Aus den Augen aus dem Sinn?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen in diesem ersten warmen Frühlingstagen. Endlich kommt die Sonne raus, um irgendwann in den Sommer überzugehen und dann Herbst und Winter folgen zu lassen. So ist das Leben in dem wenigstens manche Dinge nach einem festen Plan verlaufen.

Andere Dinge lassen sich nicht immer im Voraus einkalkulieren. So gibt es gerade im Pferdebereich oft unverhoffte Trennungen, wenn das geliebte Pferd den Besitzer wechseln muss. Nicht selten liest man dann nach einer Weile, manchmal auch nach Jahren, im Internet Aufrufe in denen das verkaufte Pferd wieder gesucht wird. Ganze Seiten und große Gruppen gibt es für diese Pferdesuche, bei denen in mir die Frage aufkommt: »Was soll das bringen?«
Verkauft ist schließlich verkauft. Warum wird danach gejammert?

Dazu sollten wir erst einmal aufschlüsseln, welche Art von Verkäufen es gibt:

  • Im Normalfall weiß man, an wen man sein Pferd verkauft. Das heißt Person A verkauft an Person B sein Pferd. Man lernt sich kennen, macht einen Vertrag und tauscht neben dem Geld auch die Daten aus. Ist man sich sympathisch kann man auch vereinbaren das man über den weiteren Werdegang des Pferdes informiert wird. In der heutigen Zeit ist dies via Internet umso einfacher. Allerdings geht das auch nur wenn beide Vertragspartner sich darüber einig sind und das Pferd immer bei Person B bleiben wird.
  • Verkauft man an einen Händler, wird das Pferd im Regelfall weiter verkauft. Schließlich lebt ein Händler von An- und Verkauf der Pferde. Wird das Pferd verkauft, bekommt der Vorbesitzer keine Daten oder Angaben zu dem neuen Besitzer. Das ist auch gut so, denn der neue Käufer hat ein Recht auf seine Privatsphäre und möchte mit dem neuen Pferd keine Altlasten an Vorbesitzern erwerben.
  • Nicht selten sind auch Verkäufe, bei denen Eltern das Familienpferd verkaufen, von dem das Kind die ganze Zeit dachte, das es sein eigenes Pferd ist. Passiert so ein Verkauf als Strafe, aus wirtschaftlichen Gründen oder weil sich der Spross nicht um die Versorgung des Pferdes gekümmert hat, fließen nicht selten die Tränen und das Geschrei ist groß. Haben die Eltern keinen weiteren Kontakt vereinbart, muss das Kind damit leben seinen Liebling nie wieder zu sehen, und auch über dessen weiteren Werdegang nichts weiteres zu erfahren.
  • Ein Pferd, das einem nicht gehört wird verkauft wie z.B. ein Pflegepferd oder eine Reitbeteiligung. Nicht selten suchen dann auch diese nach dem Pferd, das sie vorher betreut und umsorgt haben. Jedoch vergessen sie dabei, dass ihnen dieses Pferd niemals gehört hat und sie auch keinerlei Anrechte darauf haben / hatten. 

Die Möglichkeiten der Trennungen sind also vielfältig, und vereinbart man mit dem Käufer keinen weiteren Kontakt, hat man schlichtweg Pech gehabt. Auch Schutzverträge in denen Geld fließt haben keinerlei rechtlichen Bestand. Denn bereits bei einem einzigen Euro, der bezahlt wird, werden alle Klauseln hinfällig. In diesem Fall heißt wieder ›verkauft ist verkauft‹. Will man also seinen Schützling nicht ganz aus der Hand geben, empfiehlt sich kein Verkauf, sondern eine Reitbeteiligung, Halbpacht oder ein ›zur Verfügung stellen‹.
Doch auch das hat seine Tücken wie ich hier schon erklärt habe.

Viel zu oft, ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen und schon ertrunken, bis einigen Besitzern endlich einfällt, wie sehr sie ihren Liebling doch nach dem Verkauf vermissen.
Plötzlich wird dann im Internet gesucht, Anzeigen geschaltet und eine ist rührseeliger als die andere. Immer war es ein Schicksalsschlag, böses Voodoo oder ein Verkauf ohne eigenes Zutun, das zu dieser Trennung führte.
Und man möchte sich ja nur erkundigen wie es dem Liebling nun so geht, wo er jetzt ist, was mit ihm passiert. Nicht zu vergessen, die absolut wichtigen Informationen zur Vorgeschichte, die man nur selber liefern kann. Selbstredend das alle Informationen sicher bei dem Verkauf verschwiegen wurden und der neue Besitzer einfach zu doof ist um ohne diese das Pferd zu händeln.

Ist das jetzige Zuhause gefunden und reagiert der neue Besitzer nach X Aufrufen und Anzeigen nicht, oder ignoriert sogar persönliche Nachrichten, dann muss er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein fieser kleiner Möpp sein. Denn man will ja schliesslich nur helfen, wie kann er es wagen nicht zu reagieren?

Tja Schätzelein, was soll ich sagen. Ist es dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass ein neuer Besitzer vielleicht keinen Kontakt wünscht?

Während manche Käufer zu den Vorbesitzern oder Züchtern einen guten und regen Kontakt pflegen, so kaufen manche ihr Pferd ohne diesen Wunsch. Sie möchten unbelastet eine Verbindung zu ihrem neuen Familienmitglied aufbauen, ohne Altlasten, Vorgeschichten oder alten Bindungen. Den meisten gelingt das sehr gut.
Erwähnt sei auch, dass es manchmal sogar ratsam ist, ohne Altlasten und Vorgeschichten, mit einem neutralen Blick neu zu starten. Zum Wohle des Pferdes, wie auch des neuen Besitzers.
Sicher gibt es auch Neubesitzer, welche dann doch gerne etwas über die Vorbesitzer erfahren möchten. Aber diese können ja dann selber beim Kauf weiteren Kontakt vereinbaren, oder aber wenn sie über einen Zwischenbesitzer kaufen, selber nach dem Vorbesitzer suchen.

Wer nach einem Verkauf jedoch Anzeigen und Gesuche schaltet, sollte sich darüber klar sein, dass sie nicht immer von Erfolg gekrönt sein werden. Denn auch wenn den neuen Besitzer euer Aufruf erreicht und er ihn auch liest, so muss er darauf nicht reagieren. Geschweige denn, auch nur den Wunsch danach verspüren. Denn mal ehrlich, man kennt sein Gegenüber nicht und es ist nicht klar, ob die Vorbesitzer sich wirklich nur nach dem Wohlergehen des ehemaligen Pferdes erkundigen wollen. Manche wünschen Besuche und andere, wird man bevor man es sich versieht überhaupt nicht mehr los. Schon mehrfach gab es Fälle, in denen es manche Vorbesitzer, vorzugsweise junge Damen, übertrieben haben. So stalken sie über das Internet das Pferd, den Besitzer oder den ganzen Stall. Manche lassen einfach nicht los und wollen nach wie vor in den Alltag des ehemaligen Pferdes eingreifen.

Man sollte also gut überlegen, wie sinnvoll der Kontakt für beide Seiten ist. Als Vorbesitzer kann es sein, dass man Dinge erfährt, auf die man lieber verzichten würde. Denn manchmal haben die neuen Besitzer andere Ansichten im Umgang mit dem ehemaligen Liebling, als man selber. Hier muss man sich darüber klar sein, ob man die Wahrheit nicht nur erfahren will, sondern auch verkraften kann.

Aber auch der neue Besitzer muss sich darüber im klaren sein, auf was er sich einlässt, wenn er den Vorbesitzer informiert oder gar zu sich einlädt. Auch wenn sich der Vorbesitzer hoffentlich nicht als psycho Stalker entpuppt, ist so ein Treffen ein wenig wie das Kennenlernen der Ex Freundin des Mannes. Es wird höflich gelächelt, ein wenig von der Vergangenheit geschwärmt und freundliche Floskeln ausgetauscht. Denn ob Pferd oder Mann, man hat sich eine Liebe geteilt. Wie bei Menschen funktioniert dies in den seltensten Fällen ohne Eifersucht bei späteren Treffen. Egal wie lange die ›Beziehung‹ her ist. 

Wenn man sein geliebtes Pferd verkauft, sollte man sich entsprechend darüber im Klaren sein, dass man alle Anrechte auf sein Pferd verliert. Wer also sein altes Pferd bei einem neuen Besitzer sucht, sollte sich in Geduld üben, aber noch mehr in Höflichkeit. Und sollte der neue Besitzer auf eure Kontaktaufnahme eingehen, dann erfreut euch an seiner Freundlichkeit. Verlangt nichts, sondern seid dankbar für alle Informationen. Zu guter letzt, sollte es zu einem Treffen kommen, seid euch bewusst, dass es nicht mehr euer Pferd ist und handelt auch danach! Andernfalls kann es schnell das letzte Treffen werden.

Ich wünsche euch alles Gute bei der Pferdesuche, flauschige Grüße
Celeste

Pony oder Schaukelpferd?

 

Hallo meine Flauschehasen, ich hoffe, es ist euch gut ergangen in der letzten Woche? Mittlerweile hat sich das frostige Wetter bei mir wieder in Dauerregen verwandelt, und der Frühling lässt sich nicht einmal ansatzweise blicken. Irgendwie ist dies leicht frustrierend, wartet auch meine Bande sehnsüchtig auf die Anweidezeit. Aber dazu muss das Gras eben erst einmal wieder wachsen, und die Weiden nicht einem Swimmingpool gleichen.
So vertreiben wir uns also die Zeit mit Erdferkel verschönern und putzen, putzen und noch mehr putzen. Sind die Schweine dann endlich einmal sauber, gibt es auch den ein oder anderen Spaziergang. Gerade die Jungs sind wirklich gerne unterwegs und als Minis ist dieser Doppelpack schnell ein Magnet für Zuschauer. Streicheln, schmusen und die obligatorischen ›och wie süüüüüsssssss‹ Rufe sind nicht selten.

Ebenso die Aussage, dass die kleinen Ponys ja so handlich sind, und sie entsprechend sicherlich nicht so viel Arbeit und Kosten verursachen, wie die Großen.

Aussagen, die ich dann erklärend widerlege, um die Spaziergänger schnell auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Deutlich beratungsresistenter sind hingegen so manche Ponybesitzer im Internet. Diese haben sich schon ein Pony gekauft oder der Kauf steht noch an. Die tatsächlichen Bedürfnisse eines Ponys werden jedoch viel zu oft nicht ernst genommen.

