Noch ein Pferd?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen in der letzten Woche? Für mich waren die letzten Wochen allgemein sehr turbulent, viele die meine Seite kennen, konnten dies mehr oder minder mitverfolgen. So war da der plötzliche Tod von Herrn Pony und meine Trauer, welche für viele unverständlich war. Dazu kam die Trauer der Pferde, die sehr intensiv war, bis hin zum Einzug von Thor und Loki und deren Eingliederung in die Herde.
Natürlich ist deren Einzug auch meinem Umfeld nicht verborgen geblieben, schließlich habe ich nicht nur auf Facebook Bilder gepostet. Nein, auch viele der Stammbesucher, Fußgänger und Hundeausführer haben die Jungs schon live und in Farbe gesehen. Und sobald das erste ›Oh wie süß‹ -Jauchzen vorbei war, kamen schon die Fragen.

  • Warum denn eigentlich noch ein Pony? Es sind doch noch drei Pferde da?
  • Warum eigentlich Ponys?
  • Und warum gleich zwei? Eins hätte doch gereicht, um das alte Pony zu ersetzen?

Das sind Momente, in denen ich unterbrechen muss, erst recht bei dem letzten Spruch. Denn die Jungs sind definitiv kein Ersatz für Herrn Pony, denn dieser ist wie jedes Lebewesen unersetzlich. Also versuche ich zu erklären:

  • Das Pferde trauern können und meine Damen dies definitiv getan haben.

Ehrlich gesagt war es sehr schmerzlich anzusehen, wie sehr meine Damen gelitten haben. Pferde, die immer freudig waren, schmusig und liebevoll, standen mit hängenden Köpfen und still herum. Zuneigung um die früher gebuhlt wurde war nun lästig, sie wollten definitiv ihre Ruhe. Sie reagierten abweisend auf alle Menschen, und es schmerzte, das nicht einmal Leckereien sie aufmuntern konnten.

  • Das ich ihnen keinen Ersatz, sondern Ablenkung bieten wollte, etwas das sie aus dem tiefen Loch heraus holt.

Natürlich hätte ich sie mit Arbeit beschäftigen und ihnen meine Gesellschaft aufzwingen können, aber wozu? Ich meine, wenn man selber trauert, beschäftigen einen zwar die Anforderungen im Job oder powert einen körperlich aus, aber die traurigen Gedanken vertreibt es nicht. Daher der Gedanke an ein neues Pony bzw. zwei. Denn dann sind sie dauerhaft beschäftigt, mit kennenlernen, eine neue Rangordnung festlegen, und der Überlegung ob man eine Nanny oder eine böse Fräulein Rottenmeier sein möchte.

  • Das ich bewusst wieder Minis gewählt habe. Dies tat ich nicht nur weil sie mir Freude bringen, sondern da mir auch bewusst ist, dass ich diese noch in 35 Jahren versorgen kann.

Natürlich hört sich das sehr berechnend an, aber ich werd auch nicht jünger, zudem bin ich Selbstversorger. Und neben meiner grossen Vorliebe für Minishettys habe ich eben eingeplant das diese Ponys noch locker 30 Jahre und mehr an meiner Seite sein werden. Und ich möchte mich im Alter nicht zurücklehnen und sabbernd auf der Parkbank sitzen, sondern mich immer noch mit Pferden beschäftigen. Die Zwerge werden dies möglich machen, auch wenn die körperlichen Zipperlein im Alter dabei sind

  • Das es natürlich zwei sind, weil kleine Kinder eben mit Gleichaltrigen spielen sollen, und müssen …

Eine Sache welche die wenigsten verstehen können, aber ich möchte einem Jungpferd eben das bestmögliche bieten. Auch wenn Frau Panzer sicher ein toller Spielgefährte ist und auch die Hengstspiele ausführlich beherscht, zwei Jungs spielen zusammen eben doch ganz anders. Zudem, wer die Jungs beim Züchter gesehen hätte, wüsste das es ein absolutes Verbrechen gewesen wäre, die beiden zu trennen. Ich bin sehr dankbar das ich den Zwergen ermöglichen kann zusammenzubleiben, umgeben von Damen, welche sie sehr zu schätzen wissen.

Nun nach solchen Erklärungen sind die meisten Besucher still und ziehen schweigend von dannen. Und doch weiss ich das ihre Gedanken weiter um mich und die Pferdeherde kreisen. Viele werden mich wohl für verrückt halten. Vielleicht bin ich in ihren Augen auf der gleichen Stufe wie die verrückte Katzenlady?
Zumindest werden sie mich belächeln wegen meiner Pferdeliebe, allein schon wegen der Kosten und der Arbeit die ich auf mich nehme.

Aber ist es denn so schwer zu verstehen das man:

  • Sich mit Dingen umgibt die man liebt?
  • Die einem Freude schenken?
  • Bei denen sogar die Arbeit erholsam ist?
  • Die einem in den schlimmsten Stunden Trost spenden?
  • Für die man sich gerne aufopfert, damit es ihnen gutgeht?

Natürlich habe ich eine Familie, und diese ist wirklich wundervoll. Und die Liebe zu meinen Pferden, wie auch meinen anderen Haustieren schmälert die Liebe zu meiner Familie nicht. Ich flüchte also nicht zu meinen Pferden, aufgrund verborgener Mutterinstinkte oder fehlender Familienliebe, sondern sie gehören einfach zu meiner großen Familie dazu.
Und ich kann kaum in Worte fassen, wie dankbar ich meiner Familie bin, gerade weil sie mir so viel ermöglichen und mich immer unterstützen. Egal wie verrückt meine Träume oder Ideen manchmal wirken.
Eine Familie, die meine Tränen und Albträume nicht mehr sehen wollte, sondern mich lieber ermutigte und unterstützte, zu diesem Schritt, die Jungs zu den Liebies zu holen.
Denn nur deren Meinung und Unterstützung ist mir wirklich wichtig, denn sie und meine nun wieder glücklichen Pferdedamen zeigen mir wie richtig dieser Schritt war.

Also schiebe ich meine Gedanken an die Fragen von Fremden beiseite.

So werde ich wohl demnächst, wenn wieder einer fragt ›Warum denn noch ein Pony‹ wohl einfach antworten: Weil ich es kann!
Denn ich frage auch niemanden, warum er noch ein Kind bekommt – oder zwei oder drei, ein weiteres Auto kauft, obwohl schon 3 in der Garage stehen, die x-te Designerhandtasche oder die 12545. Tupperschüssel.

Jeder soll sich – soweit es die eigene Kraft, die finanziellen Mittel und der vernünftige Menschenverstand zulassen – mit den Sachen, Menschen, oder Lebewesen umgeben, die ihn glücklich machen. Denn nicht immer werden uns schöne Dinge im Leben erwarten, und auf die wenigsten haben wir wirklich Einfluss. So umgebe ich mich mit einer wundervollen Familie, liebreizenden Haustieren und einer kleinen Herde voller herzerwärmender Pferde.
Ich wünsche euch das Gleiche mit all den Dingen und Lebewesen, die euch glücklich machen.

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest Peticare – petHorse Health 2000

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns einem weiteren Produkttest, und zwar Produkten rund um die Kriebelmücke, wie auch deren Auswirkung dem Ekzem.Die Firma Peticare war so nett – und so mutig –  Produkte für diesen Test zur Verfügung zu stellen. Nachdem letzte Woche über den petAnimal Protect 2001 (Kriebelmückenstopp) berichtet wurde, widmen wir uns heute dem zweiten Testprodukt: petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Peticare – petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Produktbeschreibung:

• stoppt den Juckreiz sofort

• bei allen Ekzemformen (Dermatitis)

• schützt vor mikrobiellem Befall

• schützt vor bakteriellem Befall

• garantiert frei von Cortison

• garantiert frei von Antibiotika


Preis 28,80 €
für 100ml

Praxistest

Diese Lotion kommt ebenso wie ›petAnimal Protect 2001‹ in einer kleinen Auftrageflasche daher, welche an herkömmliche Haarfärbeflaschen erinnert. Die handliche Größe ist wie bei dem Spray gegeben, es passt in jede Hosentasche und ist leicht mitzunehmen. Einzig der beigefügte Tropfenverschluss ist gewöhnungsbedürftig. Denn auch wenn das Auftragen selber damit leicht vonstatten geht, der Verschluss ist einfach nur nervig. Einmal abgedreht ist er nur wenige Millimeter hoch. Während man den Verschluss bei den Haarfärbemitteln nach dem Öffnen wegwirft, muss man diesen für die Ekzemerlotion natürlich aufbewahren.

Da man aber beide Hände für das tropfenweise Auftragen und Einmassieren braucht – das hatte schon was von ›auftragen – polieren‹ aus Karate Kid – steckte ich den Verschluss anfangs zwischen meinen Zähnen, später dann -wir wissen, ich wäre so tollpatschig diesen zu verschlucken – in der Hosentasche.

Die Lotion selber war leicht aufzubringen, und für mich, und einige andere, fast geruchlos. Nur meine Oompa Loompa hat den Geruch wahrgenommen und als unangenehm, leicht teerig empfunden. Ich selber kann dies nicht bestätigen, möchte es aber erwähnen.

