Eine Frage der Ausrüstung

 

Hallo meine Flauschehasen, ich hoffe, es ist euch gut ergangen, in dieser schönen Vorweihnachtszeit? Während die ersten Plätzchen gebacken und der Stall geschmückt wurden, habe ich nicht nur alle Weihnachtsgeschenke beisammen, nein, sie sind auch schon verpackt.
Natürlich weiß ich, dass mich ebenso das eine oder andere Päckchen unter dem Baum erwarten wird, auch wenn ich keine großartigen Geschenke erwarte oder wünsche. Einzig das ich Pferdezubehör aller Art liebe und sogar einen einfachen Hufkratzer mehr Freude abgewinnen würde, als einem Schmuckstück oder einem Parfüm, ist jedem bekannt der mich wirklich kennt.
So durchstöbere ich dann ein paar Reitsportkataloge oder den Reitsportladen meines Vertrauens, auch wenn ich eigentlich nur Pferdefutter kaufen möchte.

Spannend, wenn man dann beobachten darf, wie zwei junge Damen zielsicher auf die neue Kollektion der regenbogenfarbenen Knotenhalfter zustürmen. Währenddessen versichern sie sich gegenseitig, das sie u-n-b-e-d-i-n-g-t neue Knotenhalfter in dieser Sonderfarbe benötigen.
Ein Freund, der nicht nur den Fahrdienst, sondern auch den Träger für die Futtersäcke machen wollte, fragte mich daraufhin interessiert, was es denn mit diesen speziellen Knotenhalftern auf sich habe. Normale Halfter kannte er ja zur Genüge, aber ein Knotenhalfter hatte er bei mir noch nie gesehen.

Nun ich erklärte ihm, wozu ein Knotenhalfter eigentlich benutzt wird:

  • Das es mit seinen Knotenpunkten eine feiner dosierte Hilfegebung ermöglicht.
  • Das die Knoten auf Nervenbahnen drücken können, ähnlich einer Akupressur, um der Einwirkung mehr Nachdruck zu verleihen.
  • Das man deswegen damit niemals anbindet, longiert oder ein Pferd damit auf die Weide schickt oder gar ohne Aufsicht lässt.
  • Es der feineren Kommunikation dient, also nur ein Hilfsmittel ist, und deswegen niemals mit einem normalen Halfter zu vergleichbar ist.
  • Das es richtig angepasst und sitzen muss, damit es nicht nur seine richtige Wirkung entfalten kann, sondern auch damit es nicht scheuert, schmerzt und somit schadet.

Während meiner Aufzählung hat die Gesichtsfarbe der jungen Damen nicht nur rasch gewechselt, sie haben die Halfter schnell wieder abgelegt und sich den normalen Stallhalftern zugewandt. Ich bitte hier um Verzeihung, falls dem Reitsportladen hier der Umsatz verloren gegangen ist. Ich vermute aber, die Pferde werden dankbar sein, dass die jungen Damen begriffen haben, dass die Wirkungsweise eines Knotenhalfters über den modischen Aspekt hinaus reicht.
Aber es ist leider nicht unüblich, das sich so wenig mit dem Zubehör beschäftigt wird. Im Internet und in den Katalogen wird eine Vielzahl angeboten. Die Bilder sind strahlend, das Zubehör nicht nur farblich stimmig, sondern eindeutig ein Blickfang für die online Fotogemeinde, vor der man gerne prahlen würde.
So wird einfach bestellt und gekauft, was das Zeug hält – ohne sich wirklich mit der Ausrüstung und dessen fachgerechten Einsatz zu beschäftigen.

Das Westernsättel gerne unangepasst auf alle Pferde geschmissen werden, um das Gehampel darauf als Westernreiten zu deklarieren, sind wir sicher alle schon gewohnt. … Schließlich wird eine richtige Ausbildung, eine Umstellung oder gar dauerhaftes Training in einer anderen Reitweise einfach überbewertet …
Nicht dass ich etwas gegen Zweitsättel in einer anderen Reitweise habe, sofern diese Pferd und Reiter passen, bin ich gerne dabei. Und da spricht auch nichts gegen die kostengünstige Alternative in gebrauchter Version. Einzig sollte man nicht glauben das man mit einem Ausrüstungswechsel auch plötzlich die andere Reitweise beherrscht. Denn nur weil ich mit einem Wörterbuch in Kantonesisch unter dem Kopfkissen schlafe, erweitert dies nicht meine Fremdsprachenkenntnisse.

Ebenso wie der gruselige Trend das ein 200 € Kunststoffsattel in Pink gekauft wird, der ja: »Nur zum Ausreiten dienen soll, da ist das bisschen Reiten ja nicht schlimm.«
Schätzelein, wie wäre es wenn du den gleichen Ausritt mal in unpassenden Schuhen zurücklegst. Ich meine ist ja nur zum Spazierengehen, ist ja sicher nicht schlimm wenn du danach schmerzende Füße oder Blasen an selbigen hast.

Oder der Haflingersattel, der angeblich auf alle Haflinger passt. Ich meine, wie viel Hirn bleibt da ungenutzt, um so etwas zu glauben? Obwohl die weißen Fellflecken vom Satteldruck, passen optisch dann ganz bestimmt zur hellen Haflingermähne. Dann ist das Styling wenigstens formvollendet, und im Notfall kaschiert man das Ganze eben mit einer Schibbischabbi aus einer der neuen Kollektionen.

Oder ein Bosal – Eine wundervolle Zäumung, welche zum nicht angepassten Westernsattel auch einfach ungeformt umgeschnallt wird. Den Bosalknoten gleich mal ignoriert und einfach Zügel eingehakt, da die Mecate zu kostspielig war.
Spricht, man dann sein Gegenüber an, warum das Bosal nicht vorgeformt wurde, oder die Mecate um das Bosal gewunden, als hätte man an der Strickliesel geübt, dann erntet man erstaunte Blicke. »Wie vorformen … Echt muss das sein? Aber das dauert dann doch soooo lange und ich kann es nicht benutzen? Aber ich brauch das doch für die Bilder.«
Und schon reitet das Schätzelein weiter, während es an dem Bosal zerrt, als wäre es eine Hundeleine.

Nun vielleicht wäre ihr Weihnachtsgeschenk, dann besser eine Wundcreme. Zum einen, weil die Mecate bei einer solchen Nutzung, in der günstigen Schweifhaar Ausgabe selten handfreundlich ist. Zum anderen, weil das schlecht sitzende Bosal so für Scheuerstellen beim Pferd sorgen wird. Allerdings wäre ein Buch über die richtige Handhabung wie ein guter Trainer ebenso ein gutes Geschenk.

