Produkttest: Ewalia Ekzemöl und Ewalia Leber-Nierensaft

 

Hallo meine Flauschehasen, diesmal habe ich für euch zwei Ewalia Produkte ausführlich testen dürfen.
Dies waren das Ekzemöl sowie der Leber-Nierensaft von Ewalia:

Widmen wir uns zuerst dem Ekzemöl

Produktdaten

  • Ideal auch als Mücken- & Insektenabwehr
  • Zur Linderung von Juckreiz
  • Mit Rapsöl & Lavendel
  • Preis ca. 19,88 €

Inhaltsstoffe

  • Rapsöl
  • Lavendel
  • Stiefmütterchen
  • Ehrenpreis
  • Eiche
  • Echte Kamille

 

Verfügbarkeit

Im online Shop von Ewalia
in verschiedenen Internetshops
wie auch bei Amazon

Der erste Eindruck

Die Flasche ist handlich und übersichtlich. Da sie durchsichtig ist sieht man die Creme und Ölkomponenten welche sich trennen wenn sie längere Zeit steht. Der Duft ist angenehm, so angenehm das alle Pferde der Herde immer ihre Nasen hinstrecken wenn ich das Öl benutze.

Handhabung

Vor der Nutzung muss man die Flasche sehr gut schütteln, bis sich alle Komponenten wirklich vermischen. Es dauert etwas länger, aber da die Flasche durchsichtig ist, weiß man, wann das Ekzemöl einsatzbereit ist.
Der Drehverschluss ist etwas nervig, ein Klappdeckel oder ein Verschluss der an der Flasche bleibt, wäre sinnvoller. Denn gerade im Sommer hat man oft keine Tasche, in der man den Deckel sicher verstauen kann. Und selbst wenn, will man das nicht mit ölverschmierten Fingern tun.
Das Ekzemöl selbst lässt sich gut auftragen und leicht auf Mähne oder Schweif verteilen.
Für die eigenen Hände lohnen es sich danach Babyfeuchttücher bereitzuhalten, um die Reste des Öls wieder zu entfernen. Denn mal eben an Pferd oder Hose abwischen, um anschließend ins Auto steigen und zum Lenkrad greifen, ist doch sehr ungünstig und glitschig.

Wirkung

Von der Wirkung bin ich überrascht. Ich habe viele gute Produkte testen dürfen, aber das Öl hat nach einmaligem Auftragen jedes Scheuern verhindert.
Schon nach einer Woche waren die Haare nachgewachsen und wachsen stetig weiter.

Vorher:


Nach nur 2 Wochen:

Man muss das Ekzemöl nicht einmal jeden Tag benutzen, so ergiebig und haltbar ist es. Ich benutze es mittlerweile ein- oder zweimal in der Woche und der Erfolg hält an. Denn das Haar wächst und wächst.


Fazit

Der Gebrauch ist für mich etwas unangenehm wegen der Schüttelei, dem Verschluss und den Babyfeuchttüchern, um mich wieder zu säubern.
Aber das ist nur mein Problem, denn für das Pferd ist es angenehm und mehr als wirksam.

Da man sich nicht mehr wünschen kann, vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.


Kommen wir zum Leber und Nierensaft


Produktdaten

  • Entgiftende und leberstärkende Eigenschaften -Nierenfunktions- und Leberfunktionsharmonisierend -Harntreibende und entschlackende Eigenschaft
  • Erhältlich in einer 1 Liter Dosierflasche
  • Preis ca. 15,90€ pro Liter -Dosierungsanleitung (Pferd 500kg)
  • Kleine Kur (3 Liter): 3 Wochen lang 2 x täglich 70 ml
  • Große Kur (6 Liter): 6 Wochen lang 2 x täglich 70 ml

Um eine optimale Wirkung zu erreichen, sollte die Fütterung über einen längeren Zeitraum als Kur erfolgen (3-8 Wochen).


Inhaltsstoffe

  • Wasser
  • Mariendistelfrüchtebirkenblätter
  • Brennnessel
  • Löwenzahnblätter
  • Löwenzahnwurzel

 

Analytische Bestandteile

  • Feuchtgehalt 99%
  • Rohprotein < 0,5%,
  • Rohfett < 0,4%
  • Rohasche < 0,6%
  • Rohfaser < 0,5%


Verfügbarkeit

Im online Shop von Ewalia
In verschiedenen Internetshops
Bei Amazon


Der erste Eindruck

Wie viele Kräutersäfte ist auch hier der intensive Geruch vorhanden. Die Flasche macht einen soliden Eindruck und auch die Dosierhilfe sorgt für eine einfache Handhabung.
Die Pferde reagieren erst skeptisch, aber mit Futter haben selbst die mäkeligen Esser den Saft problemlos gefressen.


Handhabung

Die Dosierhilfe sorgt für eine genaue Mengenentnahme und die Flasche selber ist solide.
Da sie durchsichtig ist, weiß man genau, wie viel Inhalt noch in der Flasche ist und wann man Nachschub besorgen muss.


Wirkung

Bei allen Testpferden zeichnet sich ein glänzendes Fell ab. Vor allen Dingen die Ekzemerin schien in diesem Saft noch mehr Unterstützung zu finden. Nicht nur das Fell und Haare schnell nach wuchsen, in Kombination mit dem Ekzemöl gab es dem Pferd eine verbesserte Lebensqualität.

 

Fazit

Ein gutes Produkt das auf natürliche Weise entgiftet und unterstützt. Es muss eben nicht immer Chemie sein. Die Pferde fressen es gerne und die Handhabung ist einfach und gut. Die Ekzemerdame ist in Kombination mit dem Juckreizöl förmlich aufgeblüht.

Von daher gibt es 6 von 6 Flauschepunkten.

 

 

Produkttest: biorepell® active horse protect

 

Hallo meine Flauschehasen, Sommerzeit ist Mücken, Bremsen und Zeckenzeit. Wir alle kennen diese fliegenden Plagegeister, welche unsere Pferde dauerhaft belagern. Daher habe ich diesmal das biorepell® Insektenspray an meiner Bande ausgiebig für euch getestet.

Produktdaten
Das Biorepell Spray ist erhältlich in den Grössen :
• 100 ml (7,95 €)
• 500 ml mit 360° Sprühkopf (24,95 €)
• 2.500 ml Kanister (89,00 €)
(Preise aus dem Biorepell online Shop Stand 31.05.2018)

Wirkt bis zu 8 Stunden gegen
• Kriebelmücken
• Mücken
• Bremsen
• Zecken
• Wirkt kühlend bei bereits bestehenden Stichen / Reizungen
• Lindernd den Juckreiz (z.B. Sommerekzem)
• Pflegende Wirkung für glänzendes Fell
• Pflegt wundgescheuerten Stellen

Inhaltsstoffe
• Bestandteile der Blätter des Zitroneneukalyptus
• Fünf natürlichen Öle
• Trägerstoffe aus der Kosmetikindustrie ohne Wasser und Alkohol

Verfügbarkeit
Das Spray lässt sich über den biorepell® online Shop bestellen oder auch über Amazon.

Der erste Eindruck
Das Flaschendesign spricht mich an, alle wichtigen Informationen sind auf einen Blick, es ist klar und deutlich gehalten und nicht übertrieben. Die Flasche ist leicht genug für längeren Gebrauch, der 360°-Sprühkopf ist leicht zu bedienen. Der Geruch ist nicht unangenehm, wie bei vielen Insektensprays, sondern frisch und fruchtig.

Handhabung
Das Sprühgeräusch ist sehr leise und gerade für schreckhafte Pferde gut geeignet. Der Sprühnebel ist sehr fein dafür aber breit gefächert. Damit kann man auch ängstliche Pferde mit etwas Abstand einsprühen.
Bei unerfahrenen Pferden kann man dies quasi Ausversehen im Vorbeigehen erledigen und ehe sie Zeit haben sich zu erschrecken ist schon alles vorbei.
Zudem reicht es wenn man mehrere Punkte am Pferd anvisiert, ein komplettes einsprühen des Pferdes ist nicht nötig.

Wirkung
Es hilft bislang wirklich zuverlässig gegen Bremsen, Mücken, Fliegen und Zecken.
Die Biester umkreisen das Pferd, wollen anfliegen, und man kann förmlich sehen wie sie mit einem Fluch auf dem Rüssel wieder wegfliegen.
Selbst mein Ekzemer besitzt immer noch ihre komplette Mähne obwohl sie auf ihrer Lieblingsweide mit den schönsten Scheuerbäumen ohne Decke steht.
Frau Haflinger, mein Zeckentaxi, welches mich täglich wenigstens 5-8 Zecken herauspulen ließ, ist seitdem zeckenfrei.

Fazit
Ein sehr gutes Spray mit wirklich hervorragender Wirkung.
Sicher ist es nicht ganz so günstig, gerade wenn es 2x täglich aufgetragen wird.
Aber dafür hat man eine zuverlässige Wirkung gegen ein breites Spektrum an Insekten.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten

Flauschige Grüße
Celeste

Mein Geheimtipp gegen Pferdebremsen

 

Hallo meine Flauschehasen, einige kennen schon meinen Geheimtipp gegen Pferdebremsen, andere aber noch nicht: Das Litamin Duschgel Zitrone Buttermilch.

Allerdings ist dies als Schutz für euch gedacht, nicht für eure Pferde. Auch wenn das schon erfolgreich getestet wurde, doch dazu später mehr.

Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was bringt das Duschgel?
Nun nicht nur, dass man sauber wird und angenehm duftet wie ein Zitronenkuchen, bei mir und vielen anderen Personen hält es die Bremsenbisse fern.

Ich bin selber nur durch Zufall auf das Duschgel gestoßen, und war über die Wirkung verwundert. Viele Jahre lang war ich eine reine Bremsentankstelle. Kein Spray, egal ob teuer oder günstig, für den Menschen oder für das Pferd, aus der Drogerie oder der Apotheke hat bei mir geholfen.