Nach dem Auftragen und Einmassieren hat man leicht ölige Finger. Feuchttücher oder Wasser und Seife lösen dieses ›Problem‹ aber schnell.

Innerhalb kürzester Zeit ließ sich folgendes feststellen:

  • Schon nach dem ersten Tag war bei Frau Pferd der Drang nach Dauerkratzen verschwunden.
  • Die Wunden schlossen sich zügig und die ersten Haare kommen auch wieder.
  • Die Lotion war auch auf offenen Wunden nicht unangenehm.
  • An Schweif und Mähne konnte man in 2 Wochen dem Haarwachstum derart zusehen, dass ich fast versucht war, es an meinen eigenen Haaren zu versuchen.
    (Aber ich habe eh schon sehr lange Haare )

 

Bilder vor der Behandlung

und

Zwei Wochen nach der Behandlung sah es dann so aus. Gerade beim Schweif ist deutlich zu erkennen, wie die Haare wieder wachsen:

und

Wie gesagt dazwischen liegen zwei Wochen einmal tägliches Auftragen.

Zu erwähnen sei, das die kleine Flasche nach zwei Wochen leer war. Gerne hätte ich länger getestet, um eine Langzeitwirkung zu beschreiben.

Fazit

Ein sehr gutes Produkt, leicht in der Handhabung und gezielt einzusetzen. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten und somit ist es in der Ekzemerpflege eine echte Hilfe.

Einzig, das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte einen Hauch besser sein, bzw. eine größere Lotionmenge etwas günstiger angeboten werden. Denn auch wenn Pferdehaltung teuer ist und man an der Pflege nicht geizen sollte, es gibt ähnliche Produkte die ebenso gut wirken aber günstiger sind.

Ebenso würde ich mir eine andere Auftragsspitze wünschen, mit einer Verschlusssicherung. Wir kennen solche Verschußkappen z.B. bei Feuerzeugbenzin und vielen anderen Produkten, bei denen die Verschlusskappe auch gelöst über ein kleines Plastikband mit der Flasche verbunden bleibt.
Wegen dieser beiden Punkte, die eher meiner persönlichen Wunschliste entsprechen, als die Funktionalität des Produktes negativ zu beeinflussen, kann ich keinen Punktabzug machen.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten und eine deutliche Kaufempfehlung. 🙂

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Peticare – petAnimal Protect 2001

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns einem weiteren Produkttest, und zwar Produkten rund um die Kriebelmücke, wie auch deren Auswirkung auf das Ekzem.

Die Firma ›Peticare‹ war so nett – und so mutig – Produkte für diesen Test zur Verfügung zu stellen. Getestet wurden:

  • petAnimal Protect 2001 (Kriebelmückenstopp)
  • petHorse Health 2000 (Ekzemerpflege)

Diese und viele andere interessanten Produkte findet ihr im Peticare-Shop.

Beide Produkte wurden nach einer ausführlichen Beratung und genauer Befragung zu Pferden, wie auch Insekten, seitens Peticare für mich ausgesucht. Die Beratung war freundlich und sehr kompetent. Sollte Hilfe bei der Auswahl benötigt werden, kann ich nur dazu raten den Kontakt zu Peticare zu suchen.

Heute widmen wir uns dem Kriebelmückenstop – petAnimal Protect 2001.
Genaueres zum ›petHorse Health 2000‹ gibt es im nächsten Sonntagsbeitrag. 🙂


Peticare – petAnimal Protect 2001

Dieses Spray ist ein spezieller Kriebelmückenstopp. Entgegen der meisten Produkte die über verschiedene Duftstoffe das Pferd unattraktiv werden lassen, arbeitet dieses Spray auf Alarmpheromonbasis. Das heißt, mithilfe von Alarmpheromonen glauben diese kleinen Biester das anstatt eines Blutsnacks, ein Feind auf sie wartet. Und da beißt man ja besser nicht zu und verkrümelt sich besser.

Dieses Produkt hilft laut Produktbeschreibung:

•  gegen alle Kriebelmücken (1550 Arten)
•  gegen alle Gnitzen (5000 Arten)
•  bis zu 24 Std. Langzeitschutz
•  verhindert das Sommerekzem
•  Spot on (ca. 5 Sprühpunkte)
•  Retard-/ Depotpräparat
•  zuverlässiger Schutz vor Kriebelmücken
•  zuverlässiger Schutz vor Gnitzen
•  sofortige Wirkung / keine Wartezeit

Dazu braucht es nur wenige Sprühpunkte um das Pferd zu markieren, es muss also nicht das ganze Pferd eingenebelt werden.

Der Preis liegt bei 29,80 € für 100 ml, welche etwa 3 Monate ausreichen sollen.


Praxistest

Damit der Test fair verläuft, wurde auf die Bremsenfalle, alle anderen Fliegen- / Mückenfallen, alle Sprays, wie auch auf die Möhrchenöhrchencreme verzichtet.
Getestet wurde an allen Pferden gleichzeitig, sowie abwechselnd an einzelnen, um die Wirkung zu testen.

Handhabung

Die kleine Sprühflasche ist erst einmal unheimlich handlich. Erst denkt man bei der Größe an eine Produktprobe, aber wenn man statt Einnebeln mit Sprühpunkten arbeitet, macht die kleine Flasche absolut Sinn.
Die Flasche passt in jede Hosentasche, Handtasche und in jeden noch so kleinen Putzkoffer. Selbst im Seitenfach der Autotüre hat sie Platz, was ebenso Sinn macht. Schließlich sind viele Weiden nicht gleich am Stall, und da ist die Größe sehr zweckmäßig, wenn diese im Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß mitgeführt werden soll.

Der Verschluss ist eine handelsübliche Plastikkappe, die ich schnell verwünscht habe. Ich neige einfach dazu, diese kleinen Scheißerchen zu verlegen. In der Hosentasche verbiegen sie, einmal abgelegt, sind sie farblos, kaum wieder zu finden. Dennoch hält die Sprühflasche auch ohne Verschlusskappe dicht.

Der Sprühkopf selber ist nicht nur leichtgängig, sondern auch sehr leise. Die Pferde fühlten sich absolut nicht gestört vom Sprühgeräusch / Gefühl. Das ist durchaus wichtig, da ja auch am Kopf ein Sprühpunkt sitzt.

Wirkung

Der Geruch war für mich kaum merkbar und somit unauffällig.
Die Wirkungsweise gegen die Kriebelmücken war aber sofort erkennbar:

  • Pferde, die eingesprüht wurden, hatten deutlich mehr Ruhe als jene ohne Spray.
    • An normalen Tagen, wurde ich von Mücken umkreist, die Pferde in Ruhe gelassen.
    • An Tagen mit Gewitterstimmung, waren die kleinen Biester aber deutlich angriffslustiger und gingen trotz Spray an die Pferde. Hier half es dann, mit mehr als 7 Spotpunkten zu arbeiten.

Fazit

Ein gutes Produkt, das in jede Tasche passt. Wer speziell gegen Kriebelmücken vorgehen will ist mit diesem Produkt auf der sicheren Seite.
Wunder vollbringen kann es allerdings nicht, und es wird sich immer mal die eine oder andere Suizidmücke finden, die trotz Alarmpheromonen an das Pferd will.
In Verbindung mit der Ekzemerpflege war eine deutliche Verbesserung und Erleichterung bei meinem Testkandidaten zu sehen.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

Kuriositäten bei der Pferdesuche

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen in der Zwischenzeit? Nachdem ich den Tod von Herrn Pony erst einmal verdauen muss, und letztes Wochenende meine Oompa Loompa Julia zu Besuch war, haben wir gemeinsam beschlossen, dass doch wieder ein Pony, oder auch zwei, zu meiner Bande dazu sollen. Zwar ist noch nichts spruchreif, so haben wir trotzdem die eine oder andere Verkaufsanzeige gelesen.

Eigentlich sind wir in der Auswahl recht frei, denn außer das es ein Pony sein soll steht bis jetzt nichts fest. Das ist auch eigentlich das Gute daran, weil das Angebot ist wirklich groß und vielfältig. Und ohne mich selber loben zu wollen, es käme ja auch in gute Hände: Meine Herde ist ponyerfahren, ich jungpferdeerfahren, Platz ist mehr als genug da und sie alle leben im Offenstall. Züchten möchte ich nicht mehr, sondern einem Pony eine Familie bieten.
Letztendlich ist es egal, ob es ein Wallach, eine Stute, ein Jungpferd oder zwei Fohlen wären. Die Möglichkeiten sind in alle Richtungen flexibel, aber die Auswahl ebenso.