Ein weiterer Blick auf die Steigbügel des günstigen Westernsattels zeigt mir, dass sie Eindrehhilfen für diese nutzt. Diese netten kleinen Zusatzhalterungen, welche den Steigbügel in die richtige Position drehen, wenn man nicht den Willen oder das Wissen hat, diese auf die altmodische Art zu formen. Und es ist jetzt schon fast eine Gewissheit, wenn ich sie darauf anspreche, heißt es wieder: »keine Lust – dauert zu lange – keine Zeit«
Irgendwie komme ich mir altmodisch vor, das ich mein Zubehör immer entsprechend vorbereitet habe. Das ich mir Zeit genommen habe mich damit zu beschäftigen, es richtig angepasste und auch mal tiefer in die Tasche gegriffen habe. Dennoch warum kann man sich nicht vorher mit der Ausrüstung beschäftigen? Mit deren Sinn, ihrem richtigen Einsatz und einer passenden Anwendung? Warum ist Optik und Lifestyle oder ein hübsches Bild für die online Gemeinde wichtiger?
An mangelnder Ausbildung liegt es sicher zum einen, dennoch kann man sich in der heutigen Zeit unheimlich gut belesen. Das Internet bietet so viel Informationsmöglichkeiten. Wie man einen Krawattenknoten richtig bindet (und ich meine nicht am Männerhals sondern am Sattel). Wie man ein Bosal formt und welche Größen, Stärken und Material es gibt. Wie man das Bosal richtig einsetzt und wie man ein Knotenhalfter anpasst usw.
Wenn man sich informieren möchte, dann geht das, aber man muss es eben auch wollen.

Ich wünsche euch von daher das eure Weihnachtswünsche wahr werden, egal ob es ein Pferd ist, Zubehör für dieses oder etwas anderes. Nur bevor ihr ein neues Ausrüstungsstück nutzt, informiert euch bitte über die Passform, Handhabung und den richtigen Einsatz.

Euren Pferden zuliebe! 😉

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Equinatura Shampoo

 

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns wieder einem Produkttest. Getestet wurd diesmal das Shampoo von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 250 ml Flasche
  • Für glänzendes und gepflegtes Haar
  • Silikonfrei
  • Mit Geraniumöl

Preis etwa 4,95 €

Verfügbarkeit

Wie bereits die anderen Produkte der Marke Equinatura, gibt es auch das Shampoo bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Das Shampoo reiht sich wunderbar in die Reihe der anderen Equinatura-Produkte. Entsprechend fällt die Farbwahl mit hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Nein, diese Kombination ist immer noch nicht meine erste Wahl. Irgendwie verbinde ich jedoch ein wenig Nostalgie mit dem braun-orange, was ich bei den modernen Produkten von heute dann doch wieder vermisse.
(Das könnte aber auch daran lieben, dass wir bei ›Time Paradise Inc.‹ gerade ins Jahr 1978 zurückgereist sind und ich deswegen meine Kindheit wieder vor Augen habe.)

Die Flasche der Equinatura-Produkte erinnert an herkömmliche Shampooflaschen aus der Drogerie und ist mit einem Schraubverschluss gesichert. Wie ihr wisst, neige ich immer dazu diese Stopfen zu verlegen, hier wäre mir eine Flasche, wie beim Kühlgel mit dem Klappdeckel, deutlich lieber.

Diese werden mittlerweile ja auch gerne bei den Menschen Haarpflegeprodukten genommen, weil sie sich mit nassen Händen einfach besser öffnen und schließen lassen.

Das Shampoo selber riecht blumig und ist orange durchsichtig, die Konsistenz wie normales Shampoo, vielleicht einen Hauch flüssiger.

Handhabung

Das Shampoo lässt sich gut aus der Flasche auftragen. Vielleicht einen Hauch zu gut, denn wenn man nicht aufpasst, schwappt ein größerer Klecks auf die Hand als nötig. Das Shampoo ist unheimlich ergiebig, und ein kleiner Klecks ist vollkommen ausreichend um einen Ponyschweif zu waschen. Das Shampoo riecht auch während dem Waschen angenehm und lässt sich gut verteilen.

Wirkung

Es schäumt schön auf und löst den Dreck zuverlässig. Auch das Auswaschen ist trotz beachtlicher Schaummenge – ich war etwas zu großzügig – kein Problem. Danach war der Schweif sauber, leicht kämmbar und nach dem trocknen sehr fluffig. Selbst die Verfärbungen aus dem weißen Schweif wurden herausgewaschen, und das ohne Blauanteil wie in vielen Schimmel / ›extra weiß‹ – Shampoos.

Fazit

Ich bin wirklich überrascht, das hätte ich von dieser kleinen Flasche nicht erwartet. Die Ergiebigkeit wie auch das Waschergebnis überzeugen vollends, dazu der kleine Preis der das Gesamtpaket komplettiert.

Einzig würde ich mir eine Dosierhilfe wünschen. Vielleicht wie bei dem Kühlgel eine Flasche mit Klappdeckel und kleinerer Öffnung damit das Shampoo nicht so ›entgegenkommend‹ ist. 😉

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße

Celeste

Advent, Advent der Kalender brennt

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Man darf es kaum glauben, aber es sind nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. Nicht das man dem Weihnachtsfieber entkommen könnte, schließlich wird man in den Supermärkten bereits seit Wochen mit Weihnachtsgebäck erschlagen. Und auch die Stände mit den Adventkalendern erwarten einen in nahezu jedem Eingangsbereich eines Geschäftes, damit man diesen auch ja nicht vergisst!
Nun, ich habe nichts gegen Adventskalender, denn an diese habe ich noch süße Kindheitserinnerungen. Da war der kleine Pappkalender mit den unscheinbaren Türchen, welche sich oft nur schwer öffnen ließen, ohne das man ein Blutopfer hinterließ. Und wenn man dann täglich das kleine Stück Schokolade aus diesem ergattern durfte, dann war die Wartezeit bis Weihnachten nicht mehr so lang.
Ja, es war eine schöne Zeit, mit einem kleinen unspektakulären Stück Schokolade täglich.

Die heutigen Adventskalender sind da schon hochwertiger. Mit Spielzeugen oder Spezialsüßigkeiten bestückt erfreuen sie die Kinderherzen. Nun ich gönne den Kindern ihre Freude, aber oft denke ich mir bei manchen Preisen ob das wirklich sein muss. Es soll ja nur das Warten auf Weihnachten versüßen und kein echtes Geschenk ersetzen.
Doch dieser Gedanke wird zunehmend in Frage gestellt, wenn ich einen Blick auf den neuen Trend der Pferdeszene werfe: Adventskalender für Pferdebesitzer und Reiter.
Wer nun glaubt, ihn erwarten hinter kleinen Türchen Schokostücke und anderer Süßkram in Pferdeoptik oder 24 Leckerlis für das Pferd – nein, dem ist nicht so. Hier wird Reitsportzubehör für Pferd und Reiter in 24 kleine oder große, Päckchen gepackt, welche der Pferdebesitzer / Reiter jeden Tag auspacken darf. Also ein kleines, oder größeres Geschenk das ihn jeden Tag erwartet.
Wahlweise gibt es für den kleinen Geldbeutel auch Adventsüberraschungen, bei denen man jeden Advent ein Päckchen öffnen darf, dazu noch eines zu Nikolaus und Weihnachten. Also quasi ein geschrumpfter Kalender zum kleineren Preis, falls man sich die teuren nicht leisten kann oder möchte.
Und diese Adventskalender kosten so einiges:
Kleine Kalender ab 50 €, größere ab 79 €, aber auch 99 €, 150 € und sogar 250 € für die Luxus Edition habe ich schon gesehen. Und wer sich nun an den Kopf fasst und denkt ›das kauft doch kein Mensch zu diesem Preis‹ dem sei gesagt: Doch machen sie!
Und das nicht zu knapp. Viele Shops bieten nämlich inzwischen eine begrenzte Anzahl an Kalendern an, die schon im Sommer vorbestellt werden konnten und auch wurden.
Man mag es nicht glauben, aber diese Kalender sind vor dem ersten Advent oft schon ausverkauft, trotz der wirklich horrenden Preise.