Immer war ich von Stichen übersäht, die sich zu handtellergroßen heißgeschwollenen Beulen entwickelten. Da immer neue dazu kamen, durch die tägliche Versorgung, halfen nur noch Antiallergikum und Cortison, um die Nebenwirkungen der Stiche im Zaum zu halten. Ein Mittel um überhaupt nicht gestochen zu werden fand ich bis dato  trotz jahrelanger Tests leider nicht. Erst dieses Duschgel hält nun seit einigen Jahren jede Bremsensaison alle Blutsauger von mir fern. Solange ich es nutze, bekomme ich keinen einzigen Stich mehr.

Wirkt das Duschgel bei jedem?
Nun jeder Hauttyp ist anders ebenso jede Hautflora und der Eigengeruch. Damit das Duschgel auch zuverlässig wirkt, habe ich festgestellt, dass man es nicht mit anderen Gerüchen überdecken darf. Eine Hautcreme, Sonnenschutz, Haarspülung, Haarspray oder Parfüm kann dies leider möglich machen. Ich selber nutze an solchen Tagen dann nur das Duschgel und verzichte auf Zusatzmittel, die sehr duftintensiv sind. Intensiv duftende Haarkuren und Ähnliches nutze ich nach dem Stallbesuch.

Das ist zwar keine Garantie, das es bei jedem wirkt, aber darum geht es auch nicht. Mir geht es darum das Personen, die wie ich so geplagt sind, eine Möglichkeit finden damit ihnen geholfen werden kann. Wenn es bei euch auch funktioniert, umso besser!
Bei mir hat es ein ganz anderes Lebensgefühl bekommen, dass ich sorglos in der Bremsenzeit über die Weide laufen kann.

Wie wendet man es an?
Einmal täglich als Duschgel nutzen reicht völlig aus.

Wo bekomme ich das Duschgel?
Eigentlich in den meisten Supermärkten. Edeka, Kaufland, Real aber auch Müller sowie Rossmann und viele mehr bieten es gerade in den Sommermonaten an. Haltet einfach die Augen auf!

Gibt es Alternativen?
Die schönste Alternative war für mich die Bodylotion, ebenfalls von Litamin, in Zitrone Buttermilch. Leider ist diese nirgends mehr zu bekommen.

Von Zuschriften weiß ich, dass es bei Rossmann wohl ein ähnliches Körperspray gibt mit Zitrone Buttermilch, was wohl die gleiche Wirkung hat. Leider kann ich auf keinen Rossmann zugreifen um dieses zu testen. Auch gibt es wohl von Kneip einen ähnlichen Duschzusatz der ebenso wirkt. Hier könnt ihr mir gerne Links zu Produkten zukommen lassen welche die gleiche Wirkung haben, es würde mich sehr freuen.

Macht Litamin nicht Tierversuche?
Ja, machen sie und nein es freut mich nicht. Gerne würde ich eine Alternative ohne Tierversuche wählen, aber bei mir wären das nur weitere Schmerzen und Medikamente. Hier muss jeder selber wissen, ob er damit leben kann oder nicht.

Wirkt das auch beim Pferd?
Ich habe schon Zuschriften erhalten in denen man beschrieb, wie gut das Duschgel  beim Pferd wirkt. Sicher muss man dann öfters waschen und günstig ist es nicht. Bei alten oder sehr geplagten Pferden würde ich es jedoch sicherlich versuchen. Selbst wenn das Duschgel für den Menschen gemacht ist, so wird es dem Pferd aller Wahrscheinlichkeit weniger schaden als so manche Chemie, die sorglos aufgesprüht wird, nur weil ein Pferdekopf darauf abgebildet ist. Auch hier gilt das man dies mit dem eigenen Gewissen wie auch der nötigen Sorgfalt ausmachen muss.

Nebenbei erwähnt: Nein, ich werde nicht von Litamin bezahlt oder gesponsort. Es ist bei mir einfach eine Herzenssache, diesen Tipp weiter zu geben, weil mir hilft es wunderbar und es ist so befreiend, wenn man nicht dauernd vor den Bremsen flüchten muss, oder wegen ihnen Schmerzen erleidet. Gerade wenn man allergisch reagiert und dann in diesem Duschgel Hilfe findet, ist das wie ein Geschenk von Freiheit, und ich hoffe, es wirkt bei einigen von euch ebenso.

Flauschige Grüße
Celeste

 

Kleine Erhängung: Hier findet ihr die Übersicht der Litaminprodukte mit der Duftrichtung „Zitrone Buttermilch“ auf Amazon.

 

Offenstalltauglich? Ja, nein, doch, vielleicht?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, euch ist es gut ergangen in der letzten Woche? Wer meine Facebook-Seite in der letzten Woche verfolgt hat, weiß, dass es bei mir mal wieder turbulent zugegangen ist. Denn nachdem Flecksie, mein Kanienchen, letzte Woche über die Regenbogenbrücke gehoppelt ist, konnte ihr Partner Flash ja nicht alleine bleiben. Und so kamen Penny und Mazikeen als neue Freundinnen dazu.
Da meine Kaninchen in freier Wohnungshaltung leben, ohne jegliches Gehege oder gar Käfig, war die letzte Woche doch sehr aufregend. So habe ich die Hoppels im Bett, an den Füßen beim Schreibtisch, oder ich drehe mich um und sie stehen bettelnd hinter mir.
Aber das ist genau das was ich will: Kaninchen, die sich komplett frei bewegen können. Hoppels die selber entscheiden dürfen wann sie fressen, wann sie schlafen, wann und mit wem sie kuscheln wollen, und wann sie mit einem Affenzahn Haken schlagend durch die Zimmer düsen. Auch wenn ich mir deswegen mein Bett mit ihnen und der Katze teilen muss, das ist mir diese etwas andere Offenstallhaltung wert.

Bei meinen Pferden halte ich es schließlich nicht anders, auch da lege ich auf die Offenstallhaltung sehr viel wert. Soviel das ich die Selbstversorgung, inklusive täglichen Wasser Schleppens, auf mich nehme, um ihnen dieses kleine Paradies anbieten zu können. Daher runzle ich unweigerlich die Stirn, wenn ich wieder höre- und lese ›mein Pferd ist nicht Offenstall tauglich‹. Denn schlüsseln wir doch einmal auf, was genau bedeutet eine Offenstallhaltung eigentlich:

Ein Offenstall bietet gegenüber einem Lauf oder Boxenstall mit Auslauf dem Pferd die alleinige Möglichkeit zu entscheiden, ob es den Stall oder den Auslauf aufsuchen möchte. Dabei ist es völlig egal, wie der Stall aufgebaut ist, wie die Herde zusammengestellt wird, wo und wie gefüttert wird usw.
Offenstall bedeutet einzig, dass dem Pferd die Entscheidung über die Wahl seinen Auslauf/Stall aufzusuchen überlassen wird, statt es ihm als Besitzer vorzugeben. 

Warum werden dann so viele Pferde als ›nicht offenstalltauglich‹ abgestempelt, wenn der Unterschied einzig in der alleinigen Wahl des Pferdes statt des Menschen liegt?
Nun, viele dieser Pferdebesitzer haben leider schon negative Erfahrungen mit schlecht geführten Offenställen machen müssen. Denn ein gut geplanter Offenstall ist noch seltener als ein gut organisierter Boxenstall.
Während die Pferde in den abgetrennten Boxen wenigstens stundenweise ihre Ruhe vor pöbelnden Herdenmitgliedern haben, so sind sie diesen in einem Offenstall schutzlos ausgeliefert.
Ein guter Offenstall muss also wesentlich mehr Platz bieten als ein Boxenstall pro Pferdenase! Weil hier müssen sich die Pferde nicht nur im Stall ausweichen können, sondern auch gefahrlos ablegen und schlafen. Und das platzmäßig bitte alle gleichzeitig!

Ebenso gibt es bei der Fütterung einiges zu beachten. Während ein Pferd in der Box gefahrlos fressen kann, muss es im Offenstall sein Futter mitunter mit den anderen Herdenmitgliedern teilen. Stehen also nicht ausreichend Fressplätze für alle Pferde zur Verfügung, wird immer mal wieder ein Pferd zu kurz kommen.

Ähnlich ist es mit dem Wohnambiente des Offenstalles, so sind mehrere Ein-/Ausgänge kein Zierrat, sondern dienen einem gefahrlosen ausweichen der Herde untereinander. Denn im Boxenstall führen wir das Pferd in oder aus der Box, und sorgen dafür das die Herdenmitglieder dies nicht verhindern können. Im Offenstall reicht ein kackbratziges Pferd vor einem Eingang um diesen zu verschliessen, gut wenn es dann mehrere Ein-/Ausgänge gibt.

Ihr seht also, dass es mitunter nicht unbedingt daran liegt, dass euer Pferd nicht ›Offenstall untauglich‹ ist, als dass der Offenstall nicht für euer Pferd geeignet ist. Wenn der Stall nicht genug Platz bietet, die Futterstellen nicht ausreichend sind, oder die Herde eine Kackbratze beherbergt, dann kann das schon das Scheitern des Projektes Offenstall bedeuten.
Aber das liegt dann wirklich nicht an eurem Pferd sondern ausschliesslich am Stall. Es kann also gut sein, das sich euer Pferd in einem anderes geführten Offenstall pudelwohl fühlen würde.

Aber machen wir uns nichts vor, es ist schon schwer genug überhaupt einen passenden Pensionsplatz zu finden, welcher den Ansprüchen unseres Pferdes genügt. Einen für das Pferd passenden Offenstall zu finden ist  noch viel schwerer. Einfach weil er wie oben erwähnt noch extra Ansprüchen gerecht werden muss, entgegen der Boxen- /Auslauf-Haltung, damit alle Pferde harmonisch miteinander leben können.