Heidernei was sieht man da nicht alles …

  • Shettys / Minis, ohne Papiere für vierstellige Preise.
    (Da fragt man sich, ob der Preis Wunschdenken ist, oder die Besitzer etwas geraucht haben.)
  • Ponymixe, mit mehr als fragwürdigen Elternkonstellationen, die angepriesen werden wie ein Wundermittel aus dem teleshopping Kanal.
    (Wenn so etwas kein Unfall ist sondern gewollt, dann bin ich mir ganz sicher, das etwas geraucht wurde.)
  • Shettys / Minis, die mit Rehe oder Ekzem zu ›Normalpreisen‹ angeboten werden.
    (Frei dem Motto irgendein Dummer wird sich finden.)
  • Shettys, denen der Schlachter droht, wenn sie nicht für 800 € ausgelöst werden.
    (Klar soviel zahlen ja auch die Schlachter, wer‘s glaubt …)
  • Shettys / Minis, mit Fehlstellungen an Zähnen oder Beinen
    (Egal ob da noch Spätfolgen kommen oder nicht, Hauptsache weg damit und das möglichst gewinnbringend bitte.)
  • Shettys, die günstiger ohne Papier verkauft werden sollen.
    (Da möchte man nicht wissen, was mit den Papieren geschieht)
  • Und nicht zu vergessen: die ganzen Hengstfohlen
    Diese werden ab 250 € prämiert mit Papieren, was absolut Okay ist, bis zu überteuerten 1000 € angeboten. Und das am besten noch in Fuchsfarbe …
    Frei dem Motto: Jetzt wird alles angeboten, und fast alles als Sonderfarbe deklariert, in der Hoffnung das sich ein ahnungsloser Schlumpf findet.Nicht dass ich nicht wüsste, was ein Fohlen in der Aufzucht kostet und wert ist, aber man muss doch auch einmal realistisch sein.

Wenn die Hengstfohlen nicht gerade die zukünftigen Köranwärter sind, dann wird ein Züchter diese kaum behalten. Denn er besitzt im Normalfall ja den Vater, und somit den Grundvererber der Blutlinie.
Mit dem Sohn macht Zucht und Aufzucht entsprechend keinen Sinn. Die Stutfohlen können erwachsen ja noch von Pachthengsten belegt werden. Aber sieht man nicht den zukünftigen Champion in dem kleinen Zwerg dann wird man diesen kaum behalten. So sind mehrere Hengstfohlen jeden Sommer schlichtweg Ausschussware in der Zucht, so hart es auch klingt. Da helfen auch keine Kulleraugen und noch so flauschiges Fell.
Und neigt sich der Sommer dem Ende und der Herbst kommt, dann werden die Zwerge abgesetzt und müssen aufgestallt werden. Dann wird der Platz rar und die bis dato  prämierten wundervollen Hengstfohlen, wie auch nicht verkaufte Stutfohlen, zu mehr als günstigen Angebotspreisen verkauft. Man könnte auch sagen verschleudert.
Denn es ist ja nicht nur das diese Fohlen sonst über den Winter mit gefüttert werden. Ebenso kommen Kosten für Impfungen und Schmied, Wurmkuren und Versicherung dazu. Und wenn man Pech hat mitunter ungeplante Tierarztkosten. Daher kann man  überlegen, was günstiger ist: Die Absetzer über den Winter durchfüttern, oder gegebenenfalls vorher sehr günstig verkaufen.
Ob das fair ist oder nicht ist für den Käufer, und in dem Fall auch ehrlicherweise für mich, irrelevant.
Denn mit Zucht verdient man kaum noch etwas, und bevor man weitere Unkosten auf sich nimmt, ist ein günstiger Verkauf in gute Hände einfach sinniger. Frei dem Motto: Verdient wird an den ›Kracher‹-Fohlen in Sonderfarbe, aber alles andere ist Ausschuss, der wenigstens die Aufzuchtkosten abdecken sollte. Das hört sich zwar gruselig an, ist aber wenn man ehrlich ist realistisch.

So lehne ich mich also zurück und warte entspannt welche/s Pony/s mich finden wird. Eilig habe ich es nicht mit der Pferdesuche, und ich kann auch den Herbst geduldig abwarten. Mag ich auch nicht die ›Eierlegende Wollmilchsau‹ suchen, veralbern lasse ich mich beim Preis nun wirklich nicht.
Ich warte einfach ab, schmunzel über die Anzeigen mit den horrenden Preisen, die sich stetig wiederholen und hoffe das auch diese Ponys ein schönes und liebevolles Zuhause finden.
Was mich finden wird und letztendlich in die Familie eingeladen wird, wer weiß, ihr werdet es natürlich erfahren. 😉

Flauschige Grüße
Celeste

Nur ein Pony?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Die Woche ist wieder einmal mehr als im Fluge vergangen, und wie einige von euch sicher mitbekommen haben, wurde sie von einem traurigen Ereignis überschattet.
Herr Pony, welcher 18 Jahre an meiner Seite war, ist sehr plötzlich verstorben. Auch wenn er friedlich im Schlaf verstarb und nicht mehr aufgewacht ist, den Schock muss ich euch sicher nicht beschreiben.
Einige von euch kennen das Gefühl des Verlustes, haben sie schon das eine oder andere Pferd, Pony oder Haustier zu Grabe getragen. Anderen von euch steht dieses Ereignis noch bevor, und viele haben sicher berechtigte Angst vor diesem Tag.
Dennoch gehört der Tod zum Leben, und ich begleite meine Tiere bis zum letzten Tag. Auch darüber hinaus kümmere ich mich sorgfältig darum den Rest der Herde zu schützen, den Papierkram zu erledigen, oder den Abdecker nicht nur zu informieren, sondern auch bei der Abholung anwesend zu sein.
Und auch wenn ich nicht zartbeseitet bin, zwei Tage auf den Abdecker warten, bei 35 Grad, waren nicht unbedingt ein Erlebnis, das ich einem Pferdehalter wünsche.

Dementsprechend war mein Gemütszustand nicht wirklich flauschig in den letzten Tagen. Spannend für die Personen in meiner Umgebung, die bis dato immer noch glaubten das ein Asperger Autist keine Gefühle besitze. So habe ich doch, als sonst immer sehr neutraler Mensch, Rotz und Wasser geheult. (Nebenbei Autisten haben Gefühle, und sie werden davon derart überschwemmt das sie einfach lernen diese auszublenden und zu kontrollieren. Das ist wie bei den Vulkaniern: Die Gefühle sind immer da, man lässt es sich meist nur nicht anmerken)
Während ich mich also in den letzten Tagen vergraben und einen Kuchen nach dem anderen gebacken habe (das hatte schon etwas von Izzy aus Greys Anatomy), so hat meine Familie schon überlegt, ob ich ein neues Pony irgendwann möchte, und mir auch die eine oder andere Verkaufsanzeige unter die Nase gehalten.
Aber so ist meine Familie eben, sie weiß das Pferde mein Leben sind und deswegen liebe ich sie. Sie verstehen meine Verbindung zu den Pferden und auch meine Trauer darüber.

Anders sind da fremde Personen, die meine Trauer nicht verstehen können, den plötzlichen Wandel von der immer fröhlichen Celeste, zu der stillen und Ruhe wünschenden Person. Ja, das Pony ist gestorben. Hm, mag ja traurig sein, aber das man so in ein Loch fällt? Es war doch NUR EIN PONY…
Und ich habe ja noch große Pferde, die kann man doch sogar reiten …
Das Verständnis über die Trauer wegen dem ›alten‹ kleinen Ponys ist nicht gegeben.
Schätzeleins, ganz ehrlich? Euch hat man doch ins Gehirn geflauscht!
Ich liebe alle meine Pferde, meine Katze wie auch meine Kaninchen, ebenso liebe ich meinen Mann und meine restliche Familie …
Aber Herr Pony war ein Teil dieser Familie und unersetzlich für mich.
Denn Pferde – egal ob groß oder klein – sind:

  • Seelentröster
  • Geheimnisbewahrer
  • Beste Freunde
  • Vertraute

und wie man nicht oft genug erwähnen kann: Familienmitglieder

Es sind die Pferde / Ponys …

  • denen wir unsere Träume ins Ohr flüstern.
  • an deren Hals wir viele Tränen geweint haben.
  • die täglich an unserer Seite sind.
  • deren Wiehern unser Herz aufgehen lässt.
  • deren Fell für uns weicher als jede Decke ist.
  • mit denen wir stolz spazieren gehen.
  • die wir nicht reiten mussten, um glücklich zu sein.

Nein, es sind nicht NUR Ponys, es sind Ponys, auf die wir stolz sind!

Und wenn uns so ein Freund und Seelenpartner verlässt, dann ist das schmerzhaft, es ist traurig, und gottverdammt dann bin ich eben ein Trauerkloß und backe einen Kuchen nach dem anderen. (Die Kuchen machen dann wenigstens mein Umfeld glücklich.)
Aber ich möchte nicht hören, das es NUR ein Pony war! Denn dieses Pony gehörte zur Familie und gab mir mehr, als manche Menschen es je können werden.

Vielleicht wird irgendwann ein neues Pony bei mir einziehen, das wird sich zeigen. Aber das kann weder Herrn Pony ersetzen noch den Schmerz lindern. Aber es kann eine Chance sein für ein kleines Pony, das ein Familienmitglied werden möchte, anstatt irgendwo NUR ein Pony zu sein …

Flauschige Grüße
Celeste

Reitbeteiligungen, Pflegemädchen oder kostenloser Stallbursche?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen und ihr genießt dieses wunderschöne und sonnige Wetter!
Mein letzter Sonntagsbeitrag hat nicht nur viel Anklang gefunden, nein, ich bekam auch massig Rückmeldungen dazu. So viele Pferdebesitzer haben sich im Beitrag wieder erkannt, und mir das auch geschrieben. Nein, sie haben sich nicht als verwöhnte Göre, sondern als Mädchen in gebrauchten Reitsachen gesehen. Als man sich als Pflegemädchen die Reitstunden noch erarbeitet hat. Man hatte nur wenig, hat hart geschuftet, aber man war glücklich und zufrieden.