So lese ich leider oft:

Das Pony kann ruhig vom Pferdemarkt sein, da kosten die Minis nur 50 oder 80 €, warum so viel mehr bei einem Züchter bezahlen.

Schätzelein, der Unterschied liegt eigentlich auf der Hand. Bei einem guten und seriösen Züchter hast du Minis aus einer sorgfältig ausgesuchten Anpaarung. Die Pferde haben Papier welches über die Abstammung und mögliche Erbkrankheiten Auf-/ Ausschluss geben kann. Das habe ich z.B. auch schon hier erklärt.
Dazu sind die Fohlen meist mit anderen Jungpferden aufgewachsen, und wurden geimpft sowie entwumt.
Natürlich kostet so eine verantwortungsbewusste Aufzucht etwas mehr als ein Shetty vom Pferdemarkt.  Was man an dieser Stelle jedoch einspart, weil die Ponys dort zu Dumpingpreisen angeboten werden, kann man danach gleich in einen guten Tierarzt investieren. Wenn ich ebenso sehe wie viele Shettybesitzer – oder zukünftige Käufer – nicht einmal den ›Dwarf Gendefekt‹ kennen, der gerade bei den Minis nicht selten ist, wenn sie aus einer Hinterhofvermehrer Kaschemme stammen, dann wird mir übel. Man sollte doch denken das man sich vor dem Kauf mit der Rasse beschäftigt. Genau dann ist eben der Equide Zwergenwuchs eine Sache, um die man einfach nicht drum rum kommt.

Das Pony kann ja dann zu meinem Großen als Gesellschaft dazu

Manchmal kommt man in die delikate Lage, das man einen Gesellschafter für das eigene Pferd braucht. Vielleicht hat man einen eigenen Stall bekommen, oder es soll aus welchen Gründen auch immer separat von der Herde stehen. Oder aber man wünscht sich einfach noch ein Mini, weil man sie so nett findet, und glaubt, dass die Mischung aus Groß und Klein schon harmonieren wird.
Tja Pustekuchen, in der Herdenwelt kann sich oft nicht einmal jedes Pferd leiden, noch weniger werden sie beste Freunde.
Setzt man seinem Pferd ein kleines Pony vor die Nase, ist es natürlich im besten Fall möglich, das sie sich lieben. Vielleicht gehen sie auch nur eine relativ friedliche Zwangsgemeinschaft ein. Im schlechtesten Fall zeigen sie sich jedoch gegenseitig den Fuckhuf.
Denn nur weil wir beide Pferde lieben, heisst es nicht das sie sich untereinander mögen müssen. Zudem birgt die unterschiedliche Körpergröße einiges an Risiken. So kann sich Körperpflege wie auch das Spiel untereinander möglicherweise schwierig gestalten. Unmöglich ist es nicht, aber es wird umso schwerer je weniger sie sich leiden können. Die wenigsten Neuponybesitzer legen sich jedoch ein weiteres Pony zu, wenn sie sehen, dass ihr Zwerg ausgegrenzt wird, obwohl dies im Sinne des Ponys wäre.

Shettys sind Rasenmäher, die brauchen keine Beschäftigung
Sicher reicht zumeist eine gute Haltung und eine passende Herde, um ein Pony auch Pony sein zu lassen. Oftmals ist es aber so das die lieben Kleinen schnell zu mopsigen Kugeln mutieren und schlichtweg fett oder sogar krank werden. Aber auch Minis lassen sich wunderbar trainieren, mit Bodenarbeit, als Handpferd, an der Doppellonge usw. Eigentlich sind der Kreativität dabei kaum Grenzen gesetzt, diese liegen einzig bei den Ausbildern. Wer also selber keine Ahnung hat von der Ausbildung sollte sich nicht scheuen einen Trainer zu Rate zu ziehen. Denn auch wenn sie klein und putzig sind, sollten sie uns einen guten Trainer/Lehrgänge wert sein.

Ponys brauchen keine Jungpferdegesellschaft
Oft genug werden junge Shettys gekauft und einzeln gehalten. Diese grausige Haltung wird dann mit einer vermeintlichen Rettung entschuldigt. Ebenso gern genommen, ist das vermeintliche Argument, das man keinen Aufzuchtplatz findet, es lieber am heimischen Stall bleibt oder was auch immer. Dabei ist Jungpferdegesellschaft so wichtig für Körper und Psyche des heranwachsenden Pferdes. Ich kann einfach nicht verstehen, wie man dies einem Pony/Pferd verwehren kann, nur weil man es eigennützig selber bespielen will.

Ponys brauchen keine eigene Box und auch nicht viel Platz, die laufen so mit
Sicher gibt es Minis die man zu seinen Grosspferden mit in eine Box oder einen Offenstall setzen kann. Aber dann müssen die räumlichen Gegebenheiten aufgestockt werden, damit ausreichend Platz vorhanden ist. Ebenso müssen sich Gross und Klein wirklich sehr gut verstehen, um im dauerhaften Miteinander eine kompatibele Wohngemeinschaft zu halten.
Was sich auf der Weide noch gut versteht, kann im Winter auf begrenzten Raum in einer Katastrophe enden. Man sollte also vorab einplanen, dass es durchaus sein kann, dass man seinem Zwerg  eine extra Box anbieten, oder zu den regulären Preisen anmieten muss.

Ponyzubehör muss bunt sein und kostet nicht viel
Ja, auch das lese ich oft genug. Da wird ein x beliebiges Reitkissen oder ein kleiner Sattel auf das Pony gelegt und das war‘s.
Rutscht dieser dann, kommt eben noch ein Schweifriemen dran, oder aber der Gurt wird noch etwas fester gezogen, bis fast die Ponyaugen rausquellen. Einen Sattler lässt kaum einer für ein Shetty oder gar ein Mini kommen. Die Auswahl an Sätteln ist eh schon gering und da nehmen so manche was sie kriegen können. Vorzugsweise Sättel, die bitte auch nicht viel kosten.
Da fasse ich mir dann auch an den Kopf: ja, Shetty-/Minizubehör in guter Qualität ist oft schwerer zu bekommen. Gerade dann sollte man jedoch Wert auf Passgenauigkeit und Qualität legen. Wie kann es sein das einem dieses Verantwortungsbewustsein nach passgenauen Zubehör mit dem schwindenden Stockmass abhanden geht? Sind sie weniger Sorgfalt und Geld wert nur weil sie kleiner sind?

Kleine Ponys sind so süß, die muss man nicht so streng erziehen
Wie ihr sicher wisst, bin ich in vielen Gruppen unterwegs und lese einiges an Beiträgen. Nie, wirklich niemals, habe ich aber so viele ›unerzogene Pferde‹ -Postings gelesen, wie in den Pony- /Shettygruppen.
Einfach weil diese Ponys zu Anfang nicht ernst genommen werden. Da wird gespielt und getobt als sei man der beste Pferdekumpel, und vergisst dabei das man ein lebendiges Pony vor sich hat. Ein Tier mit Bedürfnissen nach einer vernünftigen Haltung in einer Herde, mit Spiel, Interaktion und Sozialverhalten.
Bietet einem das der Mensch nicht an, sondern biedert sich selber als Spielpartner an, dauert es nicht lange, bis das Geschrei groß ist.
Es wird geknippst, geschubbst und gerempelt und mitunter auch angestiegen. Oft finden das die Besitzer nicht mal so schlimm, das Ponylein will doch nur spielen.
Da möchte ich so manchen  Ponybesitzer schütteln bis der Verstand wieder eintritt.
Denn der Mensch ist einem noch so kleinen Pony nicht als Spielpartner gewachsen. Ponys spielen mit Zähnen als auch Hufen, und das in einer Ausdauer, die kein Mensch körperlich leisten kann.
Hier gilt es als Mensch das Pony zu erziehen, nicht der Spielpartner zu sein, egal wie süß man es finden mag.

Shettys sind doch Kinderponys
Klar und jede Frau trägt das ›ich liebe Kinder Gen in sich‹. Nur weil die Zwerge so klein sind lieben sie nicht automatisch Kinder. Das ist bei einem Pony wie auch bei einem Pferd eine Sache von Charakter und Erziehung. Aber seltenst wurde ein Pony gleich dazu geboren, damit eine Horde Kinder um es rum tanzt, bewaffnet mit Fingerfarben, Mähnensprays und Haargummis.
Wenn man ein Pony für seine Kinder kaufen möchte, dann sollte man sich als Erwachsener darüber im Klaren sein, das dies kein Spielzeug ist. Ponys haben – egal wie klein sie sind – ebenso ihre natürlichen Triebe und Bedürfnisse wie Großpferde. Diese muss man als Verantwortlicher auch dann erfüllen, wenn der Sprössling seine ›Null Bock‹- Phase hat. In diesen Verantwortungsbereich gehört ebenso die Erziehung, und nicht nur beim Pony, sondern auch bei den Kindern, damit es mit einem Miteinander auch klappen kann.
Allgemein fällt mir auf das Shettys/Minis oft nicht mit dem gleichen Respekt behandelt werden wie ein größeres Pony oder ein Pferd.

 

Viel zu oft werden die natürlichen Bedürfnisse und Instinkte bezüglich Haltung und Sozialverhalten einfach ignoriert. Das erinnert mich immer wieder an die Handtaschenhunde, welche im rosa Tütü mit Diadem und Strasshalsband herumgetragen werden. Hunde die eigentlich selber laufen können, die ebenso mit anderen Hunden spielen und toben wollen. Die ein Rudel mit sozialer Interaktion benötigen, um wirklich Hund sein zu können. Werden sie nicht erzogen und der Sozialkontakt verwehrt, entwickeln diese sich nicht selten zu kläffenden und oftmals schnappenden Kampfratten. Komisch, dass gerade hier die Besitzer häufig nicht verstehen können, wie es zu diesem mitunter vollkommen gestörten Verhalten kommt. Dabei wird vergessen, dass egal ob Hund oder Pony, ein Tier nicht aufgrund der Größe zu einem Spielzeug degradiert werden darf. Das sie Bedürfnisse haben wie ihre großen Kollegen und ignoriert man diese, können sie sich ganz schnell zu unzufriedenen Kackbratzen entwickeln.

Von daher meine Bitte: Nehmt die kleinen Ponys ernst!
Bietet ihnen eine vernünftige Haltung, größen-, alter- und geschlechtsbedingt ausgesucht. Erzieht sie mit der gleichen Sorgfalt wie ein großes Pferd. Denn auch wenn sie klein und putzig sind, handelt es sich um Lebewesen und keine Spielzeuge.