Allerdings gibt es dennoch Pferde, die ›zu blöd‹ für den Offenstall sind. Das liegt oftmals daran das sie mit der plötzlichen Entscheidungsfreiheit überfordert sind. Plötzlich selber bestimmen wann man raus möchte, fressen oder schlafe will, kann für manche Pferde in Stress ausarten.
Das ist wie der Teenager, welcher das erste mal allein Daheim bleiben darf, die erste eigene Wohnung oder das erste mal alleine leben ohne Partner und Familie, welche sonst den Tagesablauf bestimmt haben. Während die einen die Entscheidungsfreiheit geniessen und sofort ausleben, tasten sich andere erst stückweise an die neue Welt heran. Hier hilft eine ruhige Eingliederungszeit und Geduld, ebenso für die nasskalten Jahreszeiten eine Decke zum Schutz gegen die Witterung.
So kann man auch den Dumpfbacken unter den Pferden die Eingewöhnung in den Offenstall erleichtern.
Auch hilfreich ist das Einzeloffenstall Prinzip für die Eingliederung. Wie das vonstatten geht erfahrt ihr in meinem Blogbeitrag zu diesem Thema: Das Einzel-Offenstall-Prinzip.

Ebenso gibt es sehr oft die Ausrede: »Mein Pferd will aber lieber in den Stall.«
Ich weiss nicht, ob es euch schon in den Sinn gekommen ist, aber Ziel des Offenstalles ist ja nicht nur das die Pferde jederzeit raus können. Diese Haltungsart beinhaltet ebenso, dass die Pferde jederzeit wieder in den Stall hinein können, wenn sie wollen. Gerade für die Couch Potatos unter den Pferden ist dies enorm wichtig. Pferde die gerne im Stall sind und dort Ruhe und Schutz finden kommen mit dem Offenstall viel leichter zurecht als mit einer Boxenhaltung und deren vom Menschen  eingeteilten Auslaufzeiten.
Von daher, nein, diese Ausrede zieht also auch nicht. 😉

Hütet euch also mit der Aussage ›mein Pferd ist nicht Offenstalltauglich‹, denn die richtige Aussage wäre entweder ›dieser  Offenstall war nicht für mein Pferd geeignet‹ oder aber ›mein Pferd war mit der Enscheidungsfreiheit überfordert‹.
Nahezu jedes Pferd ist für den Offenstall geeignet, wenn er vernünftig geführt wird und die Rahmenbedingungen stimmen. Dass diese gut geführten Pensions-Offenställe sehr selten sind, das steht außer Frage, dennoch lohnt sich die Suche nach ihnen.
Denn dieser kleine Unterschied der Entscheidungsfreiheit, welche man dem Pferd gibt, sorgt oftmals für mehr Bewegung, aber auch Ruhe und Ausgeglichenheit und somit auch für eine bessere Gesundheit.

Ich kann euch nur raten gebt die Suche nach dem perfekten Offenstall nicht auf, denn die Freiheit die ihr damit eurem Pferd schenkt, wird es euch dankend zurückgeben.

Flauschige Grüße
Celeste

Aus den Augen aus dem Sinn?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen in diesem ersten warmen Frühlingstagen. Endlich kommt die Sonne raus, um irgendwann in den Sommer überzugehen und dann Herbst und Winter folgen zu lassen. So ist das Leben in dem wenigstens manche Dinge nach einem festen Plan verlaufen.

Andere Dinge lassen sich nicht immer im Voraus einkalkulieren. So gibt es gerade im Pferdebereich oft unverhoffte Trennungen, wenn das geliebte Pferd den Besitzer wechseln muss. Nicht selten liest man dann nach einer Weile, manchmal auch nach Jahren, im Internet Aufrufe in denen das verkaufte Pferd wieder gesucht wird. Ganze Seiten und große Gruppen gibt es für diese Pferdesuche, bei denen in mir die Frage aufkommt: »Was soll das bringen?«
Verkauft ist schließlich verkauft. Warum wird danach gejammert?

Dazu sollten wir erst einmal aufschlüsseln, welche Art von Verkäufen es gibt:

  • Im Normalfall weiß man, an wen man sein Pferd verkauft. Das heißt Person A verkauft an Person B sein Pferd. Man lernt sich kennen, macht einen Vertrag und tauscht neben dem Geld auch die Daten aus. Ist man sich sympathisch kann man auch vereinbaren das man über den weiteren Werdegang des Pferdes informiert wird. In der heutigen Zeit ist dies via Internet umso einfacher. Allerdings geht das auch nur wenn beide Vertragspartner sich darüber einig sind und das Pferd immer bei Person B bleiben wird.
  • Verkauft man an einen Händler, wird das Pferd im Regelfall weiter verkauft. Schließlich lebt ein Händler von An- und Verkauf der Pferde. Wird das Pferd verkauft, bekommt der Vorbesitzer keine Daten oder Angaben zu dem neuen Besitzer. Das ist auch gut so, denn der neue Käufer hat ein Recht auf seine Privatsphäre und möchte mit dem neuen Pferd keine Altlasten an Vorbesitzern erwerben.
  • Nicht selten sind auch Verkäufe, bei denen Eltern das Familienpferd verkaufen, von dem das Kind die ganze Zeit dachte, das es sein eigenes Pferd ist. Passiert so ein Verkauf als Strafe, aus wirtschaftlichen Gründen oder weil sich der Spross nicht um die Versorgung des Pferdes gekümmert hat, fließen nicht selten die Tränen und das Geschrei ist groß. Haben die Eltern keinen weiteren Kontakt vereinbart, muss das Kind damit leben seinen Liebling nie wieder zu sehen, und auch über dessen weiteren Werdegang nichts weiteres zu erfahren.
  • Ein Pferd, das einem nicht gehört wird verkauft wie z.B. ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung. Nicht selten suchen dann auch diese nach dem Pferd, das sie vorher betreut und umsorgt haben. Jedoch vergessen sie dabei, dass ihnen dieses Pferd niemals gehört hat und sie auch keinerlei Anrechte darauf haben / hatten. 

Die Möglichkeiten der Trennungen sind also vielfältig, und vereinbart man mit dem Käufer keinen weiteren Kontakt, hat man schlichtweg Pech gehabt. Auch Schutzverträge in denen Geld fließt haben keinerlei rechtlichen Bestand. Denn bereits bei einem einzigen Euro, der bezahlt wird, werden alle Klauseln hinfällig. In diesem Fall heißt wieder ›verkauft ist verkauft‹. Will man also seinen Schützling nicht ganz aus der Hand geben, empfiehlt sich kein Verkauf, sondern eine Reitbeteiligung, Halbpacht oder ein ›zur Verfügung stellen‹.
Doch auch das hat seine Tücken wie ich hier schon erklärt habe.

Viel zu oft, ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und schon ertrunken, bis einigen Besitzern endlich einfällt, wie sehr sie ihren Liebling doch nach dem Verkauf vermissen.
Plötzlich wird dann im Internet gesucht, Anzeigen geschaltet und eine ist rührseeliger als die andere. Immer war es ein Schicksalsschlag, böses Voodoo oder ein Verkauf ohne eigenes Zutun, das zu dieser Trennung führte.
Und man möchte sich ja nur erkundigen wie es dem Liebling nun so geht, wo er jetzt ist, was mit ihm passiert. Nicht zu vergessen, die absolut wichtigen Informationen zur Vorgeschichte, die man nur selber liefern kann. Selbstredend das alle Informationen sicher bei dem Verkauf verschwiegen wurden und der neue Besitzer einfach zu doof ist um ohne diese das Pferd zu händeln.

Ist das jetzige Zuhause gefunden und reagiert der neue Besitzer nach X Aufrufen und Anzeigen nicht, oder ignoriert sogar persönliche Nachrichten, dann muss er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein fieser kleiner Möpp sein. Denn man will ja schliesslich nur helfen, wie kann er es wagen nicht zu reagieren?

Tja Schätzelein, was soll ich sagen. Ist es dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass ein neuer Besitzer vielleicht keinen Kontakt wünscht?

Während manche Käufer zu den Vorbesitzern oder Züchtern einen guten und regen Kontakt pflegen, so kaufen manche ihr Pferd ohne diesen Wunsch. Sie möchten unbelastet eine Verbindung zu ihrem neuen Familienmitglied aufbauen, ohne Altlasten, Vorgeschichten oder alten Bindungen. Den meisten gelingt das sehr gut.
Erwähnt sei auch, dass es manchmal sogar ratsam ist, ohne Altlasten und Vorgeschichten, mit einem neutralen Blick neu zu starten. Zum Wohle des Pferdes, wie auch des neuen Besitzers.
Sicher gibt es auch Neubesitzer, welche dann doch gerne etwas über die Vorbesitzer erfahren möchten. Aber diese können ja dann selber beim Kauf weiteren Kontakt vereinbaren, oder aber wenn sie über einen Zwischenbesitzer kaufen, selber nach dem Vorbesitzer suchen.

Wer nach einem Verkauf jedoch Anzeigen und Gesuche schaltet, sollte sich darüber klar sein, dass sie nicht immer von Erfolg gekrönt sein werden. Denn auch wenn den neuen Besitzer euer Aufruf erreicht und er ihn auch liest, so muss er darauf nicht reagieren. Geschweige denn, auch nur den Wunsch danach verspüren. Denn mal ehrlich, man kennt sein Gegenüber nicht und es ist nicht klar, ob die Vorbesitzer sich wirklich nur nach dem Wohlergehen des ehemaligen Pferdes erkundigen wollen. Manche wünschen Besuche und andere, wird man bevor man es sich versieht überhaupt nicht mehr los. Schon mehrfach gab es Fälle, in denen es manche Vorbesitzer, vorzugsweise junge Damen, übertrieben haben. So stalken sie über das Internet das Pferd, den Besitzer oder den ganzen Stall. Manche lassen einfach nicht los und wollen nach wie vor in den Alltag des ehemaligen Pferdes eingreifen.