Damals war es auch noch deutlich einfacher, es gab:

Pferdebesitzer
Diese waren wohlhabend und das Pferd war auch eine Art Statussymbol. Wer sich damals ein Pferd leisten konnte hatte Geld, oder ließ zumindest bewusst diesen Schein wirken.
Geld gab man höchstens aus, für Stallmieten, Reitlehrer, Zubehör und Trainer. Auch den Pflegemädchen steckte man gerne mal etwas zu. Aber man nahm kein Geld an. So etwas wie eine Reitbeteiligung heute, gab es nicht. Denn Geld nehmen war absolut verpönt, schließlich hatte man das nicht nötig.

Reitschüler
Diese begnügten sich mit mehr oder minder guten Schulpferden. Der Reitlehrerton war oft so harsch, dass man ihn noch zwei Gebäude weiter hören konnte. Aber sein Wort war Gesetz. Es wurde weder in Frage gestellt noch daran gerüttelt. Selbiges galt natürlich auch für den Stallmeister.

Pflegemädchen
Meistens vergaben die wohlhabenden Pferdebesitzer ihre Pferde als Pflegepferde. Eigentlich war man als Pflegemädchen für jede Aufgabe zuständig, welche einem der Pferdebesitzer ERLAUBTE.
Ja erlauben, denn auch putzen, Sattelzeug wienern, ausmisten, Turniertrottel spielen oder gar die Krankenpflege übernehmen dürfen, war fast eine Auszeichnung. Schließlich ließ der Pferdebesitzer einen mit seinem wertvollen Pferd erst unter Anleitung, und später eigenständig agieren. Und wenn man mal zum Trockenreiten aufsitzen durfte, dann war das ein Highlight, das einem neidische Blicke der anderen Pflegemädels bescherte.
Unter den Pflegemädels war es oft ein Wettkampf: Wer ergattert ein Pflegepferd? Wessen Pferd ist das schönste, das best gepflegte, welche Box am saubersten gemistet usw.
Dennoch war der Zusammenhalt, trotz Kokurrenzdenken, groß. Das Sattelzeug wurde stundenlang zusammen geputzt und Rüben täglich für das Futter gesäubert. Zusammen wurde bei der Heuernte tagelang geholfen, trotz Heuschnupfen und tränenden Augen, und oft genug wurde im Stall übernachtet.
Und machte man seine Arbeit gut und war wirklich talentiert, ja, dann durfte man auch sehr oft reiten. Und wenn man dann vom Stallmeister oder Bauern in die private Küche eingeladen wurde, und man einen heißen Kakao und ein belegtes Brot bekam, dann war das der Himmel auf Erden.

Heute sind die Zeiten anders … Jetzt gibt es:

Reitbeteiligungen
Hier zahlt man Betrag X um das Pferd zu bestimmten Zeiten nutzen zu dürfen. Manchmal wird die Summe reduziert, wenn noch gewisse Stalldienste übernommen werden, aber es bleibt immer bei einem festen Beitrag für eine bestimmte Anzahl an Reittagen.
Eigentlich eine nette Idee für viele Reiter, die kein eigenes Pferd haben können. Dennoch hat dieses Geschäftsmodell seine Schattenseiten.
Viel zu oft gehen ungeübte  Reiter an ein Privatpferd. Sie denken das einige Reitstunden auf dem braven Schulpferd ausreichen, um reiten zu können. Eigentlich ist es kein Wunder wenn dies dann schief läuft, denn viele Schulpferde sind Selbstläufer, und von gut ausgebildeten Privatpferden Meilenweit entfernt.
Umgekehrt gibt es aber auch schlecht ausgebildete Privatpferde, bei denen dann die Reitbeteiligung den Ausbilder übernehmen soll. Nur statt für die Ausbildung Geld zu bekommen, sollen sie auch noch dafür zahlen. Fehlt dann nur noch das sie nach getaner Arbeit auf der Plantage Baumwolle pflücken sollen.
Ebenso gibt es leider Pferdebesitzer welche sich mit den Unterhaltskosten eines Pferdes übernommen haben, und dieses dann ausschliesslich über Reitbeteiligungen finanzieren. Auch nicht unbedingt sinnvoll. Zum einen, ist es für das Pferd nicht schön, wenn in der Woche drei verschiedene Reiter darauf herumgurken, zum anderen reiten diese wahrscheinlich auch mit unterschiedlichen Ansichten und Erziehungsmethoden. Und entgegen eines Reitschulpferdes steht dann kein Lehrer an der Bande der sie auch mal zurecht pfeift und an einen konstanten Ausbildungsweg erinnert.
Natürlich gibt es auch Traumkonstelationen zwischen Pferd, Besitzer und Reitbeteiligung. Und zwar genau dann wenn beide Reiter an einem Strang ziehen und den gleichen Ausbildungsweg wählen. Das bedeutet, die Reitbeteiligung den ausgesuchten Weg des Besitzers akzeptiert, aber der Pferdebesitzer auch Vorschläge der Reitbeteiligung überdenkt, wenn sie dem Pferd zugutekommen.
Unschön sind dagegen Reitbeteiligungen die sich für das ›heißeste Wiener Würstchen‹ halten. Frei dem Motto ›Ich zahle schließlich, also mache ich was ich will.‹
Oder auch gern gesehen ›Ich habe eh mehr Ahnung als der Besitzer, der sich nieeee kümmert!‹
Tja Schätzelein, was soll ich sagen. Wenn du über ein Pferd bestimmen willst, dann kauf dir eins. Aber nur weil du eine Reitbeteiligung bist hast du kein Bestimmungsrecht. Schön wenn der Pferdebesitzer auf deine Vorschläge eingeht, aber das muss er nicht. Und Alleingänge die nicht abgenickt wurden, sind weder cool noch sinnig. Willst du deine Selbstfindung an einem Pferd ausleben, dann ist ein eigenes sicher sinnvoller. Dann kannst du ja mal schauen, wie praktisch so eine aufmüpfige allwissende Müllhalde, äh Reitbeteiligung, ist.
Wichtig ist daher ein gut aufgesetzter Vertrag der beiden Seiten Rechte wie Pflichten verdeutlicht. Denn alles was schon schriftlich festgelegt wird bietet kein Streitpotential mehr. Sicher kann man sich als Reitbeteiligung mit einem sehr genauen Vertrag eingeschränkt fühlen. Allerdings sollte man auch den Vorteil für sich erkennen das einem viele Streitgespräche erspart bleiben, zB *was wenn das Pferd für längere Zeit nicht reitbar ist* oder *darf ich einen fremden Trainer buchen* usw.
Wenn man sich also für eine Reitbeteiligung entscheidet, sollte man vorher ein sicherer und geübter Reiter sein. Ebenso sollte das Pferd passend zu den eigenen Reitkünsten ausgesucht werden. Passen dann die eigenen Wünsche mit denen des Pferdebesitzers überein dann steht einem freudigen Zusammensein nichts im Wege.

Reitschüler
Diesen muss man heutzutage fast den Arsch pudern.
Zuviel Kritik?
Der Lehrer ist böse und wird gewechselt.
Das Pferd lässt sich nicht gut reiten?
Dann wechselt man die Reitschule, denn Pferd und Lehrer sind schuld.
An sich selber wollen die wenigsten arbeiten, reiten soll leicht und flauschig sein. Voller Vertrauen, will man lieber mit Halsring über die Feldwege schweben. (Erlaubt mir an dieser Stelle einen kleinen Anfall von Brechreiz, mit Hinweis auf die Strassenverkehrsordnung)
Reitlehrer und Trainer werden gewechselt wie die Unterhosen, und das ist kein Wunder, gibt es inzwischen eine wahre Plage von selbsternannten Trainern, die wahre Wunder versprechen. Nein, man muss nicht mehr an seinen Reitkünsten arbeiten, man muss nur den richtigen Trainer finden der lobhuddelnd sein System vermarktet.

Das Pflegepferd
Auch das gibt es heute noch, wenn allerdings meist mit deutlich anderen Vorstellungen als damals. Meist werden diese nur noch für unreitbare Pferde, oder Ponys gesucht. Frei dem Motto ›Wer reiten will soll auch zahlen‹ und für die unreitbaren und zu kleinen Ponys bleiben dann eben die Pflegemädchen. Dazu haben viele auch einfach die Nase voll von aufmüpfigen jungen Damen. Denn galt damals noch den Pferdebesitzer mit Respekt und Höflichkeit zu behandeln, gilt nun eine dezente ›leck mich‹-Einstellung. Nicht selten mit der Einstellung ›Ich zahle lieber 50 € für eine Reitbeteiligung, als das ich mir alles vorschreiben und sagen lassen muss‹. Oft ist auch die Arbeit rund ums Pferd ein Punkt, warum es immer weniger Pflegemädchen gibt. Denn neben Schule und ›Lifestyle‹ bleibt immer weniger Zeit und Lust auf Weide abäppeln oder Boxen misten. Schließlich ist das auch eine Mammutaufgabe, wenn man in der einen Hand das Handy und in der anderen die Mistgabel halten muss. Nicht das noch einer der neu gemachten Gelnägel abbricht.
Ja ich weiß, das war gemein und natürlich sind nicht alle so. Es gibt sie immer noch, die bemühten Mädchen die arbeits- und lernwillig sind. Die Fachwissen aufsaugen wie ein Schwamm und ehrlich ums Pferd bemüht sind. Aber sie werden leider immer seltener.