Bekommt ihr das alleine nicht hin, sucht euch einen Trainer! Denn nur weil die Ponys so klein sind, gibt es keinen Grund an einem vernünftigen Trainer oder an der Erziehung zu sparen.

In diesem Sinne flauschige Grüße
Celeste

Hocus pocus fidibus und drei Mal schwarzer Kater

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder.

Hat euch auch die Grippewelle erwischt? Ich bin ihr auf jeden Fall nicht entkommen und so saß ich in einem Berg aus Taschentüchern, verschiedensten Tabletten aber auch pflanzlichen Mitteln, um Husten, Rotznase und Fieber zu bekämpfen. Denn egal wie gut die pflanzlichen Mittel auch helfen, spätestens bei hohem Fieber und Schüttelfrost ist es doch ratsam einen Arzt mit seinem Fachwissen zu Rate zu ziehen. Denn hinter einem vermeintlichen grippalen Infekt kann sich auch eine echte Influenza oder gar eine Lungenentzündung verbergen. In diesem Fall helfen weder Kaffeesatz lesen noch Kartenlegen, nein, sobald nicht nur Viren im Spiel sind, sondern auch noch Bakterien, müssen es auch manchmal Antibiotika sein.

Bei Pferden ist dies nicht anders. So sehr ich auch auf alternative Methoden schwöre, es gibt einfach Dinge, da muss ein geschulter Tierarzt her und eine Diagnose stellen, nach der das Pferd entsprechend behandelt wird. Und entgegen mancher Stimmen, ist der Tierarzt kein alleine herrschender Gott in Weiß, der auf dem Thron hockt und diesen wie Gollum den Ring verteidigt. Nein, ein guter Tierarzt wird immer mit einem Hufschmied, einem Tierheilpraktiker oder einem Pferdeosteopath zusammenarbeiten. Denn jeder ist speziell auf seinem Fachgebiet ausgebildet, und zusammen können sie ihren Patienten umfangreicher behandeln als alleine.

Man sollte also eigentlich meinen das mit diesen Kombinationen ein großes Spektrum in der Pferdegesundheit abgedeckt ist.

Trotz der heute umfassenden Behandlungsmöglichkeiten gibt es immer wieder vermeintliche Wunderheiler, welche den Kunden vieles versprechen und doch nur wenige Dinge wirklich wollen: Ruhm und Ehre, aber noch viel mehr ihr Geld!

Dazu gehen manche anscheinend sogar über Pferdeleichen, um dieses zu erreichen.

Ich weiß, dies hört sich hart an, aber es ist wohl nicht so selten, wie man glaubt. Liest man sich durch das Internet, dann fallen einem sehr gruselige Geschichten auf:

  • Da werden Pferde mit Chlorbleiche behandelt als Bakterientöter. Fast so schön wie die ›Spezialisten‹ die bei Menschen damit Autismus und Krebs ›heilen‹ wollen.
  • Schwere Krankheiten werden ohne tierärztliche Behandlung nur über Futter und Kräuter ›geheilt‹. Sollte es dann schief gehen, so lag es eben am Futter, welches man sicher selber heimlich gegeben hat, der falschen Haltung oder die schwarze Hofkatze, die zu Vollmond das Pferd besuchen musste. Im Zweifel hat man ganz einfach nicht genug an den Wunderheiler geglaubt.
  • Pensionsställe, in denen Tierärzte verboten sind und nur der hauseigene Wunderheiler ›behandeln‹ darf. Da frage ich mich auch immer wieder: Wie kann man in solch einem Stall freiwillig und guten Gewissens Einsteller werden?
    Verzweiflung? Dummheit? Oder selber Chlorbleiche geschluckt?
  • Tierkommunikation, rein weg über Bilder. Der Pferdebesitzer wird dann ganz frech mit Informationen gefüttert, welche vorher erfragt, oder einfach in den sozialen Netzwerke zusammengesucht wurden. Und findet sich nichts dann streut man einfach wage Aussagen die auf fast alles passen. So kann niemand beweisen, ob das ›Hasilein‹ nicht wirklich lieber eine Decke in Violett tragen will, oder dass er das Gebiss nicht mag. Schließlich hat er es doch einmal ausgespuckt. Es ist einfach allgemeine Aussagen so zu verkaufen, dass der Kunde am Ende wirklich an ein Gespräch mit dem Pferd glaubt.

Das nur um einige Beispiele zu nennen. Liest man auch noch Kunden sowie Dienstleistern Erfahrungs- wie Leidensberichte, ist an der Echtheit nicht mehr zu zweifeln!
Mir persönlich kommt da jedoch unweigerlich der Gedanke:
Was zur Hölle stimmt denn bei euch nicht?
Und damit meine ich die Kunden wie auch die Anbieter. Gut, bei den Wunderheilern wird es vielleicht ein übersteigerter Glaube an sich selbst sein, im besten Fall. Ich hoffe, zumindest das viele einfach nur knacke blöd sind und wirklich glauben, dass sie heilen können.

Schlimmer sind da jene Scharlatane die wissen das sie nichts können, aber ihre Verkaufsmasche nutzen, um den Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Hier tendiere ich auch klar zu einer Chlorbleicheeigentherapie.

Doch was ist mit den Kunden, warum fallen diese auf so einen Mist rein?
Eigentlich ist es ganz einfach, denn diese Wunderheiler spielen mit den Hoffnungen und Sehnsüchten der Pferdehalter. Manchmal sind Pferde über einen längeren Zeitraum krank und der Schulmedizin sind Grenzen gesetzt, welche eine Heilung aufwändig, langwierig oder fast unmöglich gestaltet. Wunderheiler versprechen dann schnelle Lösungen, Heilungen von Krankheiten, chronischen Beschwerden oder stellen dem geliebten Tier ein neues Lebensgefühl in Aussicht.
Eigentlich Dinge, bei denen einem klar sein sollte, das sie nicht wirklich funktionieren können. Aber die eindringlichen Versprechen, wie auch der innige Wunsch dem eigenen Tier zu helfen lösen alle Bedenken in Luft auf.
So bekommen diese Scharlatane ein großes Publikum und ebenso gefüllte Taschen. Denn das Geschäft muss sich wohl lohnen, wenn man sieht, wie viele Wunderheiler plötzlich aus dem Nichts erscheinen.

Doch wo sich mit einer Masche Geld verdienen lässt, treibt der Ideenreichtum mancher Menschen vollkommen neue Blüten. Spannend wie gruselig sind hier auch die unbekannten Händler, welche plötzlich in den verschiedensten Gruppen ihre Pflegemittel feilbieten.
Pflegemittel, bei denen man nicht nach den Wirkstoffen oder gar einer Zulassung fragen darf, wohl aber eine ›kleine‹ Testgebühr bezahlen soll.
Frei dem Motto: Zahle dafür, dass du unser unbekanntes Produkt testest und dafür hast du dann die Chance, wenn es irgendwann mal auf den Markt kommt, dieses verbilligt oder gar kostenlos zu erhalten.

Heidenei, was für ein Schnäppchen. Für ein unbekanntes Produkt eines ebenso unbekannten Händlers einfach mal eben Geld überweisen. Fast so schön wie die Pferdemafia, welche den Traumfriesen für 1000 € anbietet, man muss es nur vorab überweisen, ohne das Pferd jemals gesehen zu haben.
Und man mag es nicht glauben, auch auf diese Methode fallen dutzende Kunden rein. Im vermeintlichen Glauben den großen Fang zu machen zahlen sie das Geld, das bei einem Rheumadeckenverkäufer auf einer Kaffeefahrt wohl genauso gut aufgehoben wäre.

Nein, ich bin dann doch eher altmodisch. Behandlungen von Krankheiten überlasse ich dem Tierarzt, dem Tierheilpraktiker, dem Schmied, wie dem Osteopathen. Ebenso kaufe ich nur Pflegeprodukte – egal ob Mensch oder Pferd – wenn diese getestet und zugelassen sind.
Es spricht sicher nichts dagegen bestimmte Produkte selber herzustellen, oder auch auf die kostenpflichtige Hilfe anderer zurückzugreifen. Solange ich weiß WAS und vor allem VON WEM ich kaufe und mir sicher bin, dass hier nicht Krötenfüße und Schweineschmalz, im Hinterhof über dem Feuer zusammengerührt wurden.

Denn auch wenn Wunderheilungen, egal in welcher Form, verlockend sind, man sollte immer bedenken, auf was man sich einlässt: Nichts Greifbares und nichts Messbares sondern etwas, was dem Ausfüllen eines Lottoscheins gleichkommt und am Ende doch nur vom Glück entschieden wird.

In diesem Sinne passt auf eure Lieben auf, und glaubt nicht jeden Scheiß,

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Crenova Wildkamera

 

Hallo meine lieben Flauschehasen, heute möchte ich euch wie versprochen von meinen Erfahrungen mit der Wildkamera berichten. Bewusst wurde ein relativ günstiges Anfängermodell gewählt und ausgiebig getestet.

Vollständige Produktbezeichnung

Crenova 12MP 1080P HD Wildkamera 120° Breite Vision Infrarote 20m Nachtsicht 2.4″ LCD Jagd Kamera Jagdzeug Überwachungskamera Nachtsichtkamera

Packungsinhalt

  • 1 x Wildkamera
  • 1 x Bedienungsanleitung
  • 1 x Wandhalterung
  • 1 x Gurt zur Befestigung an Bäumen
  • 1 x USB-Kabel
  • 1 x AV-Kabel

Erhältlich ist sie zum Beispiel über Amazon zu einem Preis von 83,99 €. (Stand 25.02.2018)

Nicht dabei ist die nötige Speicherkarte, diese muss man extra erwerben, ebenso die nötigen Batterien / Akkus.

Technische Daten

  • Auslösegeschwindigkeit: 0,6-0,8 Sekunden
  • Reichweite Blitz: 20m
  • Videoclip: 1280 x 720 bei 30 Bildern pro Sekunde, 640 x 480 bei 30 Bildern pro Sekunde
  • Dateiformate: JPG/AVI
  • Speicher: Externer Speicher (TF-Karte bis zu 32GB) / Interner Speicher (8Mx16 SDRAM)
  • Videolänge: 10 Sekunden pro Abschnitt
  • Leistungsfähigkeit tagsüber: 1m bis unendlich; nachts: 3m bis 20m
  • Audioaufnahme: Ja
  • Automatische Abschaltfunktion: Ja, innerhalb von 2 Minuten, wenn das Tastenfeld nicht berührt wird
  • TV-Ausgang: Ja
  • PC-Schnittstelle: Mini USB2.0
  • Leistungsversorgung: 4 x AA; Erweiterbar auf 8 x AA; externe 6V Leistungsversorgung, mindestens 2A

Handhabung

Zuerst ist mir aufgefallen, wie klein und leicht die Kamera ist. Das Gehäuse ist jedoch sehr stabil und macht auch mit seinem Tarnlook einiges her.
Zumindest würde ich sie an Bäumen im Wald ohne ein Hinweisschild nie wieder finden. Die Tarnung ist also absolut gegeben.
Mit 2 Verschlussclips ist sie schnell zu öffnen oder zu schließen.
Mit einem Gurt oder der Wandhalterung lässt sie sich überall leicht befestigen und in Position setzen.

