ja nicht böse, er wusste es nur nicht besser. Ich versuchte mich in Erklärungen und er blieb skeptisch. Er war sehr nach der alten Schule, und hatte noch die Ackerpferde im, Sinn denen das ja auch nicht geschadet hatte. Ich erklärte also viel. Von Koliken bis Hufrehe, dass die Tiere bestens versorgt würden usw. Er blieb skeptisch, aber versprach nicht mehr zu füttern.
Die darauf folgende Zeit besuchte er mich dann oft zu den Versorgungszeiten. Er fragte viel, schaute zu und beobachtete. Und er sah nicht nur dass die Tiere ausreichend versorgt wurden, sondern er wandelte sich zu ihrem Aufpasser. Jeder Fremde, der füttern wollte, wurde mit hoch erhobenem Stock zusammengefaltet, und dann gab es eine Standpredigt mit allen Informationen, die er aufgenommen hatte. Eines Tages kam er im Winter mit einer dicken Jacke zu mir. Er habe sich die gekauft, aber die passe ihm nicht, und ich solle sie doch am Stall tragen, es wäre ja so kalt. Ich habe die Jacke gerührt angenommen, auch wenn sowas nicht meine Art ist, und ich auch genug Jacken besitze.
Aber diese Jacke war rosa, und neu, und aus einer Damenkollektion!
Er hatte sie also bewusst neu gekauft, da er Sorge hatte, dass ich bei der Stallarbeit friere.
Mittlerweile ist er seit einigen Jahren verstorben. Die Jacke hängt immer noch in meinem Schrank und wird auch immer dort bleiben. Sie ist für mich ein Symbol, das ich mich beherrschen muss, denn nur dann kann ich die Futterterroristen aufklären. Und nur dann, hat man die Chance richtig nette und liebevolle Menschen kennen zu lernen.
Sicher mag es welche geben die nicht dazu lernen wollen, aber das kann man erst wissen wenn man ihnen die Chance dazu gibt.

Flauschige Grüße
Celeste

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Die Oompa Loompa kommt zu Wort

Bevor man sich bei manchen Beiträgen ans Werk macht, möchte man eigentlich gern noch eine Runde meditieren. Oder in meinem Fall, ein Radler trinken, nochmal tief durchatmen und versuchen die Emotionen etwas rauszunehmen. Allerdings habe ich jetzt schon den ganzen Tag über das Thema nachgedacht und es wird einfach nicht besser …

Ich weiß, Celeste hat das Thema Neid schon einmal angesprochen, aber der heutige Tag hat mich dazu bewogen, dass ich sie eben angerufen habe und nur noch ins Telefon knurrte: Ich will diesen Beitrag diesmal selber schreiben.
Ja, die Oompaa Loompa kann knurren.
Auch wenn ich sonst eher der Mensch bin, der sich die Ohrläppchen reibt *Wuusssaaa* säuselt und Celeste sagt, sie soll sich manche Sachen nicht so zu Herzen nehmen … heute war es dann auch mir zu viel.
Sie hat ja schon in einem früheren Artikel einmal angesprochen, dass sie mit Neid nicht viel anfangen kann, weil sie es einfach nicht versteht. Was Außenstehende die Stirn runzeln lässt und Skepsis hervorruft, gehört für mich nach fast 15 Jahren einfach zu ihr dazu. Es ist nun mal so, dass sie auf einem anderen »Betriebssystem« läuft. Dies sorgt dafür, dass sie nicht filtern kann. Im Alltag heißt das: Gespräche, Fernseher, das Miauen der Katze, das leise Knarzen der sich öffnenden Tür – es ist alles da und präsent.
Wir fokussieren uns in der Regel auf EIN Geräusch, aber bei Celeste funktioniert dieser Fokus nicht. Ähnlich anders läuft es auch mit Emotionen. Da Asperger die Mimik nicht erkennen können, haben sie oft erhebliche Probleme die Emotionen ihres Gegenübers einzuschätzen. Die Reaktion daraus ist, dass sie Dinge sehr wörtlich nehmen und ebenso ausdrücken. Es ist daher verständlich, dass Asperger sich online sehr wohl fühlen, da sie hier nur lesen müssen und nicht noch auf unzählige Nuancen des Gegenübers achten. Zusätzlich fällt es dem Gegenüber nicht direkt auf, das man anders ist.
Aber auch hier ändert sich ihr Grundverhalten nicht. Wenn sie dich oder etwas das du machst, (Entschuldigung) kacke finden, sagt sie es dir. – Ich habe da auch mehrfach so meine Erfahrungen gemacht, vor allem seit wir zusammenarbeiten –
Sie spinnen keine Intrigen. Eher sind sie bisweilen für einige zu direkt.
Daher wäre das ganze Spiel – die eigentliche Meinung über jemanden hinter den Berg zu halten, während man Leute gegeneinander ausspielt – ehrlich gesagt, einfach viel zu anstrengend. Neben der permanenten Belastung des Alltags und dem Problem die Gefühle des Gegenübers nicht immer einschätzen zu können, wäre das eine psychische Belastung, die ein Aspi auf längere Sicht einfach nicht aushalten würde. Ohne Übertreibung, es würde dazu führen, dass er irgendwann heulend in der Ecke sitzt und einfach nicht mehr klar kommt.