Der unschöne Trend inzwischen auch für eine Pflegebeteiligung Geld zu verlangen finde ich genauso grausig, denn ein gutes Pflegemädchen auf das man sich verlassen kann ist Gold wert.

Nun ja, was soll ich sagen, die Zeiten ändern sich. Ich habe nie eine Reitbeteiligung an meinen Pferden gehabt, Pflegemädchen dagegen schon. Und sie alle mussten durch eine harte Schule, mit viel Arbeit und Gehorsam. Und dennoch wurden sie auch von mir verwöhnt und belohnt. Ich würde mir wünschen das einige Pferdebesitzer wieder von der Reitbeteiligung weggehen, und mehr Pflegerinnen eine Chance geben. Sicher gibt es Mädels die eine ›das kostet, nix also muss ich mich nicht anstrengen‹-Einstellung haben, aber auch diese kann man schnell aussortieren.

Wir Pferdebesitzer haben soviel das wir weitergeben können: Fachwissen, Erfahrung und die Möglichkeit neue Reiter anzuleiten. Sicher geht dies nur, wenn man die Zeit und die Lust dazu hat, aber wer weiß, vielleicht versucht ihr es doch einmal wieder.

Und wenn nicht, ist das absolut in Ordnung, trotzdem denke ich, wie auch viele von euch, sicher gerne an die Zeit von früher zurück, als ein Pflegepferd etwas Wertvolles war.

Flauschige Grüße
Celeste

Eltern als Goldesel?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen in den letzten stürmischen Tagen? Bei mir hat der Sturm doch glatt zwei Bäume zerlegt. So widme ich mich also – mal wieder – der Weidepflege, wie auch der Zauninstandhaltung der Sommerweiden. Die Akku-Sense aus meinem letzten Test ist mir übrigens nach wie vor eine große Hilfe dabei.

Und wenn ich dann meiner freien Zeit fröne, zappe ich – wer hätte es erraten – wie immer durch das Internet. Ich liebe Pferdegruppen und auch die Unterhaltungen darin, denn oft finde ich dort Ansätze zu meinen Blogbeiträgen. So stolpere ich diesmal über Aussagen, von recht jungen Damen, welche noch Daheim wohnen, die in etwa so lauteten:

  • Das meine Eltern mir ein Pferd kaufen müssen, ist völlig normal.
  • Natürlich zahlen meine Eltern alle Kosten meines Pferdes.
  • Den Stall suche ich natürlich aus, er muss ja meinen Ansprüchen genügen. Meine Eltern müssen das dann eben in Kauf nehmen wenn es teurer wird.
  • Sie zahlen auch Lehrgänge und Turniere, wie soll ich sonst erfolgreich werden?
  • Alle meine Freunde haben verschiedene Zubehörsets, da müssen meine Eltern mir das auch kaufen, damit ich mithalten kann.
  • Das Auto das ich zum 18. Geburtstag bekomme, muss aber einen Hänger ziehen können, und natürlich von Marke *Nobelhobel* sein, denn sonst taugt das ja nichts.
  • Das sie den Führerschein bezahlen ist auch völlig normal, denn ich muss ja zum Stall kommen. Ich will ja nicht ewig auf den Bus warten.
  • Mein Handy muss auch neu und modern sein, damit ich am Stall immer erreichbar bin.

Und das sind nur einige Beispiele von vielen, welche mir in letzter Zeit begegnet sind. Da denke ich mir auch: Was zur Hölle? Brennt’s bei euch?
(Wenn ja, könnte waschen und ein Antibiotikum helfen, aber kein Pferd!)
Wie kommt ihr darauf, das eure Eltern euch diese Sonderwünsche finanzieren MÜSSEN? Oder das es natürlich und selbstverständlich ist, wenn sie ihr hart verdientes Geld für eure Wünsche ausgeben?

Als ich jung war – kurz nachdem die Dinosaurier ausgestorben sind – gab es eine solche Einstellung nicht. Da gab es die Mädchen mit den wohlhabenden Eltern, welche Ponys besaßen, und die normalen Kinder, welche dann deren Pflegemädchen waren. Das war ein Job der nicht nur heißbegehrt, sondern auch mit viel Arbeit verbunden war. Denn logischerweise gab es mehr Pflegemädchen als freie Pflegepferde, und man legte sich mächtig ins Zeug um einen solchen Posten zu ergattern.
Reitstunden waren damals ebenso nicht selbstverständlich, sondern etwas das man vielleicht zu Weihnachten oder Geburtstagen bekam. Denn 10er Karten waren teuer, und das Geld dafür musste zusammen gespart werden. Oft hat man sich mit Stallarbeiten Reitstunden verdient, und selbst wenn man nicht reiten durfte, verbrachte man alle Freizeit im Stall.
Die Reitausrüstung bestand oft nur aus alten Jeanshosen, Turnschuhen oder alten Gummistiefeln. Und wenn ein Turnier anstand, dann wechselte man mit der Freundin die einzige weiße Reithose, im geliehenen alten Pferdehänger.
Nicht selten waren drei Mädchen in der gleichen Hose unterwegs. Auch Kappe und Stiefel wurden weitergereicht, denn man teilte das wenige, das man hatte.
Ja, wir waren damals sicher nicht reich und anspruchsvoll, und wir haben für unsere Träume gearbeitet! Wir wären nie auf die Idee gekommen, solche Geschenke von unseren Eltern einzufordern.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals zu Weihnachten (nach vielen Jahren in Jeans und Turnschuhen) einen Gutschein für ein Reitgeschäft bekam. Für diesen hatte meine gesamte Familie zusammengelegt und er betrug 150 DM. (Nicht Euro!)
Auch wenn dies heute sicher einer einzigen Sammlerschabracke entspricht, damals war das unheimlich viel Geld.
So betrat ich das kleine Reitgeschäft in unserer Stadt. Dieses zu besuchen war immer ein Highlight. Selten konnte ich mir dort etwas kaufen, das über eine Tüte Leckerchen oder Mähnengummis hinausging. Und doch war ich mit meiner Freundin oft genug dort, nur um den Duft von Leder, Sattelseife oder Fliegenspray in uns aufzunehmen.
Die wundervollen Halfter, die glänzenden Gebisse, die hübsch aufgetürmten Putzkästen und Bürsten, an all diesen Dingen haben wir uns immer erfreut.
Oft blätterten wir durch die Fachbücher, welche es nur dort gab, und saugten alle Informationen auf wie ein Staubsauger. Denn das Internet als Informationsquelle gab es damals noch nicht.
Die Bekleidung wie Stiefel, Hosen oder Kappen und Turnierbekleidung war eine Etage tiefer. Diese Räume betraten wir nie, denn wir hatten nie das Geld für solche Dinge. Außerdem hatten Angst, das uns die Verkäufer ansprachen, und wir eine Beratung verneinen mussten. Aber an dem einem Tag hatte ich ja meinen Gutschein, und so traute ich mich dann die Treppe hinunter, in den Raum voller Reitbekleidung.
Das Angebot war überwältigend und trotz des großzügigen Gutscheins, war mein Geld sehr begrenzt und ich völlig überfordert, mit der Masse an Bekleidung. Ich hatte damals wirklich Glück, denn eine sehr nette Verkäuferin nahm sich meiner an. Wir besprachen was ich brauche. Sie stellte eine Reitkappe (die wunderschönen alten Samtkappen mit dem Gummiband), eine schwarze Knielederreithose (kratzig und mit knochenhartem Leder nach dem waschen) und ein paar Gummireitstiefel für mich zusammen.
Sie wählte nicht nur bereits reduzierte Sachen aus, sondern gewährte mir auch einen Sonderrabatt, damit mein Gutschein ausreichte. Ich glaube, heute noch, das sie an diesem Verkauf nicht viel Gewinn machte, aber mich hat sie damals überglücklich gemacht, hatte ich doch nun meine erste echte Reitausstattung.
Die Hose tat viele Jahre ihren Dienst, täglich. Oft gewaschen und noch häufiger geflickt, kratzig und unbequem, aber es war eine echte Reithose!
Die Kappe, welche soviel schützte wie ein Fliegenpubs, wurde mit kaltem Kaffee abgewaschen, damit sie nicht ausblich in der Sonne.
Und die Stiefel trug ich auch noch, als sie schon lange nicht mehr wasserdicht waren.
Ich habe diese Sachen lange in Ehren gehalten und getragen, bis sie fast auseinanderfielen.