In den Päckchen kann einen dann je nach Kalender alles Mögliche erwarten. Von kleinen Anhängern über Putzbürsten, Pflegezubehör, Halfter oder Schabracken, aber auch Bekleidung für den Reiter.
Bei seriösen Kalendern hat man vorab teilweise sogar eine Größenauswahl für Pferd und Reiter. Außerdem bieten einige an, dass man Wunschfarben angeben oder verhasste Farben ausschließen darf.
So starten dann schon vor dem ersten Dezember die verschiedenen Seiten mit Video- und Bilddokumentationen des verpackten Kalenders. Pünktlich zum 01.12. beginnt dann entsprechend das ›live unboxing‹ der einzelnen Päckchen.
So kann dann auch jeder online verfolgen was einem doch so entgeht, wenn man den Kalender seiner Träume nicht früh genug reservieren konnte, oder sich das Geld schlichtweg gespart hat.

Während einige Kalender in liebevoller Mühe zusammengestellt wurden, um den Käufer auch mit sinnvollen Produkten zu erfreuen, bieten andere Verkäufer sinnlos zusammengewürfelte Kalender, die ihr Geld nicht wert sind. Außerdem gab es schon Kalenderanbieter, welche zwar das Geld vorab kassierten, aber keine Ware verschickten. Auch Exemplare, welche mit Produktproben und Bon Bons gefüllt waren, ergänzt um ein oder zwei pferdige Artikel, um den Schein zu wahren, waren schon dabei. Die Frustration der Käufer war verständlicherweise groß, hatten sie teilweise sehr viel Geld für die Kalender gezahlt und erwarteten jeden Tag voller Vorfreude ein pferdiges Geschenk und bekamen nur Trostpflaster statt Sinnvollem.
Hier gilt also Augen auf beim Eier- … ähm, Kalenderkauf. Denn nur weil die Bildchen hübsch verpackte Kalender zeigen, welche einen grandiosen Inhalt versprechen, muss dem beim Auspacken leider nicht so sein.
Es gibt also nicht nur bei gebrauchten Pferdeartikel einen grossen Betrugsmarkt, bei den Adventskalendern schlagen die Gauner ebenso gnadenlos zu.

Ich selber gönne allen einen solchen Kalender, wenn sie das nötige Kleingeld haben, um dies so ›auf den Kopf zu hauen‹. Denn eigentlich ist es ja nichts anderes als ein Glücksspiel. Man opfert zum Beispiel 99 € für einen Adventskalender und weiß nicht, was einen erwartet. Selbst wenn man noch das Glück hat Größen oder Farben aus zu wählen, bekommt man mitunter Produkte geliefert, die man ebenso nötig braucht, wie den fünften gestrickten Wollpullover von Tante Berta.

Hier sollte man doch einmal in sich gehen und überlegen, was man für 99 € sonst alles bekommen könnte:

  • 10 Säcke Futter
  • 3 Rundballen Heu
  • 9m² Paddockplatten
  • 2-8 Halfter je nach Qualität
  • mehrere Schabracken
  • eine oder mehrere Pferdedecken
  • eine gut gefüllte Putztasche
  • ein guter Vorrat an Pflegeprodukten
  • Reithose, Helm, Jacke usw., Reitbekleidung nach Wahl, wenn man nicht auf Nobelmarken steht.

Nehmt einfach einmal einen Reitsportkatalog eurer Wahl zur Hand und schaut, was ihr alles für 99 € bekommen könnt. Produkte die ihr selber aussuchen könntet.

Natürlich ist ein Kalender mit Produkten und Päckchen immer eine Überraschung und die Vorfreude darauf inklusive. Dennoch sollte man hier wirklich abwägen, ob es nicht mehr Sinn macht das Geld bewusst auszugeben. Denn auch wenn es die Vorfreude trübt, es nützt nichts wenn man, wie oft auf den online Plattformen gesehen, den Inhalt wieder tauschen oder verkaufen muss, weil man mit den meisten Sachen nichts anfangen kann.

Von daher überlegt euch gut ob, und vor allen Dingen, welchen Kalender ihr euch zulegt. Mir selber kommt – außer es fühlt sich jemand genötigt mir einen zu schenken – kein Kalender ins Haus.
Ich wähle einfach lieber bewusst die Produkte aus, die ich auch wirklich benötige. Zudem bin ich offen gestanden altmodisch und mag kleine günstige Kalender mit Süßkram. Denn Geschenke, egal ob groß oder klein verbinde ich dann doch mit Weihnachten, und nicht mit der Adventszeit. Diese verbringe ich dann lieber mit Plätzchen backen, dekorieren und den Stall weihnachtlich aufhübschen.
Und wenn es dann Heiligabend ist, dann werde ich mich ebenso über ein pferdiges Päckchen jeder Art freuen.

In diesem Sinne, gönnt euch, was ihr euch von Herzen wünscht, aber lasst euch nicht über den Tisch ziehen.

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Equinatura Leder-Pflegefix

 

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns wieder einem Produkttest.
Getestet wurde diesmal das Leder-Pflegefix Spray von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 250 ml Sprühflasche
  • Reinigt und pflegt alle Glattleder
  • Fettende Wirkung
  • Hinterlässt Glanz

Preis etwa 7,95 €.

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Die Farbgebung entspricht den anderen, bisher vorgestellten Produkten. Zwar sind die Farben hellgrün, orange und braun auch weiterhin nicht meine erste Wahl, es setzt jedoch wohl langsam der Brandingeffekt ein und es gefällt mir immer besser. 🙂
Außerdem ist es schon verführerisch, wenn Seife und Lederfett in einem Produkt angeboten werden. Denn auch wenn ich mein Sattelzeug gerne pflege, bei der Menge von 5 Pferden/Ponys siegt auch mal gerne der Faulschlumpf in mir. So hätte ich sicherlich schon wegen des Kombinationsproduktes einmal danach gegriffen.

Der Geruch ist leicht seifig aber angenehm und die Konsistenz sehr flüssig jedoch gut zu verarbeiten.