Deswegen haben wir auch häufiger das Gespräch über das »Warum?«, sobald so etwas auftaucht.
»Warum unterstellt jemand, ich würde Intrigen spinnen?«
»Warum erzählt jemand, ich hätte mich mit über 100 kg auf meine Pferde geschwungen? Obwohl ich zu dem Zeitpunkt, selbst wenn ich es gewollt hätte, gesundheitlich nicht einmal dazu in der Lage gewesen wäre?« (Sie musste wegen eines Unfalls und der daraus resultierenden Verletzung Kortison nehmen und hatte deswegen stark zugenommen. Was aber längst wieder runter ist.)
»Warum unterstellt man mir ich würde nie einen Tierarzt kommen lassen, nur weil ich Sachen mit denen ich mich auskenne erstmal versuche mit Hausmitteln zu kurieren?« (Ja, ich war auch schon bei den Tierarztbesuchen dabei …)

Was antwortet man, wenn man die erstickte Stimme am Telefon hört? Dadurch, dass man sich jahrelang kennt und zeitweilig direkt nebeneinander, Zimmer an Zimmer gewohnt hat, weiß das es nicht stimmt? Was sagt man, wenn es einem selbst den Hals zuschnürt?
Klar, wir sind keine Engel. Wir lästern gerne mal, wir lachen über die Biene Marvin und führen lange Gespräche über die Zombieapokalypse und die besten Überlebensstrategien. Was Mädchen eben so machen. Wir träumen zusammen davon unsere Bücher zu verkaufen und was wir mit dem Geld machen – wenn der Umsatz mal die Ausgaben überwiegen sollte … So in 10 Jahren.( Also ich hab mir ja vorgenommen mir eine Massage zu leisten … Nein, nicht so eine – eine ganz normale … 😀 )
Also, was sagt man jemandem, der sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, außer dass er versucht sich einen Traum zu verwirklichen, gerne Leuten hilft und dadurch leider in die Schusslinie geraten ist?
Klar, Celeste hat durch ihre Art nicht überall Freunde. Sie lässt sich eben auch nicht verbiegen und greift auch mal unliebsame Themen auf. Sie ist manchmal zu direkt und ja, auch mal unflauschig.
Aber gibt das manchen Leuten das Recht für ihr handeln?
Also, was sagt man zu jemandem der – wenn man den Tatsachen ins Auge sieht – gemobbt wird.

Genau: Mach Sceenshots!
Rede mit den Leuten, die dich mögen – auch die dürfen gerne Sceenshots machen.

Es geht mir nicht darum, hier einige Hohlfritten ans Kreuz zu nageln. Die sind mir wurscht. Mit Kritik und Gegenwind kann ich umgehen. Auch soll jeder seine Meinung vertreten und diskutieren. Ich diskutiere ja selbst gerne.
Es geht mir um die Leute die Celeste gezielt in den Dreck ziehen und auch vor Lügen nicht zurückschrecken, weil sie wissen, dass sie mit der Situation nicht umgehen kann und die Konfrontation nicht möchte.
Es ist mir in dem Fall auch vollkommen egal, ob es aus Missgunst, Neid oder einfach, weil die Person ihre Tage hat, passiert.

Ehrlich gesagt, ich bin auf Zickenkrieg nicht scharf. Meine Zeit ist mir dafür zu schade. Darum darf sich in diesem Fall die Polizei und der Anwalt darum kümmern.
Das ist keine Drohung und kein Aufplustern, einfach eine Tatsache, die ich so stehen lassen möchte.

Wer Lust hat ist gerne eingeladen zu helfen.
Sceenshots einfach per PN an Julia. A. Kris – Damit wisst ihr auch, wer es nicht schon geahnt hat – wer die Oompa Loopma ist. 😉

Und für alle die mehr über Asperger wissen wollen:
http://www.aspergia.de/

kruemel

 

Fotoshootings und andere Sünden

Hallo meine Flauschepuffel, da bin ich wieder.