Als ich dann endlich mein eigenes Geld verdiente, kaufte ich mein erstes eigenes Pony. Ich startete mit:

  • Einem Halfter
  • Einem Strick
  • Einem gebrauchten Sattel
  • Einer Billigtrense
  • Zwei Satteldecken (Die zweite war ein gesammeltes Geschenk meiner Arbeitskollegen zum Geburtstag)
  • Ein gebrauchter offener Putzkasten, mit altem Putzzeug meiner Freundin

Und das wars.

Keine Ansprüche à la ›ihr müsst‹ an meine Eltern. Nein, ich habe selber für alles gesorgt. Sicher kam später mehr Zubehör dazu, ebenso wie einige Pferde, aber das war meine Entscheidung und mein eigenes, hart verdientes Geld.
Nie wäre ich auf den Gedanken gekommen dies von meinen Eltern einzufordern, oder es gar als selbstverständlich zu erachten.
Aber einige Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, die noch daheim leben, sehen das anders. Sie fordern all diese Dinge einfach ein, obwohl ihre Eltern schon folgende Dinge bieten:

  • Ein Zuhause, für das sie Miete, Darlehensraten oder zumindest alle Instandhaltungskosten zahlen.
  • Wasser-, Strom- und Heizkosten.
  • Eine gesicherte Ernährung
  • Kleidung, Möbel für euer Zimmer
  • Internet, Handyverträge usw.
  • Lehrmittel für Schule, Lehre oder Studium
  • Beförderung via Auto oder Bus- und Bahntickets
  • Urlaube, Klassenfahrten
  • Zusatzkosten für Medikamente und Arztbehandlungen, welche die Krankenkasse nicht trägt.
  • Übernahme oder Bezuschussung für Hobbys, Wünsche sowie ein Taschengeld wird es sicher auch geben.

Und diese Kosten werden von dem Verdienst eurer Eltern getragen. Das heißt, sie gehen arbeiten, damit eure Kosten getragen werden. Dazu haben sie selber natürlich auch noch eigene Kosten für den Lebensunterhalt ähnlich wie eure. Dann kommen noch Versicherungen dazu, eine Altersvorsorge und nicht zu vergessen, eigene Wünsche und Träume.
Wie kommt ihr also darauf, dass sie euch eure Wünsche erfüllen MÜSSEN?
Das es ihre Pflicht ist, all euren Naupen nach zu gehen, nur weil sie euch in die Welt gesetzt haben? Eure Eltern haben durchaus das Recht zuerst auch ihre eigenen Wünsche zu erfüllen, schließlich ist es ihr sauer verdientes Geld. Sie müssen euch zwar versorgen, aber euren Sonderwünschen müssen keineswegs stillschweigend mittragen.
Und bitte kommt nicht mit dem Argument ›das Geld ist da, die haben genug‹, denn selbst wenn dem so ist, es ist IHR Geld und nicht eures.
Natürlich gibt es Familien, die man als vermögend bezeichnen könnte. Eltern, denen größere Ausgaben nicht so schwerfallen, wie einem normal verdienenden Ehepaar. Und sicher gibt es auch einige von ihnen, welche ihren Kindern gerne eine Freude bereiten. Ob dies dann durch derart grosse Geschenke gestaltet werden muss ist zwar fraglich, aber bleibt jeder Familie selber überlassen.

Von daher seid froh und verdammt noch mal dankbar, für jedes Geschenk, egal ob gross oder klein. Aber setzt bitte niemals voraus, dass dies normal in einer Familie ist, oder ihr ein Anrecht darauf habt. Denn auch wenn eure Familie vermögend ist, es ist nicht an euch darüber zu verfügen.

Wenn ihr über Geld frei verfügen wollt, geht arbeiten! Dann wisst ihr, wie lange so mancher Wunsch bis zur Erfüllung braucht.

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Akku Gras- & Strauchschere

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Nach zwei Wochen Blogpause geht es nun gleich mit einem Produkttest weiter, und zwar mit einer Akku Gras- und Strauchschere.
Alle Offenstall- oder Weidebesitzer kennen es, immer wieder muss man Zäune und Litzen von Unkraut und Gras befreien, oder aber Brennnesseln und Disteln abmähen. Und sicher ergeht es euch da ähnlich wie mir, eine echte scharfe Sense, oder gar ein Benzin Freischneider würde das eigene Verletzungsrisiko drastisch erhöhen.
Da ihr meine Blogbeiträge kennt, wisst ihr, dass ich zu unbeabsichtigten Verletzungen neige, und weiteren Blutopfern wollen wir ja aus dem Wege gehen.
Meine Lösung ist daher eine Akku Gras- und Strauchschere. Ich habe im Laufe der Jahre viele verschiedene Modelle getestet, und sie ehrlich gesagt auch mehr als zweckentfremdet, und meinen Testsieger stelle ich euch heute vor:

 

Akku Gras- & Strauchschere 10,8 Volt von Westfalia

Technische Daten

10,8 Volt/ 1,3 Ah Li-Ionen
Netzteil: 400 mAh/ 230 Volt
Ladezeit: 3 – 5 Stunden
Grasmesser: Schnittbreite 160 mm
Strauchschere: Schnittlänge 200 mm, Messerabstand 8 mm
Gewicht: 1900 g
Teleskopverlängerung: ca. 90 cm
Inklusive Radsatz, Strauch-, Hecken- und Grasmesser

Diese gibt es momentan zu einem Preis von 59,99 €, und eine kleine Gartenschere gleich gratis dazu. (Stand 04.06.2017)

Gebrauch
Man muss sich darüber klar sein, das diese Grasschere niemals für Pferdehalter entworfen wurde. Eigentlich sollte sie wohl eher das Unkraut im gepflegten englischen Garten schneiden, oder auch einige Zier- Sträucher stutzen.

Nun, bei mir hat sie ein Jahr lang Zäune freigeschnitten. Zäune mit Litzen, Zäune mit Wilddraht, und ebenso Holzzäune.

  • Dabei waren immer wieder auch Brombeeren, mit dünnen wie dicken Stielen. Alles was die Schnittbreite fassen konnte hat sie auch an Brombeeren vernichtet, egal ob frische oder getrocknete Äste.
  • Sträucher hat sie ebenso zuverlässig gestutzt, solange es in ihrer Schnittbreite lag. Zu dicke Äste kappte ich mit der gratis Gartenschere und stutzte den Rest wieder mit der Akkuschere.
  • Hatten sich die Messer doch einmal verfangen, konnte man sie mit einem kurzen Ruckeln wieder lösen.
  • Immer wieder haben sich – durch meine eigene Dummheit – die Messer bei mir im Draht verfangen, weil ich den Wildzaun hinter dem Unkraut nicht sah.
    Dicken Wildzaun schneidet sie natürlich nicht, aber trotz dessen, dass mir das wirklich sehr oft passiert ist, wurden die Messer NICHT stumpf! Wie oft sie das schon problemlos ausgehalten hat grenzt für mich an ein Wunder.
  • Feines Gras schneidet sie auch mit dem Heckenscherenaufsatz zuverlässig, obwohl es dafür einen extra Aufsatz gibt. Ich habe den Aufsatz also nie wechseln müssen, was natürlich meinem Faulschlumpf-Gen sehr entgegen kommt.
  • Der Akku hält etwa eine Stunde und ist von der Form her sehr klein. Ich fand das unheimlich praktisch da man ihn einfach in die Tasche, oder Hosentasche stecken kann um ihn mit nach Hause zu nehmen. Die Ladezeit war ebenso ziemlich schnell, ich schätze, nicht mal eine Stunde.
  • Die Schere lässt sich in vielen Winkeln verstellen und anpassen, so dass man überall jede Stelle des Zaunes problemlos erreicht. Gerade das kopfüber Arbeiten bei Ästen oder Brombeeren erleichtert dies ungemein, besonders wenn man so klein ist wie ich.

 

Negativ erwähnen muss ich

  • Der Übergang vom Stil zum Handgerät hat zwei Plastikklammern als Halterung. Diese sind für den normalen Gebrauch sicher absolut ausreichend, für den Gebrauch als ›Pferdesense‹ aber nicht. Ich habe einfach beide Teile mit Sekundenkleber verbunden. So konnte ich zwar die Grasschere nicht mehr einzeln als Handgerät nutzen, aber dazu war sie – für mich – ja auch nicht gedacht.
  • Die Abdeckplatte der Messer gibt nach einigen Monaten nach. Auch hier wurde nur mit Plastikhaltern gearbeitet.
    Was soll ich sagen, das gute alte Isolierband richtet es. Nicht schön, aber haltbar. Herum gewickelt und die Platte hält 1 a.

Fairerweise muss man auch hier sagen, das Gerät wurde wirklich mehr als an alle Schmerzgrenzen getrieben. Ebenso bot Westfalia gleich an das Gerät zurück zu senden, als die ersten Klammern ihren Dienst aufgaben.
Die Fehlerquelle liegt hier aber einzig am nicht üblichen Gebrauch, nicht am Gerät selber.

 

Zusatzoptionen

Ersatzstrauchmesser zu Akku Gras- und Strauchschere
19,99 €
Bis jetzt war trotz enormer Mehrbelastung kein Ersatzmesser nötig.