Die extra besorgten Batterien lassen sich leicht einlegen und wechseln.
Das Wechseln der Minikarte stellt mich jedoch jedes Mal vor eine Herausforderung. Hält man die Kamera in der Hand, geht es noch recht leichter vonstatten. Ist sie hingegen, an einem Baum oder an einer Wand befestigt, gestaltet sich der Wechsel schon schwieriger. Das liegt daran, dass die kleine Minikarte in den Slot nicht nur eingeführt, sondern eingerastet werden muss. Ohne etwas längere Fingernägel schon schwer genug, aber wenn die Kamera wie bei mir am Stall befestigt ist, dann wird es umso schwerer. Die Karte wird unten eingeführt und man muss sie mit dem Fingernagel einrasten lassen ohne das sie raus rutscht und runter fällt. Will man sie wieder entfernen muss man sie wieder durch Eindrücken mit dem Fingernagel entriegeln. Mehrfach ist mir bei dieser Aktion schon die Karte runter gefallen bzw. quasi entgegen geschossen, einmal sogar unauffindbar, quer über den ganzen Paddock.
Mit etwas Übung wird es aber leichter und die Karte geht immer seltener auf Wanderschaft.

Die Einstellungen sind trotz Anleitung auf Englisch leicht zu bedienen. Uhrzeit und Datum, aber auch Bild-/Videoeinstellungen, sowie auch die Auslösezeit lassen sich leicht über Schieberegler auswählen.

Praxis

Ist die Kamera einmal eingestellt und positioniert macht sie – bis auf den Kartenwechsel – wirklich Freude. Natürlich könnte man die Bilder mit den beigefügten Kabeln auch auf ein Tablet / Laptop oder Ähnliches übertragen. Aber wer will schon diese Geräte immer mitschleppen oder gar bei Regen oder Schnee übertragen?
Ich persönlich bevorzuge daher Wechselkarten. Das heißt, ich habe immer eine leere Karte dabei, wechsele diese alle paar Tage gegen die Karte mit den aktuellen Bildern aus und werte sie Daheim aus.
So ist immer eine Karte in der Kamera, und ich kann die Bilder sichten, wie ich gerade Zeit und Lust habe.

Von der Qualität der Bilder war ich ziemlich angenehm überrascht. Die Aufnahmen sind erstaunlich scharf, der Bewegungsauslöser nimmt selbst Vögel im Flug auf, und auch die Nachtaufnahmen sind, selbst bei Nebel, wirklich unerwartet gut.
Der Batterieverbrauch ist sparsam, bei einem 5 Minuten Timer und etwa 1000 Bildern im Monat reichen 8 Mignon Batterien der günstigsten Sorte.
Akku Batterien sind natürlich auch möglich und der Umwelt zuliebe zu benutzen.

 

Fazit

Eine gute Kamera für kleines Geld.
Natürlich kann sie nicht bei Modellen mithalten, welche gleich Live Bilder übertragen oder an Handy / PC senden. Aber das war hier ja auch nicht gewünscht.
Es ist eine Kamera die in Bildern festhält, was alles am Stall passiert, wenn man selber nicht da ist.

So habe ich dank der Kamera schon eine Dame aufgenommen, die trotz Verbotsschilder, fütterte. Dadurch konnte sie anhand der Bilder ausfindig machen und das klärende Gespräch suchen, um es zukünftig zu unterbinden. Ebenso weiß ich, welche Wildtiere bei mir nachts unterwegs sind und wann meine Jäger da sind. Ebenso weiß ich nun aber auch, wer am Stall einfach nur Rast macht.
Aufgrund der Abgeschiedenheit bin ich allerdings auf die wärmeren Temperaturen gespannt und wann die ersten liebestollen Pärchen sich verirren. Trotzdem hoffe ich, dass sie die ›Achtung Kamera‹-Schilder nicht übersehen und ich nicht spontan beim Sichten der Bilder erblinde.
Aber zurück zu den Vorteilen, der über den Tag verteilten Bilder: Man bekommt einen guten Überblick über den ganz eigenen Tagesablauf der Pferde. Wann sind sie wach, was treiben sie so und welchen Unsinn habe ich bisher verpasst und nur noch die Resultate begutachten können. Selbst nach all den Jahren, gewährt es mir neue und spannende Einblicke, denn es ist erstaunlich, wie viele Informationen diese Bilder liefern. Da macht das Auslesen der Karte jedes Mal aufs neue Spaß.

Ich kann die Kamera wirklich nur empfehlen und vergebe daher 5 von 6 Flauschepunkten

Ein Punkt Abzug wegen dem Kartenwechsel ,der etwas umständlich ist, ansonsten ist die Kamera wirklich toll.

Flauschige Grüße
Celeste

Für euch noch einige weitere Aufnahmen:

Die Hürden der Selbstversorgung

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ist bei euch das Wetter auch so gruselig? So unfassbar nass, windig und einfach nur nervtötend? Schaue ich aus dem Fenster, begegnet mir nur tristes Grau. Richtigen Sonnenschein über Stunden oder gar Tage habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Setzte ich dann einen Fuß vor die Haustüre, begegnet mir meist nur Regen, noch mehr Regen und dazu dann noch Regen mit Wind oder Sturm. Habe ich den Regen schon erwähnt?
Obwohl es immer wieder heißt ›Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung‹, so möchte ich den Verfasser dieses Spruches doch gern einmal dauerhaft bei diesem Wetter draußen aussetzen. Gerne in der Kleidung seiner Wahl.
Denn egal wie gut und dicht die Kleidung ist, das schmuddelige Wetter macht es trotzdem nicht zu einer Freude. Einzig das man darin hoffentlich warm und trocken bleibt. Wobei auch da die beste Kleidung keine Garantie bieten kann. Spätestens wenn man einen Salto schlägt und kopfüber im Matsch landet, kommt es zum Härtetest. Doch dazu später mehr …

Werfe ich morgens einen Blick aus dem Fenster, lässt das Wetter mich – wie schon erwähnt – schaudern. Will ich wirklich da raus? Das Bett ist weich und warm. Die Katze neben mir ist so wahnsinnig kuschelig …
Natürlich raffe ich mich trotzdem auf, denn ich weiß, dass meine Bande auf ihr Futter wartet. Bei der Wahl der Kleidung ist die Priorität schnell gesetzt: Sie muss dem Schmuddelwetter trotzen. Einen Schönheitswettbewerb gewinne ich damit nicht, und einem Reitsportkatalog werde ich nie als Reitermodell dienen können.
Aber egal, ich springe in mein Auto, das nicht nur von außen dezente Matschspuren aufweist. Nein, auch die Fußmatten sehen inzwischen so aus, als ob man darauf Pilze und Setzlinge fürs Frühjahr züchten möchte. Wobei, wenn ich ehrlich bin, ist einmal Hafer auf meiner Rückbank gewachsen. Ein umgekippter Hafereimer, ein ausgelaufener Wasserkanister … Na ja, ihr könnt es euch sicher denken.
Am Stall angekommen freue ich mich auf jeden Fall erst einmal über den befestigten Auslauf für die Pferde. Hat er doch genug Zeit, Geld und Energie gekostet. Die Freude währt jedoch nur so lange, bis ich einen Blick auf meine Pferde geworfen habe, welche eindeutig den unbefestigten Bereich der Winterweide vorgezogen haben.
Diese sehen statt Pferde eher aus wie Wildschweine, welche sich im größten Matsch gesuhlt haben. Und da sie auch noch nass sind ist eines gewiss: Diese glücklichen Ferkel, kann ich heute nicht mal putzen.
Ob die Auto Waschanlage eine Option wäre? Dampfstrahlen? Ein Ganzkörperkondom?
Natürlich könnte ich die Winterweide sperren oder den Offenstall zu Boxen umwandeln – aber einen Teufel werde ich tun!
Ich nehme das alles schließlich auf mich, damit meine Pferde glücklich sind, und betrachte ich den Schmutz auf ihnen, dann sind es verdammt glückliche Pferde.

So widme ich mich der Stallarbeit. Nur um wieder einmal fluchend festzustellen, dass zwar die Pferde sauber befestigte Bereiche haben, aber meine Wege zu Heu oder Wasserfass unbefestigt sind. Im besten Fall ist es nur unangenehm zu laufen. Im schlechtesten Fall rutsche ich mehr als einmal weg, aber schaffe den Weg trotzdem. Aber ich wäre nicht ich, wenn es nicht auch den Worst Case geben würde: Ich rutsche  aus und fliege kopfüber in den Matsch. Während ich die Heunetze noch rettend hochhalte, steckt mindestens ein Stiefel einsam mit einer Socke bestückt im Matsch und ich habe mich optisch stark meinen behuften Erdferkeln angenähert.
Mittlerweile habe ich schon Hand- und Feuchttücher im Auto um mich notdürftig zu reinigen, bevor ich später wieder ins Auto steige. Denn ihr habt es sicher schon erraten: Mir ist das mit dem Matschköpper nicht nur einmal passiert.

Ein Gutes hat der Regen wiederum, dass sich das Wasserfass beständig füllt. Schleppe ich sonst das Wasser täglich in Kanistern zu meinen Pferden, so bekomme ich es nun dank Regen frei Haus ins Wasserfass geliefert. Natürlich läuft auch dieses gerade über, denn so viel Regen kann keines meiner – nun wirklich nicht kleinen – Wasserbehälter lagern. Somit ist auch der Boden rund um das Wasserfass aufgeweicht und macht das Auffüllen nicht unbedingt einfacher.
So kommt es, wie es kommen muss, in meiner ständigen Regenwetter-Slapstick-Meisterschaft: Ich rutsche weg, fange mich zwar noch, aber das Wasser aus den Eimern schwappt mir wahlweise über die Hose und / oder in die Gummistiefel.
Nicht das ich vom Regen nicht schon nass genug wäre. Nein, je nach Temperatur ist so ein Schwall kaltes Wasser einfach nicht mehr nur erfrischend, sondern lediglich eisig und grippefördernd. Aber ich beiße die Zähne zusammen, erledige die Versorgung der Pferde und erfreue mich ihrer Begeisterung, wenn die Bettchen wieder gemacht sind, sich Futter im Trog befindet und neues Heu in den Raufen wartet.
Denn die Pferde sind im Gegensatz zu mir zufrieden und glücklich, trotz Schmuddelwetter.