Handhabung

Die handliche Sprühflasche ist mit einem kleinen Verschluss gesichert, nachdem dieser entfernt wurde, ist die Sprühflasche einsatzbereit. Der Verschlusskopf ist zwar aus Plastik aber sehr stabil. Nach einigen Jahrzehnten Sprühflaschenerfahrung, hatte ich viele Exemplare, welche die Lagerung im Auto / Putzkoffer selten schadlos überlebten.  Die Equinatura Leder-Pflegefix ist bisher ziemlich robust und überlebte auch den ein oder anderen Rumpler mit dem Koffer, ohne auszulaufen.

Wirkung

Die Sprühflasche ist leichtgängig und sehr geräuscharm. Der Sprühnebel fein und gezielt, was das Auftragen deutlich erleichtert. Mit dem Spray kann man nicht nur große Sattelflächen gut bearbeiten, auch die feinen Vertiefungen bei punzierten Sätteln, oder verzierten Ledertrensen lassen sich mit dem Spray gut erreichen. Die Flüssigkeit sucht sich einfach selbst ihren Weg in die kleinsten Vertiefungen. Mit einem weichen Tuch nachgewischt lässt sich der Schmutz aufnehmen und auch nachpolieren. Etwas Glanz hinterlässt das Spray dabei, aber einen intensiven Glanz wie bei einem Saddle Lack sollte man nicht erwarten.

Fazit

Ein wirklich gutes Spray zu einem ausgezeichneten Preis. Es wird auf jeden Fall weiterhin in meinem Putzkoffer zu finden sein.
Allerdings würde ich mir hier zusätzlich eine größere Flasche wünschen. Die Flasche hat für mich eher Kinder oder Turniergröße. Wahlweise auch für die Reitbeteiligung, die ab und an mal das Sattelzeug putzen möchte. Für den dauerhaften Gebrauch finde ich diese kleine Flasche jedoch inhaltlich zu knapp bemessen.
Bei meinen Sattelputzorgien bräuchte ich gleich mehrere Flaschen davon, was dann preismäßig wieder über Sattelseife und Fett/Öl liegen würde. Dennoch ist die Wirksamkeit in der Kombination aus Seife und Fett absolut gegeben, was die Handhabung sehr praktisch macht.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

Alles Chefsache?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, ihr habt mich vermisst? Denn dank des Besuches meiner Oompa Loompa Julia A. Kris habe ich den vorletzten Sonntagsbeitrag ausfallen lassen, und mit ihr zusammen für ihre Mini Oompa Loompa, Ponybespasser gespielt. Denn leider wohnen wir viel zu weit auseinander und sehen uns daher nur wenige Male im Jahr. Wie gut das es das Internet und das Telefon gibt, mit dem wir dennoch viele Dinge für unsere Bücher absprechen können. Denn ihr wisst ja, Julia und ich arbeiten zusammen an unseren Büchern und Texten. So sind wir also nicht nur Familie und Freunde, sondern auch noch Arbeitspartner. Und das Gute daran ist, dass wir uns gegenseitig ergänzen, aber niemand die Chefposition innehat. Denn vom Streitpotential einmal abgesehen ist die Chefrolle eine sehr anstrengende Position, die nicht jeder freiwillig auf sich nehmen möchte.

Bei den Pferden ist dies ähnlich. In einer guten Herde gibt es eine Leitstute und je nachdem noch einen Hengst oder Wallach, der sich für den Chef hält, und die Schutzrolle übernimmt.
Oft lese ich in den verschiedenen Gruppen, dass die Pferdebesitzer stolz darauf sind, wenn ihr Pferd die Chefrolle übernommen hat. Das sie glücklich sind darüber, weil es nun ›das Sagen hat‹, oder aber, dass es ja nun ›etwas ganz besonderes ist‹ …
Warum muss ich hier gerade an die ›Werther‘s Echte‹-Werbung denken?
Dabei vergessen viele Pferdebesitzer, dass die Führungsposition in der Herde eine große Verantwortung in sich birgt. Denn der Herdenchef sorgt nicht nur für Ordnung innerhalb der Herde, sondern ist auch für die Sicherheit derer zuständig.
Das heißt, die Bande verlässt sich voll und ganz auf ihren Boss, egal ob sie fressen, schlafen oder pupsen.

Das bringt so einige Nachteile mit sich denn:

  • So mancher Chef kommt nicht zur Ruhe, da es aufmüpfige Kackbratzen gibt, die dauerhaft den Chefposten anzweifeln.
  • Einige Chefs ziehen sich Verletzungen zu, durch immer wiederkehrende Rangordnungskämpfe.
  • Manchmal nehmen sie ab, durch vermehrte Bewegung und Aufregung.
  • Oder aber sie sind öfter müde und erschöpft, nach einer durchwachten Nacht.

Nicht zu vergessen, dass manche Pferde ebenso wie die Menschen schlichtweg für den den Chefposten ungeeignet sin, und durch den Stress dauerhaft überfordert werden.
Ebenso gibt es Pferde, welche die Chefposition zwangsweise übernehmen müssen, da kein anderes Herdenmitglied dafür geeignet ist, bzw. die Herde es in die Rolle hineindrängt. Pferde, die diese Chefrolle übernehmen, aber nicht wirklich geeignet sind, gibt es zudem leider häufiger als man denkt, oder sich mancher Pferdebesitzer eingestehen will.

Hier muss man wirklich genau beobachten, ob sich ein Pferd übernimmt, und ob die Ruhezeiten und der Stressabbau nicht zu kurz kommen.
Ist dem so, dann muss man Abhilfe schaffen, z.B. durch kleinere Gruppen oder aber auch nächtliches Separieren in eine Box, bzw. einen Einzel- /Zweier-Offenstall.
Denn bei aller Liebe zur Herde, Ruhezeiten braucht jedes Pferd, und keinem ist geholfen, wenn es sich in seiner Rolle übernimmt.
Um einmal aus dem Nähkästchen zu plaudern:
Ich hatte viele Jahre eine wirklich grandiose Leitstute in meiner Herde. Sie war in der Rolle wirklich zufrieden und glücklich und hatte diesen Posten bis zu ihrem letzten Tag inne. Dennoch hat ihre Freundin ›Frau Pferd‹ immer mal wieder diesen Posten angefragt, und derbe Senge kassiert. Immer und immer wieder.
Als meine Leitstute dann starb, kam die Zeit des Trauerns in der Herde. Plötzlich hatte ›Frau Pferd‹ die Chefrolle inne, welche sie sich die ganze Zeit gewünscht hatte. Nur hatte sie sich das wohl nicht ganz so vorgestellt, wie die Realität es ihr schonungslos näher brachte. Denn auf einmal musste sie für Ordnung sorgen, für Sicherheit und für Ruhe. Dafür musste sie dann nicht selten ihre eigenen Wünsche und Belange zurückstecken. Sie selber hat das enorm geschlaucht, sie wurde unzufrieden, gestresst und war sehr oft wirklich müde und erschöpft. Erst Zweiergruppen im Winter, als auch das Delegieren der Pflichten an Frau Ente, hat sie zur Ruhe kommen lassen.
Dennoch muss sie immer noch die Chefrolle übernehmen. Glücklich macht es sie nicht, auch wenn es heute viel entspannter ist als in den ersten Jahren.
So kann es zu Situationen kommen, in denen alle anderen freudig mampfend die Nase in den Futtertrog stecken, sie aber hungrig abwartet, bis die nächtlichen Besucher (Jäger) wieder heimfahren. Genauso gab es Tage, in denen sie sich nach einer durchwachten Nacht in meinem Beisein auf der Weide ablegte, mir quasi die Verantwortung übergab, und sofort einschlief – müde und erschöpft.
Ich bin froh das sie nun die Arbeit aufgeteilt hat und Frau Ente mithilft. Ebenso ist nun das Panzerlein erwachsen geworden und kümmert sich hingebungsvoll um die neuen Jungs.
Für ›Frau Pferd‹ heißt das mehr Ruhe und Erholung. Für mich bedeutet es die Gewissheit, das sie sich nicht mehr überfordert. Dennoch habe ich immer noch ein wachendes Auge darauf und werde dies auch weiter beibehalten.
Für einige Pferdebesitzer mit Pferden in Chefposition wünsche ich mir das gleiche. Das geübte Auge, um zu sehen ob und wann es einem Pferd zuviel wird, und der Gewissheit, dass man einschreiten wird, wenn es nötig wird.