Ersatzakku zur Akku Gras- und Strauchschere 10,8 Volt Li-Ion
29,99 €
Eine schöne Option, wenn man länger am Stück arbeiten möchte. Allerdings hält auch nach einem Jahr der beiliegende Akku ohne zu schwächeln, oder Verbrauchszeit einzubüßen.

Sägenvorsatz für Gras- und Strauchschere
24,99 €
Eine spannende Option, die ich bei Gelegenheit noch austesten möchte.
Denn das man die Möglichkeit hat das Akkugerät in eine Astschere umwandeln zu können, ist schon eine sehr interessante Zusatzoption. Oft kürze ich Pfosten oder Latten oder kleine Balken bei Umbauarbeiten, da wäre die Alternative zur Handsäge eine schöne Idee.
Sollte ich es testen, gebe ich selbstverständlich Bescheid. 😉

Fazit

Ein wirklich gutes und günstiges Gerät, das für den Pferdegebrauch so nicht gedacht war. Und obwohl es nicht nur zweckentfremdet, sondern bis an die Belastungsgrenze getrieben wurde, hält dieses Gerät, was es verspricht.

Das die Messer und die Stielhalterung dem Sensengebrauch nicht stand gehalten habe kann ich nicht negativ bewerten, das wäre unfair. Denn dazu ist dieses Gerät einfach nicht entworfen worden. Wer aber mit ein paar Klebestellen leben kann, der wird hier eine gute Hilfe für die Weidepflege finden.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten

Flauschige Grüsse
Celeste

Spenden, Hilfsbereitschaft und andere Sorgen

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen? Heute widmen wir uns einem Thema, das ich schon eine Weile auf den verschiedenen Onlineplattformen beobachte: Bettel- und Spendenpostings.

Ich weiß nicht, ob ihr auch schon über sie gestolpert seid, aber sie klingen meist ähnlich:

  • »Suche Pferdesachen egal was, umsonst oder bis 5 €.«
  • »Suche Pferdesachen oder Spenden für meine Tierschutzfälle.«
  • »Habe ein Pferd gerettet und suche nun Spenden.«
  • »Habe nicht viel Geld, aber brauche Zubehör, bitte umsonst oder billig.«
  • »Habe hohe Tierarztkosten, bitte spendet, sonst muss es erlöst werden.«
  • »Möchte ein Pferd vom Schlachter freikaufen, bitte spendet! Auch Zubehör.«

Um einfach ein paar Beispiele zu nennen.

Und schon tauchen die Mädels aus dem Off auf und bieten ihre Ware an. Meist ist es Ramsch, den sie in den Pferdeflohmarktgruppen nicht verkauft bekommen. Zu alt, zu verlottert und manchmal regelrecht versifft. Aber vielleicht findet sich so ja ein Abnehmer, der doch noch 2 € zahlt? Schließlich ist das ja für einen guten Zweck, da gibt es den polierten Heiligenschein gleich gratis dazu.
Das sie allerdings meist keine Antwort auf diese wirklich selbstlosen Angebote bekommen, liegt nicht selten daran, dass wirklich Spendenwillige auftauchen, die gleich ganze Päckchen packen.
Vollgestopft mit alten Sachen und guten Wünschen, werden diese unbedacht an die vermeintlich hilfsbedürftige Person geschickt. Im besten Glauben, das man einer armen Person mit einem leidenden Pferd etwas Gutes getan hat.

Nicht selten gibt es später erstaunte Gesichter, wenn das verschenkte Zubehör auf einmal in Gebrauchtbörsen auftaucht. Denn nicht immer steckt hinter jedem traurigen Spendenaufruf auch ein echter Notfall. Inzwischen ist es zu einem unschönen Trend geworden, einfach nach Zubehör zu fragen, das dann mit einer traurigen Geschichte umsonst eingeheimst wird, nur um es dann zu Geld zu machen. Auch eine Art sein Taschengeld aufzubessern, wenn man so will.
Ebenso gibt es Tierschutzhöfe – natürlich neben denen, die wirklich tolle Arbeit leisten und die damit nicht gemeint sind – bei denen das Geld manchmal an andere Stellen, als die zu schützenden Tiere, wandert. Auch das gibt es, da wollen wir uns nichts vormachen.

Natürlich ist aber nicht jeder Spendenaufruf unehrlich, Gott bewahre, aber manchmal lohnt es sich genauer zu lesen, und Fragen zu stellen. Zum Beispiel:

  • Wo ist der Hof?
  • Welche Tiere gibt es dort?
  • Welche Hilfe wird genau benötigt?
    Helfer vor Ort bei der Arbeit? Futter? Zubehör?
  • Ist der Hof ein Verein bzw. eine Einrichtung oder Privat?
  • Werden Spendenquittungen ausgestellt?

Denn wenn jemand als Privatperson für 10 Pferde Spenden sammelt, aber gleichermaßen behauptet, dass alle Tierarztkosten, wie auch Futter und Versorgungskosten immer gedeckt seien, dann werde ich schon ein wenig misstrauisch. Denn um mehrere kranke oder alte Pferde/Ponys zu umsorgen, braucht es auf Dauer schon einen Lottogewinn, einen reichen Ehemann oder einen fragwürdigen Beruf. Oder aber man opfert sich und alles Geld das man verdient selber auf, und hat dazu das große Glück, das die Tierarztkosten nicht in den 5-stelligen Bereich wandern. Aber wenn man dann noch nach Zubehör bettelt, kommt doch die Frage auf: Warum?
Ein Halfter kostet 5 -10 €, wenn es nicht die ›Haris-Pilton-Flausche-Kollektion‹ sein muss. Ein paar Bürsten kosten auch nur wenige Euro. Und selbst wenn es an Decken fehlt, auch diese gibt es sehr günstig, neu, wie auch gebraucht. Mir kann doch kein Mensch erzählen, dass er immer genug Geld für den Tierarzt, wie auch das Futter bei einer ganzen Pferdeherde hat, aber kein 5er übrig bleibt, für ein popeliges Halfter?Verzeiht wenn ich dann doch etwas misstrauisch werde.
Ebenso bin ich dann immer wieder argwönisch, wenn nach Zubehör gefragt wird – umsonst versteht sich – und nie eine Größe angegeben wird. Oder nicht wirklich benennen möchte, was der Tierschutzfall wirklich an Zubehör benötigt. Eine Decke? Dann könnte man doch gleich sagen was für eine. Zum Beispiel eine Fliegendecke für den Ekzemer, eine Regendecke – gefüttert oder nicht – für den Oldie usw.
Aber wenn dann gar keine oder eine unhöfliche Antwort kommt, oder noch besser ein »ich nehme alles«, dann ist das schon eine spannende Angelegenheit.
Frei dem Motto, nur her damit …
Ich meine, da kann man doch förmlich fühlen, das die Sachen nicht bei dem armen leidenden Pferd landen, falls es dieses überhaupt gibt. Denn was soll das Shetty mit einem Warmbluthalfter, oder das Warmblut mit einer Shetty Decke? Fesselspiele ala 50 Shades oh Hay?
Die werden dann auch nur zuuufääällig verkauft. Natürlich nur die Sachen, welche sich noch gewinnbringend an den Mann, bzw. das Pferdemädel bringen lassen.
Auch immer wieder schön ist es, wenn Reitzubehör wie Sattel, Trensen und Hilfszügel gewünscht werden. Natürlich für arme alte und kranke Pferde. Tierschutzfälle welche sich eigentlich nur noch auf den Brustwarzen vorwärts gerobbt haben, bis unser Anzeigen-Sonnenschein es gerettet hat. Und dank der plötzlichen Wunderheilung muss nun Sattelzeug her, damit das Pferdchen freilich noch geritten wird. Denn merke: Der schönste Retter-Heiligenschein taugt nix, wenn das Pferd nicht wenigstens noch etwas Leistung bringt.

Nun ich bin ein sehr hilfsbereiter Mensch und helfe wirklich gerne. Allerdings möchte ich, dass meine Hilfe auch an echte Hilfsbedürftige geht. Deswegen stehe ich diesen Internetaufrufen wirklich sehr skeptisch gegenüber.

  • Ich möchte schon etwas mehr, als eine rührende Story aufgetischt bekommen.
  • Ich möchte die Möglichkeit eines Besuches vor Ort haben.
  • Ich möchte bei Tierarztrechnungen diese auch sehen, bzw. direkt an die Klinik überweisen dürfen.
  • Ich möchte Futtermittel vor Ort abgeben dürfen.
  • Ich möchte eine Spendenquittung.

usw.

Natürlich schützen diese Dinge auch nicht immer vor Betrug. Es reduziert jedoch die Möglichkeit bei der Trittbrettfahrerwelle der Absahnermädels zu landen. Denn diese haben erkannt, das sich inzwischen nicht nur gut mit ergaunerten Pferdezubehör bescheißen lässt, nein, man kann es sich als Spende ,nach einer heroischen Geschichte, gleich frei Haus schicken lassen. Und da man ja vermeintlich eine gute Tat vollbringt, wird man von den naiven Spendern noch verteidigt, gelobt und imaginär der Kopf getätschelt.