So sehr ich meine Pferde jedoch liebe, und auch die Stallarbeit normalerweise keine Last ist, bei dem tristen grauen Regenwetter möchte ich mich langsam nur noch im Bett verkriechen. Die Decke über den Kopf ziehen und auf den Frühling warten, gerne auch auf den Sommer, Hauptsache weg vom grauen Himmel und Dauerregen.
Ich glaube, vielen von euch ergeht es nicht anders. Man rafft sich auf, erfreut sich an seinen Pferden, aber dieser Winter schlaucht einen einfach. Es fehlen schlichtweg die Tage voller Frost oder Schnee welche zwar lausig kalt sind, aber einen blauen Himmel voller Sonnenschein bieten.
Mir ist schon bewusst, das vieles am Wetter dem Klimawandel geschuldet ist, und ich kann nur hoffen, das dieser Winter eine Ausnahme ist. Würde dies nun Jahr für Jahr so anhalten …. Nein, darüber möchte ich nicht einmal nachdenken.
Da im Bett bleiben, an die flauschige Katze kuscheln, und die Decke über den Kopf ziehen jedoch keine Option ist, suche ich nach kleinen Motivationshilfen, welche die Stallarbeit auch bei diesem Wetter erleichtern, oder wenigstens das Gemüt etwas erhellen. Natürlich hat jeder Mensch andere Dinge die einen motivieren können, aber vielleicht helfen euch ein paar Ideen:

Buntes Stallzubehör

Egal ob die Schubkarre, die die Bollengabel oder die Stallmatten pink sind, buntes Zubehör erhellt das Gemüt! Denn das Wetter draußen ist widerlich genug, da darf man sich auch mit etwas Farbe umgeben. Auch Bürsten gibt es in allen möglichen Designs und heben die Stimmung ungemein, wenn das Schlammschwein wieder zu einem Pferd werden soll. Selbst meine Geheimwaffe der Federstriegel ist inzwischen auch in den tollsten Farben erhältlich.

Ob Futtertrog oder Eimer, Sattelhalter oder Pferdedecke, Zaungriff oder Pfosten, alles gibt es mittlerweile in bunten Farben und Mustern. Selbst wenn man meist mit allen nötigen Dingen schon ausgestattet ist, so kann man bei einer Neuanschaffung auch mal zu einer auffälligeren Farbe greifen, um dem tristen Wintergrau zu trotzen.

Die richtige Kleidung

Auch wenn ich oben schon über die richtige Bekleidung geflucht habe, so sollte man dennoch regen und winddichte Kleidung wählen. Ob es eine Nobelmarke sein muss oder etwas in der günstigeren Variante ist völlig egal. Wichtig ist nur das sie wärmt, Regen abhält und bequem ist.

Leider ist nämlich so manche Bekleidung durchaus sehr zweckmäßig, aber eben auch ziemlich unbequem. Hier gilt es dem eigenen Gefühl zu vertrauen bei der Kleiderwahl.

So habe ich natürlich auch hier einige Vorschläge für euch:

  • Eine weitere Ersatzjacke/Hose/Socken im Auto oder Spind erleichtern das Leben, falls man nach einem Wasser oder Matschbad die Kleidung wechseln möchte.
  • Babyfeuchttücher helfen ungemein Schlammspritzer von Kleidung, aber auch Händen und Gesicht zu entfernen.
  • Große verschließbare Plastikboxen eignen sich wunderbar, um im Kofferraum Wechselschuhe/Kleidung zu transportieren, damit das Auto nicht dauerhaft nach nassem Pferd riecht.

Weitere Motivationshilfen

  • Der Mp3-Player mit der Lieblingsmusik bestückt kann das Gemüt erhellen.
  • Hörspiele sorgen dafür, das die Gedanken nicht nur um das schlechte Wetter kreisen.
  • Ein Tablet mit Serien kann langweilige Stallarbeiten wie z.B. Heunetze stopfen ebenso bereichern
  • Bluethooth Kopfhörer sorgen dafür, dass man sich dabei nicht versehentlich an den Kabeln erhängt.
  • Das Lieblingsgetränk im Thermobecher-Schokolade oder anderer Süßkram für Notfälle, runden das Gesamtpaket, so weit ab, das man auch an schlechten Tagen einmal zum Lächeln kommt.

Ihr seht also, man muss für sich selber herausfinden, was einen glücklich macht. Das Wetter oder traurige Lebensumstände können wir nicht ändern. Aber wir alleine wissen was uns fröhlich stimmt, was unsere Laune hebt oder allgemein unser Leben bereichert.

Findet für euch heraus, was es für euch ist, und gerne nehme ich ebenso Tipps entgegen. Denn alles, was unser aller Leben fröhlicher macht ist gut.

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Holzpellets als Einstreu

 

Hallo meine Flauschehasen, nachdem ihr eine Weile nichts mehr von mir gehört habt,  widmen wir uns diesmal einem neuen Produkttest: Einem Einstreu für die Boxen bzw. den Offenstall.

Viele von uns nutzen bislang die gängigen Bodenbeläge, zum Beispiel das sehr beliebte Stroh, Sägespäne, aber auch verschiedene Arten von Pellets oder Platten, Matten und Teppiche. Die Auswahl der Liegeflächen wird immer umfangreicher, richten sie sich nach den verschiedenen Bedürfnissen der Pferde, wie auch deren Halter. Manche wollen weniger Einstreu verbrauchen, andere kleinere Mistmengen. Wieder andere wollen den Arbeitsaufwand so geringer wie möglich halten oder aber das Pferd braucht mit einem gesundheitlichen Problem einen alternativen Bodenbelag. Die Auswahl ist also verständlicherweise groß.

Diesen Winter habe ich mich auf – für mich – Neuland gewagt. Was ich euch natürlich keineswegs vorenthalten möchte. Daher werde ich heute von meinem Test mit den Holzpellets berichten:

Dieses Jahr stand ich, wie bereits letzten Herbst, vor einem großen Dilemma: Der Heudealer meines Vertrauens bot kein Stroh an. Da ich aber nur von ihm Bio Heu und Bio Stroh kaufen möchte, habe ich letztes Jahr schon in Ermangelung an Stroh mit Heu eingestreut. Ja, die Pferde hat es gefreut, dennoch war die Saugleistung wie erwartet nicht zufriedenstellend, dazu war die Mistmenge natürlich enorm.
Als sich herauskristallisierte, dass auch in diesem Jahr kein Stroh zur Verfügung stehen würde, habe ich mich in verschiedenen Gruppen und Foren belesen. In diesem Zusammenhang bin auf verschiedene Pelleteinstreu gestoßen.

Da die Auswahl groß war und jeder sein Einstreu in höchsten Tönen lobte, war mir das keine wirkliche Hilfe.

Also überlegte ich, was mir persönlich wichtig ist, zum Beispiel:

  • Dass ich das Streu in kürzester Zeit bekommen kann.
  • Keine zu langen Fahrtwege zur Beschaffung. (Schnee, schlechtes Wetter, Zeitmanagement)
  • Dass ich die Säcke selber transportieren kann. (Big Bags fallen da raus)
  • Dass ich nicht große Mengen lagern muss, (Grossabnahme) sondern jederzeit Kleinstmengen nachkaufen kann.

Da mein nächster Reitsporthandel als einfache Strecke wenigstens eine Stunde entfernt ist, der Baumarkt aber in 10 Minuten zu erreichen, wagte ich den Versuch mit stinknormalen Heizpellets. Diese wurden in verschiedenen Gruppen, immer wieder wärmstens empfohlen. Also schnappte ich mir mein kleines Auto und probierte es einfach.

In den Baumärkten werden die Säcke mit etwa 15 kg angeboten. Man sollte darauf achten, dass es Weichholz ist (z.B. Kiefer) und keine Bindemittel verwendet werden.
Diese Säcke sind recht gut zu stapeln und auch als Frau locker zu transportieren.

In meinen Corsa passen 15 Säcke in den Kofferraum. Klappe ich die Rückbank um, würden sicher 30 – 40 hineinpassen. Mit etwas guten Willen lassen sich also auch große Mengen Pellets auf einmal  in einem kleinen Auto transportieren. Man sollte nur vorher einen Blick auf den Fahrzeugschein werfen, wie hoch das zulässige Gesamtgewicht ist, damit man das Fahrzeug nicht versehentlich überlädt.

 

Ein kleiner Tipp am Rande: Es empfiehlt sich immer etwas Packband im Auto zu lagern, falls doch mal ein Sack aufreißt. Bislang ist es mir nicht passiert, obwohl ich so schusselig bin. Aber das Packband hat mir auch bei aufgerissenem Katzenstreu schon gute Dienste geleistet. 😉

Das Gute an den kleinen Säcken ist, das man sie leicht am Stall, in einer Sattelkammer oder auch daheim in einem Keller lagern kann. Das ist gerade dann ideal, wenn man z.B. Einstaller ist, aber keine Möglichkeit hat große Mengen am Stall zu lagern. Zumindest, ohne dass sich die Langfinger daran bedienen.

Als Ersteinstreu empfehlen sich etwa 1-2 Säcke pro Quadratmeter Liegefläche. Auch wenn im Internet oft zu weniger geraten wird, nein, es reicht aus Erfahrung nicht. Es gibt nicht zu viele Pellets, aber wenn man zu wenig als Ersteinstreu nimmt, versaut die Box/Stall zu schnell.
Hat man also eine normale Box von etwa 9m², sind wenigstens 9 Säcke Pflicht – 15 wären für den Anfang jedoch besser.

Versuchsfläche waren bei mir 54 m² Offenstall mit Naturboden. Ich habe keine Matten untergelegt, sondern bewusst getestet, wie sich die Pellets auf normalen Boden verhalten.

Vor der ersten Nutzung ist es sinnvoll die Pellets zu wässern. Auch wenn es sich seltsam anhört ein saugendes Einstreu nass zu machen, es hat durchaus seinen Sinn. So werden die Pellets nicht so schnell mit Futter verwechselt und gefressen. Einmal gewässert plustern sie sich zudem auf, und werden ein trockenes, federndes, weiches Einstreu.