In diesem Sinne, erholsame Tage für euch und eure Herdenchefs!
Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Equinatura Kräutersirup

 

Hallo meine Flauschehasen, heute widmen wir uns wieder einem Produkttest.
Getestet wird der Kräutersirup von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 500 ml Flasche
  • Alpenkräuter, Kamille, Ringelblume, Schafgarbe, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Anis, Brombeerblätter, Hollunder, Fenchel, Lindenblüten, Isländisches Moos, Salbei, Thymian, Schwarzwurzel und Minzöl

Preis etwa 9,95 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Vielleicht gefällt die Farbwahl mit hellgrün, orange und braun nicht jedem, und nein, mir hätte pink sicher auch eher zugesagt. Allerdings sind die Farben derart leuchtend das man sie in jeder düsteren Sattelkammer oder im Putzkoffer gleich findet. Selbst wenn sie an der Weide ins Gras fallen würden, müsste man keinen Spürhund zur Suche abstellen. 😉

Der Preis ist auffallend günstig für einen Hustensirup. Wobei ich dazu sagen muss, das mich ein günstiger Hustensirup erst einmal eher abgeschreckt hätte. Irgendwie verbindet man eben immer noch einen höheren Preis mit gesundheitlichen Ergänzungsmitteln.

Handhabung

Die Flasche erinnert an eine große Shampooflasche. Ich weiß nicht, ob mir das wirklich so gefällt. Sicher es ändert nichts am Inhalt, aber Mittel welche der Gesunderhaltung dienen, verbinde ich einfach nicht mit Plastikflaschen, welche mich an Haarpflegeprodukte, oder Putzmittel erinnern. Und bei einem Kräutersirup denke ich einfach an Hustensaft in Glasflaschen, einem Sicherheitsverschluss und einen Pappkarton mit Dosierungsanleitung. Natürlich wäre eine Glasflasche im Stall eher kontraproduktiv, das ist mir bewusst, dennoch kann ich die Assoziation einfach nicht verhindern.
Der Verschluss ist ein Drehverschluss, welcher die Flasche sichert, aber bei der Nutzung wieder aufbewahrt werden muss. In der Praxis bedeutet das meist das man diesen zwischen die eigenen Zähne oder in die Hosen-/Jackentasche steckt. Ich selber neige eher dazu solche Deckelchen zu verlieren.

Der Sirup ist hellbraun/grau und milchig. Entgegen meiner Erwartung war er nicht zähflüssig und klebrig. Vom äußeren Eindruck einmal abgesehen, hat für mich ein klebriger Sirup immer noch den Vorteil, dass man ihn konzentriert ans Futter heften kann. Das ist dann sinnvoll, wenn Pferde ungerne Hustensirup fressen, bzw. wenn man Zusatzfutter oder Medikamente untermischen will.
Aber auch diese verhältnismäßig dünnflüssige Variante hat ihre Vorteile: Diesen Kräutersirup kann kann man mit dem Pulver/Medikament vermischen und in einer Einwegspritze, natürlich ohne Nadel, verabreichen. Dies ist auch von Vorteil, wenn Pulver/Medikamente nicht mit Zusatzfutter kombiniert werden sollten. Da macht die flüssigere Form mit dem intensiven Geschmack Sinn.

Wirkung

Ich habe den Sirup an alle Pferde verteilt, und einfach über das Futter gegeben. Er wurde sofort und anstandslos mitgefressen. Nicht mal Frau Pferd, die gerne mal bei solchen Dingen mäkelt hat auch nur ansatzweise gezuckt. Auch die neuen Jungs waren vom Geschmack sehr angetan. Geschmacklich also ein Volltreffer!

Selber habe ich den Sirup auch versucht, ich würde den Geschmack als minzig bezeichnen. Man hat ein wenig das Gefühl, das man reines Minzöl lutscht, aber auch die Kräuter sind herauszuschmecken. Er ist jedoch keineswegs süß.
Über die Jahre hinweg, hab ich schon Pferdehustensaft probiert, der mir persönlich besser geschmeckt hat, aber der Geschmack der Pferde ist hier ja entscheidend. Aus dem Selbstversuch kann ich sagen das mein Hals und meine Nase danach frei waren, was nicht jeder Hustensaft oder jedes Minzöl auf Anhieb schafft.

Fazit

Als vollwertiges Arzneimittel würde ich den Kräutersirup nicht sehen, aber dazu ist er auch nicht gedacht. Er ist eine Unterstützung für die Bronchien, und kann vorbeugend in den Wintermonaten gegeben werden. Einzig die Verpackung wie auch die nicht sirupartige Konsistenz hat mich zu Punktabzug veranlasst.

Von daher vergebe ich 5 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

Hexenwerk Halsring?