Ist es auch so schön sonnig bei euch? Oder haben euch Regen und Gewitter im Griff?
Das Wetter bei uns ist herrlich, einzig die ersten Bremsen nerven die Pferde und mich schon gewaltig. Ich habe schon wieder einige erschlagen – die Bremsen, nicht die Pferde.
Bei diesem Wetter genießen die Pferde eine schöne Dusche und wir Menschen das wohl verdiente Eis danach. (Ja ihr merkt es sicher schon, ich bin etwas eissüchtig. 🙂 )
Und wenn wir dann bei einem Ausritt unseren Blick schweifen lassen, sehen wir die wundervollen Felder. Was mich immer wieder besonders begeistert sind die Mohnblüten, welche die Kornfelder erobern. So kommen dann unweigerlich die Gedanken zu Bildern, die man unbedingt machen sollte. Und damit es perfekt wird, soll es ein richtiges Shooting werden.
Und während die Gedanken schon kreisen steht man schon direkt davor: Das perfekte Feld mit wiegenden Kornären. Dazwischen wundervolle Mohnblüten als Farbkleckse.
Das dieses Feld einem fremden Bauern gehört ignoriert man gekonnt, ebenso das es Lebensmittel sind, die dort wachsen. Schließlich macht man doch nicht viel kaputt, wenn man sich in die Fahrrinnen stellt. Zumindest glauben das anscheinend einige verstrahlte Personen, deren 1000-Watt-Lächeln auf einigen Bildern Fukushima Konkurrenz macht …
Im Geiste geht man dann seinen Kleiderschrank durch, und beschließt auf die Schnelle noch ein günstiges China Import Kleidchen zu bestellen, denn das Outfit muss perfekt sein. Passend zum Minikleid werden Ballerinas gewählt, das Halfter wie auch ein Haarreif mit Blüten verziert, und die beste Freundin fürs Make-up bestellt.
Während man früher mit einer Kleinbildkamera, oder bestenfalls einer Spiegelreflexkamera, 10 Filme verbrauchte, um 3 anständige Bilder zu bekommen, samt Film und Entwicklungskosten locker 100-150 € auf den Tisch legen musste, hat man es heute wesentlich einfacher. Heute hat nahezu jeder eine Digitalkamera. Sei es im Handy oder als digitale Spiegelreflex.
So ist auch das Fotografieren einfach wie nie!
Das Foto ist scheiße? Der Gesichtsausdruck blöd? Der Finger vor der Linse? Das »Model« verschluckte gerade eine Fliege? Es besteht die Gefahr, dass das Objektiv schaden nimmt und man will noch schnell eine Papiertüte mit Sehschlitzen über den Kopf ziehen um Schlimmeres zu verhindern?
Kein Problem!
Denn bei den digitalen Kameras kann jedes noch so schlechte Bild gelöscht werden. Und alle Bilder, die einigermaßen akzeptabel sind, werden im Rudel abgespeichert. Ein Hoch auf die Speicherkarten, die unzählige Bilder aufnehmen können.
Ja, ich liebe diese Technik, das gebe ich gerne zu und nutze sie für private Zwecke. Dummerweise fühlen sich aber inzwischen sehr viele Hobbyfotografen dazu berufen daraus Geld zu schlagen. Immer wieder sieht man sie in den Gruppen oder auf kleinen putzigen Facebook-Seiten ihre Dienste anbieten.
Denn viel tun muss man ja nicht mehr, es reicht genug Geld für eine Kamera auf den Tisch zu legen, und in der Automatik-Funktion das Knöpfchen zu drücken. Dazu schmeißt man sich als Fotograf dann bei den Shootings so richtig ins Zeug. Gibt Anweisungen, positioniert Pferd und Reiter, legt einen irren Blick auf, schmeißt sich auf den Boden oder auf die Leiter, und glaubt man sei der neue Kristian Schuller.
Und wenn das nicht hilft, schmeißt man mit Seifenblasen oder Holi Pulver um sich.

Hinterher bekommen die Bilder den »Feinschliff« – zumindest glauben das anscheinend die Hobby-Fotografen. Denn statt die Bilder zu verbessern, werden sie dann mit Effekten wie »Hintergrund schwarz machen« bearbeitet. Denn das Ross soll nobel, edel und teuer ausschaun, und das Bild ebenso.

Aber mal Hand aufs Herz:
Liebe Hobby Fotografen, bitte erkennt, dass ihr nicht der neue Kristian Schuller seid!
Ihr habt zumeist weder die richtige Ausrüstung, noch das Fachwissen oder das Können, um solche Bilder formvollendet zu gestalten. Es gehört einfach so viel mehr dazu, dass aus einem einfachen Foto ein einzigartiges Unikat wird. Seht eure Bilder bitte als das was sie sind: Ein nettes, kleines Hobby.
Aber Shootings überlasst bitte den Profis!

Ja ich weiß, ein gutes Shooting ist nicht billig. Aber das ist die Zeit, die Ausrüstung und die Arbeit eines guten Fotografen auch nicht. Dieser schafft es aber die Pferde gekonnt in Szene zu setzen, ohne hinterher den Hintergrund per Bildbearbeitungsprogramm zu schwärzen. Oder schlimmstenfalls mittels Filzstift schwarz zu malen. Ein guter Fotograf wird euch darauf hinweisen, das keine zu kurzen Kleidchen Marke »Fick mich« getragen werden. Ebenso werden Shootings ohne Zaum nur in umzäunten Arealen stattfinden. Zumindest wenn der Fotograf gut ist und Verantwortungsgefühl besitzt.
Also nehmt bitte ein paar Euro in die Hand und investiert sie in ein richtiges Shooting. Der Unterschied ist bemerkenswert und man hat auch Jahre später deutlich mehr Freude daran, wenn man das Ergebnis sieht. Natürlich kosten diese Shootings viel Geld. Kein Profi verschenkt seine Zeit. Aber überlegt mal, wie viel Geld ihr in eure Ausrüstung steckt, da ist das Shooting schon gar nicht mehr so teuer.
Außerdem hat man diese Bilder ein Leben lang. Und wer weiß, ob diese Bilder in ein paar Jahren nicht das Einzige sind, was einem geblieben ist. Und wenn man dann ein wirklich einzigartiges und hochwertiges Bild als Erinnerung hat, statt vieler Hobbybilder, das man noch seinen Enkeln voller Stolz zeigen kann, ist das schon etwas Besonderes.

Ihr wollt doch für euer Geld keine Massenware, sondern besondere einzigartige Bilder. Und die liefert euch nur der Profi, mit seiner Ausrüstung, seinem Fachwissen, seiner Erfahrung und seinen Ideen.

In diesem Sinne den Hobbyfotografen viel Spass, aber überlasst das Geld abnehmen bitte den Profis, denn diese bieten auch die richtige Leistung dafür.

Flauschige Grüsse
Celeste
mohn

 

 

 

Neid und Missgunst unter Reitern

Hallo meine Flauschehäschen, da bin ich wieder.
Wie ihr sicher schon gemerkt habt, gibt es meinen Wochenendbeitrag nicht mehr erst sonntags. Wie könnte ich mich denn entspannt zurücklehnen, ohne euch mit ein paar Sätzen zum Nachdenken ins Wochenende geschickt zu haben? Daher kommt ihr bereits freitags in das Vergnügen. Und so sitze ich hier nun, während draußen die Sonne scheint, und widme mich dem nächsten Wunschthema.