Man sollte also gut überlegen, wie sinnvoll der Kontakt für beide Seiten ist. Als Vorbesitzer kann es sein, dass man Dinge erfährt, auf die man lieber verzichten würde. Denn manchmal haben die neuen Besitzer andere Ansichten im Umgang mit dem ehemaligen Liebling, als man selber. Hier muss man sich darüber klar sein, ob man die Wahrheit nicht nur erfahren will, sondern auch verkraften kann.

Aber auch der neue Besitzer muss sich darüber im klaren sein, auf was er sich einlässt, wenn er den Vorbesitzer informiert oder gar zu sich einlädt. Auch wenn sich der Vorbesitzer hoffentlich nicht als psycho Stalker entpuppt, ist so ein Treffen ein wenig wie das Kennenlernen der Ex Freundin des Mannes. Es wird höflich gelächelt, ein wenig von der Vergangenheit geschwärmt und freundliche Floskeln ausgetauscht. Denn ob Pferd oder Mann, man hat sich eine Liebe geteilt. Wie bei Menschen funktioniert dies in den seltensten Fällen ohne Eifersucht bei späteren Treffen. Egal wie lange die ›Beziehung‹ her ist. 

Wenn man sein geliebtes Pferd verkauft, sollte man sich entsprechend darüber im Klaren sein, dass man alle Anrechte auf sein Pferd verliert. Wer also sein altes Pferd bei einem neuen Besitzer sucht, sollte sich in Geduld üben, aber noch mehr in Höflichkeit. Und sollte der neue Besitzer auf eure Kontaktaufnahme eingehen, dann erfreut euch an seiner Freundlichkeit. Verlangt nichts, sondern seid dankbar für alle Informationen. Zu guter letzt, sollte es zu einem Treffen kommen, seid euch bewusst, dass es nicht mehr euer Pferd ist und handelt auch danach! Andernfalls kann es schnell das letzte Treffen werden.

Ich wünsche euch alles Gute bei der Pferdesuche, flauschige Grüße
Celeste

Pony oder Schaukelpferd?

 

Hallo meine Flauschehasen, ich hoffe, es ist euch gut ergangen in der letzten Woche? Mittlerweile hat sich das frostige Wetter bei mir wieder in Dauerregen verwandelt, und der Frühling lässt sich nicht einmal ansatzweise blicken. Irgendwie ist dies leicht frustrierend, wartet auch meine Bande sehnsüchtig auf die Anweidezeit. Aber dazu muss das Gras eben erst einmal wieder wachsen, und die Weiden nicht einem Swimmingpool gleichen.
So vertreiben wir uns also die Zeit mit Erdferkel verschönern und putzen, putzen und noch mehr putzen. Sind die Schweine dann endlich einmal sauber, gibt es auch den ein oder anderen Spaziergang. Gerade die Jungs sind wirklich gerne unterwegs und als Minis ist dieser Doppelpack schnell ein Magnet für Zuschauer. Streicheln, schmusen und die obligatorischen ›och wie süüüüüsssssss‹ Rufe sind nicht selten.

Ebenso die Aussage, dass die kleinen Ponys ja so handlich sind, und sie entsprechend sicherlich nicht so viel Arbeit und Kosten verursachen, wie die Großen.

Aussagen, die ich dann erklärend widerlege, um die Spaziergänger schnell auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Deutlich beratungsresistenter sind hingegen so manche Ponybesitzer im Internet. Diese haben sich schon ein Pony gekauft oder der Kauf steht noch an. Die tatsächlichen Bedürfnisse eines Ponys werden jedoch viel zu oft nicht ernst genommen.

So lese ich leider oft:

Das Pony kann ruhig vom Pferdemarkt sein, da kosten die Minis nur 50 oder 80 €, warum so viel mehr bei einem Züchter bezahlen.

Schätzelein, der Unterschied liegt eigentlich auf der Hand. Bei einem guten und seriösen Züchter hast du Minis aus einer sorgfältig ausgesuchten Anpaarung. Die Pferde haben Papier welches über die Abstammung und mögliche Erbkrankheiten Auf-/ Ausschluss geben kann. Das habe ich z.B. auch schon hier erklärt.
Dazu sind die Fohlen meist mit anderen Jungpferden aufgewachsen, und wurden geimpft sowie entwumt.
Natürlich kostet so eine verantwortungsbewusste Aufzucht etwas mehr als ein Shetty vom Pferdemarkt.  Was man an dieser Stelle jedoch einspart, weil die Ponys dort zu Dumpingpreisen angeboten werden, kann man danach gleich in einen guten Tierarzt investieren. Wenn ich ebenso sehe wie viele Shettybesitzer – oder zukünftige Käufer – nicht einmal den ›Dwarf Gendefekt‹ kennen, der gerade bei den Minis nicht selten ist, wenn sie aus einer Hinterhofvermehrer Kaschemme stammen, dann wird mir übel. Man sollte doch denken das man sich vor dem Kauf mit der Rasse beschäftigt. Genau dann ist eben der Equide Zwergenwuchs eine Sache, um die man einfach nicht drum rum kommt.

Das Pony kann ja dann zu meinem Großen als Gesellschaft dazu

Manchmal kommt man in die delikate Lage, das man einen Gesellschafter für das eigene Pferd braucht. Vielleicht hat man einen eigenen Stall bekommen, oder es soll aus welchen Gründen auch immer separat von der Herde stehen. Oder aber man wünscht sich einfach noch ein Mini, weil man sie so nett findet, und glaubt, dass die Mischung aus Groß und Klein schon harmonieren wird.
Tja Pustekuchen, in der Herdenwelt kann sich oft nicht einmal jedes Pferd leiden, noch weniger werden sie beste Freunde.
Setzt man seinem Pferd ein kleines Pony vor die Nase, ist es natürlich im besten Fall möglich, das sie sich lieben. Vielleicht gehen sie auch nur eine relativ friedliche Zwangsgemeinschaft ein. Im schlechtesten Fall zeigen sie sich jedoch gegenseitig den Fuckhuf.
Denn nur weil wir beide Pferde lieben, heisst es nicht das sie sich untereinander mögen müssen. Zudem birgt die unterschiedliche Körpergröße einiges an Risiken. So kann sich Körperpflege wie auch das Spiel untereinander möglicherweise schwierig gestalten. Unmöglich ist es nicht, aber es wird umso schwerer je weniger sie sich leiden können. Die wenigsten Neuponybesitzer legen sich jedoch ein weiteres Pony zu, wenn sie sehen, dass ihr Zwerg ausgegrenzt wird, obwohl dies im Sinne des Ponys wäre.

Shettys sind Rasenmäher, die brauchen keine Beschäftigung
Sicher reicht zumeist eine gute Haltung und eine passende Herde, um ein Pony auch Pony sein zu lassen. Oftmals ist es aber so das die lieben Kleinen schnell zu mopsigen Kugeln mutieren und schlichtweg fett oder sogar krank werden. Aber auch Minis lassen sich wunderbar trainieren, mit Bodenarbeit, als Handpferd, an der Doppellonge usw. Eigentlich sind der Kreativität dabei kaum Grenzen gesetzt, diese liegen einzig bei den Ausbildern. Wer also selber keine Ahnung hat von der Ausbildung sollte sich nicht scheuen einen Trainer zu Rate zu ziehen. Denn auch wenn sie klein und putzig sind, sollten sie uns einen guten Trainer/Lehrgänge wert sein.

Ponys brauchen keine Jungpferdegesellschaft
Oft genug werden junge Shettys gekauft und einzeln gehalten. Diese grausige Haltung wird dann mit einer vermeintlichen Rettung entschuldigt. Ebenso gern genommen, ist das vermeintliche Argument, das man keinen Aufzuchtplatz findet, es lieber am heimischen Stall bleibt oder was auch immer. Dabei ist Jungpferdegesellschaft so wichtig für Körper und Psyche des heranwachsenden Pferdes. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man dies einem Pony/Pferd verwehren kann, nur weil man es eigennützig selber bespielen will.

Ponys brauchen keine eigene Box und auch nicht viel Platz, die laufen so mit
Sicher gibt es Minis die man zu seinen Grosspferden mit in eine Box oder einen Offenstall setzen kann. Aber dann müssen die räumlichen Gegebenheiten aufgestockt werden, damit ausreichend Platz vorhanden ist. Ebenso müssen sich Gross und Klein wirklich sehr gut verstehen, um im dauerhaften Miteinander eine kompatibele Wohngemeinschaft zu halten.
Was sich auf der Weide noch gut versteht, kann im Winter auf begrenzten Raum in einer Katastrophe enden. Man sollte also vorab einplanen, dass es durchaus sein kann, dass man seinem Zwerg  eine extra Box anbieten, oder zu den regulären Preisen anmieten muss.

Ponyzubehör muss bunt sein und kostet nicht viel
Ja, auch das lese ich oft genug. Da wird ein x beliebiges Reitkissen oder ein kleiner Sattel auf das Pony gelegt und das war‘s.
Rutscht dieser dann, kommt eben noch ein Schweifriemen dran, oder aber der Gurt wird noch etwas fester gezogen, bis fast die Ponyaugen rausquellen. Einen Sattler lässt kaum einer für ein Shetty oder gar ein Mini kommen. Die Auswahl an Sätteln ist eh schon gering und da nehmen so manche was sie kriegen können. Vorzugsweise Sättel, die bitte auch nicht viel kosten.
Da fasse ich mir dann auch an den Kopf: ja, Shetty-/Minizubehör in guter Qualität ist oft schwerer zu bekommen. Gerade dann sollte man jedoch Wert auf Passgenauigkeit und Qualität legen. Wie kann es sein das einem dieses Verantwortungsbewustsein nach passgenauen Zubehör mit dem schwindenden Stockmass abhanden geht? Sind sie weniger Sorgfalt und Geld wert nur weil sie kleiner sind?