Sicher ist es nicht gerne gesehen, wenn man unter zweifelhaften Spendenpostings Fragen stellt. Noch unbeliebter ist es, wenn man auf die unseriösen Anfragen hinweist und zur Vorsicht anmahnt. Allerdings bin ich den Scheiterhaufen ja inzwischen gewöhnt, und ich wette ich werde auch nach diesem Blogbeitrag wieder ordentlich Feuer bekommen.

Natürlich darf und soll auch jeder spenden wo und wie er will. Auch gerne an Stellen bei denen man vielleicht etwas vorsicht walten lassen sollte. Nur frage ich trotzdem gerne einmal nach. Denn wenn einer um Geschenke/Spenden bittet, dann sollte eigentlich keine Nachfrage zuviel sein.
Und wenn man sich unsicher ist, dann kann man ja an größere Höfe spenden. Welche die zum Beispiel ehrlich sagen: »Gebt uns all die alten Sachen, wir werden die zwar verkaufen, aber das Geld fliesst dann wirklich in die Pferde.«
Da schickt man doch lieber ein Päckchen hin, samt einem Sack Futter, als an User ›Zimtbüte 8210‹ die einfach mal alles brauchen kann und auf Nachfragen bezüglich Größe gleich mal pampig wird.
Denn wir alle wollen letztendlich nur eines: Das Hilfe dort ankommt wo sie wirklich gebraucht wird. Und nicht das die Sachen verkauft werden und statt bei einem notleidenden Pferd, in einem neuen Handy, oder eine Eskiiii Schibbi Schabbi fließt.

In diesem Sinne, flauschige Grüße
Celeste

Produkttest Kokosöl

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Dieses Mal widmen wir uns wieder einem kleinen Produkttest, und zwar dem allseits gehypten Kokosöl.
Schaut man durch das Internet oder unterhält sich mit Freunden, dann gibt es seit etwas über einem Jahr ein neues Wundermittel. Und was vorher die Chia-Samen in der Ernährung waren, ist nun das Kokosöl im Bereich Haut- und Körperpflege.

Doch was soll dieses Wundermittel denn können?

In der Küche findet es Verwendung zum:

  • Braten
  • Frittieren
  • Backen
  • Kochen

Da es als natives Öl natürlich sehr gesund ist, wegen der ungesättigten Fettsäuren.

Bei den Menschen findet es Verwendung als Creme …

  • gegen Herpes.
  • gegen Cellulite.
  • gegen Neurodermitis.
  • gegen Alzheimer.
  • zum Schutz vor Keimen, Pilze und Bakterien.
  • als reine Pflegecreme.
  • als Sonnenschutzcreme.
  • zur Regulation den Säure-Basen-Haushalt der Haut.
  • gegen Falten.
  • als Haarkur.
    usw.

Nicht unbedingt muss die Wirksamkeit gegeben sein, aber es wird zumindest damit geworben.

Bei Tieren findet es Verwendung …

  • als Zeckenschutz.
  • gegen Fliegen, Mücken und Bremsen.
  • gegen Ekzem.
  • gegen Schweifschubbern.
  • als Mähnen und Schweifpflege.
  • als Wurmkur.
  • als Kur für die Darmflora.

Auch hier gilt, das nur damit geworben wird, und die Wirksamkeit nicht unbedingt gegeben sein muss.

Das hört sich eigentlich wirklich gut an, ebenso die vielen positiven Erfahrungsberichte im Internet. Gleichzeitig gab es aber auch oft Rückmeldungen von Allergien und einer Verstärkung der Sonnenbrandempfindlichkeit.
Da meine liebste Oompa Loompa mir bei ihrem letzten Besuch ein hochwertiges Kokosöl mitbrachte, unternahm ich den Selbsttest.

Testkandidaten EINS waren meine Pferde
Voller Freude und Enthusiasmus, mit den Gedanken an Kokoseis und Pina Colada, samt Kokosöl bewaffnet, stürmte ich die Weide. Meine Pferde kennen nun wirklich eine Vielzahl an Pflegeprodukten. Von Mähnenspray über Fliegenspray, der Möhrchenöhrchencreme oder Bio-Hautöl, nie ist ein Halfter nötig. Auf der Weide warten sie bis jeder versorgt ist, und eine Abneigung konnte ich auch bei strengen Gerüchen nie feststellen.
Anders bei dem Kokosöl. Ein Duft, den ich selber sehr mag, verursachte bei meinen Pferden einen Gesichtsausdruck, der wohl bedeuten sollte, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Die Herdenchefin drehte sich gleich um und zeigte mir den imaginären Fuckhuf als ich ihr das Kokosöl zeigte. Ich dachte ernsthaft das ich ihr etwas unanständiges gezeigt haben muss, so reagiert sie sonst nicht. Herr Pony, der ebenso für jeden Mist zu haben ist, tat dies ebenso. Dennoch entkamen auch beide nicht, dem Genuss eingecremt zu werden. Ich weiß, ich bin eine böse Pferdemutti.
Frau Ente stand mit angewidertem Gesicht vor mir und ließ ebenso die ›Behandlung‹ des Eincremens über sich ergehen. Ihre Gesichtskirmes spiegelte sehr deutlich wieder, was sie von dem Geruch der ›Creme‹ hielt. Ich kam mir langsam vor wie ein Pferdeschinder, der seine Pferdekinder in den Keller schickt zum Teppiche knüpfen.
Frau Panzer, die sich ja für nichts zu Schade ist und alles abschleckt, wollte nach einer Nase des Kokosduftes fast flüchten.
Also ein Freund von Pina Colada würde die wohl auch nie werden.
Selbst sie wollte nicht stillhalten, während ich sie einrieb, was bei diesem ›Nimm mich aufs Ärmchen‹-Pferd wirklich ungewöhnlich ist. Aber egal, da musste sie durch!
Ich war mir fast sicher, dass meine Bande nach diesem Erlebnis Bittbriefe an die PETA schrieb, frei dem Motto: Welche Qualen sie über sich ergehen lassen mussten.

Nach einigen Tagen kann ich als Testergebnis die Bilanz ziehen, dass die Anzahl der Zecken sich nicht verringert hat. Gerade Frau Panzer, das Zeckentaxi, kutschierte diese fröhlich weiter durch die Gegend. Und ich pflücke diese 2 x täglich von ihr runter, bzw. kontrolliere alle Pferde 2 x täglich auf Zecken.

Auch Fliegen wie Mücken fanden – im Gegensatz zu den Pferden – den Kokosduft echt gut. Eine abwehrende Wirkung war nicht einmal ansatzweise zu erkennen.

Testkandidat ZWEI war mein Mann, der eine aufgescheuerte  Stelle hatte.
Auch da sollte dieses Produkt ja Wunder wirken.
Doch schon kurz nach dem Auftragen war ihm unwohl, es brannte und wir mussten es abwaschen.

Testkandidat DREI war ich
Ich gestehe, ich liebe den Duft von Kokos, auch den Geschmack in Desserts und ähnlichen. Für mich war das Kokosöl als Pflegeprodukt ja eine wahre Freude.
Ich versuchte es an meinen Haaren. Da war das Ergebnis, dass sie zwar weich waren aber eben sehr fettig, trotz gutem Ausspülen. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man – auch zart dosiert – Fett auf die Haare gibt. Dauerhaft würde ich das an den Haaren nicht anwenden wollen.
Dann gab es da noch mein Gesicht, ich neige da ab und an zu Stresspickelchen am Kinn an denen ich auch rumfummele, wenn ich nervös bin. Ich benutzte das Öl nach dem Waschen, denn man soll der Haut ja Feuchtigkeit zu führen, vor der Kokosöl Nutzung. Nach einigen Tagen wurde die Haut immer trockener also cremte ich öfters. Immer wieder ist mir aufgefallen, das meine Haut leicht brennt und rot wird nach der Nutzung, aber ich führte das auf tausend andere Dinge zurück. Bis ich an einem Tag gleich mehrfach cremte da die Haut immer trockener wurde, und ich eine massive allergische Reaktion bekam. Heisse geschwollene Haut mit Pusteln, die sich nur mit sofortigen Absetzen des Kokosöls, wie auch einer Menge Cortison in den Griff bekommen ließen. Ich Depp hätte das Öl gleich nach dem ersten Brennen, absetzen sollen. Nur dachte ich, dass es mit dem Eincremen besser wird, wie es so oft beworben wurde.
Okay, da lasse ich also die Finger von, aus Erfahrung wird man klug.

Fazit
Kokosöl kann wirken, muss es aber nicht. Ein Wundermittel war es für mich auf jeden Fall nicht, obwohl so stark damit geworben wurde. Man sollte bei sich selber, wie auch bei den Tieren, zuerst testen, ob eine allergische Reaktion erfolgt. Ebenso ist es ratsam bei Schimmeln oder Pferden mit weißen Stellen zu bedenken, das der Fettfilm das Sonnenlicht verstärkt, und somit ein Sonnenbrand schneller möglich ist.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten.

Denn dieses Produkt hat sicher seine Daseinsberechtigung, aber Wunder bewirkt es nicht.

Flauschige Grüße
Celeste