Das Thema, das dieses Mal an mich herangetragen wurde, ist: Missgunst unter Reitern.
Für mich ein schwieriges Thema. Natürlich bin ich dem schon häufiger begegnet, ob direkt oder indirekt. Dennoch bleibt mir diese Emotion ziemlich schleierhaft. Wer jetzt denkt ich möchte mir einen Heiligenschein aufsetzen und euch mit Weihwasser besprenkeln irrt sich. Wie den meisten zwischenzeitlich bekannt habe ich Asperger. Hierdurch kommt »Neid« einfach nicht in meiner Grundprogrammierung vor. Dafür sind die Bereiche für Sarkasmus und Ironie umso ausgeprägter. 😉
In meinem Fall heißt das: Wenn die Chantal aus dem Stall eine super fluffige flauschige Decke in Pink ergattert hat, dann freue ich mich mit für sie.
Und wenn Tschackeliene, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann, einen 6er im Lotto hat – ok besser im Lotto als im Bett – dann gönne ich ihr das trotzdem. Ich weiß, für die meisten unter euch ist das nicht nachvollziehbar. Ich für meinen Teil musste über die letzten Jahrzehnte feststellen, wie verbreitet diese Emotion ist. Denn nirgends begegnet einem so viel Neid und Missgunst wie in einem Reitstall. Da gönnen sich selbst die besten Freunde oft nicht den Dreck unter den Fingernägeln. Noch weniger gönnt man sich untereinander ein gutes Pferd, eine schöne Ausrüstung oder einen Turniererfolg. Zwar wird gelächelt und gratuliert. Aber schließlich kann es nicht sein, dass die blöde Shakira mit dem fetten Haflinger in der Dressur besser abgeschnitten hat, als man selber mit dem ach so top ausgebildeten Warmblut. Es MUSS einfach daran liegen, dass die fette Shakira sich via Blowjob bei den Richtern beliebt gemacht hat. Ganz bestimmt! Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht daran, dass man selber einfach schlechter reitet.
Sollte man die Frechheit besitzen mehr als ein Pferd zu besitzen, ist die Karriere im horizontalen Gewerbe oder im Dominastudio mit Sicherheit auch schon richtig ins Rollen gekommen. Oder aber man beglückt alte zahnlose, aber wenigstens reiche Opis, die dann das Hobby finanzieren. Die naheliegendste Option ist und bleibt für die Klatschmäuler einfach die Unwahrscheinlichste: Denn es kann ja nicht sein, das sich Personen mit mehreren Pferden den Poppes aufreißen, nur damit es diesen gut geht.
Nein, entweder geht es den Gäulen schlecht, oder aber die Besitzer finanzieren alles über unlautere Methoden.
Was mir in den letzten Jahrzehnten alles untergekommen ist, war von kreativ bis grenzdebil. Leider hinterlassen jedoch auch die dümmsten, aus Neid gestreuten Gerüchte, Narben am Ruf der Person, wie aber auch an ihrer Seele. Gerade wenn man wirklich alles für seine Pferde gibt und diese Verantwortung Schultern muss, kann einen der Spießrutenlauf im Stall enorm zusetzen.

Aber nun gut. Besagte Personen, die einem noch das einlagige Klopapier beim Toilettengang missgönnen, schießen nicht nur gegen Miteinstaller scharf, die einfach mehr Grips in der Birne haben. Der nächste Stein des Anstoßes bietet auch gern das Sponsoring über Firmen! Nein, das machen die besagten Personen sicher niiie .never, nie nicht. Schließlich würden sie sich nie für sowas hergeben und verkaufen. Und wenn doch, bekommt man sowas auch eh nur über Beziehungen und sowieso ist die Auswahl total unfair. Die können eh alle nichts und man selber wäre sicher der bessere Kandidat! Denn hat man es etwa nicht verdient das Minispringen mit Pony Zausel gesponsort zu bekommen, mit Sattel und Zaum. Und als Dank würde man den Firmennamen auf dem Dorfturnier in Buxtehude spazieren tragen und wenn das nicht werbewirksam und somit wenigstens einen Sattel wert ist? Schließlich sollen die Firmen sich nicht so anstellen, Werbung ist Werbung und die haben eh genug Geld.
Aber eigentlich will ja keiner von den kleinen Lästermaulern wirklich bekannt werden, denn das verdirbt den Charakter! Die Reit TV Stars die sind ja auch alle total abgehoben. Davon abgesehen, das die ganzen Sternchen eh weder Fans noch Sponsoring verdient haben. Denn die machen ja nichts! Videos und Bilder -ach, das kann doch jeder! Eigentlich lassen die sich den lieben langen Tag nur den Bauch pinseln und Puderzucker in den Allerwertesten pusten. Das bekommt auch klein Serafina hin, die mit ihrem Pony im Rapsfeld posiert und das von ihrer allerbesten Freundin per Handycam fotografieren lässt. Das Ergebnis wird dann stolz für ihre 50 Fans gepostet. So schwer ist das doch wirklich nicht!

Wo aber einige beim Missgönnen von Erfolg und Materiellem ihre Grenzen ziehen, scheint diese unsichtbare Linie nicht für alle vorhanden zu sein. Nehmen wir als Beispiel Mal ein Gewinnspiel, bei dem eine unheimlich nette und freundliche – aber eben behinderte junge Frau – vorne liegt. Eine Frau, die den zu gewinnenden Sattel wirklich brauchen würde? Die momentan unter Schmerzen reitet und man ihr mit dem Gewinn entsprechend wirklich etwas gutes tut? Dieser das gönnen? Ach, warum …? Schließlich will man selber so einen Sattel. Also scheiß drauf! Dann nutzt man eben jedes Mittel und lockt mit Preisen, nur um den möglichen Gewinn vor der Nase wegschnappen zu können.