Um das zu erreichen kann man die Pellets in die Boxen/Stall werfen und mit der Giesskanne sprenkeln, oder aber man wählt die ›Sackmethode‹.
Bei mir ist es zweiteres. Ich lege die Säcke in den Stall, verteile sie und schneide sie auf. Dann giesse ich pro Sack etwa 10 Liter Wasser auf die Pellets und lasse diese darin aufquellen. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde – in der ich meine normale Stallarbeit erledige – und sieht dann so aus:

Die Säcke sind allerdings im gewässerten Zustand sehr schwer. Man sollte sie daher vorher schon entsprechend positionieren, so dass man sie einfach an Ort und Stelle auskippen und die geplusterten Pellets mit einem Laubrechen verteilen kann.
Das geht leicht von der Hand und macht sogar noch Spaß, wenn ich ehrlich bin. Dazu hat man die ganze Zeit einen angenehmen Geruch von Holz in der Nase.

Die Pferde waren trotz meiner Bedenken von dem Einstreu unglaublich angetan. Schliesslich kannten sie nur Stroh und Heu, und bislang bevorzugten sie immer ein kuscheliges Bettchen. Und wenn sich dieses zudem noch fressen ließ – umso besser! Doch sie zeigten mir das meine Bedenken umsonst waren. Es wurde nicht gefressen, sondern beschnüffelt, rein gelegt und gewälzt. Alle Pferde haben schon in der ersten Nacht komplett im Stall gelegen.

In der Praxis zeigte sich ebenso, das die Handhabung der Pellets ein Traum ist. Mit der Bollengabel lassen sich alle Haufen spielend leicht aufsammeln. Auch zertretene Haufen und untergegrabene Äpfel lassen sich leicht entfernen.
Wenn es mal nasse Stellen gibt, kann man diese raus nehmen, dies tritt bei ausreichend Pellets aber ganz selten auf. So streut man einmal die Woche 1-2 Säcke auf ca 10m²/Boxengröße nach und baut so eine Mistmatratze auf, die eigentlich keine ist. Es ist einzig das Einstreu welches den Urin aufsammelt. Nur das man diesen weder riecht, noch Nässe bemerkt. Das obere Streu ist immer trocken, fluffig, federnd, und außerdem weich und riecht angenehm nach Holz. Einzig die Farbe wird dunkler da durch die Äpfel oder schmutzige Weidehufe das Einstreu versaut wird. Das ist aber nur eine farbliche Veränderung die sich nicht auf die Saugfähigkeit auswirkt.
Auch meine Sorge wegen Dauerregen und einer hohen Luftfeuchtigkeit wurde nicht bestätigt, die Pellets haben gnadenlos standgehalten.

Falls man etwas Negatives suchen möchte, kann ich hier noch etwas anmerken:

Die Pellets werden, wie erwähnt, ein weiches, fluffiges Einstreu. Dieses wird mit nassen Hufen – bedingt durch Winterweide und Regen – gerne nach draußen auf den Paddock getragen. Man muss sich also darüber im Klaren sein, das dieses eben auch mal gerne an den Hufen ›pappen‹ bleibt. Was nicht nur unstylisch aussieht, sondern auch den Paddock verschmutzt. Mich selber stört das nicht, da der Paddock wie auch die Hufe sauber gehalten werden. Hat der liebe Gott doch Dinge wie Bürsten und Besen erfunden.
Ich erwähne es nur, weil ich schon gelesen habe, dass sich darüber bitterlich beschwert und die Pellets somit verteufelt wurden.

Ebenso möchte ich den Preis erwähnen. Denn auch wenn die Baumarktpellets etwa 3,90 – 3,99 € pro Sack kosten und somit sehr günstig sind, ist die Ersteinstreumenge und der Verbrauch gegenüber normalem Stroh schon kostenmäßig beachtlich. Bei einem Pferd natürlich nicht so sehr wie bei mehreren, aber es summiert sich.

Fazit:

Wer also eine günstige Alternative zu Stroh sucht ist mit den Holzpellets nicht so gut beraten. Aber wer seine Arbeit leichter gestalten will, ein neues Einstreu sucht oder ein Pferd hat das auf Stroh allergisch reagiert, der kann mit den Holzpellets sehr glücklich werden.

Für mich daher 6 von 6 Flauschepunkten!

Flauschige Grüße
Celeste

Zeit mit Pferden schenken?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Langsam befinden wir uns im Endspurt Richtung Weihnachten und es ergeht euch sicher ähnlich, dass man bis dahin noch viele Erledigungen auf seiner To-do-Liste hat. Gut, meine Geschenke sind schon besorgt, eingepackt und verschickt. Wer jedoch an den Weihnachtstagen Gäste hat, der kennt das Grauen der Essensplanung, der nötigen Einkäufe wie auch anderen Vorbereitungen dazu. Hat man dann noch Pferde in Eigenregie dann sind auch die Tage vor, wie die Weihnachtstage selber mehr als verplant.

Sitzte ich dann in einer ruhigen Minute am Rechner und beantwortet Nachrichten, Fragen zu den Büchern, Anleitungen oder Produkttests, stolpere ich manchmal auch über die ein oder andere kuriose Anfrage. Eine der neusten Fragestellungen lautet:
»Machst du auch mit bei ›mit Pferden Zeit verschenken‹?«
Ich zucke innerlich zusammen, bevor ich antworte, sehe ich doch schon vor meinem geistigen Auge, was gleich kommen wird. »Ähm nein, eigentlich nicht.«
»Ja kennst du das denn nicht?«
Doch natürlich, man kann den Anzeigen auf den Online-Plattformen ja nicht entkommen, dank Cookies und bei Facebook gespeicherten Interessen, verfolgen sie mich unaufhörlich. Aber so uncharmant möchte ich das nicht ausdrücken also antworte ich höflich: »Natürlich kenne ich die Anzeigen und ich finde es schön, wenn einige Pferdebesitzer anderen eine Freude machen möchten. Ich nehme aber an dieser Aktion nicht teil.«
Puh ich wische mir den imaginären Schweiß von der Stirn und hoffe das reicht als Antwort. Zu früh gefreut – Hier stelle man sich das Geräusch vom ›Zonk‹ vor, wenn man in der 90er Jahre Show bei Jörg Draeger selbigen zog. Also den Zonk, nicht Herrn Draeger.
»Aber das machen doch ALLE mit die wichtig sind und das ist dann ja auch eine super Werbung für dich!«
Einatmen, ausatmen. Was soll man auch darauf antworten?
»Gut, das ich nicht wichtig bin. Ganz ehrlich, ich finde es irgendwie geschmacklos,  wenn man angeblich Freude und Zeit schenken möchte, aber dies nur aus Werbegründen macht.«
Ein Stück Schokolade zur Beruhigung später, versuche ich mich dann auch zu erklären:
»Außerdem habe ich einen Offenstall, ganz ehrlich, wer will da bei Schmuddelwetter nasse Pferde streicheln?«
Es doch leider auch so, dass streicheln und knuddeln vielen auch einfach nicht reicht. Welche Eltern fahren dafür bitte in die Pampa, um bei Kälte und Schneeregen ein schmutziges und durchnässtes Kind mit Heim zu nehmen? Heute will doch noch nicht mal mehr ein Kind Pflegemädel werden, weil nur streicheln, putzen und knuddeln nicht genug ist. Dazu vielfach Eltern, die am liebsten mit Sagrotan-Tüchern anrücken würden, wenn das Kind die ersten Dreckspuren an den Fingern hat und dann doch mehr fordern, als vereinbart war.
Nein sorry, ich überlasse solche Aktionen dann lieber den ›Facebookstars‹, die das im hübschen Outfit, mit den gestylten Pferden in der trockenen Halle besser vermarkten. Dafür haben meine Pferde und ich dann unsere Ruhe an den Weihnachtstagen.
Das Gespräch war dann schnell beendet, und mein Gegenüber sichtlich enttäuscht von mir. Was muss ich doch ein herzloser Mensch sein, wenn ich nicht arme und / oder kranke Kinder mit meinen Pferden bespaßen will.

Auch wenn ich gerne Freude in Kinderaugen sehe, so stehe ich dieser Aktion doch etwas kritisch gegenüber. Verschenkt wird Zeit mit einem fremden Pferd. Das heißt, als Weihnachtsgeschenk oder Weihnachtswunsch wird einem oder mehreren fremden Kindern Zeit mit dem eigenen Pferd gewährt. Es darf streicheln, füttern oder putzen, vielleicht auch führen, spazieren gehen oder geführt werden.
Prinzipiell eine nette Idee, allerdings braucht es da nicht nur ein kindererfahrenes und sehr ruhiges Pferd, man muss auch selber als Aufsichtsperson geeignet sein.
Das heißt, man muss jederzeit abschätzen können, wann es dem eigenen Pferd zuviel wird, ob das Kind überfordert wird, oder es sich in Gefahr bringen könnte. Zudem müssen auch die unerfahrenen, manchmal auch ängstlichen oder noch schlimmer – übereifrigen – Eltern mit eingerechnet werden.
Man kennt diese fremden Menschen nicht, ebenso weiß man nicht, ob sie sich an Vorsichtsregeln halten, oder ein Kind vielleicht in Panik verfällt. Man muss quasi auf alles gefasst sein und mit jeder Situation umgehen können.
Zudem sind gerade Boxenpferde mit mäßigen Auslaufmöglichkeiten im Winter etwas munterer, um es charmant auszudrücken. Da möchte ich neben manchen Pferden keine fremden Kinder sehen, während der Besitzer mehr oder minder erfolgreich sein Pferd zurücknehmen möchte.

Denn viele Pferdemädels die bei dieser Aktion mitmachen sind sicher liebe und nette Damen, aber ihre Einstellung in Sachen Pferdeerziehung – und deren Auswirkungen –  spiegelt sich oft in Postings wieder, welche mich zu einem Kopfschütteln veranlassen. Und wenn dann genau diese Damen ›Zeit mit dem Pferd‹ verschenken, dann kann ich mich teilweise einer unangenehmen Gänsehaut nicht erwehren, bei der Vorstellung, wie sie mit ihren teilweise unerfahrenen bis unerzogenen Pferden zusammen mit unwissenden, oder sogar eingeschränkten Kindern agieren wollen. Alleine, ohne Trainer, ohne Aufsicht, aber sicher die Kamera im Anschlag, damit die Bilder später auf den Online-Plattformen werbeträchtig einsetzbar sind.