Kleine Ponys sind so süß, die muss man nicht so streng erziehen
Wie ihr sicher wisst, bin ich in vielen Gruppen unterwegs und lese einiges an Beiträgen. Nie, wirklich niemals, habe ich aber so viele ›unerzogene Pferde‹ -Postings gelesen, wie in den Pony- /Shettygruppen.
Einfach weil diese Ponys zu Anfang nicht ernst genommen werden. Da wird gespielt und getobt als sei man der beste Pferdekumpel, und vergisst dabei das man ein lebendiges Pony vor sich hat. Ein Tier mit Bedürfnissen nach einer vernünftigen Haltung in einer Herde, mit Spiel, Interaktion und Sozialverhalten.
Bietet einem das der Mensch nicht an, sondern biedert sich selber als Spielpartner an, dauert es nicht lange, bis das Geschrei groß ist.
Es wird geknippst, geschubbst und gerempelt und mitunter auch angestiegen. Oft finden das die Besitzer nicht mal so schlimm, das Ponylein will doch nur spielen.
Da möchte ich so manchen  Ponybesitzer schütteln bis der Verstand wieder eintritt.
Denn der Mensch ist einem noch so kleinen Pony nicht als Spielpartner gewachsen. Ponys spielen mit Zähnen als auch Hufen, und das in einer Ausdauer, die kein Mensch körperlich leisten kann.
Hier gilt es als Mensch das Pony zu erziehen, nicht der Spielpartner zu sein, egal wie süß man es finden mag.

Shettys sind doch Kinderponys
Klar und jede Frau trägt das ›ich liebe Kinder Gen in sich‹. Nur weil die Zwerge so klein sind lieben sie nicht automatisch Kinder. Das ist bei einem Pony wie auch bei einem Pferd eine Sache von Charakter und Erziehung. Aber seltenst wurde ein Pony gleich dazu geboren, damit eine Horde Kinder um es rum tanzt, bewaffnet mit Fingerfarben, Mähnensprays und Haargummis.
Wenn man ein Pony für seine Kinder kaufen möchte, dann sollte man sich als Erwachsener darüber im Klaren sein, das dies kein Spielzeug ist. Ponys haben – egal wie klein sie sind – ebenso ihre natürlichen Triebe und Bedürfnisse wie Großpferde. Diese muss man als Verantwortlicher auch dann erfüllen, wenn der Sprössling seine ›Null Bock‹- Phase hat. In diesen Verantwortungsbereich gehört ebenso die Erziehung, und nicht nur beim Pony, sondern auch bei den Kindern, damit es mit einem Miteinander auch klappen kann.
Allgemein fällt mir auf das Shettys/Minis oft nicht mit dem gleichen Respekt behandelt werden wie ein größeres Pony oder ein Pferd.

 

Viel zu oft werden die natürlichen Bedürfnisse und Instinkte bezüglich Haltung und Sozialverhalten einfach ignoriert. Das erinnert mich immer wieder an die Handtaschenhunde, welche im rosa Tütü mit Diadem und Strasshalsband herumgetragen werden. Hunde die eigentlich selber laufen können, die ebenso mit anderen Hunden spielen und toben wollen. Die ein Rudel mit sozialer Interaktion benötigen, um wirklich Hund sein zu können. Werden sie nicht erzogen und der Sozialkontakt verwehrt, entwickeln diese sich nicht selten zu kläffenden und oftmals schnappenden Kampfratten. Komisch, dass gerade hier die Besitzer häufig nicht verstehen können, wie es zu diesem mitunter vollkommen gestörten Verhalten kommt. Dabei wird vergessen, dass egal ob Hund oder Pony, ein Tier nicht aufgrund der Größe zu einem Spielzeug degradiert werden darf. Das sie Bedürfnisse haben wie ihre großen Kollegen und ignoriert man diese, können sie sich ganz schnell zu unzufriedenen Kackbratzen entwickeln.

Von daher meine Bitte: Nehmt die kleinen Ponys ernst!
Bietet ihnen eine vernünftige Haltung, größen-, alter- und geschlechtsbedingt ausgesucht. Erzieht sie mit der gleichen Sorgfalt wie ein großes Pferd. Denn auch wenn sie klein und putzig sind, handelt es sich um Lebewesen und keine Spielzeuge.

Bekommt ihr das alleine nicht hin, sucht euch einen Trainer! Denn nur weil die Ponys so klein sind, gibt es keinen Grund an einem vernünftigen Trainer oder an der Erziehung zu sparen.

In diesem Sinne flauschige Grüße
Celeste

Hocus pocus fidibus und drei Mal schwarzer Kater

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.

Hat euch auch die Grippewelle erwischt? Ich bin ihr auf jeden Fall nicht entkommen und so saß ich in einem Berg aus Taschentüchern, verschiedensten Tabletten aber auch pflanzlichen Mitteln, um Husten, Rotznase und Fieber zu bekämpfen. Denn egal wie gut die pflanzlichen Mittel auch helfen, spätestens bei hohem Fieber und Schüttelfrost ist es doch ratsam einen Arzt mit seinem Fachwissen zu Rate zu ziehen. Denn hinter einem vermeintlichen grippalen Infekt kann sich auch eine echte Influenza oder gar eine Lungenentzündung verbergen. In diesem Fall helfen weder Kaffeesatz lesen noch Kartenlegen, nein, sobald nicht nur Viren im Spiel sind, sondern auch noch Bakterien, müssen es auch manchmal Antibiotika sein.

Bei Pferden ist dies nicht anders. So sehr ich auch auf alternative Methoden schwöre, es gibt einfach Dinge, da muss ein geschulter Tierarzt her und eine Diagnose stellen, nach der das Pferd entsprechend behandelt wird. Und entgegen mancher Stimmen, ist der Tierarzt kein alleine herrschender Gott in Weiß, der auf dem Thron hockt und diesen wie Gollum den Ring verteidigt. Nein, ein guter Tierarzt wird immer mit einem Hufschmied, einem Tierheilpraktiker oder einem Pferdeosteopath zusammenarbeiten. Denn jeder ist speziell auf seinem Fachgebiet ausgebildet, und zusammen können sie ihren Patienten umfangreicher behandeln als alleine.

Man sollte also eigentlich meinen das mit diesen Kombinationen ein großes Spektrum in der Pferdegesundheit abgedeckt ist.

Trotz der heute umfassenden Behandlungsmöglichkeiten gibt es immer wieder vermeintliche Wunderheiler, welche den Kunden vieles versprechen und doch nur wenige Dinge wirklich wollen: Ruhm und Ehre, aber noch viel mehr ihr Geld!

Dazu gehen manche anscheinend sogar über Pferdeleichen, um dieses zu erreichen.

Ich weiß, dies hört sich hart an, aber es ist wohl nicht so selten, wie man glaubt. Liest man sich durch das Internet, dann fallen einem sehr gruselige Geschichten auf:

  • Da werden Pferde mit Chlorbleiche behandelt als Bakterientöter. Fast so schön wie die ›Spezialisten‹ die bei Menschen damit Autismus und Krebs ›heilen‹ wollen.
  • Schwere Krankheiten werden ohne tierärztliche Behandlung nur über Futter und Kräuter ›geheilt‹. Sollte es dann schief gehen, so lag es eben am Futter, welches man sicher selber heimlich gegeben hat, der falschen Haltung oder die schwarze Hofkatze, die zu Vollmond das Pferd besuchen musste. Im Zweifel hat man ganz einfach nicht genug an den Wunderheiler geglaubt.
  • Pensionsställe, in denen Tierärzte verboten sind und nur der hauseigene Wunderheiler ›behandeln‹ darf. Da frage ich mich auch immer wieder: Wie kann man in solch einem Stall freiwillig und guten Gewissens Einsteller werden?
    Verzweiflung? Dummheit? Oder selber Chlorbleiche geschluckt?
  • Tierkommunikation, rein weg über Bilder. Der Pferdebesitzer wird dann ganz frech mit Informationen gefüttert, welche vorher erfragt, oder einfach in den sozialen Netzwerke zusammengesucht wurden. Und findet sich nichts dann streut man einfach wage Aussagen die auf fast alles passen. So kann niemand beweisen, ob das ›Hasilein‹ nicht wirklich lieber eine Decke in Violett tragen will, oder dass er das Gebiss nicht mag. Schließlich hat er es doch einmal ausgespuckt. Es ist einfach allgemeine Aussagen so zu verkaufen, dass der Kunde am Ende wirklich an ein Gespräch mit dem Pferd glaubt.

Das nur um einige Beispiele zu nennen. Liest man auch noch Kunden sowie Dienstleistern Erfahrungs- wie Leidensberichte, ist an der Echtheit nicht mehr zu zweifeln!
Mir persönlich kommt da jedoch unweigerlich der Gedanke:
Was zur Hölle stimmt denn bei euch nicht?
Und damit meine ich die Kunden wie auch die Anbieter. Gut, bei den Wunderheilern wird es vielleicht ein übersteigerter Glaube an sich selbst sein, im besten Fall. Ich hoffe, zumindest das viele einfach nur knacke blöd sind und wirklich glauben, dass sie heilen können.

Schlimmer sind da jene Scharlatane die wissen das sie nichts können, aber ihre Verkaufsmasche nutzen, um den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Hier tendiere ich auch klar zu einer Chlorbleicheeigentherapie.

Doch was ist mit den Kunden, warum fallen diese auf so einen Mist rein?
Eigentlich ist es ganz einfach, denn diese Wunderheiler spielen mit den Hoffnungen und Sehnsüchten der Pferdehalter. Manchmal sind Pferde über einen längeren Zeitraum krank und der Schulmedizin sind Grenzen gesetzt, welche eine Heilung aufwändig, langwierig oder fast unmöglich gestaltet. Wunderheiler versprechen dann schnelle Lösungen, Heilungen von Krankheiten, chronischen Beschwerden oder stellen dem geliebten Tier ein neues Lebensgefühl in Aussicht.
Eigentlich Dinge, bei denen einem klar sein sollte, das sie nicht wirklich funktionieren können. Aber die eindringlichen Versprechen, wie auch der innige Wunsch dem eigenen Tier zu helfen lösen alle Bedenken in Luft auf.
So bekommen diese Scharlatane ein großes Publikum und ebenso gefüllte Taschen. Denn das Geschäft muss sich wohl lohnen, wenn man sieht, wie viele Wunderheiler plötzlich aus dem Nichts erscheinen.