Nein, ich mit Neid kann ich einfach nichts anfangen. Aber ich kann es auch nicht ignorieren, so häufig wie es mir begegnet. Wenn mir dann wegen meiner Bücher, der ersten kleinen, hart erkämpften Erfolge und aufgrund der »Gefällt mir« Zahlen, Neid und Missgunst begegnet, bin ich auch erst einmal sichtlich erschrocken. Warum stört man sich daran? Wenn man selber Bücher raus bringen will, warum macht man sich nicht an die Arbeit, statt das Gegenüber schlecht zu machen? Es ist jeder seines Glückes Schmied! Und jeder kann selber entscheiden, welchen Weg im Leben er gehen will.
Wenn andere Personen, mehr Glück oder Hilfe erfahren als man selber, dann sollte man sich für sie mit freuen. Oder es zumindest versuchen. Neid macht das eigene Leben nämlich kein Stück besser. Es macht nur blind für die eigenen Unzulänglichkeiten.
Also denkt darüber nach, wenn euch demnächst im Stall jemand von seinem Turniererfolg erzählt, wenn man euch ein neues Pferd zeigt oder neues Zubehör.
Freut euch einfach mal für euer Gegenüber mit, ihr werdet sehen, wie wundervoll das sein kann. Und wie viel Energie ihr plötzlich in wirklich wichtige Dinge stecken könnt.

Flauschige Grüße
Celeste

fancy

 

Erlebnisparadies Pferd

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.
Was hatte das Wetter euch so für Streiche gespielt? Zuerst brennt die Sonne, dann regnet es in Strömen. Ganz schlimm hat es die Leute in Affing (bei Augsburg) erwischt, dort ist nämlich ein Tornado durchgefegt. Den Betroffenen wünsche ich auf jeden Fall viel Kraft und ich denke ganz fest an euch.

Die Pferde sind mittlerweile (fast) überall auf den Weiden. Die ersten Fohlenbilder im Internet haben schon unser Pferdeherz erfreut und wir genießen soweit möglich die Sonne und natürlich das erste, ok … eher zweite und dritte Eis.

Ich bin ja ein Freund der Jungpferde und gebe offen zu das ich meine Pferde immer jung kaufe. Für mich ist das relativ unproblematisch, da ich meine Pferde alle und immer, selbst ausbilde. Das setzt jedoch einiges an Erfahrung voraus und sollte nicht leichtfertig versucht werden.
Es bringt jedoch den Vorzug mit sich, dass man seine Kleinen von Anfang an begleiten, ihnen ein sorgloses Pferdekinderleben ermöglichen und ihnen beim Wachsen zu sehen kann. Neben der Aufzucht mit passenden Spielgefährten und entsprechenden Pferdenannys, bin ich ebenso ein Freund davon das die jungen Kackbratzen auch vieles früh genug kennenlernen dürfen. So ist ein Fohlen ABC, das auf Abruf sitzt, ein Muss. Und da die Kackbratzen die Aufmerksamkeitsspanne einer Eintagsfliege auf Koks haben, müssen alle Lerneinheiten in kleine Häppchen dosiert werden. Denn nichts ist abträglicher, als wenn so ein Pferdekeks überfordert ist, weil zu viel Lernstoff rein gedrückt wird. Kleine Lerneinheiten in kurzen Zeitspannen sind jedoch kein Problem. Und wenn das Fohlen ABC sitzt, darf man sich auch gerne anderen Lerneinheiten widmen.
Aber NIEMALS sollten Lerneinheiten mehr Spaß oder Abwechslung bieten als die eigene Herde. Wenn ich lese »Der will das, weil der sich sonst langweilt.« dann frage ich mich ernsthaft, was da schief läuft, denn:
In einer geeigneten Herde langweilen sich Pferdekinder nicht!
Da wird gespielt, da wird getobt, gerauft, Siege verbucht und Niederlagen eingesteckt. Dazwischen gefressen und geschlafen und wieder gespielt. Das kann, darf und sollte der Mensch niemals ersetzen wollen, denn er ist nicht der Spielpartner des Pferdes.
Und wenn ich dann solche Sätze lese, dass man draussen longieren will – »Damit man zusammen mit dem jungen Pferd etwas erlebt und neue Erfahrungen sammelt« – dann frage ich mich nicht selten, ob da Haschkekse im Spiel sind …
Ich meine, ich kann auch einen Steinkreis bauen, Lavendelkerzen aufstellen und zusammen bei Mate Tee und sanften spirituellen Klängen mit meinem Pferd unsere Namen tanzen. Das wäre sicher auch eine unglaublich neue Erfahrung zusammen mit meinem Pferd …

Ein junges Pferd sammelt in jeder neuen Trainingseinheit neue Erlebnisse und Erfahrungen. Da muss man es nicht auf Feld und Flur schleppen und in einer ungesicherten Umgebung longieren. Denn mal im Ernst, wenn der Flauschepuffel sich am Ende der 8 Meter Longe erschreckt, dann hängt der Mensch am Ende wie ein Fähnchen im Wind. Unsere Möglichkeit einzuwirken tendiert erstmal gegen null.