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, es ist euch gut ergangen in der letzten Woche? Meine Woche war wie immer ein wenig stressig, denn wer kennt es nicht: Wenn die Pferde wieder zum Winter hin in den Offenstall einziehen, wächst das Arbeitspensum ungemein. Und während ich nun wieder Heunetz um Heunetz stopfe, habe ich genug Zeit, um über alle Pferdethemen aus dem Internet zu sinnieren.
Ein Thema, mit dem sich meine Gedanken dabei gerne beschäftigen, ist die Glorifizierung des Halsringes. DER Halsring, das Wunderwerk, welches die hohe Reitkunst darstellen soll. Jener, der für das absolute Vertrauen zwischen Reiter und Pferd gilt. Selbstverständlich muss dieses immer im Galopp auf Feldern und Wiesen im Gelände dargestellt werden, denn nur dann zeigt sich die tiefe Verbundenheit, die man zu seinem Pferd hat. Jedes Gebiss ist nur Zwang, jede gebisslose Zäumung ein reiner Kindergeburtstag, gegen den heldenhaften Halsring, dem absoluten Monument des Vertrauens.
Okay kommt es bei euch gerade auch zu Brechreiz, oder seid ihr echte Halsring Fanatiker? Ich meine, es spricht nichts gegen einen Halsring, aber eigentlich ist er nur ein weiteres Kommunikationsmittel mit dem Pferd.
Denn ob ich ein Gebiss nutze, eine gebisslose Zäumung, einen Halsring, meine Stimme, ein Handauflegen oder eine Gerte, die ich zum Zeichengeben nutze, der Sinn ist immer gleich: Man bringt seinem Pferd bei, auf ein bestimmtes Kommando zu reagieren. Das heißt, ich kann ein Pferd entsprechend trainieren, über eine Gebisshilfe nach links ab zu wenden. Aber das geht auch über eine Gewichtshilfe, eine leichter Druck mit dem Schenkel, ein Zügel anlehnen, ein Wortkommando, eine Gerte die sanft berührt usw. Die Möglichkeiten einem Pferd ein Kommando beizubringen sind nahezu grenzenlos. Oder wie mein verstorbener Vater so schön zu sagen pflegte:
»Es ist absolut egal welches Kommando du benutzt um eine Lerneinheit zu festigen, Hauptsache du nutzt es für das Pferd verständlich und konsequent. Also könntest du statt ›Steh‹ oder ›Whoa‹ auch ›Kaffeekanne‹ sagen, solange du es ihm genauso beibringst.«
Gut, meine Pferde hören nicht auf Kaffeekanne, aber ich denke, den Sinn versteht ihr dennoch. Es ist an euch, welchen Ausbildungsweg ihr für eure Pferde nutzt, ob dies mit oder ohne Gebiss ist. Aber ein Halsring ist nicht das Wunderwerkzeug zu welchem er oft emporgehoben wird. Ich verstehe einfach nicht, warum da so ein Aufheben drum gemacht wird. Im Westernreiten ist das ›Neck reining‹, also die Zügelführung über den Hals nun wirklich nichts Außergewöhnliches oder Mythisches. Und auch das stoppen ohne Zügeleinwirkung, nur über die Gewichtshilfen oder Stimmkommandos sind nun wirklich nichts Neues.
Warum sollte das dann mit dem Halsring anders sein? Es ist doch auch nur ein Kommando, das über eine Einwirkung auf den Hals abgerufen wird. Eigentlich so überhaupt nichts Neues, außer dass man das Kopfstück weglässt.

Was ist also los in der Girlie- und Pferdeflüstererwelt, das so viele nun den Halsring anlegen und sich für das heißeste Wiener Würstchen halten?
Denn bei den ganzen Bildern, welche sich im Netz tummeln, sieht man wirklich selten gut gerittene Pferde mit Halsring. Sicher gibt es diese auch, nur waren die auch vorher gut geritten und ausgebildet, so dass der Sprung zum Halsring einfach ein weiterer Schritt einer normalen Trainingseinheit war.
In der Onlinewelt der Girlieseiten und selbst ernannte Horsemen sieht die Realität aber anders aus. Da werden schlecht ausgebildete und noch schlechter gerittene Pferde, mit einem hübschen poppigen Halsring verziert, und über Felder und Weiden gejagt. Wenn es dann mit dem Bremsen nicht so gut klappt, macht das ja nichts, schließlich ist das Feld, so Gott will, lang genug und irgendwann ist das Pferdchen auch mal müde. Na ja hoffentlich, bevor es – mit oder ohne Reiter – wieder am Stall ankommt. Gut ausbalancierte Pferde die sich selber wie auch den Reiter tragen, sieht man dabei aber eher selten. Der Fokus liegt auf dem Halsring draußen im Gelände, natürlich im Galopp um das vermeintliche Vertrauen bildlich festzuhalten. Das Ganze dann noch mit wehendem Haar, Wallekleidchen und einer Wolke aus Holi Pulver, das dann gepostet mit dem Wort Vertrauen und mit 10 Herzchen verziert, macht es zu einem Like-Catcher für alle online Plattformen.
Dabei hat der Halsring nichts aber auch gar nichts mit Vertrauen zu tun, denn das Pferd hat ja keine Angst geritten zu werden. Es hat keine Angst vor einem Feld, einer Weide und dem folgenden Galopp. Eigentlich freuen sich die meisten Pferde, wenn sie einmal richtig Gas geben dürfen auf weiter Strecke. Also sollten wir dem Pferd nicht einreden, das es uns vertraut, nur weil wir einen Halsring benutzen.
Und anders herum? Vertrauen wir in das Pferd, nur weil es sich mit einem Halsring stoppen lässt? Das wäre ein ziemliches Armutszeugnis, wenn man die eigene Ausbildung und das Training so herunterspielt und das Ganze nur als Vertrauen deklariert.
Entweder man bildet sein Pferd gut aus und trainiert es auf das entsprechende Hilfsmittel, oder man pfeift auf die Ausbildung, lässt sein Pferd einfach rennen und hofft auf das Beste. Aber sorry, dies ist dann kein Vertrauen in das Pferd, sondern Dummheit, wenn man den Wert einer guten Ausbildung verkennt. Vertrauen sollte man dann eher in Gott – oder wen man auch sonst immer anbetet – haben. Nicht zu vergessen, im Zweifelsfall auch in den Notarzt und das Krankenhausteam, welches einen nach einer missglückten Aktion wieder zusammenflicken darf.

Der Halsring ist einfach ein Hilfsmittel der Kommunikation mit seinem Pferd. Und ob und wie gut  dieses funktioniert, hängt einzig von der Ausbildung des Pferdes ab. Auch, wenn sich das sicher nicht so gut vermarkten, lässt wie ›Vertrauen, Liebe und Geborgenheit‹ so ist er doch nichts anderes. Wie gut die Umsetzung der Hilfen mit dem Halsring funktioniert, liegt also an der Ausbildung und dem Training vor und mit dem Halsring. Und wenn man diesen draußen im Gelände nutzen möchte, dann sollte man wenigstens eine Sicherheitstrense unterlegen. Zum einen, weil man im Notfall immer noch eine Einwirkung auf den Pferdekopf hat, statt nur auf den Hals (Stichwort Hebelwirkung) und zum anderen, weil somit der Straßenverkehrsordnung genüge getan wird.
Warum und wieso habe ich schon einmal hier erklärt: http://celeste-drake-books.de/regeln-sind-keine-ansichtssache/

Aber egal welches Mittel der Kommunikation ihr jetzt oder später nutzen möchtet, denkt immer daran: Der Schlüssel liegt in der Ausbildung und im Training. Er liegt nicht in frommen Wünschen, Gebeten oder mystischen Umschreibungen.

Flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Equinatura Haar Tonikum

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und auch heute widmen wir uns wieder einem Produkttest. Getestet wird das Haar Tonikum von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 250 ml Flasche
  • Gegen Juckreiz, Schuppen und Scheuern
  • Fördert das Haarwachstum
  • Beinhaltet Propan-2-ol (vorsicht reizend/entzündlich)

Preis etwa 5,95 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck

Auch hier, wie auch bei den anderen Equinatura-Produkten, ist das Produkt hellgrün, orange und braun. Was die Farbkombination an Auffälligkeit fehlt, macht der Preis jedoch spielend wieder wett, denn viele Haaröle oder anti Scheuer Mittel sind wesentlich teurer.