Doch wo sich mit einer Masche Geld verdienen lässt, treibt der Ideenreichtum mancher Menschen vollkommen neue Blüten. Spannend wie gruselig sind hier auch die unbekannten Händler, welche plötzlich in den verschiedensten Gruppen ihre Pflegemittel feilbieten.
Pflegemittel, bei denen man nicht nach den Wirkstoffen oder gar einer Zulassung fragen darf, wohl aber eine ›kleine‹ Testgebühr bezahlen soll.
Frei dem Motto: Zahle dafür, dass du unser unbekanntes Produkt testest und dafür hast du dann die Chance, wenn es irgendwann mal auf den Markt kommt, dieses verbilligt oder gar kostenlos zu erhalten.

Heidenei, was für ein Schnäppchen. Für ein unbekanntes Produkt eines ebenso unbekannten Händlers einfach mal eben Geld überweisen. Fast so schön wie die Pferdemafia, welche den Traumfriesen für 1000 € anbietet, man muss es nur vorab überweisen, ohne das Pferd jemals gesehen zu haben.
Und man mag es nicht glauben, auch auf diese Methode fallen dutzende Kunden rein. Im vermeintlichen Glauben den großen Fang zu machen zahlen sie das Geld, das bei einem Rheumadeckenverkäufer auf einer Kaffeefahrt wohl genauso gut aufgehoben wäre.

Nein, ich bin dann doch eher altmodisch. Behandlungen von Krankheiten überlasse ich dem Tierarzt, dem Tierheilpraktiker, dem Schmied, wie dem Osteopathen. Ebenso kaufe ich nur Pflegeprodukte – egal ob Mensch oder Pferd – wenn diese getestet und zugelassen sind.
Es spricht sicher nichts dagegen bestimmte Produkte selber herzustellen, oder auch auf die kostenpflichtige Hilfe anderer zurückzugreifen. Solange ich weiß WAS und vor allem VON WEM ich kaufe und mir sicher bin, dass hier nicht Krötenfüße und Schweineschmalz, im Hinterhof über dem Feuer zusammengerührt wurden.

Denn auch wenn Wunderheilungen, egal in welcher Form, verlockend sind, man sollte immer bedenken, auf was man sich einlässt: Nichts Greifbares und nichts Messbares sondern etwas, was dem Ausfüllen eines Lottoscheins gleichkommt und am Ende doch nur vom Glück entschieden wird.

In diesem Sinne passt auf eure Lieben auf, und glaubt nicht jeden Scheiß,

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Crenova Wildkamera

 

Hallo meine lieben Flauschehasen, heute möchte ich euch wie versprochen von meinen Erfahrungen mit der Wildkamera berichten. Bewusst wurde ein relativ günstiges Anfängermodell gewählt und ausgiebig getestet.

Vollständige Produktbezeichnung

Crenova 12MP 1080P HD Wildkamera 120° Breite Vision Infrarote 20m Nachtsicht 2.4″ LCD Jagd Kamera Jagdzeug Überwachungskamera Nachtsichtkamera

Packungsinhalt

  • 1 x Wildkamera
  • 1 x Bedienungsanleitung
  • 1 x Wandhalterung
  • 1 x Gurt zur Befestigung an Bäumen
  • 1 x USB-Kabel
  • 1 x AV-Kabel

Erhältlich ist sie zum Beispiel über Amazon zu einem Preis von 83,99 €. (Stand 25.02.2018)

Nicht dabei ist die nötige Speicherkarte, diese muss man extra erwerben, ebenso die nötigen Batterien / Akkus.

Technische Daten

  • Auslösegeschwindigkeit: 0,6-0,8 Sekunden
  • Reichweite Blitz: 20m
  • Videoclip: 1280 x 720 bei 30 Bildern pro Sekunde, 640 x 480 bei 30 Bildern pro Sekunde
  • Dateiformate: JPG/AVI
  • Speicher: Externer Speicher (TF-Karte bis zu 32GB) / Interner Speicher (8Mx16 SDRAM)
  • Videolänge: 10 Sekunden pro Abschnitt
  • Leistungsfähigkeit tagsüber: 1m bis unendlich; nachts: 3m bis 20m
  • Audioaufnahme: Ja
  • Automatische Abschaltfunktion: Ja, innerhalb von 2 Minuten, wenn das Tastenfeld nicht berührt wird
  • TV-Ausgang: Ja
  • PC-Schnittstelle: Mini USB2.0
  • Leistungsversorgung: 4 x AA; Erweiterbar auf 8 x AA; externe 6V Leistungsversorgung, mindestens 2A

Handhabung

Zuerst ist mir aufgefallen, wie klein und leicht die Kamera ist. Das Gehäuse ist jedoch sehr stabil und macht auch mit seinem Tarnlook einiges her.
Zumindest würde ich sie an Bäumen im Wald ohne ein Hinweisschild nie wieder finden. Die Tarnung ist also absolut gegeben.
Mit 2 Verschlussclips ist sie schnell zu öffnen oder zu schließen.
Mit einem Gurt oder der Wandhalterung lässt sie sich überall leicht befestigen und in Position setzen.

Die extra besorgten Batterien lassen sich leicht einlegen und wechseln.
Das Wechseln der Minikarte stellt mich jedoch jedes Mal vor eine Herausforderung. Hält man die Kamera in der Hand, geht es noch recht leichter vonstatten. Ist sie hingegen, an einem Baum oder an einer Wand befestigt, gestaltet sich der Wechsel schon schwieriger. Das liegt daran, dass die kleine Minikarte in den Slot nicht nur eingeführt, sondern eingerastet werden muss. Ohne etwas längere Fingernägel schon schwer genug, aber wenn die Kamera wie bei mir am Stall befestigt ist, dann wird es umso schwerer. Die Karte wird unten eingeführt und man muss sie mit dem Fingernagel einrasten lassen ohne das sie raus rutscht und runter fällt. Will man sie wieder entfernen muss man sie wieder durch Eindrücken mit dem Fingernagel entriegeln. Mehrfach ist mir bei dieser Aktion schon die Karte runter gefallen bzw. quasi entgegen geschossen, einmal sogar unauffindbar, quer über den ganzen Paddock.
Mit etwas Übung wird es aber leichter und die Karte geht immer seltener auf Wanderschaft.

Die Einstellungen sind trotz Anleitung auf Englisch leicht zu bedienen. Uhrzeit und Datum, aber auch Bild-/Videoeinstellungen, sowie auch die Auslösezeit lassen sich leicht über Schieberegler auswählen.

Praxis

Ist die Kamera einmal eingestellt und positioniert macht sie – bis auf den Kartenwechsel – wirklich Freude. Natürlich könnte man die Bilder mit den beigefügten Kabeln auch auf ein Tablet / Laptop oder Ähnliches übertragen. Aber wer will schon diese Geräte immer mitschleppen oder gar bei Regen oder Schnee übertragen?
Ich persönlich bevorzuge daher Wechselkarten. Das heißt, ich habe immer eine leere Karte dabei, wechsele diese alle paar Tage gegen die Karte mit den aktuellen Bildern aus und werte sie Daheim aus.
So ist immer eine Karte in der Kamera, und ich kann die Bilder sichten, wie ich gerade Zeit und Lust habe.

Von der Qualität der Bilder war ich ziemlich angenehm überrascht. Die Aufnahmen sind erstaunlich scharf, der Bewegungsauslöser nimmt selbst Vögel im Flug auf, und auch die Nachtaufnahmen sind, selbst bei Nebel, wirklich unerwartet gut.
Der Batterieverbrauch ist sparsam, bei einem 5 Minuten Timer und etwa 1000 Bildern im Monat reichen 8 Mignon Batterien der günstigsten Sorte.
Akku Batterien sind natürlich auch möglich und der Umwelt zuliebe zu benutzen.

 

Fazit

Eine gute Kamera für kleines Geld.
Natürlich kann sie nicht bei Modellen mithalten, welche gleich Live Bilder übertragen oder an Handy / PC senden. Aber das war hier ja auch nicht gewünscht.
Es ist eine Kamera die in Bildern festhält, was alles am Stall passiert, wenn man selber nicht da ist.

So habe ich dank der Kamera schon eine Dame aufgenommen, die trotz Verbotsschilder, fütterte. Dadurch konnte sie anhand der Bilder ausfindig machen und das klärende Gespräch suchen, um es zukünftig zu unterbinden. Ebenso weiß ich, welche Wildtiere bei mir nachts unterwegs sind und wann meine Jäger da sind. Ebenso weiß ich nun aber auch, wer am Stall einfach nur Rast macht.
Aufgrund der Abgeschiedenheit bin ich allerdings auf die wärmeren Temperaturen gespannt und wann die ersten liebestollen Pärchen sich verirren. Trotzdem hoffe ich, dass sie die ›Achtung Kamera‹-Schilder nicht übersehen und ich nicht spontan beim Sichten der Bilder erblinde.
Aber zurück zu den Vorteilen, der über den Tag verteilten Bilder: Man bekommt einen guten Überblick über den ganz eigenen Tagesablauf der Pferde. Wann sind sie wach, was treiben sie so und welchen Unsinn habe ich bisher verpasst und nur noch die Resultate begutachten können. Selbst nach all den Jahren, gewährt es mir neue und spannende Einblicke, denn es ist erstaunlich, wie viele Informationen diese Bilder liefern. Da macht das Auslesen der Karte jedes Mal aufs neue Spaß.

Ich kann die Kamera wirklich nur empfehlen und vergebe daher 5 von 6 Flauschepunkten

Ein Punkt Abzug wegen dem Kartenwechsel ,der etwas umständlich ist, ansonsten ist die Kamera wirklich toll.