Für mich ein klares No-Go. Wer dort mitmachen möchte, kann dies gerne tun. Ich wünsche allen nur das Beste. Aber vergesst bitte nicht:

  • Eine gute und ausreichende Versicherung
  • Ein ruhiges Kinder erfahrenes Pferd
  • Hilfe vor Ort, die euch zur Hand geht (Eltern sind nicht immer geeignet)
  • Feste Regeln für Eltern und Kinder, damit alles fair für Pferd und Kind abläuft
  • Keine Bilder hinterher auf online Plattformen.
    Denn in der Aktion werden speziell arme Eltern angesprochen, welche sich Reitstunden nicht leisten können, und diese sollte man dann nicht aus Werbezwecken online bloßstellen!

Obwohl die Voraussetzungen für eine solche Aktion zwar grundsätzlich bei mir und meinen Pferden gegeben wären, werde ich die Weihnachtstage lieber selber mit meinen Tieren, und meiner Familie in Ruhe verbringen. Ich werde UNS Zeit miteinander schenken, auch wenn das sicher sehr eigennützig ist.
Wer wirklich Interesse an meinen Pferden hat, kann mich immer vor Ort ansprechen, da wird sich sicher etwas finden. Doch diesem online Zwang – ›mach mit sonst bist du ein schlechter Mensch‹ – werde ich mich nicht beugen. Ich bin dann doch ein wenig altmodisch und möchte schon echtes Interesse an meinen Tieren sehen, bevor ich sie für den Spaß von fremden Menschen ›verleihe‹. Denn so viel Fairness sollte sein, dass die Pferde nicht einfach als spaßige Reitgelegenheit oder billige Bespaßung gesehen werden.

In diesem Sinne ein flauschiges Weihnachten euch und euren Lieben,
Celeste

Eine Frage der Ausrüstung

 

Hallo meine Flauschehasen, ich hoffe, es ist euch gut ergangen, in dieser schönen Vorweihnachtszeit? Während die ersten Plätzchen gebacken und der Stall geschmückt wurden, habe ich nicht nur alle Weihnachtsgeschenke beisammen, nein, sie sind auch schon verpackt.
Natürlich weiß ich, dass mich ebenso das eine oder andere Päckchen unter dem Baum erwarten wird, auch wenn ich keine großartigen Geschenke erwarte oder wünsche. Einzig das ich Pferdezubehör aller Art liebe und sogar einen einfachen Hufkratzer mehr Freude abgewinnen würde, als einem Schmuckstück oder einem Parfüm, ist jedem bekannt der mich wirklich kennt.
So durchstöbere ich dann ein paar Reitsportkataloge oder den Reitsportladen meines Vertrauens, auch wenn ich eigentlich nur Pferdefutter kaufen möchte.

Spannend, wenn man dann beobachten darf, wie zwei junge Damen zielsicher auf die neue Kollektion der regenbogenfarbenen Knotenhalfter zustürmen. Währenddessen versichern sie sich gegenseitig, das sie u-n-b-e-d-i-n-g-t neue Knotenhalfter in dieser Sonderfarbe benötigen.
Ein Freund, der nicht nur den Fahrdienst, sondern auch den Träger für die Futtersäcke machen wollte, fragte mich daraufhin interessiert, was es denn mit diesen speziellen Knotenhalftern auf sich habe. Normale Halfter kannte er ja zur Genüge, aber ein Knotenhalfter hatte er bei mir noch nie gesehen.

Nun ich erklärte ihm, wozu ein Knotenhalfter eigentlich benutzt wird:

  • Das es mit seinen Knotenpunkten eine feiner dosierte Hilfegebung ermöglicht.
  • Das die Knoten auf Nervenbahnen drücken können, ähnlich einer Akupressur, um der Einwirkung mehr Nachdruck zu verleihen.
  • Das man deswegen damit niemals anbindet, longiert oder ein Pferd damit auf die Weide schickt oder gar ohne Aufsicht lässt.
  • Es der feineren Kommunikation dient, also nur ein Hilfsmittel ist, und deswegen niemals mit einem normalen Halfter zu vergleichbar ist.
  • Das es richtig angepasst und sitzen muss, damit es nicht nur seine richtige Wirkung entfalten kann, sondern auch damit es nicht scheuert, schmerzt und somit schadet.

Während meiner Aufzählung hat die Gesichtsfarbe der jungen Damen nicht nur rasch gewechselt, sie haben die Halfter schnell wieder abgelegt und sich den normalen Stallhalftern zugewandt. Ich bitte hier um Verzeihung, falls dem Reitsportladen hier der Umsatz verloren gegangen ist. Ich vermute aber, die Pferde werden dankbar sein, dass die jungen Damen begriffen haben, dass die Wirkungsweise eines Knotenhalfters über den modischen Aspekt hinaus reicht.
Aber es ist leider nicht unüblich, das sich so wenig mit dem Zubehör beschäftigt wird. Im Internet und in den Katalogen wird eine Vielzahl angeboten. Die Bilder sind strahlend, das Zubehör nicht nur farblich stimmig, sondern eindeutig ein Blickfang für die online Fotogemeinde, vor der man gerne prahlen würde.
So wird einfach bestellt und gekauft, was das Zeug hält – ohne sich wirklich mit der Ausrüstung und dessen fachgerechten Einsatz zu beschäftigen.

Das Westernsättel gerne unangepasst auf alle Pferde geschmissen werden, um das Gehampel darauf als Westernreiten zu deklarieren, sind wir sicher alle schon gewohnt. … Schließlich wird eine richtige Ausbildung, eine Umstellung oder gar dauerhaftes Training in einer anderen Reitweise einfach überbewertet …
Nicht dass ich etwas gegen Zweitsättel in einer anderen Reitweise habe, sofern diese Pferd und Reiter passen, bin ich gerne dabei. Und da spricht auch nichts gegen die kostengünstige Alternative in gebrauchter Version. Einzig sollte man nicht glauben das man mit einem Ausrüstungswechsel auch plötzlich die andere Reitweise beherrscht. Denn nur weil ich mit einem Wörterbuch in Kantonesisch unter dem Kopfkissen schlafe, erweitert dies nicht meine Fremdsprachenkenntnisse.

Ebenso wie der gruselige Trend das ein 200 € Kunststoffsattel in Pink gekauft wird, der ja: »Nur zum Ausreiten dienen soll, da ist das bisschen Reiten ja nicht schlimm.«
Schätzelein, wie wäre es wenn du den gleichen Ausritt mal in unpassenden Schuhen zurücklegst. Ich meine ist ja nur zum Spazierengehen, ist ja sicher nicht schlimm wenn du danach schmerzende Füße oder Blasen an selbigen hast.

Oder der Haflingersattel, der angeblich auf alle Haflinger passt. Ich meine, wie viel Hirn bleibt da ungenutzt, um so etwas zu glauben? Obwohl die weißen Fellflecken vom Satteldruck, passen optisch dann ganz bestimmt zur hellen Haflingermähne. Dann ist das Styling wenigstens formvollendet, und im Notfall kaschiert man das Ganze eben mit einer Schibbischabbi aus einer der neuen Kollektionen.

Oder ein Bosal – Eine wundervolle Zäumung, welche zum nicht angepassten Westernsattel auch einfach ungeformt umgeschnallt wird. Den Bosalknoten gleich mal ignoriert und einfach Zügel eingehakt, da die Mecate zu kostspielig war.
Spricht, man dann sein Gegenüber an, warum das Bosal nicht vorgeformt wurde, oder die Mecate um das Bosal gewunden, als hätte man an der Strickliesel geübt, dann erntet man erstaunte Blicke. »Wie vorformen … Echt muss das sein? Aber das dauert dann doch soooo lange und ich kann es nicht benutzen? Aber ich brauch das doch für die Bilder.«
Und schon reitet das Schätzelein weiter, während es an dem Bosal zerrt, als wäre es eine Hundeleine.

Nun vielleicht wäre ihr Weihnachtsgeschenk, dann besser eine Wundcreme. Zum einen, weil die Mecate bei einer solchen Nutzung, in der günstigen Schweifhaar Ausgabe selten handfreundlich ist. Zum anderen, weil das schlecht sitzende Bosal so für Scheuerstellen beim Pferd sorgen wird. Allerdings wäre ein Buch über die richtige Handhabung wie ein guter Trainer ebenso ein gutes Geschenk.

Ein weiterer Blick auf die Steigbügel des günstigen Westernsattels zeigt mir, dass sie Eindrehhilfen für diese nutzt. Diese netten kleinen Zusatzhalterungen, welche den Steigbügel in die richtige Position drehen, wenn man nicht den Willen oder das Wissen hat, diese auf die altmodische Art zu formen. Und es ist jetzt schon fast eine Gewissheit, wenn ich sie darauf anspreche, heißt es wieder: »keine Lust – dauert zu lange – keine Zeit«
Irgendwie komme ich mir altmodisch vor, das ich mein Zubehör immer entsprechend vorbereitet habe. Das ich mir Zeit genommen habe mich damit zu beschäftigen, es richtig angepasste und auch mal tiefer in die Tasche gegriffen habe. Dennoch warum kann man sich nicht vorher mit der Ausrüstung beschäftigen? Mit deren Sinn, ihrem richtigen Einsatz und einer passenden Anwendung? Warum ist Optik und Lifestyle oder ein hübsches Bild für die online Gemeinde wichtiger?
An mangelnder Ausbildung liegt es sicher zum einen, dennoch kann man sich in der heutigen Zeit unheimlich gut belesen. Das Internet bietet so viel Informationsmöglichkeiten. Wie man einen Krawattenknoten richtig bindet (und ich meine nicht am Männerhals sondern am Sattel). Wie man ein Bosal formt und welche Größen, Stärken und Material es gibt. Wie man das Bosal richtig einsetzt und wie man ein Knotenhalfter anpasst usw.
Wenn man sich informieren möchte, dann geht das, aber man muss es eben auch wollen.

Ich wünsche euch von daher das eure Weihnachtswünsche wahr werden, egal ob es ein Pferd ist, Zubehör für dieses oder etwas anderes. Nur bevor ihr ein neues Ausrüstungsstück nutzt, informiert euch bitte über die Passform, Handhabung und den richtigen Einsatz.

Euren Pferden zuliebe! 😉

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Equinatura Shampoo

 

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns wieder einem Produkttest. Getestet wurd diesmal das Shampoo von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 250 ml Flasche
  • Für glänzendes und gepflegtes Haar
  • Silikonfrei
  • Mit Geraniumöl

Preis etwa 4,95 €

Verfügbarkeit

Wie bereits die anderen Produkte der Marke Equinatura, gibt es auch das Shampoo bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Das Shampoo reiht sich wunderbar in die Reihe der anderen Equinatura-Produkte. Entsprechend fällt die Farbwahl mit hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Nein, diese Kombination ist immer noch nicht meine erste Wahl. Irgendwie verbinde ich jedoch ein wenig Nostalgie mit dem braun-orange, was ich bei den modernen Produkten von heute dann doch wieder vermisse.
(Das könnte aber auch daran lieben, dass wir bei ›Time Paradise Inc.‹ gerade ins Jahr 1978 zurückgereist sind und ich deswegen meine Kindheit wieder vor Augen habe.)