Handhabung

Die Flasche ist mit einer Auftragungsspitze versehen und hat einen wirklich kleinen Drehverschluss. Für die Nutzung muss dieser abgedreht und aufbewahrt werden, was nur mit einer Hosen/Jackentasche möglich ist. Und selbst da verschwindet dieses kleine Biest nur zu gerne. Ihr könnt euch vorstellen wie oft mir dieses kleine Miststück entkommen ist so schusselig wie ich bin.
Der Geruch ist beißend und intensiv, den Alkohol kann man deutlich heraus riechen. Es erinnert an das Haarwasser, welches die alten Damen in den 70ern gerne nutzten.
Ich bin ehrlich, Wellnessgedanken bekommt man bei diesem Duft nicht, und die Pferde waren nicht wirklich begeistert.

Wirkung

Das Auftragen ging mit der Flasche leicht von der Hand, eigentlich schon fast zu gut. Ich weiß nicht, ob es gewünscht ist, das solche Mengen trotz Dosierspitze auf dem Pferd landen, denn eine genaue Mengenangabe gab es auf der Verpackung dazu leider nicht. So war danach also nicht nur das Pferd sondern auch ich mit dem Zeug besprenkelt, oder nennen wir es besser gebadet.
Im Test habe ich überall das Tonikum bei meiner sich scheuernden Frau Pferd aufgetragen, welche dieses auch klaglos über sich ergehen ließ. Anscheinend war trotz Scheuerstellen das Tonikum nicht unangenehm. Der Geruch dagegen war, wie oben erwähnt, etwas beängstigend. Ich gestehe, ich hätte auch niemanden mit einer Zigarette in die Nähe meines Pferdes gelassen, aus Furcht vor Selbstentzündung.

Direkt nach dem Auftragen und auch Stunden später waren kein Anzeichen von Juckreiz zu sehen. Abends hatte die Wirkung allerdings nachgelassen, und der Juckreiz war wieder gegeben. Da keine genaue Dosieranleitung gegeben war, wollte ich Frau Pferd nicht mehr als einmal täglich mit dem Tonikum behandeln.

Fazit

Ein gutes Produkt, das vorbeugend eine pflegende Wirkung hat. Auch bei leichtem Juckreiz kann es sicher eine gute Hilfe sein. Bei echtem Ekzem hilft es aber nicht auf Dauer.
Vom Verbrauch her war das Tonikum schnell leer, gerade wenn es täglich – bedingt durch die Dosierspitze auch großzügig – auf Mähne und Schweif verteilt wird. Auch wenn der Preis wirklich günstig ist, bei einem Ekzemer lohnt es sich umgerechnet zu anderen Produkten nicht. Als normale Pflege hat das Produkt allerdings sicher einen guten und günstigen Stellenwert.

Von daher vergebe ich 3 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste

Eine Sache des Platzes

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder. Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die dritte Jahreszeit? Auch wenn uns nicht gerade ein goldener Herbst beschert wird, so machen wir Pferdebesitzer doch wie immer das Beste daraus. So verbringe ich, wie viele von euch sicher auch, viel Zeit damit den Offenstall winterfest zu gestalten, damit auch der schlimmste Schmuddelwinter kommen kann.

Wenn ich dann ab und an in der Arbeit innehalte, vergleiche ich meinen Offenstall mit den Bildern, die ich im Internet von anderen Pferdebesitzern sehe.
Natürlich sind viele professionelle Bausätze im Internet vertreten, welche nicht nur eine ausreichende Offenstallgröße, sondern auch ein heimeliges Wohnambiente für die Pferde bieten. Und mit Sicherheit sind sie deutlich schicker und moderner als mein schnuckeliger Stall.
Ebenso gibt es wirklich liebevolle und gut durchdachte Eigenbauten, welche nicht nur durch viel Mühe, sondern auch mit durchdachten Konzepten überzeugen. Ställe, die vielleicht nicht perfekt für die schnöde Außenwelt sind, aber den Pferden ein harmonisches und glückliches Leben bieten.
Leider es gibt jedoch ebenso einige Unterstände, bei denen ich nicht wirklich an einen Offenstall denken muss. Da werden Einzelcarports aus dem Baumarkt auf eine Weide gestellt, welche gerade mal 3 x 5 Meter messen. Diese sollen dann wenigstens für zwei Pferde oder mehr Unterschlupf bieten.
Da fasse ich mir dann doch an den Kopf! Denn wie oft wird die Boxenhaltung, mit ganztägigem Auslauf, mit ihren 3 x 3 Meter Boxen, als unzureichend abgestempelt und als Knast vernannt? Aber ein Carport von 5 x 3 Meter soll als Offenstall alles wettmachen?
Wie kann es sein, dass die Liegefläche an Platz und Wert verliert, nur weil man einen Offenstall daraus macht?
Unter uns Betschwestern: Egal ob Box oder Offenstall, jedes Pferd sollte die Möglichkeit haben in Ruhe zu schlafen, und das im Stehen UND im Liegen! Nach Möglichkeit auch alle zusammen / gleichzeitig, wenn sie denn wollen.
Selbst wenn nicht immer alle Herdenmitglieder gleichzeitig liegen, zumindest sollte es platzmäßig möglich sein. Dabei muss man bedenken, dass Pferde sich nicht schlafend übereinanderstapeln, wie Katzen oder Kaninchen das ab und an machen, denen es bisweilen gar nicht eng genug sein kann. Wobei es auch da Ausnahmen gibt, wenn ich an meine Katze denke, die den meisten Platz bei uns im Bett einnimmt, einschließlich meines Kopfkissens und genau abwägt, wie viel Körperkontakt ihr genehm ist.
Aber egal bleiben wir beim Thema: Wenn Pferde und Ponys ausgestreckt liegen, dann nehmen sie von Kopf bis zu den Hufen eine Menge Platz ein. Und die legen sich nicht raumsparend nebeneinander ab, sondern dort wo die Fläche gerade weich, lauschig, kuschelig und sicher ist. 3 x 5 Meter bieten also nicht wirklich genug Platz, damit 2 Pferde / Endmaßponys zusammenliegen und schlafen können, außer es sind extreme Kuschelschläfer.
Nur weil man einen Offenstall anbietet, sollte das Platzangebot nicht schrumpfen! Und ja, ich habe solche Carports auf Bildern schon öfter gesehen, welche dann für 2, 3 und auch schon 4 oder 5 Pferde als einziger Unterstand dienen sollte. Nein, das war leider kein Doppelcarport, und der Unterstand sollte bei Regen, Sturm, Wind, Schnee und Hitze Unterschlupf bieten. Für alle Pferde wohlgemerkt!
Viel zu oft wurde sich dann herausgeredet, dass eh nicht alle Pferde gleichzeitig schlafen und dass nicht alle in den Unterstand wollen. Zudem sollte man sich nicht so anstellen, es sei ja schließlich ein Offenstall und somit 1.000 x besser als eine Box.
Sorry, da frage ich doch schon mal nach dem gesunden Menschenverstand. Klar wollen nicht alle Pferde gleichzeitig in den Unterstand, wie sollen sie das dann auch machen? Sich stapeln? Zusammenfalten? Schrumpfen à la Pan Tau?
Natürlich wechseln sie sich dann ab, und mitunter kommt dann das eine oder andere Pferd zu kurz, was Schlaf, Ruhe und Erholung angeht.
Sicher gibt es auch harmonische Gruppen, die sich stapeln lassen, die sich zusammen in den Offenstall kuscheln. Aber mal im Ernst, schön ist doch anders, oder?
Denn egal wie gut ihr euch mit eurem Partner versteht, egal ob ihr Kuschelschläfer seid, eure Bettseite ist euch sicher ebenso heilig. Und jeder Arm und jedes Bein, das euch im Schlaf stört, wird auf den Mond gewünscht.