Flauschige Grüße
Celeste

Für euch noch einige weitere Aufnahmen:

Die Hürden der Selbstversorgung

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ist bei euch das Wetter auch so gruselig? So unfassbar nass, windig und einfach nur nervtötend? Schaue ich aus dem Fenster, begegnet mir nur tristes Grau. Richtigen Sonnenschein über Stunden oder gar Tage habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Setzte ich dann einen Fuß vor die Haustüre, begegnet mir meist nur Regen, noch mehr Regen und dazu dann noch Regen mit Wind oder Sturm. Habe ich den Regen schon erwähnt?
Obwohl es immer wieder heißt ›Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung‹, so möchte ich den Verfasser dieses Spruches doch gern einmal dauerhaft bei diesem Wetter draußen aussetzen. Gerne in der Kleidung seiner Wahl.
Denn egal wie gut und dicht die Kleidung ist, das schmuddelige Wetter macht es trotzdem nicht zu einer Freude. Einzig das man darin hoffentlich warm und trocken bleibt. Wobei auch da die beste Kleidung keine Garantie bieten kann. Spätestens wenn man einen Salto schlägt und kopfüber im Matsch landet, kommt es zum Härtetest. Doch dazu später mehr …

Werfe ich morgens einen Blick aus dem Fenster, lässt das Wetter mich – wie schon erwähnt – schaudern. Will ich wirklich da raus? Das Bett ist weich und warm. Die Katze neben mir ist so wahnsinnig kuschelig …
Natürlich raffe ich mich trotzdem auf, denn ich weiß, dass meine Bande auf ihr Futter wartet. Bei der Wahl der Kleidung ist die Priorität schnell gesetzt: Sie muss dem Schmuddelwetter trotzen. Einen Schönheitswettbewerb gewinne ich damit nicht, und einem Reitsportkatalog werde ich nie als Reitermodell dienen können.
Aber egal, ich springe in mein Auto, das nicht nur von außen dezente Matschspuren aufweist. Nein, auch die Fußmatten sehen inzwischen so aus, als ob man darauf Pilze und Setzlinge fürs Frühjahr züchten möchte. Wobei, wenn ich ehrlich bin, ist einmal Hafer auf meiner Rückbank gewachsen. Ein umgekippter Hafereimer, ein ausgelaufener Wasserkanister … Na ja, ihr könnt es euch sicher denken.
Am Stall angekommen freue ich mich auf jeden Fall erst einmal über den befestigten Auslauf für die Pferde. Hat er doch genug Zeit, Geld und Energie gekostet. Die Freude währt jedoch nur so lange, bis ich einen Blick auf meine Pferde geworfen habe, welche eindeutig den unbefestigten Bereich der Winterweide vorgezogen haben.
Diese sehen statt Pferde eher aus wie Wildschweine, welche sich im größten Matsch gesuhlt haben. Und da sie auch noch nass sind ist eines gewiss: Diese glücklichen Ferkel, kann ich heute nicht mal putzen.
Ob die Auto Waschanlage eine Option wäre? Dampfstrahlen? Ein Ganzkörperkondom?
Natürlich könnte ich die Winterweide sperren oder den Offenstall zu Boxen umwandeln – aber einen Teufel werde ich tun!
Ich nehme das alles schließlich auf mich, damit meine Pferde glücklich sind, und betrachte ich den Schmutz auf ihnen, dann sind es verdammt glückliche Pferde.

So widme ich mich der Stallarbeit. Nur um wieder einmal fluchend festzustellen, dass zwar die Pferde sauber befestigte Bereiche haben, aber meine Wege zu Heu oder Wasserfass unbefestigt sind. Im besten Fall ist es nur unangenehm zu laufen. Im schlechtesten Fall rutsche ich mehr als einmal weg, aber schaffe den Weg trotzdem. Aber ich wäre nicht ich, wenn es nicht auch den Worst Case geben würde: Ich rutsche  aus und fliege kopfüber in den Matsch. Während ich die Heunetze noch rettend hochhalte, steckt mindestens ein Stiefel einsam mit einer Socke bestückt im Matsch und ich habe mich optisch stark meinen behuften Erdferkeln angenähert.
Mittlerweile habe ich schon Hand- und Feuchttücher im Auto um mich notdürftig zu reinigen, bevor ich später wieder ins Auto steige. Denn ihr habt es sicher schon erraten: Mir ist das mit dem Matschköpper nicht nur einmal passiert.

Ein Gutes hat der Regen wiederum, dass sich das Wasserfass beständig füllt. Schleppe ich sonst das Wasser täglich in Kanistern zu meinen Pferden, so bekomme ich es nun dank Regen frei Haus ins Wasserfass geliefert. Natürlich läuft auch dieses gerade über, denn so viel Regen kann keines meiner – nun wirklich nicht kleinen – Wasserbehälter lagern. Somit ist auch der Boden rund um das Wasserfass aufgeweicht und macht das Auffüllen nicht unbedingt einfacher.
So kommt es, wie es kommen muss, in meiner ständigen Regenwetter-Slapstick-Meisterschaft: Ich rutsche weg, fange mich zwar noch, aber das Wasser aus den Eimern schwappt mir wahlweise über die Hose und / oder in die Gummistiefel.
Nicht das ich vom Regen nicht schon nass genug wäre. Nein, je nach Temperatur ist so ein Schwall kaltes Wasser einfach nicht mehr nur erfrischend, sondern lediglich eisig und grippefördernd. Aber ich beiße die Zähne zusammen, erledige die Versorgung der Pferde und erfreue mich ihrer Begeisterung, wenn die Bettchen wieder gemacht sind, sich Futter im Trog befindet und neues Heu in den Raufen wartet.
Denn die Pferde sind im Gegensatz zu mir zufrieden und glücklich, trotz Schmuddelwetter.

So sehr ich meine Pferde jedoch liebe, und auch die Stallarbeit normalerweise keine Last ist, bei dem tristen grauen Regenwetter möchte ich mich langsam nur noch im Bett verkriechen. Die Decke über den Kopf ziehen und auf den Frühling warten, gerne auch auf den Sommer, Hauptsache weg vom grauen Himmel und Dauerregen.
Ich glaube, vielen von euch ergeht es nicht anders. Man rafft sich auf, erfreut sich an seinen Pferden, aber dieser Winter schlaucht einen einfach. Es fehlen schlichtweg die Tage voller Frost oder Schnee welche zwar lausig kalt sind, aber einen blauen Himmel voller Sonnenschein bieten.
Mir ist schon bewusst, das vieles am Wetter dem Klimawandel geschuldet ist, und ich kann nur hoffen, das dieser Winter eine Ausnahme ist. Würde dies nun Jahr für Jahr so anhalten …. Nein, darüber möchte ich nicht einmal nachdenken.
Da im Bett bleiben, an die flauschige Katze kuscheln, und die Decke über den Kopf ziehen jedoch keine Option ist, suche ich nach kleinen Motivationshilfen, welche die Stallarbeit auch bei diesem Wetter erleichtern, oder wenigstens das Gemüt etwas erhellen. Natürlich hat jeder Mensch andere Dinge die einen motivieren können, aber vielleicht helfen euch ein paar Ideen:

Buntes Stallzubehör

Egal ob die Schubkarre, die die Bollengabel oder die Stallmatten pink sind, buntes Zubehör erhellt das Gemüt! Denn das Wetter draußen ist widerlich genug, da darf man sich auch mit etwas Farbe umgeben. Auch Bürsten gibt es in allen möglichen Designs und heben die Stimmung ungemein, wenn das Schlammschwein wieder zu einem Pferd werden soll. Selbst meine Geheimwaffe der Federstriegel ist inzwischen auch in den tollsten Farben erhältlich.

Ob Futtertrog oder Eimer, Sattelhalter oder Pferdedecke, Zaungriff oder Pfosten, alles gibt es mittlerweile in bunten Farben und Mustern. Selbst wenn man meist mit allen nötigen Dingen schon ausgestattet ist, so kann man bei einer Neuanschaffung auch mal zu einer auffälligeren Farbe greifen, um dem tristen Wintergrau zu trotzen.

Die richtige Kleidung

Auch wenn ich oben schon über die richtige Bekleidung geflucht habe, so sollte man dennoch regen und winddichte Kleidung wählen. Ob es eine Nobelmarke sein muss oder etwas in der günstigeren Variante ist völlig egal. Wichtig ist nur das sie wärmt, Regen abhält und bequem ist.

Leider ist nämlich so manche Bekleidung durchaus sehr zweckmäßig, aber eben auch ziemlich unbequem. Hier gilt es dem eigenen Gefühl zu vertrauen bei der Kleiderwahl.

So habe ich natürlich auch hier einige Vorschläge für euch:

  • Eine weitere Ersatzjacke/Hose/Socken im Auto oder Spind erleichtern das Leben, falls man nach einem Wasser oder Matschbad die Kleidung wechseln möchte.
  • Babyfeuchttücher helfen ungemein Schlammspritzer von Kleidung, aber auch Händen und Gesicht zu entfernen.
  • Große verschließbare Plastikboxen eignen sich wunderbar, um im Kofferraum Wechselschuhe/Kleidung zu transportieren, damit das Auto nicht dauerhaft nach nassem Pferd riecht.

Weitere Motivationshilfen

  • Der Mp3-Player mit der Lieblingsmusik bestückt kann das Gemüt erhellen.
  • Hörspiele sorgen dafür, das die Gedanken nicht nur um das schlechte Wetter kreisen.
  • Ein Tablet mit Serien kann langweilige Stallarbeiten wie z.B. Heunetze stopfen ebenso bereichern
  • Bluethooth Kopfhörer sorgen dafür, dass man sich dabei nicht versehentlich an den Kabeln erhängt.
  • Das Lieblingsgetränk im Thermobecher-Schokolade oder anderer Süßkram für Notfälle, runden das Gesamtpaket, so weit ab, das man auch an schlechten Tagen einmal zum Lächeln kommt.

Ihr seht also, man muss für sich selber herausfinden, was einen glücklich macht. Das Wetter oder traurige Lebensumstände können wir nicht ändern. Aber wir alleine wissen was uns fröhlich stimmt, was unsere Laune hebt oder allgemein unser Leben bereichert.