Die Flasche der Equinatura-Produkte erinnert an herkömmliche Shampooflaschen aus der Drogerie und ist mit einem Schraubverschluss gesichert. Wie ihr wisst, neige ich immer dazu diese Stopfen zu verlegen, hier wäre mir eine Flasche, wie beim Kühlgel mit dem Klappdeckel, deutlich lieber.

Diese werden mittlerweile ja auch gerne bei den Menschen Haarpflegeprodukten genommen, weil sie sich mit nassen Händen einfach besser öffnen und schließen lassen.

Das Shampoo selber riecht blumig und ist orange durchsichtig, die Konsistenz wie normales Shampoo, vielleicht einen Hauch flüssiger.

Handhabung

Das Shampoo lässt sich gut aus der Flasche auftragen. Vielleicht einen Hauch zu gut, denn wenn man nicht aufpasst, schwappt ein größerer Klecks auf die Hand als nötig. Das Shampoo ist unheimlich ergiebig, und ein kleiner Klecks ist vollkommen ausreichend um einen Ponyschweif zu waschen. Das Shampoo riecht auch während dem Waschen angenehm und lässt sich gut verteilen.

Wirkung

Es schäumt schön auf und löst den Dreck zuverlässig. Auch das Auswaschen ist trotz beachtlicher Schaummenge – ich war etwas zu großzügig – kein Problem. Danach war der Schweif sauber, leicht kämmbar und nach dem trocknen sehr fluffig. Selbst die Verfärbungen aus dem weißen Schweif wurden herausgewaschen, und das ohne Blauanteil wie in vielen Schimmel / ›extra weiß‹ – Shampoos.

Fazit

Ich bin wirklich überrascht, das hätte ich von dieser kleinen Flasche nicht erwartet. Die Ergiebigkeit wie auch das Waschergebnis überzeugen vollends, dazu der kleine Preis der das Gesamtpaket komplettiert.

Einzig würde ich mir eine Dosierhilfe wünschen. Vielleicht wie bei dem Kühlgel eine Flasche mit Klappdeckel und kleinerer Öffnung damit das Shampoo nicht so ›entgegenkommend‹ ist. 😉

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße

Celeste

Advent, Advent der Kalender brennt

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Man darf es kaum glauben, aber es sind nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. Nicht das man dem Weihnachtsfieber entkommen könnte, schließlich wird man in den Supermärkten bereits seit Wochen mit Weihnachtsgebäck erschlagen. Und auch die Stände mit den Adventkalendern erwarten einen in nahezu jedem Eingangsbereich eines Geschäftes, damit man diesen auch ja nicht vergisst!
Nun, ich habe nichts gegen Adventskalender, denn an diese habe ich noch süße Kindheitserinnerungen. Da war der kleine Pappkalender mit den unscheinbaren Türchen, welche sich oft nur schwer öffnen ließen, ohne das man ein Blutopfer hinterließ. Und wenn man dann täglich das kleine Stück Schokolade aus diesem ergattern durfte, dann war die Wartezeit bis Weihnachten nicht mehr so lang.
Ja, es war eine schöne Zeit, mit einem kleinen unspektakulären Stück Schokolade täglich.

Die heutigen Adventskalender sind da schon hochwertiger. Mit Spielzeugen oder Spezialsüßigkeiten bestückt erfreuen sie die Kinderherzen. Nun ich gönne den Kindern ihre Freude, aber oft denke ich mir bei manchen Preisen ob das wirklich sein muss. Es soll ja nur das Warten auf Weihnachten versüßen und kein echtes Geschenk ersetzen.
Doch dieser Gedanke wird zunehmend in Frage gestellt, wenn ich einen Blick auf den neuen Trend der Pferdeszene werfe: Adventskalender für Pferdebesitzer und Reiter.
Wer nun glaubt, ihn erwarten hinter kleinen Türchen Schokostücke und anderer Süßkram in Pferdeoptik oder 24 Leckerlis für das Pferd – nein, dem ist nicht so. Hier wird Reitsportzubehör für Pferd und Reiter in 24 kleine oder große, Päckchen gepackt, welche der Pferdebesitzer / Reiter jeden Tag auspacken darf. Also ein kleines, oder größeres Geschenk das ihn jeden Tag erwartet.
Wahlweise gibt es für den kleinen Geldbeutel auch Adventsüberraschungen, bei denen man jeden Advent ein Päckchen öffnen darf, dazu noch eines zu Nikolaus und Weihnachten. Also quasi ein geschrumpfter Kalender zum kleineren Preis, falls man sich die teuren nicht leisten kann oder möchte.
Und diese Adventskalender kosten so einiges:
Kleine Kalender ab 50 €, größere ab 79 €, aber auch 99 €, 150 € und sogar 250 € für die Luxus Edition habe ich schon gesehen. Und wer sich nun an den Kopf fasst und denkt ›das kauft doch kein Mensch zu diesem Preis‹ dem sei gesagt: Doch machen sie!
Und das nicht zu knapp. Viele Shops bieten nämlich inzwischen eine begrenzte Anzahl an Kalendern an, die schon im Sommer vorbestellt werden konnten und auch wurden.
Man mag es nicht glauben, aber diese Kalender sind vor dem ersten Advent oft schon ausverkauft, trotz der wirklich horrenden Preise.

In den Päckchen kann einen dann je nach Kalender alles Mögliche erwarten. Von kleinen Anhängern über Putzbürsten, Pflegezubehör, Halfter oder Schabracken, aber auch Bekleidung für den Reiter.
Bei seriösen Kalendern hat man vorab teilweise sogar eine Größenauswahl für Pferd und Reiter. Außerdem bieten einige an, dass man Wunschfarben angeben oder verhasste Farben ausschließen darf.
So starten dann schon vor dem ersten Dezember die verschiedenen Seiten mit Video- und Bilddokumentationen des verpackten Kalenders. Pünktlich zum 01.12. beginnt dann entsprechend das ›live unboxing‹ der einzelnen Päckchen.
So kann dann auch jeder online verfolgen was einem doch so entgeht, wenn man den Kalender seiner Träume nicht früh genug reservieren konnte, oder sich das Geld schlichtweg gespart hat.

Während einige Kalender in liebevoller Mühe zusammengestellt wurden, um den Käufer auch mit sinnvollen Produkten zu erfreuen, bieten andere Verkäufer sinnlos zusammengewürfelte Kalender, die ihr Geld nicht wert sind. Außerdem gab es schon Kalenderanbieter, welche zwar das Geld vorab kassierten, aber keine Ware verschickten. Auch Exemplare, welche mit Produktproben und Bon Bons gefüllt waren, ergänzt um ein oder zwei pferdige Artikel, um den Schein zu wahren, waren schon dabei. Die Frustration der Käufer war verständlicherweise groß, hatten sie teilweise sehr viel Geld für die Kalender gezahlt und erwarteten jeden Tag voller Vorfreude ein pferdiges Geschenk und bekamen nur Trostpflaster statt Sinnvollem.
Hier gilt also Augen auf beim Eier- … ähm, Kalenderkauf. Denn nur weil die Bildchen hübsch verpackte Kalender zeigen, welche einen grandiosen Inhalt versprechen, muss dem beim Auspacken leider nicht so sein.
Es gibt also nicht nur bei gebrauchten Pferdeartikel einen grossen Betrugsmarkt, bei den Adventskalendern schlagen die Gauner ebenso gnadenlos zu.

Ich selber gönne allen einen solchen Kalender, wenn sie das nötige Kleingeld haben, um dies so ›auf den Kopf zu hauen‹. Denn eigentlich ist es ja nichts anderes als ein Glücksspiel. Man opfert zum Beispiel 99 € für einen Adventskalender und weiß nicht, was einen erwartet. Selbst wenn man noch das Glück hat Größen oder Farben aus zu wählen, bekommt man mitunter Produkte geliefert, die man ebenso nötig braucht, wie den fünften gestrickten Wollpullover von Tante Berta.

Hier sollte man doch einmal in sich gehen und überlegen, was man für 99 € sonst alles bekommen könnte:

  • 10 Säcke Futter
  • 3 Rundballen Heu
  • 9m² Paddockplatten
  • 2-8 Halfter je nach Qualität
  • mehrere Schabracken
  • eine oder mehrere Pferdedecken
  • eine gut gefüllte Putztasche
  • ein guter Vorrat an Pflegeprodukten
  • Reithose, Helm, Jacke usw., Reitbekleidung nach Wahl, wenn man nicht auf Nobelmarken steht.

Nehmt einfach einmal einen Reitsportkatalog eurer Wahl zur Hand und schaut, was ihr alles für 99 € bekommen könnt. Produkte die ihr selber aussuchen könntet.

Natürlich ist ein Kalender mit Produkten und Päckchen immer eine Überraschung und die Vorfreude darauf inklusive. Dennoch sollte man hier wirklich abwägen, ob es nicht mehr Sinn macht das Geld bewusst auszugeben. Denn auch wenn es die Vorfreude trübt, es nützt nichts wenn man, wie oft auf den online Plattformen gesehen, den Inhalt wieder tauschen oder verkaufen muss, weil man mit den meisten Sachen nichts anfangen kann.

Von daher überlegt euch gut ob, und vor allen Dingen, welchen Kalender ihr euch zulegt. Mir selber kommt – außer es fühlt sich jemand genötigt mir einen zu schenken – kein Kalender ins Haus.
Ich wähle einfach lieber bewusst die Produkte aus, die ich auch wirklich benötige. Zudem bin ich offen gestanden altmodisch und mag kleine günstige Kalender mit Süßkram. Denn Geschenke, egal ob groß oder klein verbinde ich dann doch mit Weihnachten, und nicht mit der Adventszeit. Diese verbringe ich dann lieber mit Plätzchen backen, dekorieren und den Stall weihnachtlich aufhübschen.
Und wenn es dann Heiligabend ist, dann werde ich mich ebenso über ein pferdiges Päckchen jeder Art freuen.

In diesem Sinne, gönnt euch, was ihr euch von Herzen wünscht, aber lasst euch nicht über den Tisch ziehen.

Flauschige Grüße
Celeste