Dann gibt es da noch die beliebte Standardausrede: ›Meine schlafen eh immer lieber draußen.‹ Klar, wo sollen sie denn sonst schlafen?Als Pferdemikado?
Das ist vergleichbar mit dem Ehemann, der aus dem Bett zum Sofa flüchtet, weil seine Frau jede Nacht derart laut und röhrend schnarcht, dass er keine Ruhe findet.
Der sagt dann auch: »Spatzerl, ich mach das nur, damit DU in Ruhe schlafen kannst.« Der gibt ja nicht freiwillig zu, dass ihm seine Holde des Nachts den letzten Nerv raubt. Und bei den Pferdebesitzern ist das ähnlich, da wird schöngeredet oder naiv weggesehen. Und lieber werden Pferde eingedeckt als einzusehen, dass es an echtem Schlaf und Ruheraum fehlt.

Wenn wir also einen Offenstall planen dann sollte pro Pferd nicht weniger Liegefläche eingerechnet werden als bei einer Box. Im Gegenteil, ich bevorzuge eher mehr Platz. Denn in einer Box hat ein Pferd wenigstens seine Ruhe vor einem störenden Herdenmitglied. Dort wird es nicht aufgescheucht, weil ein ranghöheres Pferd auf einmal den Schlafplatz für sich alleine beansprucht, es ist sicher hinter seinen 4 Wänden.
Daher muss im Offenstall genug Platz angeboten werden, dass auch rangniedrigere Pferde sicher und ruhig abliegen können. Einfach, damit die Pferde im Stall immer liegen können, wann und wo sie wollen, und sich trotzdem sicher und behaglich fühlen.

Mir ist schon klar, dass ich von einigen Offenstallbesitzern für diesen Beitrag wieder gelyncht werde. Frei dem Motto ›So lange es ein Offenstall ist, ist alles flauschig‹, aber nein, das ist es für mich nicht. Für mich ist der Platzaspekt ebenso wichtig, wie gutes Einstreu, eine gute Belüftung, ebenso wie abgestimmtes Futter und genug Auslauf.

Von daher, das Holz für den Scheiterhaufen findet ihr zu eurer linken Seite, rechts die Steine samt falschen Bärten in reichhaltiger Auswahl für die Steinigung. Ozelotmilch, Otternasen und Wolfszitzenchips für den kleinen Hunger gibt es im Bauchladen.

In diesem Sinne flauschige Grüße
Celeste

Produkttest: Equinature Striegel

 

Hallo meine Flauschehasen, da bin ich wieder und auch heute widmen wir uns wieder einem Produkttest.
Getestet wird das Striegel Spray von der Firma Equinatura.

Equinatura ist eine Zweitmarke der bekannten Leovet Dr. Jacoby GmbH & CO. KG.
Leovet-Produkte kenne ich schon seit über 30 Jahren, und nutze sie auch schon so lange. Deswegen war ich auch sehr gespannt, wie sich die neue Produktreihe im Test schlagen würde.

Produktdaten

  • 1000 ml Sprühflasche
  • Wirkstoffe aus der Zitrone
  • Leichte Kämmbarkeit für Mähne und Schweif

Preis etwa 12,95 €

Verfügbarkeit

Die Produktreihe gibt es wie immer bei online Händlern wie z.B. Loesdau , Amazon, Stroeh, Louven, aber auch bei verschiedenen Reitsporthändlern vor Ort, wie auch bei den Equiva Filialen.

Praxistest

Der erste Eindruck
Zuerst fällt natürlich das Design auf, denn die Farbwahl sticht mit hellgrün, orange und braun sofort ins Auge. Irgendwie habe ich länger überlegt an wen mich die Farbkombination erinnert, bis ich auf die ›Flix Reisebusse‹ kam. Ich bin ehrlich, vom Design her hätte ich im Regal nicht sofort danach gegriffen sondern mich wieder an den Reisebus erinnert. Allerdings wäre mir sicher der Preis aufgefallen, denn viele Mähnensprays sind fast doppelt so teuer bei der angebotenen Inhaltsmenge.

Nimmt man die Sprühflasche in die Hand, ist diese sehr handlich und stabil. Der Sprühkopf ist mit einer Sicherung versehen, welchen man bei der ersten Benutzung entfernt. Der Verschlusskopf ist zwar aus Plastik, aber sehr belastbar. Ich habe schon oft mit anderen Sprühflaschen gearbeitet, welche eine Lagerung im Auto/Putzkoffer – im Gegensatz zu dieser – nur selten schadlos überlebten.

Handhabung

Die Sprühflasche ist leichtgängig und sehr geräuscharm. Der Sprühnebel ist fein und gezielt, was das auftragen deutlich erleichtert. Der Geruch ist leicht blumig und schlecht zu definieren, aber wirklich sehr angenehm.

Wirkung

Im Test wurden die Mähnen und Schweife aller Pferde behandelt. Die Wirkung war sofort erkennbar. Bei allen war Mähne und Schweif leicht kämmbar, und selbst die immer wieder verdrehten Locken bei Frau Panzer ließen sich problemlos kämmen.

Die Zuckerwattenmähne von Thor ließ sich nicht nur leicht entwirren, ohne die zarten Haare zu schädigen, auch Tage später war die Mähne immer noch leicht kämmbar.

Fazit

Ein wirklich gutes Spray zu einem ausgezeichneten Preis! Es wird auf jeden Fall weiterhin in meinem Putzkoffer zu finden sein.
Einzig würde ich mir noch eine kleine Sprayflaschen-Edition für Kinderhände, Turnier, kleine Putzkisten oder Hosentaschen wünschen. Denn auch wenn die 1000 ml Flasche super günstig ist, für Kinderhände stelle ich sie mir gewichtsmäßig sehr schwer vor.
Aber das ist nur ein Wunsch der keinerlei Punktabzug bedeutet.

Von daher vergebe ich 6 von 6 Flauschepunkten.

Flauschige Grüße
Celeste