Findet für euch heraus, was es für euch ist, und gerne nehme ich ebenso Tipps entgegen. Denn alles, was unser aller Leben fröhlicher macht ist gut.

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Holzpellets als Einstreu

 

Hallo meine Flauschehasen, nachdem ihr eine Weile nichts mehr von mir gehört habt,  widmen wir uns diesmal einem neuen Produkttest: Einem Einstreu für die Boxen bzw. den Offenstall.

Viele von uns nutzen bislang die gängigen Bodenbeläge, zum Beispiel das sehr beliebte Stroh, Sägespäne, aber auch verschiedene Arten von Pellets oder Platten, Matten und Teppiche. Die Auswahl der Liegeflächen wird immer umfangreicher, richten sie sich nach den verschiedenen Bedürfnissen der Pferde, wie auch deren Halter. Manche wollen weniger Einstreu verbrauchen, andere kleinere Mistmengen. Wieder andere wollen den Arbeitsaufwand so geringer wie möglich halten oder aber das Pferd braucht mit einem gesundheitlichen Problem einen alternativen Bodenbelag. Die Auswahl ist also verständlicherweise groß.

Diesen Winter habe ich mich auf – für mich – Neuland gewagt. Was ich euch natürlich keineswegs vorenthalten möchte. Daher werde ich heute von meinem Test mit den Holzpellets berichten:

Dieses Jahr stand ich, wie bereits letzten Herbst, vor einem großen Dilemma: Der Heudealer meines Vertrauens bot kein Stroh an. Da ich aber nur von ihm Bio Heu und Bio Stroh kaufen möchte, habe ich letztes Jahr schon in Ermangelung an Stroh mit Heu eingestreut. Ja, die Pferde hat es gefreut, dennoch war die Saugleistung wie erwartet nicht zufriedenstellend, dazu war die Mistmenge natürlich enorm.
Als sich herauskristallisierte, dass auch in diesem Jahr kein Stroh zur Verfügung stehen würde, habe ich mich in verschiedenen Gruppen und Foren belesen. In diesem Zusammenhang bin auf verschiedene Pelleteinstreu gestoßen.

Da die Auswahl groß war und jeder sein Einstreu in höchsten Tönen lobte, war mir das keine wirkliche Hilfe.

Also überlegte ich, was mir persönlich wichtig ist, zum Beispiel:

  • Dass ich das Streu in kürzester Zeit bekommen kann.
  • Keine zu langen Fahrtwege zur Beschaffung. (Schnee, schlechtes Wetter, Zeitmanagement)
  • Dass ich die Säcke selber transportieren kann. (Big Bags fallen da raus)
  • Dass ich nicht große Mengen lagern muss, (Grossabnahme) sondern jederzeit Kleinstmengen nachkaufen kann.

Da mein nächster Reitsporthandel als einfache Strecke wenigstens eine Stunde entfernt ist, der Baumarkt aber in 10 Minuten zu erreichen, wagte ich den Versuch mit stinknormalen Heizpellets. Diese wurden in verschiedenen Gruppen, immer wieder wärmstens empfohlen. Also schnappte ich mir mein kleines Auto und probierte es einfach.

In den Baumärkten werden die Säcke mit etwa 15 kg angeboten. Man sollte darauf achten, dass es Weichholz ist (z.B. Kiefer) und keine Bindemittel verwendet werden.
Diese Säcke sind recht gut zu stapeln und auch als Frau locker zu transportieren.

In meinen Corsa passen 15 Säcke in den Kofferraum. Klappe ich die Rückbank um, würden sicher 30 – 40 hineinpassen. Mit etwas guten Willen lassen sich also auch große Mengen Pellets auf einmal  in einem kleinen Auto transportieren. Man sollte nur vorher einen Blick auf den Fahrzeugschein werfen, wie hoch das zulässige Gesamtgewicht ist, damit man das Fahrzeug nicht versehentlich überlädt.

 

Ein kleiner Tipp am Rande: Es empfiehlt sich immer etwas Packband im Auto zu lagern, falls doch mal ein Sack aufreißt. Bislang ist es mir nicht passiert, obwohl ich so schusselig bin. Aber das Packband hat mir auch bei aufgerissenem Katzenstreu schon gute Dienste geleistet. 😉

Das Gute an den kleinen Säcken ist, das man sie leicht am Stall, in einer Sattelkammer oder auch daheim in einem Keller lagern kann. Das ist gerade dann ideal, wenn man z.B. Einstaller ist, aber keine Möglichkeit hat große Mengen am Stall zu lagern. Zumindest, ohne dass sich die Langfinger daran bedienen.

Als Ersteinstreu empfehlen sich etwa 1-2 Säcke pro Quadratmeter Liegefläche. Auch wenn im Internet oft zu weniger geraten wird, nein, es reicht aus Erfahrung nicht. Es gibt nicht zu viele Pellets, aber wenn man zu wenig als Ersteinstreu nimmt, versaut die Box/Stall zu schnell.
Hat man also eine normale Box von etwa 9m², sind wenigstens 9 Säcke Pflicht – 15 wären für den Anfang jedoch besser.

Versuchsfläche waren bei mir 54 m² Offenstall mit Naturboden. Ich habe keine Matten untergelegt, sondern bewusst getestet, wie sich die Pellets auf normalen Boden verhalten.

Vor der ersten Nutzung ist es sinnvoll die Pellets zu wässern. Auch wenn es sich seltsam anhört ein saugendes Einstreu nass zu machen, es hat durchaus seinen Sinn. So werden die Pellets nicht so schnell mit Futter verwechselt und gefressen. Einmal gewässert plustern sie sich zudem auf, und werden ein trockenes, federndes, weiches Einstreu.

Um das zu erreichen kann man die Pellets in die Boxen/Stall werfen und mit der Giesskanne sprenkeln, oder aber man wählt die ›Sackmethode‹.
Bei mir ist es zweiteres. Ich lege die Säcke in den Stall, verteile sie und schneide sie auf. Dann giesse ich pro Sack etwa 10 Liter Wasser auf die Pellets und lasse diese darin aufquellen. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde – in der ich meine normale Stallarbeit erledige – und sieht dann so aus:

Die Säcke sind allerdings im gewässerten Zustand sehr schwer. Man sollte sie daher vorher schon entsprechend positionieren, so dass man sie einfach an Ort und Stelle auskippen und die geplusterten Pellets mit einem Laubrechen verteilen kann.
Das geht leicht von der Hand und macht sogar noch Spaß, wenn ich ehrlich bin. Dazu hat man die ganze Zeit einen angenehmen Geruch von Holz in der Nase.

Die Pferde waren trotz meiner Bedenken von dem Einstreu unglaublich angetan. Schliesslich kannten sie nur Stroh und Heu, und bislang bevorzugten sie immer ein kuscheliges Bettchen. Und wenn sich dieses zudem noch fressen ließ – umso besser! Doch sie zeigten mir das meine Bedenken umsonst waren. Es wurde nicht gefressen, sondern beschnüffelt, rein gelegt und gewälzt. Alle Pferde haben schon in der ersten Nacht komplett im Stall gelegen.

In der Praxis zeigte sich ebenso, das die Handhabung der Pellets ein Traum ist. Mit der Bollengabel lassen sich alle Haufen spielend leicht aufsammeln. Auch zertretene Haufen und untergegrabene Äpfel lassen sich leicht entfernen.
Wenn es mal nasse Stellen gibt, kann man diese raus nehmen, dies tritt bei ausreichend Pellets aber ganz selten auf. So streut man einmal die Woche 1-2 Säcke auf ca 10m²/Boxengröße nach und baut so eine Mistmatratze auf, die eigentlich keine ist. Es ist einzig das Einstreu welches den Urin aufsammelt. Nur das man diesen weder riecht, noch Nässe bemerkt. Das obere Streu ist immer trocken, fluffig, federnd, und außerdem weich und riecht angenehm nach Holz. Einzig die Farbe wird dunkler da durch die Äpfel oder schmutzige Weidehufe das Einstreu versaut wird. Das ist aber nur eine farbliche Veränderung die sich nicht auf die Saugfähigkeit auswirkt.
Auch meine Sorge wegen Dauerregen und einer hohen Luftfeuchtigkeit wurde nicht bestätigt, die Pellets haben gnadenlos standgehalten.

Falls man etwas Negatives suchen möchte, kann ich hier noch etwas anmerken:

Die Pellets werden, wie erwähnt, ein weiches, fluffiges Einstreu. Dieses wird mit nassen Hufen – bedingt durch Winterweide und Regen – gerne nach draußen auf den Paddock getragen. Man muss sich also darüber im Klaren sein, das dieses eben auch mal gerne an den Hufen ›pappen‹ bleibt. Was nicht nur unstylisch aussieht, sondern auch den Paddock verschmutzt. Mich selber stört das nicht, da der Paddock wie auch die Hufe sauber gehalten werden. Hat der liebe Gott doch Dinge wie Bürsten und Besen erfunden.
Ich erwähne es nur, weil ich schon gelesen habe, dass sich darüber bitterlich beschwert und die Pellets somit verteufelt wurden.

Ebenso möchte ich den Preis erwähnen. Denn auch wenn die Baumarktpellets etwa 3,90 – 3,99 € pro Sack kosten und somit sehr günstig sind, ist die Ersteinstreumenge und der Verbrauch gegenüber normalem Stroh schon kostenmäßig beachtlich. Bei einem Pferd natürlich nicht so sehr wie bei mehreren, aber es summiert sich.

Fazit:

Wer also eine günstige Alternative zu Stroh sucht ist mit den Holzpellets nicht so gut beraten. Aber wer seine Arbeit leichter gestalten will, ein neues Einstreu sucht oder ein Pferd hat das auf Stroh allergisch reagiert, der kann mit den Holzpellets sehr glücklich werden.

Für mich daher 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschige Grüße
Celeste