Wenn man aber unbedingt in die freie Natur will, weil einem Daheim die Trainingsmöglichkeiten nicht gegeben sind, dann machen wir das bitte wie beim Sex: Safety First!
So kann man eine Weide – deren Besitzer hoffentlich dazu die Erlaubnis gegeben hat – mit mobilen Weidezaunstecken und mit Breitbandlitze einzäunen. Dazu die entsprechenden Stromgriffe, in Pink und der kleine Arbeitsplatz steht.
Und da dies ja nicht auf Dauer sein soll kann man das immer wieder leicht auf und ab bauen.
Und für die Sicherheit gibt es Taschenstromgeräte.
Somit hat man eine sichere mobile Trainingsmöglichkeit, die in Minuten aufgebaut und abgebaut ist. Eine tolle Sache, wenn man nicht auf der heimischen Anlage trainieren kann oder will.
So hat das Pferd dann seine Erlebniswelt, ist aber sicher aufgehoben, wenn es sich in seinem privaten Freizeitpark erschreckt.

Wenn euch also das Verlangen nach neuen Erlebnissen lockt, schützt euch, euer Pferd und eure Umwelt!
Flauschige Grüße
Celeste

P.S. Ich habe die benötigten Artikel für euch im Shop hinterlegt. Ihr findet den Shop über die Homepage unter dem Menüpunkt »Jetzt kaufen« – „Empfohlene Produkte“ und auf Facebook beim Titelbild unter »Jetzt einkaufen«.

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Endlich da: Pony statt Plüschtier

Was habe ich gehofft, gebangt, Blut und Wasser geschwitzt – bis es heute endlich so weit war: Pony statt Plüschtier ist da!
Bzw. das erste gedruckte Exemplar wurde heute von der lieben Postbotin zugestellt.

Ich muss sicherlich nicht erst erwähnen, dass mir mein Herz bis zum Hals schlug …
Ich drehte und wendete das unauffällige, braune Päckchen in meinen Händen und hatte furchtbare Angst es zu öffnen.
Was wäre, wenn das Cover gedruckt einfach doof aussehen würde?
Die Farben im Druck nicht mehr passten?
Es euch nicht gefällt?

Schließlich habe ich es doch gewagt. Und ich glaube die Erschütterung des Steins, der mir vom Herzen gefallen ist, war noch viele km im Umkreis zu spüren.

Entsprechend freue ich mich, mitteilen zu dürfen:
»Pony statt Plüschtier: Hilfe, mein Kind will ein eigenes Pferd« kann ab sofort bestellt werden.

Derzeit verfügbar ist es bei:

Amazon

Thalia

In den nächsten Wochen könnt ihr es dann aber auch bei eurem Buchhändler vor Ort bestellen und hoffentlich noch einigen anderen Online-Shops.

Flauschige und total aufgeregte Grüße
Celeste

Pony statt Plüschtier

 

Autorin oder doch gleich Kopfschuss

Hallo ihr Lieben,
heute mal ein kleiner Gastbeitrag von mir, der Oompa Loompa.
Warum?
Dazu kommen wir gleich.

Vorab wollte ich euch zum besseren Verständnis einen kleinen Einblick verschaffen, was es bedeutet, ein Buch zu veröffentlichen. Bestimmt interessiert es den ein oder anderen von euch.

Zuerst benötigt man natürlich eine Idee. Noch besser, eine richtig gute Idee! Ahnung von dem Thema zu haben über das man schreiben möchte, hat natürlich auch seine Vorteile.
Je nachdem ob man zur Kategorie Weltverbesserer oder Seelenverkäufer gehört, kann die Idee ganz unterschiedlich ausfallen.
Weltverbesserer schreiben das was sie gerne verkaufen möchten, Seelenverkäufer schreiben was die Leute gerne kaufen würden. So die Theorie. Denn die Umsetzung entscheidet natürlich, ob auch gekauft wird und nicht jeder Autor mit einer brillanten Story fällt gleich in die Kategorie „Seelenverkäufer“.
Denn natürlich gibt es dazwischen den beiden Kategorien unzählige Grauschattierungen. Und irgendwo inmitten dieses Durcheinanders aus hell und dunkel befinden sich auch die Bücher von Celeste.
Also ein klein wenig Weltverbesserer, ein klein wenig Seelenverkäufer und vor allem ganz viel Liebe zum geschriebenen Wort.

Von der ersten Idee bis zum fertigen Rohentwurf vergehen Wochen bis Monate.
In dieser Zeit wird geschrieben, verworfen, neu geschrieben. Geflucht, gemault, gelacht und manchmal auch einfach ein resigniert.
Rein theoretisch könnte man diese erbrachte Leistung und das Auf und Ab an Gefühlen wie folgt kalkulieren:
Gehen wir mal von einem täglichen Schreibpensum von 5 h aus, teilweise natürlich mehr.
Überrascht? Ja, Schreiben ist richtig harte Arbeit.
Dazu noch von einer fiktive 5 Tage Woche – da diese eh nie eingehalten wird. Und einer Dauer von sagen wir 12 Wochen. Bei einem Mindestlohn von 8,50 € wären das gleich Mal 2550 €.
Aber als selbstständiger Autor sieht man natürlich zu diesem Zeitpunkt keinen Cent.

Die Rohfassung muss natürlich dann erstmal ins Lektorat. Das heißt unter anderem, der Text wird auf inhaltliche Fehler, Lesbarkeit, Wiederholungen und noch einigem mehr geprüft.
Es gibt immer wieder Abstimmungsrunden mit der Autorin, damit auch am Ende alles noch passt. Diesen Part übernehme ich derzeit.
Hier will ich gar nicht 7,00 € aufwärts pro Normseite anbringen, was ein externes Lektorat kosten würde. Lediglich möchte ich den oben genannten Stundenlohn von 8,50 € als Kalkulationswert anbringen. (Mindestlohn lässt grüßen 😉 )
5 Tage die Woche, je zwei Stunden am Tag, über 8 Wochen hinweg.
Das wären erst einmal 680 €.
Zusammen mit noch etwas Covergestaltung, da wir uns einen Profi nicht leisten können und davon ausgehen, dass ihr eher unser Cover als unzählige Rechtschreibfehler verzeiht.
Vor der Veröffentlichung muss das Buch noch einmal umfassend formatiert werden. Was noch einmal einige Stunden in Anspruch nimmt.
Runden wir also abschließend auf 850 € auf. Das wären ca. 100 Stunden Arbeit, die erbracht wurden. Wohlgemerkt pro Buch.
Natürlich ist auch das ein fiktiver Betrag …

Jetzt aber einmal zu den realen Summen die in die Hand genommen werden müssen:
Um einen gewissen Qualitätsstandard zu erfüllen, geben wir das Buch wie bereits erwähnt, extern zum Korrigieren.
Dazu kommen noch Kosten für die Veröffentlichung, da wir »Pony statt Plüschtier« diesmal auch über den regulären Buchhandel verfügbar machen wollten.
Nicht zu vergessen regelmäßige Gewinnspiele, Porto, Server, Soft- & Hardwarekosten und der restliche »Kleinkruscht«.
In Summe haben wir, zusätzlich zu den bisherigen Einnahmen, allein seit dem 01. Januar diesen Jahres fast 500 € investiert. Eine Summe die unsere Schmerzgrenze ein gutes Stück gesprengt hat. Denn für Celeste und mich ist das viel Geld. Doch wir halten an unserem Traum fest! Also haben wir es mit hängen und würgen möglich gemacht.

Natürlich investieren wir abgesehen von den eigentlichen Zeitaufwänden der Buchveröffentlichungen, auch Zeit für sonntägliche Beiträge und die Pflege der Seiten. Ihr habt Freude daran, wir haben Freude daran. So weit, so gut.
Denn mit jeder investierten Minute, jedem veröffentlichten Wort arbeiten wir an einem Traum: Irgendwann mit dem was wir lieben, also dem Schreiben, so viel Geld zu verdienen, dass es zum Leben reicht.
Nein, nicht reich werden, sondern einfach davon leben können. Wir wollen ja realistisch sein.
(Und bevor sich jetzt der ein oder andere fragt: Ich schreibe und veröffentliche ebenfalls. 😉 )

Warum mir das Thema so am Herzen liegt, dass ich diesen Beitrag verfasse?
Eigentlich wollte ich nur wissen, ob es neue Rezensionen gibt, und habe deswegen verschiedene Suchmaschinen durchforstet. Was ich gefunden habe, hat mich dann erstmal umgehauen.
Ich habe zu meinem Leidwesen entdeckt, dass »Bist du verrückt genug für ein eigenes Pferd« in einem Downloadportal als kostenloser Download angeboten wird.
Für jeden Autor der kämpfen, sowie viel Zeit und Geld investiert und das ohne Verlag, ein Schlag ins Gesicht.
Ich bin mir immer noch nicht sicher welche Emotion überwiegt. Trauer? Wut? Hilflosigkeit?

Eigentlich kann man sich in der heutigen Zeit als Autor doch wirklich einen Kopfschuss geben. Wir haben so hart gearbeitet, um wenigstens so viel zu verdienen, dass es zusammen mit unseren eigenen Mitteln möglich ist »Pony statt Plüschtier« auf den Weg zu bringen. Dann wird es einem so vergolten.
Ja natürlich, wir hätten damit rechnen können. Trotzdem ist es etwas anderes, wenn man es wirklich schwarz auf weiß vor sich hat.

Daher möchte ich euch abschließend um etwas bitten:
Denkt daran, dass es Autoren nur durch einen ehrlichen Erwerb möglich ist, weitere Bücher zu veröffentlichen. Sie stecken viel Zeit, Liebe und Geld in Ihre Projekte. Vergeltet es ihnen nicht, indem ihr sie bestehlt. Denn etwas anderes ist es nicht.

Viele Grüße
Die Oompa Loompa

P.S. Es darf gerne geteilt werden.

Pony statt Plüschtier - jetzt kostenlos

 

Deine Meinung ist wichtig!

Hallo ihr Lieben,

viele von euch haben »Bist du verrückt genug für ein eigenes Pferd?« ja bereits gelesen. Ich habe mich so über euer Feedback gefreut! Aber natürlich auch über eure Anregungen und ebenso die eine oder andere Kritik. Vielen, vielen Dank!

Für mich ist so ein reger Austausch natürlich etwas Schönes. Gerne würde ich eure Meinungen aber auch Anderen zur Verfügung stellen. Den Menschen, die mein Buch zum ersten Mal bei Amazon sehen und einfach nicht wissen was sie davon zu halten haben. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mein Buch auf Amazon bewerten würdet:

http://www.amazon.de/dp/B00NZET202

Natürlich gibt es wie immer ein kleines Dankeschön! 😉
Schickt mir bis zum 31.03.2015  einfach den Link zu eurer Rezension oder einen Sceenshot, zusammen mit eurer Adresse über Facebook oder per E-Mail. Ich lasse euch eine kleine Aufmerksamkeit zukommen.

Flauschige Grüße
Celeste

(Teilnahmebedingungen)

 

Liebe Grüße an die »Mein Pferd 2.0« Facebook-Gruppe

Hallo meine Lieben,
Advent, Advent, das zweite Kerzlein brennt … und natürlich hoffe ich, dass ihr einen schönen 2. Adventssonntag hattet.

Da bin ich auch an diesem Sonntag wieder und heute wird es etwas persönlicher.

Keinem ist es entgangen: Weihnachten rückt immer näher. Den Nikolaustag haben wir schon hinter uns, und ich denke, ihr seid genauso im Geschenkefieber wie ich.
Wobei, ich muss gestehen, ich war sehr fleißig und habe schon alle Geschenke.
Ein wenig hoffe ich, dass jene die auch an mich gedacht haben, sich im pferdigen Bereich ausgetobt haben. Denn wenn ich ehrlich bin, machen mich ein Hufkratzer, bunte Mähnengummies oder ein günstiges Halfter (nein kein Eskiiiiiiiiiiiii) glücklicher, als jedes teure Geschenk es könnte. Ich bin eben durch und durch ein Pferdemädel, und stolz darauf!

Ich möchte an dieser Stelle mal die »Mein Pferd 2.0« Facebook-Gruppe grüßen, die nicht nur immer wieder nette Anregungen für meine Bücher bietet, sondern in der auch viele nette Menschen sind.
Letztens nannte man mich schon die Gruppen Mutti, was ich wirklich süß finde. Und gleichzeitig kam dann die Frage auf, ob ich denn auch wirklich Celeste heiße. Für die lieben Gruppenmitglieder und meine treuen Leser möchte ich das auch gleich mal aufklären:
Nun, in meinem Personalausweis steht *Überraschung* ein anderer Name, soviel ist sich. Dennoch bin ich Celeste. Wer sich nun fragt, ob ich an einer Persönlichkeitsstörung leide, dem sei versichert: Auch wenn ich einen an der Waffel habe, nein dem ist nicht so.

Ich habe vor fast 13 Jahren diesen Namen das erste Mal als online Name genutzt. Und dieser Name hat mich daher vielen Jahre begleitet, sei es in Foren, aber auch in Spielen wie WoW oder in Pen & Paper Rollenspielen, wie Shadowrun – Näheres hierzu findet ihr übrigens bei Wikipedia. Und für diejenigen mit einer schmutzigen Fantasie: Ihr liegt ganz falsch.
Celeste ist also seit vielen Jahren ein Teil von mir und als Rollenspielfigur auch sehr ausgeprägt.
Als es darum ging ein Autorenpseudonym zu finden, lag es daher nahe, meine Bücher unter diesem Namen zu veröffentlichen. Denn entgegen mancher »Webstars« halte ich mein Leben doch gern privat.
Sicher werdet ihr auf meiner Seite Fotos von meinen Pferden zu sehen bekommen. Auch das ein oder andere Private werde ich berichten. Da es hier jedoch in erster Linie um meine Bücher geht, werde ich mich nicht – also die Privatperson – in den Vordergrund stellen … Mit Bildchen und Filmchen und Berichte über meinen Stuhlgang.
Also, ja ich bin Celeste und höre sogar auf diesen Namen. Und ich bin genauso pink und verrückt wie meine Bücher und Beiträge.

Ich wünsche euch einen wunderschönen zweiten Advent.

Advent

 

Erinnerung an den Adventsbasar

Hallo meine Lieben –  da bin ich wieder,

ja so einfach werdet ihr mich nicht los.
Ich möchte euch noch einmal erinnern das nächste Woche Samstag meine Lesung ist. Ernsthaft ihr wollt doch sehen, wie ich vor Aufregung bibbere und zittere?
Und nein ich verspreche, da wird kein Glühwein im Spiel sein.
Aber viel wichtiger ist noch das diese Lesung im Tierheim in Trier statt finden wird, und deren grosses Event der Adventsbasar ist.
Ich möchte euch bitten dort zahlreich zu erscheinen, gute Laune mitzubringen.
Euch erwartet dort: Eine Tombola, ein Flohmarkt und wie immer wird es warme Getränke und Kuchen geben. Nicht zu vergessen, der Nikolaus kommt ja auch noch.

Also vorbeikommen! Denn dieses Tierheim und alle Mitarbeiter und Helfer geben sich grosse Mühe, für jedes Tier ein passendes Heim zu finden.
Auch deswegen möchte ich euch noch mal daran erinnern, dass Tiere KEIN Weihnachtsgeschenk sind! Aber wenn ihr bei einem Rundgang auf dem Adventbasar vorher eine passende Schnuffelnase entdeckt, die euer Herz erwärmt, und ihr dieser ein gutes Leben bieten könnt, dann bitte ich euch von Herzen dies zu tun.

Es sind unheimlich liebevolle und tolle Hunde im Tierheim. Wunderschöne Samtpfoten, welche euer Heim schnurrend glücklich gestalten würden. Oder hoppelnde Langohren und Quiecknasen welche euer Leben auf den Kopf stellen könnten.

Bevor ihr also ein Geschäft, einen Züchter, oder einen privaten Vermehrer aufsucht, wenn euch der Wunsch nach einer Fellnase quält: Bitte werft einen Blick auf die Kulleraugen, die im Tierheim warten. Auch wenn sie noch so gut versorgt werden, von wirklich wundervollen Menschen, so ist das nichts gegen ein Heim mit einem persönlichen -eigenen- Menschen.

Zur Veranstaltung:
https://www.facebook.com/events/1564513637093810/

Adventsbasar